- 946-cm³-Parallel-Twin mit 112 PS und 105 Nm Drehmoment
- Einführungspreis: 9.999 Euro (circa 11.800 USD) in Deutschland
- Voll einstellbares KYB-Fahrwerk mit 230 mm Federweg und Brembo-Bremsen
Der chinesische Motorradhersteller CFMOTO hat die Preise und Verfügbarkeit der 1000 MT-X für den europäischen Markt bekanntgegeben. Das auf der EICMA 2024 vorgestellte Adventure-Motorrad soll im Frühjahr 2026 in den Handel kommen und könnte mit seinem aggressiven Preis-Leistungs-Verhältnis für Bewegung im Segment sorgen.

946 Kubik und 112 PS: Der Motor der CFMOTO 1000 MT-X
Das Herzstück der 1000 MT-X ist ein flüssigkeitsgekühlter 946-cm³-Parallel-Twin mit DOHC-Ventilsteuerung. Der Motor leistet 83 kW (112 PS) bei 8.500 Umdrehungen pro Minute und liefert ein maximales Drehmoment von 105 Nm bei 6.250 Umdrehungen. Das Triebwerk soll auf dem Motor der KTM 890 Adventure basieren. Die Kraftübertragung erfolgt über ein Sechsganggetriebe mit bidirektionalem Quickshifter und eine Mehrscheiben-Nasskupplung. Das Verdichtungsverhältnis liegt bei 13,5:1, die Abgasnorm Euro V+ wird erfüllt. CFMOTO gibt einen Kraftstoffverbrauch von 4,6 Litern pro 100 Kilometer und CO₂-Emissionen von 108 g/km an. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 208 km/h.
Fahrwerk und Bremsen: KYB und Brembo an Bord
Beim Fahrwerk setzt CFMOTO auf Markenkomponenten. Vorne arbeitet eine voll einstellbare 48-mm-USD-Gabel von KYB, hinten ein ebenfalls voll einstellbares Monoshock-Federbein. Der Federweg beträgt an beiden Achsen jeweils 230 mm. Die Hinterradschwinge besteht aus einer Aluminiumlegierung in Doppelschwingen-Bauweise. Der Rahmen ist als Stahlrohrkonstruktion ausgeführt.
Die Bremsanlage stammt komplett von Brembo. Vorne verzögern zwei 320-mm-Scheiben mit radial montierten Festsätteln, hinten eine 260-mm-Einzelscheibe mit Doppelkolben-Bremssattel. Ein Bosch-ABS mit Kurven-Funktion und eine Bosch-Traktionskontrolle gehören zur Serienausstattung.
Die Bereifung folgt dem klassischen Adventure-Schema mit 90/90 R21 vorne und 150/70 R18 hinten auf Alufelgen.

Elektronik und Ausstattung
Die 1000 MT-X verfügt über vier Fahrmodi: Sport, Rain, Offroad und All-Terrain. Die Bedienung erfolgt über ein 8-Zoll-TFT-Touchdisplay. Eine T-Box ist serienmäßig verbaut, ebenso USB-A- und USB-C-Anschlüsse. Die Beleuchtung ist komplett in LED-Technik ausgeführt. Ein verstellbares Windschild gehört ebenfalls zur Serienausstattung. CFMOTO gewährt vier Jahre Herstellergarantie oder 40.000 Kilometer Gesamtleistung, ausgenommen gewerbliche Nutzung.
Abmessungen und Gewicht
Die CFMOTO 1000 MT-X misst 2.280 mm in der Länge, 936 mm in der Breite und zwischen 1.425 und 1.475 mm in der Höhe. Der Radstand beträgt 1.530 mm, die Sitzhöhe liegt bei 875 mm. Der Kraftstofftank fasst 22,5 Liter. Die Bodenfreiheit gibt CFMOTO mit 240 mm an. Fahrfertig wiegt die Maschine 222 kg (489 lbs), das höchstzulässige Gesamtgewicht liegt bei 465 kg, was eine Zuladung von 243 kg ergibt.

Preis und Verfügbarkeit: Kampfansage an die Konkurrenz
Die CFMOTO 1000 MT-X ist in zwei Farben erhältlich: Aerolite Grey und Tactical Green. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 10.999 Euro (circa 12.979 USD) in Deutschland und 11.999 Euro (circa 14.159 USD) in Österreich. Zum Marktstart gibt es einen zeitlich begrenzten Einführungspreis von 9.999 Euro (circa 11.799 USD) in Deutschland beziehungsweise 10.999 Euro in Österreich. Das Angebot gilt bis zum 1. Juni 2026 oder solange der Vorrat reicht, da die Stückzahl limitiert ist.
Damit positioniert sich die 1000 MT-X preislich deutlich unterhalb der etablierten Konkurrenz. Zum Vergleich: Die Yamaha Ténéré 700, die eine Hubraumklasse darunter angesiedelt ist, kostet in Deutschland 12.599 Euro. Die Aprilia Tuareg 660 liegt zwischen 11.000 und 12.500 Euro, die Suzuki V-Strom 800 bei 10.390 Euro. In der tatsächlichen Hubraumklasse der 1000 MT-X fällt der Unterschied noch deutlicher aus. Eine Honda CRF1100L Africa Twin startet in Deutschland bei 16.449 Euro.
Was das für mich als Motorradfahrer bedeutet
Die CFMOTO 1000 MT-X trifft mit ihrer Kombination aus Liter-Leistung, Markenkomponenten und aggressiver Preisgestaltung einen Nerv. Mit 112 PS ist sie nach den vorliegenden Daten das leistungsstärkste Modell in ihrer Preisklasse, und durch den Einführungspreis von 9.999 Euro kostet sie weniger als viele Mittelklasse-Adventure-Bikes mit 660 bis 800 Kubik. Wer sich für das Segment interessiert, bekommt mit der 1000 MT-X eine Option, die man zumindest einmal Probe fahren sollte, sobald die Maschine bei den Händlern steht. Ob die chinesische Marke allerdings in Sachen Verarbeitungsqualität, Wiederverkaufswert und Händlernetz mit den etablierten Herstellern mithalten kann, wird sich erst im Praxiseinsatz zeigen. Ob und wann die 1000 MT-X auch in den USA auf den Markt kommt, ist derzeit noch nicht bekannt.

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