- Marktstart in Japan: die CB400 Super Four ab 21. August, die CBR400R ab 18. September
- Neuer 399-cm³-Reihenvierzylinder mit rund 58 PS (43 kW), E-Clutch und Throttle-by-Wire
- Verkauf zunächst nur für ausgewählte Märkte, Europa noch offen
Honda holt den kleinen Vierzylinder zurück. Der japanische Hersteller hat bestätigt, dass die nackte CB400 Super Four und die vollverkleidete CBR400R in Serie gehen. Beide tragen den Zusatz E-Clutch und richten sich an Fahrer, die einen drehfreudigen Motor mit moderner Technik suchen. Der Verkauf ist zunächst nur in ausgewählten Märkten geplant.

Wann kommen die Honda CB400 Super Four und CBR400R auf den Markt?
Die CB400 Super Four soll ab dem 21. August bei ausgewählten Honda-Dream-Händlern stehen, die CBR400R ab dem 18. September. Beide Modelle sind dabei zunächst für den japanischen Markt vorgesehen.
Die Preise nannte Honda als ungefähre Angaben. Die CB400 Super Four soll rund 998.800 Yen kosten (circa 5.375 Euro / 6.155 US-Dollar), die CBR400R rund 1.199.000 Yen (circa 6.450 Euro / 7.385 US-Dollar). Erste seriennahe Prototypen hatte der Hersteller bereits im Frühjahr gezeigt.
Was steckt technisch in den neuen Vierzylinder-400ern?
Beide teilen sich einen neuen 399-cm³-Reihenvierzylinder mit nach Werksangaben rund 58 PS (43 kW) bei 11.500/min und 38 Nm (28 lb-ft) bei 9750/min. Der Motor arbeitet mit zwei obenliegenden Nockenwellen, ist flüssigkeitsgekühlt und sitzt in einem Rahmen aus Stahlrohr, dazu kommt ein Sechsganggetriebe.
Das Gewicht liegt nach Werksangaben bei 187 kg (412 lbs), die Sitzhöhe bei 780 mm. Beide Modelle haben ein 5-Zoll-TFT-Farbdisplay und vier Fahrmodi. Vorn arbeitet eine schwarz gehaltene Upside-down-Gabel, hinten ein einzelnes Federbein an einer zweiseitigen Schwinge. Für die Bremsen sorgen vorn zwei Nissin-Radialsättel. In der Nähe der Instrumente sitzt ein USB-C-Anschluss. Die Räder messen vorn und hinten 17 Zoll, mit 120er-Reifen vorn und 160er-Reifen hinten. Der Tank der CB400 Super Four fasst 15 Liter, die CBR400R hat einen Liter weniger. Der Motor dreht weniger extrem als die kleinen 400er-Sportler aus den 1990er-Jahren. Der Lenker der CBR ist moderat gesetzt, die Rasten liegen recht tief, was den Alltagsbetrieb erleichtern soll.

