- Termin: 19. bis 21. Juni 2026 auf dem Sportflugplatz Walldürn in Baden-Württemberg
- Strecke: 1.905 Meter lange Bahn mit Stop-and-Go-Charakter, DMSB-Streckenlizenz S-44/22
- Programm: Präsentationsläufe der MV-Agusta-Werksmaschinen sowie Starts von Superbikes, Twins, Supersport-Maschinen, Einzylindern und Seitenwagen
Wenn auf einem Flugplatz im Odenwald die Start- und Landebahn zur Rennstrecke wird, dann steht ein Termin an, den es in dieser Form in Deutschland nur noch einmal gibt. Die Odenwald Klassik in Walldürn ist nach Angaben des Veranstalters das einzige verbliebene Flugplatzrennen, bei dem für Motorräder noch echte Rennen ausgetragen werden. Innerhalb der deutschen Motorsport-Saison 2026 nimmt die Veranstaltung damit eine Sonderstellung ein.

Wann und wo findet das Flugplatzrennen Walldürn 2026 statt?
Das Flugplatzrennen Walldürn findet vom 19. bis 21. Juni 2026 auf dem Sportflugplatz Walldürn statt. Der Flugplatz liegt an der Waldstettenerstraße in 74731 Walldürn, etwa 35 Kilometer südlich von Würzburg. Der Freitag ist nach Angaben des Veranstalters für Einstellfahrten vorgesehen, das eigentliche Rennwochenende läuft am Samstag und Sonntag. Aktuelle Teilnehmerlisten und der Zeitplan werden vom Veranstalter Klassik Motorsport e. V. laufend auf der Homepage veröffentlicht.
Warum ist Walldürn das letzte Flugplatzrennen in Deutschland?
Walldürn ist das letzte Flugplatzrennen für Motorräder in Deutschland, weil sich der Rennsport über die Jahrzehnte fast vollständig auf feste Motorsportanlagen verlagert hat. Bis in die späten 1980er Jahre wurde mangels permanenter Strecken vielerorts auf Militär- und Zivilflugplätzen gefahren. Davon ist nach Darstellung des Veranstalters einzig Walldürn übrig geblieben, weil das Konzept den Rennsport direkt zum Besucher bringt. Damit besitzt die Veranstaltung mittlerweile einen Seltenheitswert, der über die rein sportliche Bedeutung hinausgeht.
Wie ist die Strecke auf dem Flugplatz Walldürn aufgebaut?
Die Rennstrecke in Walldürn misst 1.905 Meter, also knapp zwei Kilometer, und besitzt eine DMSB-Streckenlizenz mit der Kennung S-44/22. Der Kurs entsteht aus den Bahnen des Flugplatzes und zeichnet sich durch einen ausgeprägten Stop-and-Go-Charakter aus. Durch die Kürze der Strecke und die häufigen Wechsel zwischen Beschleunigen und Bremsen verlangt der Kurs den Fahrern konditionell einiges ab. Auf der Start- und Landebahn beschleunigen die Maschinen auf hohe Geschwindigkeiten, bevor sie wieder eingebremst werden.
Die Infrastruktur ist auf den Flugplatzbetrieb zugeschnitten. Eine feste Boxenanlage gibt es nicht, das Fahrerlager besteht teils aus befestigtem Untergrund und teils aus Wiese, die Stromversorgung läuft über mobile Verteiler. An der Strecke steht eine Tankstelle mit dem Flugbenzin AVGAS 105 zur Verfügung, für die Verpflegung sorgen ein Restaurant und ein Imbissstand im Hangar und im Fahrerlager.
Vom Buchener Dreieck zum Flugplatz: die Geschichte der Veranstaltung
Der Ursprung der Veranstaltung reicht indirekt in die 1950er Jahre zurück. Damals fanden auf den abgesperrten Straßen der Nachbargemeinde Buchen Motorradrennen auf dem sogenannten Odenwaldring statt, einem der vielen Straßenrennen der Nachkriegszeit. Der zunehmende Autoverkehr setzte diesem Rennsport jedoch bald ein Ende. Erst 2008, rund 55 Jahre nach dem Ende der letzten Veranstaltung, kam es auf dem Flugplatz Walldürn zur Wiederbelebung. Auf Betreiben einiger Motorsport-Enthusiasten aus dem nordbadischen Raum entstand das Event neu und entwickelte sich innerhalb weniger Jahre vom Geheimtipp zur Veranstaltung mit Kultcharakter.
