- CB1000F: Reihenvierzylinder mit 124 PS (91 kW), Preis in Deutschland 12.329 Euro (rund 14.300 US-Dollar)
- CBR1000RR-R Fireblade SP (2027): 217 PS (160 kW), in Europa rund 29.000 Euro (rund 33.600 US-Dollar)
- Basis-CBR1000RR (2027): nur in Nordamerika, ab 17.099 US-Dollar (rund 14.740 Euro)
American Honda hat am 3. Juni 2026 mehrere Straßenmodelle gemeinsam vorgestellt. Im Mittelpunkt steht die CB1000F, ergänzt um die für das Modelljahr 2027 zurückkehrenden Supersportler CBR1000RR-R Fireblade SP und CBR1000RR. Die Mitteilung richtet sich an den nordamerikanischen Markt, weshalb sich Preise, Farben und Verfügbarkeiten teilweise von der europäischen Modellpalette unterscheiden. Innerhalb der Motorrad-Neuheiten der Jahrgänge 2026 und 2027 deckt Honda mehrere Segmente ab, vom alltagstauglichen Retro-Vierzylinder bis zum kompromisslosen Rennstreckengerät.

Was ist die Honda CB1000F?
Die Honda CB1000F ist ein Retro-Naked-Bike mit Reihenvierzylinder, dessen Optik an die CB750F aus dem Jahr 1979 angelehnt ist. Als Vorbild dienen die Modelle CB750F und CB900F, die Freddie Spencer in den frühen Jahren der AMA-Superbike-Serie für Honda bewegte. In Europa orientiert sich die CB1000F zusätzlich an der CB 750/900 F Bol d’Or der späten 1970er-Jahre, auch bei den Farben in Silber und Blau.
Technisch baut die CB1000F auf der 2025 eingeführten CB1000 Hornet auf. Von ihr übernimmt das Modell den Stahlrahmen mit Aluminium-Hinterradschwinge, das einstellbare Zentralfederbein und die Upside-down-Telegabel von Showa sowie die Räder samt Bremsen und schräglagensensiblem ABS. Erstmals war die Maschine im März 2025 als seriennahe Studie in Japan zu sehen, bevor Honda am 10. Oktober 2025 die Markteinführung für Europa bestätigte.
Wie viel Leistung hat die Honda CB1000F?
Die Honda CB1000F leistet laut Honda 124 PS (91 kW) bei 9.000 Umdrehungen pro Minute und stellt ein maximales Drehmoment von 103 Nm (76 lb-ft) bei 8.000 Umdrehungen bereit. Den wassergekühlten Reihenvierzylinder übernimmt sie von der CB1000 Hornet, deren Triebwerk auf dem Fireblade-Jahrgang 2017 basiert. Von den über 150 PS der Hornet nimmt Honda für das Retro-Modell allerdings Leistung zurück und setzt unter anderem mit geänderten Nockenprofilen auf mehr Durchzug bei niedrigen und mittleren Drehzahlen.
Mit Schlupfregelung, etwas länger übersetztem Sechsganggetriebe und optionalem Quickshifter soll die CB1000F angeblich bis zu 230 km/h erreichen. Das fahrfertige Gewicht gibt der Hersteller mit 214 kg (472 lbs) bei vollem 16-Liter-Tank an, die Sitzhöhe liegt bei 795 mm. Beleuchtung und Cockpit sind modern ausgeführt, mit durchgängiger LED-Technik, einem 5-Zoll-Farbdisplay samt Konnektivität und einem Funkschlüsselsystem.
Colin Miller, Manager of Experiential Marketing bei American Honda, bezeichnet die CB1000F als „Hommage an eine der prägendsten Epochen in der Motorradgeschichte von Honda“ (im Original: „a tribute to one of the most iconic eras in Honda motorcycling“). Er spricht davon, dass von der Silhouette bis zu den Grafiken jedes Detail den Look der klassischen CB750F heraufbeschwören solle, kombiniert mit Leistung, Komfort und Zuverlässigkeit einer modernen Maschine.

Honda CBR1000RR-R Fireblade SP 2027: Was bietet der Supersportler?
Die CBR1000RR-R Fireblade SP kehrt für das Modelljahr 2027 zurück und bleibt dabei den Angaben zufolge technisch unverändert. Ihr Reihenvierzylinder leistet laut Honda 217 PS (160 kW) bei 14.000 Umdrehungen pro Minute, das maximale Drehmoment beträgt 113 Nm (83 lb-ft) bei 12.000 Umdrehungen. Der 999,9 ccm große Motor teilt sich Bohrung und Hub von 81,0 mal 48,5 mm mit der MotoGP-Maschine RC213V, das Verdichtungsverhältnis liegt bei 13,6 zu 1, die Drosselklappen messen 52 mm.
Beim Fahrwerk setzt die Fireblade SP auf eine 43-mm-Upside-down-Gabel von Öhlins mit elektronischer Steuerung (NPX, Smart Electronic Control) und 124 mm Federweg sowie ein Öhlins-TTX36-Federbein im Pro-Link-System mit 142 mm Federweg. Die Bremsanlage besteht vorn aus zwei 330-mm-Scheiben mit radial verschraubten Brembo-Stylema-Vierkolbenzangen und hinten aus einer 220-mm-Scheibe, jeweils mit ABS. Hinzu kommen eine sechsachsige Sensorik, MotoGP-nahe Winglets, Titanpleuel und Schlepphebel im Ventiltrieb. Das fahrfertige Gewicht beziffert Honda für den US-Markt auf 202 kg (445 lbs).
Die Fireblade SP führt damit die Linie fort, die Honda 2020 mit der von Grund auf neu entwickelten Generation eingeschlagen hat. Schon damals stand der dritte Buchstabe R im Namen für den klaren Fokus auf die Rennstrecke, mit einem deutlich kurzhubiger ausgelegten Motor und Technik aus dem HRC-Rennsportprogramm.
Was kostet die Fireblade SP und ist sie in Deutschland erhältlich?
Die CBR1000RR-R Fireblade SP wird in Europa und Deutschland regulär angeboten, die Listenpreise liegen hier bei rund 29.000 Euro (rund 33.600 US-Dollar). In den USA nennt Honda 28.999 US-Dollar (rund 25.000 Euro) und als Verfügbarkeit den August, jeweils in der Farbe Grand Prix Red. Zusätzlich führt Honda in Europa eine auf 300 Exemplare limitierte Carbon Edition mit Carbonverkleidung und nummerierter Aluminiumplakette. Neben der SP-Version steht in Europa außerdem die etwas einfacher ausgestattete CBR1000RR-R Fireblade mit Showa-Fahrwerk und Nissin-Bremsen im Programm.

