- Hauseigener 997-ccm-V2 mit 102 PS (75 kW) und 87 Nm, unverändert gegenüber der Standard-Dagger
- Sportlichere Ergonomie durch einen tieferen, weiter vorn liegenden Lenker und eine schmalere Linienführung
- Ein offizieller Preis wird nicht genannt, er soll mit dem der regulären Dagger identisch sein
Die französische Manufaktur Brough Superior baut ihre moderne Modellpalette weiter aus. Mit der Dagger S stellt der in Toulouse ansässige Hersteller eine zweite Ausführung seines Carbon-Roadsters vor, der bereits in der Standardversion zu den technisch aufwendigsten Serienmotorrädern am Markt zählt. Die S-Variante richtet sich an Fahrer, die ein fokussierteres, sportlicheres Fahrverhalten suchen, verzichtet dafür aber auf tiefgreifende Eingriffe in Motor und Fahrwerk.

Was unterscheidet die Brough Superior Dagger S von der Standard-Dagger?
Die Dagger S setzt auf eine sportlichere Sitzposition sowie kleine aerodynamische und optische Anpassungen, während Motor, Rahmen und Fahrwerk unverändert bleiben. Der Lenker sitzt nun tiefer und weiter vorn, wodurch mehr Gewicht über das Vorderrad verlagert wird und der Fahrer eine flachere, aktivere Haltung einnimmt.
Auch die kleine Frontverkleidung wurde überarbeitet. Brough Superior zufolge fallen die Aussparungen und die Gesamtform der Verkleidung aggressiver aus als bei der ursprünglichen Dagger. Ein konkreter Maßunterschied lässt sich am Datenblatt ablesen: Mit 752,8 Millimetern baut die Dagger S schmaler als die Standardversion, die 782,5 Millimeter misst. Länge (2168 Millimeter), Sitzhöhe (810 Millimeter) und Radstand (1491 Millimeter) bleiben dagegen gleich.

Woran erkennt man die Dagger S auf den ersten Blick?
Optisch bleibt die Dagger S eng an der bekannten Dagger, die auffälligsten Erkennungsmerkmale sind ein Wabenmuster im Carbon auf der Oberseite des Tanks, zusätzliche Verkleidungselemente seitlich am Kühler sowie die Schriftzüge mit dem Zusatz S für Sport. Abseits dieser Details ist die Karosserie weitgehend deckungsgleich mit der des Basismodells.
Wie schon die Standard-Dagger trägt auch die S-Version eine Vollcarbon-Verkleidung samt Carbon-Tank. Die Baureihe markiert innerhalb der modernen Brough-Palette einen bewussten Bruch mit den klassischen Retro-Anleihen der Marke. Statt verchromter Formensprache und konischer Auspüffe setzt die Dagger auf klare, moderne Flächen, ein Satin-Finish und einen prominent platzierten Kühler.
Wie viel Leistung hat die Brough Superior Dagger S?
Der hauseigene 997-ccm-V2 leistet laut Hersteller 102 PS (75 kW) bei 9600 Umdrehungen pro Minute und stellt 87 Nm (64 lb-ft) bei 7300 Umdrehungen bereit. Damit übernimmt die Dagger S den Antrieb der Standardversion ohne Änderungen.
Beim Motor handelt es sich um einen wassergekühlten 88-Grad-V-Zwei mit zwei obenliegenden Nockenwellen und vier Ventilen je Zylinder. Die Bohrung beträgt 94 Millimeter, der Hub 71,8 Millimeter, die Verdichtung liegt bei 11 zu 1. Die Gemischaufbereitung übernimmt eine elektronische Einspritzung mit Synerject-Steuergerät und zwei 50 Millimeter großen Drosselklappen. Die Kraft wird über ein Sechsganggetriebe in Kassettenbauweise und eine hydraulisch betätigte Mehrscheiben-Ölbadkupplung mit APTC-Anti-Hopping-Funktion übertragen. Der Antrieb erfüllt die Abgasnorm Euro 5.
Fahrwerk und Bremsen: die Fior-Gabel als Markenzeichen
Das technische Herzstück des Fahrwerks ist die für Brough Superior typische Vorderradführung vom Fior-Typ, eine aus dem Vollen gefräste Aluminiumkonstruktion mit zwei gelenkig gelagerten, dreieckigen Titanstreben. Das System trennt Lenk- und Federfunktion und gilt als optisch wie technisch markantes Erkennungszeichen der Marke. Die Bauweise geht auf den Konstrukteur Claude Fior zurück, dessen Prinzip später auch BMW für die Duolever-Gabel seiner K-Modelle aufgriff.
Vorder- und Hinterradaufhängung sind in Vorspannung und Zugstufe einstellbar und bieten 120 beziehungsweise 130 Millimeter Federweg. Der Rahmen besteht aus gefrästem Titan, ergänzt um einen Titan-Heckrahmen. Der Lenkkopfwinkel beträgt den Werksangaben zufolge 22,8 Grad bei 85,8 Millimetern Nachlauf. Verzögert wird vorn über zwei 320-Millimeter-Edelstahlscheiben mit radial montierten Vierkolbensätteln, hinten über eine 230-Millimeter-Scheibe mit Zweikolbensattel. Die gefrästen Aluminiumräder im Format 17 Zoll tragen vorn einen Reifen der Dimension 120/70 und hinten 200/55. Das Gewicht gibt der Hersteller mit 200 Kilogramm (rund 441 lb) bei einer Verteilung von 50 zu 50 an.
Was kostet die Brough Superior Dagger S?
Einen offiziellen Verkaufspreis nennt Brough Superior nicht, er soll mit dem der regulären Dagger identisch ausfallen. Auf der Herstellerseite findet sich der Hinweis, dass der Preis unabhängig vom gewählten Bestellweg gleich bleibt.
Zur Einordnung lassen sich die Schwestermodelle der Marke heranziehen. Für den Lawrence Original wurden bei dessen Vorstellung rund 66.900 Euro (etwa 76.300 US-Dollar) aufgerufen, für den Lawrence Nefud etwa 68.800 Euro (rund 78.400 US-Dollar). Eine Brough Superior bewegt sich damit in einem Preissegment, das weit oberhalb gängiger Serienmotorräder liegt. Bestellt werden kann die Dagger S über den Online-Vorverkauf, direkt im Showroom in Toulouse oder über die Vertriebspartner der Marke.

