- Erste Renn-Supermoto von Ducati, abgeleitet von der Motocross-Maschine Desmo450 MX
- Reines Wettbewerbsmodell ohne Straßenzulassung, serienmäßig auf Slicks
- Vollständige Enthüllung mit technischen Daten im September, Verkaufsstart soll im Oktober folgen
Zum 100. Geburtstag der Marke wurde der Misano World Circuit zur großen Bühne. Zwischen Jubiläumsmodellen, Legenden und aktuellen Werksfahrern zeigte Ducati am Samstag, dem 4. Juli, ein Motorrad, das im Programm der Traditionsmarke bislang gefehlt hat: eine Supermoto für den reinen Renneinsatz. Die Desmo450 SM stand zunächst noch verhüllt auf der Hauptbühne, bevor sie als Vorschau enthüllt wurde. Damit wächst Ducatis noch junge Desmo-Reihe auf fünf Modelle, und die Marke ist erstmals in den drei Offroad-Disziplinen Motocross, Enduro und Supermoto vertreten.

Was ist die Ducati Desmo450 SM?
Die Desmo450 SM ist die erste Renn-Supermoto von Ducati, ein reines Wettbewerbsmotorrad ohne Straßenzulassung, das auf der Motocross-Maschine Desmo450 MX aufbaut. Offiziell trug sie bei ihrer Premiere in Misano noch die Bezeichnung Preview, die Homologation ist also noch nicht abgeschlossen und die technischen Daten sind bislang nur halboffiziell.
Ducati hat seine Desmo-Reihe innerhalb kurzer Zeit stark ausgebaut. Nach der Desmo450 MX für Endkunden folgten die Desmo450 MX Factory, das kleinere Modell Desmo250 MX und mit der Desmo450 EDS die erste Enduro auf gleicher technischer Basis. Die Desmo450 SM ist nun das fünfte Modell dieser Familie. Neben der Supermoto rückte Ducati auf der Veranstaltung auch die limitierte Superleggera V4 Centenario sowie die Collezione 100 mit zehn nummerierten Sondermodellen ins Rampenlicht.
Welche Technik steckt in der Desmo450 SM?
Basis ist die Desmo450 MX, laut Ducati wurde die Supermoto aber an nahezu jedem Bauteil überarbeitet. Giulio Fabbri, bei Ducati für die Produktkommunikation zuständig, stellte auf der Bühne klar: „This is not the Desmo450 MX with new wheels“ (übersetzt: „Das ist keine Desmo450 MX mit neuen Rädern“). Man habe an jedem Teil des Motorrads gearbeitet, an Rädern, Bremsen, Fahrwerk, Rahmen, Motor und teilweise auch an der Verkleidung.

Im Zentrum steht ein flüssigkeitsgekühlter Einzylinder mit 449,6 Kubikzentimeter Hubraum und desmodromischer Ventilsteuerung, jener zwangsgesteuerten Ventiltechnik, die Ducati seit Jahrzehnten prägt und die auch im Namenszusatz Desmo steckt. In der Motocross-Version leistet dieser Motor rund 63,5 PS (46,7 kW) und 53,5 Nm (39,5 lb-ft) bei 7.500 U/min, die Höchstdrehzahl liegt bei 11.900 U/min. Diese Werte gelten als Anhaltspunkt, denn die Charakteristik dürfte für den Asphalteinsatz angepasst werden, und Ducati verweist ausdrücklich auf überarbeitete Motorkomponenten. Beim Fahrwerk setzt die Supermoto auf ein langhubiges Showa-Fahrwerk und einen Aluminium-Brückenrahmen. Dazu kommen Speichenräder von Takasago Excel in Straßengröße, eine einzelne vordere Scheibenbremse mit Galfer-Wave-Bremsscheibe, ein hochgelegter Auspuff, Handprotektoren sowie eine bewusst minimalistische Verkleidung. Zur Präsentation stand die Maschine auf Slicks vom Typ Metzeler Racetec SM. Gestartet wurde der Motor bei der Enthüllung übrigens nicht, die ersten Töne dürften erst zur vollständigen Vorstellung im September zu hören sein.
Ist die Ducati Desmo450 SM straßenzugelassen?
Nein, die Desmo450 SM ist ein reines Wettbewerbsmodell und nicht für den Straßenverkehr zugelassen. Damit unterscheidet sie sich klar von den etablierten Supermotos der Hypermotard-Reihe, die es als Einzylinder und als V2 mit Zulassung gibt. Ein besonderes Detail: Die Desmo450 SM soll die einzige in Serie gebaute Ducati sein, die serienmäßig auf Slicks ausgeliefert wird. Ausgeschlossen ist eine straßentaugliche Ableitung damit nicht, denn Ducati hat mit der Hypermotard 698 Mono bereits gezeigt, dass ein Einzylinder-Supermoto auch mit Zulassung funktioniert.

Wer hat die Desmo450 SM mitentwickelt?
An der Entwicklung war Marc-Reiner Schmidt beteiligt, ein vierfacher Supermoto-Weltmeister, der die Maschine bereits im Wettbewerb einsetzte. Nach Angaben von Ducati fuhr der Deutsche mit dem Prototyp bereits erste Siege ein. Dieser Ansatz passt zur Philosophie der Marke, straßen- und rennnahe Produkte über den Motorsport zu schärfen. Ducati bezeichnet die Desmo450 SM als renntaugliche Maschine, die sich direkt auf die Strecke bringen lässt, und stellt in Aussicht, dass sie das leichteste Motorrad ihrer Klasse werden soll.
Wann kommt die Ducati Desmo450 SM?
Die vollständige Präsentation der Serienversion mit allen technischen Daten soll im September 2026 erfolgen. Ein Verkaufsstart ist nach bisherigen Angaben für Oktober vorgesehen. Preise, Leistungswerte und Angaben zur Verfügbarkeit nennt Ducati erst zu dieser offiziellen Vorstellung, bis dahin bleiben viele Details der Renn-Supermoto offen.

Häufige Fragen
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Was kostet die Ducati Desmo450 SM?
Einen Preis hat Ducati bislang nicht genannt. Die Angaben zu Kosten und Verfügbarkeit sollen erst zur offiziellen Präsentation im September 2026 folgen.
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Wie viel PS hat die Ducati Desmo450 SM?
Offizielle Leistungswerte für die Supermoto stehen noch aus. Als Basis dient der 449,6 Kubikzentimeter große Einzylinder der Desmo450 MX mit rund 63,5 PS (46,7 kW) und 53,5 Nm (39,5 lb-ft), wobei die Motorcharakteristik für den Asphalteinsatz angepasst werden dürfte.
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Ist die Ducati Desmo450 SM straßenzugelassen?
Nein, die Desmo450 SM ist ausschließlich für den Wettbewerb gedacht und nicht für die Straße zugelassen. Sie soll zudem die einzige Serien-Ducati sein, die serienmäßig auf Slicks ausgeliefert wird.
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Wann wird die Ducati Desmo450 SM vorgestellt?
Die vollständige Vorstellung der Serienversion ist für September 2026 geplant. Der Verkaufsstart soll kurz darauf im Oktober folgen.
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