Gibt es die kleine Honda CBR1000RR auch in Europa?
Nein, die günstigere Basis-CBR1000RR aus der US-Ankündigung ist in Europa nicht erhältlich. American Honda führt dieses Einsteiger-Modell für den nordamerikanischen Markt, während Honda im europäischen Supersport-Bereich ausschließlich auf die CBR1000RR-R Fireblade und die CBR1000RR-R Fireblade SP setzt. Die in der Mitteilung genannten Preise von 17.099 US-Dollar (rund 14.740 Euro) und 17.399 US-Dollar (rund 15.000 Euro) für die Variante mit ABS sowie der Marktstart im Juli gelten somit nur für die USA.
Technisch tritt die Basis-CBR1000RR mit einer 43-mm-Showa-Big-Piston-Telegabel, einer Verkleidung mit aerodynamischen Winglets und einer zweistufigen Einspritzung an. Honda ordnet sie der „Total Control“-Philosophie zu und positioniert sie unterhalb der Fireblade SP. Sie verzichtet damit auf das elektronische Öhlins-Fahrwerk und die Brembo-Stylema-Bremsen der SP-Version.
Verfügbarkeit, Farben und Preise im Überblick
Die CB1000F ist in Deutschland für 12.329 Euro (rund 14.300 US-Dollar) inklusive Liefernebenkosten gelistet, mit Auslieferung ab Anfang 2026. Zur Wahl stehen die Farben Wolf Silver Metallic mit blauem Streifen, Wolf Silver Metallic mit grauem Streifen sowie Graphite Black. In den USA nennt Honda einen Preis von 10.599 US-Dollar (rund 9.140 Euro) und die Farbe Wolf Silver Metallic, als Verfügbarkeit ist dort der Mai angegeben. Als Sonderausstattung listet der Hersteller unter anderem heizbare Griffe, einen Hauptständer, alternative Sitzbänke, Protektoren, Gepäcksysteme und eine Scheinwerferverkleidung im Café-Racer-Look.
Damit ergibt sich je nach Region eine unterschiedliche Modellpalette: In den USA stehen CB1000F, Basis-CBR1000RR und CBR1000RR-R Fireblade SP nebeneinander, in Europa die CB1000F sowie die CBR1000RR-R Fireblade und die CBR1000RR-R Fireblade SP.

Häufige Fragen
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Was kostet die Honda CB1000F?
Die Honda CB1000F kostet in Deutschland 12.329 Euro (rund 14.300 US-Dollar) inklusive Liefernebenkosten. In den USA liegt der Preis bei 10.599 US-Dollar (rund 9.140 Euro). Die Auslieferung in Deutschland ist für Anfang 2026 vorgesehen.
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Wie viel PS hat die Honda CB1000F?
Die Honda CB1000F leistet 124 PS (91 kW) bei 9.000 Umdrehungen pro Minute. Das maximale Drehmoment beträgt 103 Nm (76 lb-ft) bei 8.000 Umdrehungen. Der Motor stammt von der CB1000 Hornet und basiert auf dem Fireblade-Triebwerk des Jahrgangs 2017.
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Wie viel Leistung hat die Honda CBR1000RR-R Fireblade SP 2027?
Die Fireblade SP leistet laut Honda 217 PS (160 kW) bei 14.000 Umdrehungen pro Minute und 113 Nm (83 lb-ft) bei 12.000 Umdrehungen. Für 2027 bleibt sie technisch unverändert und kostet in Europa rund 29.000 Euro (rund 33.600 US-Dollar).
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Ist die Basis-CBR1000RR in Deutschland erhältlich?
Nein, die günstigere CBR1000RR aus der US-Ankündigung wird nur in Nordamerika angeboten. In Europa umfasst die Supersport-Palette die CBR1000RR-R Fireblade und die CBR1000RR-R Fireblade SP, inklusive einer auf 300 Stück limitierten Carbon Edition.
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Worauf basiert die Honda CB1000F technisch?
Die CB1000F nutzt die Plattform der 2025 eingeführten CB1000 Hornet, von der sie Rahmen, Fahrwerk, Bremsen und Motor übernimmt. Optisch ist sie an die CB750F von 1979 sowie an die europäische CB 750/900 F Bol d’Or angelehnt.
➜ Dieser Artikel ist Teil unserer umfassenden Übersicht: Neue Motorräder 2026: Alle Modelle, Neuheiten und Highlights im Überblick. Dort findest du alle wichtigen Informationen zum Thema gebündelt.