Welche Motorräder und Klassen sind in Walldürn am Start?
In Walldürn treffen historische und aktuelle Rennmaschinen aufeinander, ergänzt um Präsentationsläufe legendärer Werksmotorräder. Zu den Höhepunkten zählen die Vorführungen der MV-Agusta-Werks-Rennmotorräder aus der Kollektion von Bernd Wagner. Daneben treffen und präsentieren sich die Piloten der Sound-of-Singles-Klasse (SoS), und auch Superbikes aus vergangenen Jahrzehnten gehen an den Start. Sportlich rundet das Feld die aktuelle Supersport- und Twins-Klasse ab, besonders beliebt bei den Zuschauern sind zudem die Seitenwagen.
Das Starterfeld speist sich überwiegend aus der Moto-Trophy-Serie. Ausgeschrieben sind unter anderem die Klassen Superbike, Supersport, Twins, die Einteilung Klassik 83, Singles, Zweitakt sowie die Seitenwagen über alle Klassen. Hinzu kommen die Kategorie Young Rider mit Moto3 und SSP300, eine Regularity-Wertung sowie Marken- und Gastserien wie die BMW Classic Boxer Trophy.
Was macht die Atmosphäre des Flugplatzrennens aus?
Die Atmosphäre lebt vor allem von der direkten Nähe zwischen Zuschauern und Fahrern. Die Besucher verteilen sich rund um den knapp zwei Kilometer langen Kurs und sind dadurch deutlich näher am Geschehen, als es auf den großen, abgeschirmten Motodromen möglich ist. Die Fahrer berichten übereinstimmend, was den Reiz des Events ausmacht: „Es ist die einzigartige Atmosphäre mit der direkten Nähe zu den Besuchern, weg von der Anonymität der Motodroms.“ Dieser nostalgische Charakter, kombiniert mit dem Flair vergangener Grand-Prix-Zeiten, prägt das Bild der Veranstaltung.
Infrastruktur und Anfahrt für Besucher
Der Sportflugplatz Walldürn ist über die Waldstettenerstraße in 74731 Walldürn erreichbar und liegt verkehrsgünstig im nordbadischen Teil des Odenwalds. Sanitäre Anlagen mit WC und Dusche sind vorhanden, für Verpflegung ist über Hangar und Fahrerlager gesorgt. Das offene Gelände erlaubt es den Zuschauern, das Geschehen aus verschiedenen Perspektiven entlang der Strecke zu verfolgen. Organisiert wird die Veranstaltung als Straßensport-Event unter dem Dach des Deutschen Motor Sport Bundes.
Häufige Fragen
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Wann findet das Flugplatzrennen Walldürn 2026 statt?
Das Flugplatzrennen Walldürn findet vom 19. bis 21. Juni 2026 statt. Der Freitag ist für Einstellfahrten vorgesehen, gefahren wird das eigentliche Rennwochenende am Samstag und Sonntag.
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Wo liegt der Flugplatz Walldürn?
Der Sportflugplatz Walldürn befindet sich an der Waldstettenerstraße in 74731 Walldürn in Baden-Württemberg. Er liegt etwa 35 Kilometer südlich von Würzburg im Odenwald.
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Warum ist Walldürn das letzte Flugplatzrennen in Deutschland?
Walldürn ist nach Angaben des Veranstalters das letzte verbliebene Flugplatzrennen für Motorräder in Deutschland. Bis in die späten 1980er Jahre wurde häufig auf Flugplätzen gefahren, danach verlagerte sich der Rennsport auf feste Motorsportanlagen.
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Welche Klassen starten bei der Odenwald Klassik?
Am Start sind unter anderem Superbike, Supersport, Twins, Singles, Zweitakt und Seitenwagen aus der Moto-Trophy-Serie. Dazu kommen die Young-Rider-Klassen Moto3 und SSP300, eine Regularity-Wertung sowie die BMW Classic Boxer Trophy.