Wie funktioniert die E-Clutch von Honda?
Die E-Clutch steuert die Kupplung elektronisch, sodass Anfahren, Anhalten und Schalten ohne Ziehen des Kupplungshebels möglich sind. Wer möchte, kann den Hebel weiterhin ganz normal von Hand bedienen.
Ergänzt wird das System durch Throttle-by-Wire, also einen elektronischen Gaszug für eine direkte Gasannahme. Honda hatte die E-Clutch 2024 zuerst in CB650R und CBR650R eingeführt und danach über die Baureihe ausgeweitet, unter anderem in die Rebel 300 und die Transalp XL750. Die automatisierte Kupplung soll vor allem jüngere und weniger erfahrene Fahrer ansprechen.
Die Rückkehr eines Dauerbrenners
Die CB400 Super Four kam 1992 auf den Markt und lief rund drei Jahrzehnte im Werk Kumamoto, bis sie 2022 aus dem japanischen Programm fiel. Sie ging aus der CB-1 hervor und wurde zu einem festen Bestandteil für jüngere und lernende Fahrer, in Japan diente sie sogar als Fahrschulmodell. Über die Jahre entwickelte Honda den Motor immer weiter, unter anderem mit dem VTEC-System, das die Ventilsteuerung an die Drehzahl anpasst.
Die neue Generation löst die bisherigen Modelle CB400 Super Four V-TEC II und die sportliche CBR400RR mit dem Beinamen Baby Blade ab. Öffentlich gezeigt hatte Honda die beiden Neuheiten als Konzepte im März auf der Osaka Motorcycle Show, danach folgten Auftritte in Tokio und Nagoya.
Wie ordnen sich CB400 Super Four und CBR400R in Hondas Baureihe ein?
Die CB400 Super Four übernimmt die Optik der größeren CB1000F, während die CBR400R Anleihen bei der CBR250RR nimmt. Beide stehen auf einer neuen Plattform mit neuem Rahmen und neuer Federung.
Die CB400 Super Four lässt sich als Einstieg in Richtung der CB1000F verstehen, die 2026 mit einem gedrosselten Fireblade-Motor aus dem Jahr 2017 an den Start geht. Mit den beiden 400ern setzt Honda den Trend zu kompakten Vierzylindern fort und stellt sich damit unter anderem gegen die Kawasaki Ninja ZX-4R. Für die 400-cm³-Klasse gibt es in Japan wegen der dortigen Führerscheinregeln weiterhin eine feste Nachfrage. Innerhalb der Motorrad-Neuheiten des Jahrgangs 2026 zählen die beiden Modelle damit zu den kleineren, aber technisch aufwendigen Vertretern.
Kommen die neuen Honda-400er auch nach Europa?
Ob und wann die Modelle nach Europa kommen, ist offen. Honda hat dazu bisher keine Zusage gemacht.
Ein Sprecher sagte auf Nachfrage: „We have no comment to make at the moment on possible future additions to our European line-up.“ Auf Deutsch: „Zu möglichen künftigen Ergänzungen unseres europäischen Angebots gibt es derzeit keinen Kommentar.“ Für die CBR400R ist die Einordnung im europäischen Angebot schwierig, denn Honda führt dort bereits die CBR500R mit Zweizylinder als A2-taugliches Sportmodell sowie die CBR650R mit Vierzylinder und rund 95 PS (70 kW). Letztere kostet mit optionaler E-Clutch etwa 10.485 Euro / 12.005 US-Dollar. Die nackte CB400 Super Four könnte als eigenständiges Retro-Modell die etwas besseren Chancen haben. Grundsätzlich ist eine Nachfrage nach kleinen Vierzylindern erkennbar, angetrieben von Modellen wie der Kawasaki ZX-4RR und der kommenden QJMotor SRK421RR.

Welche Farben bietet Honda für die beiden Modelle an?
Die CBR400R kommt in Silber (Beta Silver Metallic) oder Schwarz (Matte Ballistic Black Metallic), während die CB400 Super Four die größere Auswahl bietet. Zu deren Farben zählt unter anderem Wolf Silver Metallic.
Diese Lackierung setzt auf eine silberne Basis mit hell- und dunkelblauen Linien und erinnert an die CB750F, die Freddie Spencer in den 1980er-Jahren in den USA einsetzte. Eine ähnliche Optik findet sich auch an der größeren CB1000F.
Häufige Fragen
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Was kostet die Honda CB400 Super Four?
Die CB400 Super Four soll in Japan rund 998.800 Yen kosten (circa 5.375 Euro / 6.155 US-Dollar). Die vollverkleidete CBR400R liegt mit rund 1.199.000 Yen (circa 6.450 Euro / 7.385 US-Dollar) darüber. Honda nannte beide Preise als ungefähre Angaben.
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Wie viel PS hat die Honda CBR400R?
Die CBR400R leistet nach Werksangaben rund 58 PS (43 kW) bei 11.500/min und 38 Nm (28 lb-ft) bei 9750/min. Die Basis bildet ein neuer 399-cm³-Reihenvierzylinder. Denselben Motor nutzt auch die CB400 Super Four.
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Wann kommt die Honda CB400 Super Four?
Die CB400 Super Four soll ab dem 21. August bei ausgewählten Dream-Händlern in Japan stehen. Die CBR400R folgt ab dem 18. September. Der Verkauf ist zunächst nur für ausgewählte Märkte geplant.
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Kommt die Honda CB400 Super Four nach Europa?
Das ist bislang offen, denn Honda hat dazu keine Zusage gemacht. Ein Sprecher wollte sich zu möglichen künftigen Ergänzungen des europäischen Angebots nicht äußern. Eine mögliche Konkurrenz zu Modellen wie der CBR500R und CBR650R erschwert die Einordnung.
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Was bedeutet E-Clutch bei Honda?
Die E-Clutch ist eine elektronische Kupplungssteuerung. Anfahren, Anhalten und Schalten sind damit ohne Ziehen des Kupplungshebels möglich, der Hebel lässt sich aber weiterhin von Hand nutzen. Ergänzt wird das System durch einen elektronischen Gaszug.
➜ Dieser Artikel ist Teil unserer umfassenden Übersicht: Neue Motorräder 2026: Alle Modelle, Neuheiten und Highlights im Überblick. Dort findest du alle wichtigen Informationen zum Thema gebündelt.












