- Vier neue Farbkombinationen für das Modelljahr 2027, technisch bleibt alles beim Alten
- Die E-Clutch ist im deutschsprachigen Raum weiterhin Option, in Italien laut Medienberichten Pflicht
- 92 PS (67,5 kW) aus 755 cm³, 196 Kilogramm (432 lbs) vollgetankt
Die CB750 Hornet gehört seit ihrem Start 2023 zu den wichtigsten Modellen im Honda-Programm. Über 10.000 verkaufte Einheiten allein im Jahr 2025 und ein Platz unter den drei meistverkauften Naked Bikes in Europa über zwei Jahre hinweg sprechen laut Hersteller für sich. Kurz nachdem das Modell beim Wettbewerb Honda Customs 2026 im Mittelpunkt stand, folgt nun die Modellpflege für 2027. Sie fällt überschaubar aus, wirft aber eine interessante Frage zur Modellpolitik in den einzelnen Märkten auf.

Welche Farben bietet Honda für die CB750 Hornet 2027 an?
Honda stellt für das Modelljahr 2027 vier komplett neue Zweiton-Lackierungen zur Wahl. Am Design selbst ändert sich nichts.
Die vier Kombinationen im Überblick:
- Gunmetal Black Metallic und Ballistic Black Metallic
- Mat Beta Silver Metallic und Iridium Gray Metallic
- Glint Wave Blue und Mat Ballistic Black Metallic
- Grand Prix Red und Gunmetal Black Metallic
Alle vier stehen sowohl für die Version mit herkömmlicher Kupplung als auch für die E-Clutch-Variante zur Verfügung. Die Front prägen weiterhin die LED-Doppel-Projektionsscheinwerfer, der Tank greift in seiner Form die Flügelkontur einer Hornisse auf, und das kurze Heck unterstreicht die sportliche Linie. Entworfen wurde die Maschine von der Designabteilung im Honda-Entwicklungszentrum in Rom.
Warum gibt es in Italien nur drei Farben?
In Italien bietet Honda die CB750 Hornet 2027 laut Medienberichten ausschließlich mit E-Clutch und nur in drei der vier Farbkombinationen an. Es fehlt die Variante Mat Beta Silver Metallic und Iridium Gray Metallic.
Damit unterscheidet sich das italienische Angebot deutlich von dem im deutschsprachigen Raum. Hier bleibt die Version mit konventioneller Kupplung im Programm, die E-Clutch lässt sich optional bestellen. Solche Markt-Unterschiede sind bei Honda nicht ungewöhnlich, sie richten sich nach der Nachfrage in den einzelnen Ländern. Für Interessenten, die einen Import in Erwägung ziehen oder Angebote über Ländergrenzen hinweg vergleichen, lohnt deshalb ein genauer Blick auf die Ausstattungsliste.

Was leistet der 755-cm³-Zweizylinder?
Der flüssigkeitsgekühlte Reihen-Zweizylinder mit 755 cm³ leistet unverändert 92 PS (67,5 kW) bei 9.500 Umdrehungen pro Minute und stellt 75 Nm (55 lb-ft) bei 7.250 Umdrehungen bereit.
Der Motor arbeitet mit einer Unicam-Ventilsteuerung und acht Ventilen, eine Technik, die Honda auch in der CRF-Familie einsetzt. Die Kurbelwelle mit 270 Grad Hubzapfenversatz sorgt für den ungleichmäßigen Zündabstand, der Charakter und Klang prägt. Bohrung und Hub messen 87 und 63,5 Millimeter, die Verdichtung liegt bei 11:1, die Drosselklappen messen 46 Millimeter. In der Ansaugung sitzen die von Honda patentierten Vortex Flow Ducts, die den Luftstrom von den seitlichen Einlässen zum Airbox gleichmäßig führen sollen.
Honda gibt den Durchschnittsverbrauch mit 4,3 Litern auf 100 Kilometer an, der CO2-Ausstoß liegt bei 99 Gramm pro Kilometer. Aus dem 15,2-Liter-Tank ergibt sich damit eine rechnerische Reichweite von rund 340 Kilometern. Die Höchstgeschwindigkeit nennt der Hersteller mit 205 km/h, die Abgasnorm lautet Euro 5+. Für Inhaber der Führerscheinklasse A2 gibt es eine gedrosselte Ausführung mit 48 PS (35 kW).
Wie funktioniert die Honda E-Clutch?
Die E-Clutch übernimmt die Kupplungsbetätigung elektronisch. Anfahren, Schalten und Anhalten funktionieren ohne Handkupplung, geschaltet wird weiterhin ganz normal mit dem Fußhebel.
Zwei kleine Elektromotoren im rechten Kupplungsdeckel steuern die Kupplung, das komplette System wiegt rund 3 Kilogramm (6,6 lbs). Beim Anfahren genügt es, den Gang einzulegen und Gas zu geben. Die Elektronik regelt das Einkuppeln selbst und verringert so die Gefahr, den Motor abzuwürgen. Beim Schalten berücksichtigt das System unter anderem Geschwindigkeit, Gasgriffstellung, Drehzahl und den Druck auf den Schalthebel. Nach Herstellerangaben fallen die Gangwechsel damit schneller und sanfter aus als mit einem herkömmlichen Schaltautomaten, also einem Quickshifter.
Der Kupplungshebel bleibt am Lenker und hat Vorrang vor der Elektronik. Wer eingreifen will, kann das jederzeit tun. Die E-Clutch lässt sich zudem komplett deaktivieren, das Display zeigt den Betriebszustand an und kennzeichnet den manuellen Modus mit einem M. Die nötige Kraft am Schalthebel ist in drei Stufen einstellbar, getrennt für Hoch- und Herunterschalten.
Zusammenspiel mit Throttle-by-Wire
Wie bei der XL750 Transalp kombiniert Honda die E-Clutch mit der elektronischen Gassteuerung Throttle-by-Wire. Beim Herunterschalten gibt das System automatisch Zwischengas und gleicht die Motordrehzahl an die Geschwindigkeit des Hinterrads an. Lastwechsel fallen dadurch weicher aus.

Fahrwerk, Bremsen und Elektronik
Der Stahlrahmen in Diamantbauweise wiegt samt integriertem Heckrahmen nur 16,6 Kilogramm (36,6 lbs). Vorn arbeitet eine Showa-Upside-down-Gabel vom Typ SFF-BP mit 41 Millimetern Standrohrdurchmesser und 130 Millimetern Federweg, hinten ein Showa-Federbein mit Pro-Link-Umlenkung, 150 Millimetern Radweg und siebenfach verstellbarer Federvorspannung. Vollgetankt und mit E-Clutch wiegt die Maschine 196 Kilogramm (432 lbs), die Sitzhöhe beträgt 795 Millimeter, der Radstand 1.420 Millimeter.
Verzögert wird vorn über zwei 296-Millimeter-Scheiben mit radial angeschraubten Nissin-Vierkolbenzangen, hinten über eine 240-Millimeter-Scheibe mit Einkolbenzange. Das ABS arbeitet zweikanalig. Die Bereifung misst 120/70 ZR17 vorn und 160/60 ZR17 hinten.
Bei der Elektronik stehen drei vorgegebene Fahrmodi bereit, nämlich Sport, Standard und Rain, dazu zwei frei belegbare User-Modi. Motorleistung, Motorbremse und die Traktionskontrolle HSTC lassen sich jeweils dreistufig anpassen, eine Anti-Wheelie-Funktion ist integriert. Zur Serienausstattung gehören außerdem das 5-Zoll-TFT-Farbdisplay mit Optical Bonding gegen Spiegelungen, die Konnektivität Honda RoadSync für Anrufe, Nachrichten, Musik und Navigation über das Headset, selbstrückstellende Blinker, das Notbremssignal ESS, eine USB-C-Buchse und die Wegfahrsperre HISS.
Wie hat sich die CB750 Hornet seit 2023 entwickelt?
Honda hat die CB750 Hornet in kurzen Abständen weiterentwickelt, ohne die Grundkonstruktion anzutasten. Das Modelljahr 2027 setzt diese Linie fort und beschränkt sich auf die Optik.
Zum Modelljahr 2025 kamen die neue Front mit den Doppel-LED-Scheinwerfern, das 5-Zoll-TFT-Display mit RoadSync und eine überarbeitete Abstimmung der Federelemente. 2026 folgten die E-Clutch samt Throttle-by-Wire sowie der serienmäßige Bugspoiler. Damit reiht sich die 2027er Hornet in den Jahrgang der Modellpflege-Neuheiten ein, bei denen die Hersteller bewährte Plattformen optisch auffrischen, statt komplett neu zu entwickeln. Zu Preisen und zum Marktstart macht Honda in der Ankündigung keine Angaben.

Zubehör und Pakete
Für die Individualisierung bietet Honda mehrere Zubehörpakete an. Das Style Pack umfasst unter anderem Lenkerhalterung und Lenkerendgewichte aus Aluminium, Fahrerfußrasten, Kühlergrill, Felgenaufkleber und eine zweifarbige Fahrersitzbank mit Kontrastnaht. Das Sport Pack setzt auf eine Soloabdeckung in verschiedenen Farben, eine lackierte Cockpitscheibe und Schutzelemente. Das Comfort Pack richtet sich an längere Etappen und enthält unter anderem eine Hecktasche, eine Drei-Liter-Tanktasche und Heizgriffe. Das Design Pack ergänzt aufeinander abgestimmte Dekore für Seitenverkleidungen, Heck, Scheinwerfermaske und Tankflanken. Einzeln erhältlich sind zudem Seitentaschen, Gummi-Tankschützer und ein Endschalldämpfer von SC-Project.

Häufige Fragen
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Welche Farben hat die Honda CB750 Hornet 2027?
Honda bietet vier neue Zweiton-Kombinationen an: Gunmetal Black Metallic mit Ballistic Black Metallic, Mat Beta Silver Metallic mit Iridium Gray Metallic, Glint Wave Blue mit Mat Ballistic Black Metallic sowie Grand Prix Red mit Gunmetal Black Metallic. In Italien sind laut Medienberichten nur drei davon erhältlich.
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Wie viel PS hat die Honda CB750 Hornet 2027?
Der 755 cm³ große Reihen-Zweizylinder leistet 92 PS (67,5 kW) bei 9.500 Umdrehungen pro Minute. Das maximale Drehmoment beträgt 75 Nm (55 lb-ft) bei 7.250 Umdrehungen. Eine gedrosselte A2-Version mit 48 PS (35 kW) ist ebenfalls erhältlich.
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Ist die E-Clutch bei der CB750 Hornet 2027 serienmäßig?
Im deutschsprachigen Raum nicht. Die Maschine bleibt mit konventioneller Kupplung im Programm, die E-Clutch ist gegen Aufpreis bestellbar. In Italien wird das Modell dagegen ausschließlich mit E-Clutch angeboten.
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Was ändert sich technisch am Modelljahr 2027?
Nichts. Motor, Fahrwerk, Bremsen und Elektronik bleiben unverändert, die Modellpflege beschränkt sich auf die neue Farbpalette. Die letzten technischen Neuerungen kamen 2025 mit dem neuen Frontdesign und 2026 mit der E-Clutch.
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Wie schwer ist die Honda CB750 Hornet 2027?
Vollgetankt und mit E-Clutch wiegt sie 196 Kilogramm (432 lbs). Der Stahlrahmen allein bringt 16,6 Kilogramm (36,6 lbs) auf die Waage, das E-Clutch-System rund 3 Kilogramm (6,6 lbs).