Die Dagger S im Modellprogramm von Brough Superior
Die Dagger S reiht sich in die moderne Baureihe der Marke ein, die neben der Dagger auch den Lawrence und den Nefud umfasst und sich von der klassischen Linie um die SS100 abgrenzt. Brough Superior wurde 1919 in England gegründet und ab 2013 in Frankreich neu aufgestellt. Heute entstehen die Motorräder in einer Manufaktur in Toulouse, die Stückzahlen sind gering und die Fertigung ist stark handwerklich geprägt.
Einen technischen Bezug zur Zusammenarbeit mit Aston Martin stellt der Kühler her, der von der gemeinsam entwickelten AMB 001 abgeleitet wurde. Innerhalb des aktuellen Modelljahrgangs ist die Dagger S damit weniger eine Neuentwicklung als eine konsequentere Ausrichtung eines bereits bestehenden Modells auf sportliche Dynamik.
Häufige Fragen
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Wie viel PS hat die Brough Superior Dagger S?
Die Brough Superior Dagger S leistet laut Hersteller 102 PS (75 kW) bei 9600 Umdrehungen pro Minute. Das maximale Drehmoment beträgt 87 Nm (64 lb-ft) bei 7300 Umdrehungen. Damit entspricht der Antrieb dem der Standard-Dagger.
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Was unterscheidet die Dagger S von der Dagger?
Die wesentlichen Unterschiede liegen in der Ergonomie und im Design. Der Lenker sitzt tiefer und weiter vorn, die Frontverkleidung wurde überarbeitet und die S-Version baut mit 752,8 Millimetern schmaler. Motor und Fahrwerk bleiben unverändert.
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Was kostet die Brough Superior Dagger S?
Brough Superior nennt keinen offiziellen Preis, er soll dem der Standard-Dagger entsprechen. Zur Orientierung liegen die Schwestermodelle der Marke bei rund 66.900 Euro (etwa 76.300 US-Dollar) und mehr.
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Welchen Motor hat die Brough Superior Dagger S?
Die Dagger S nutzt einen wassergekühlten 997-ccm-V2 mit 88 Grad Zylinkerwinkel, vier Ventilen je Zylinder und zwei obenliegenden Nockenwellen. Der Antrieb erfüllt die Norm Euro 5 und arbeitet mit einem Sechsganggetriebe.











