- Erstes Projekt aus einem neuen First-Look-Vertrag zwischen Alan Ritchson und Netflix
- Die MotoGP unterstützt die Produktion offiziell als Berater
- Titel, Regisseur, Drehstart und Starttermin stehen noch nicht fest
Die MotoGP soll künftig nicht nur auf der Rennstrecke für Bilder sorgen, sondern auch als Filmkulisse dienen. Der Streaminganbieter Netflix arbeitet an einem Actionfilm, der vollständig im Umfeld der Motorrad-Weltmeisterschaft angesiedelt ist. Der US-Schauspieler Alan Ritchson spielt die Hauptrolle und produziert das Projekt über seine Firma Dancing Skeleton mit. Bekannt wurde die Sache Anfang August 2026 durch einen Bericht des US-Branchenmediums Deadline, das sich auf Insider beruft. Eine offizielle Bestätigung von Netflix zu allen Einzelheiten steht bislang aus.

Worum geht es in dem geplanten MotoGP-Film?
Der Film erzählt von einer Bande von Motorraddieben, die weltweit wertvolle Antiquitäten stiehlt. Interpol wirbt daraufhin einen ehemaligen MotoGP-Fahrer an, gespielt von Ritchson, der die Gruppe aufspüren soll.
Die Vergangenheit im Rennsport macht die Figur zum passenden Mann für diese Jagd. Nach einer erfolgreichen Karriere hatte sich der Protagonist von den Strecken zurückgezogen, erst Jahre später meldet sich die internationale Polizeibehörde bei ihm. Während der Ermittlungen nimmt die Geschichte eine persönliche Wendung: Der Mann erkennt, dass der Anführer der Bande sein jüngerer Bruder sein könnte, den er seit Jahren für tot hielt.
Damit verbindet das Projekt drei Zutaten, die sonst selten in einem Rennsportfilm zusammenkommen. Es gibt Verfolgungsjagden auf zwei Rädern, einen international angelegten Raubzug-Plot und ein Familiengeheimnis als emotionalen Kern. Nach Angaben aus dem Umfeld der Produktion soll der Film die bekannte Actionformel um eine Mystery-Komponente ergänzen.
Wer steht hinter dem Projekt?
Neben Ritchson sind mehrere erfahrene Produzenten an Bord. Das Drehbuch schreibt Chris Morgan, der auch als Produzent auftritt.
Zur Produzentenriege gehören Chris Morgan und Ainsley Morgan für Chris Morgan Productions sowie Joe Roth und Jeff Kirschenbaum für RK Films. Ritchson selbst bringt Dancing Skeleton ein, die Firma, die er gegründet hat und über die er Film- und Fernsehprojekte entwickelt.
Morgan schrieb sieben Filme der „Fast & Furious“-Reihe, angefangen mit „The Fast and the Furious: Tokyo Drift“ aus dem Jahr 2006. Er gilt als einer der Autoren, die aus einer Serie über illegale Straßenrennen ein weltweit angelegtes Actionkino gemacht haben. Kirschenbaum wiederum war bei Universal Co-Präsident der Produktion und als Hauptverantwortlicher am Neustart der Reihe beteiligt, bevor er selbst ins Produzentenfach wechselte.
Genau diese Verbindung war offenbar entscheidend. Ritchson, Morgan, Kirschenbaum und Roth stellten das Projekt dem Streamingdienst als „Fast & Furious with motorcycles“ vor, also als „Fast & Furious mit Motorrädern“. Die Erfahrung des Teams mit dem Universal-Franchise soll Netflix von der Idee überzeugt haben.

Wie kam Alan Ritchson zu dem Projekt?
Ritchson trieb den Film selbst voran und sicherte sich nach eigenen Angaben die Rechte an der MotoGP. Rund eine Woche vor dem Bericht über den Vertrag sprach er im Podcast „Armchair Expert“ von Dax Shepard darüber.
Dort erzählte er von seiner Begeisterung für Motorräder: „I got the rights to MotoGP. I love motorcycles. They’re so fun. I want to tell stories about it. I want to make a cool, Fast and Furious kind of thing for motorcycles, like international.“ Auf Deutsch: „Ich habe die Rechte an der MotoGP bekommen. Ich liebe Motorräder. Sie machen so viel Spaß. Ich will Geschichten darüber erzählen. Ich will so ein cooles Fast-and-Furious-Ding für Motorräder machen, international.“
Im selben Gespräch berichtete er außerdem von umfangreicher Stunt-Vorbereitung. Er beschreibt, dass er ein Projekt aufgesetzt habe, bei dem er jedes Motorrad selbst fahre, und zwar in ungewöhnlichen Situationen. Nach seiner Schilderung besitzt er Maschinen jeder Art, von Stuntbikes verschiedener Klassen bis zu Geländemotorrädern, und trainiert regelmäßig damit.
Ritchson ist einem großen Publikum vor allem als Hauptdarsteller der Serie „Reacher“ bekannt, deren vierte Staffel am 12. August bei Prime Video anlief. Zuvor spielte er Aquaman in der Serie „Smallville“ und war in der Comedy-Serie „Blue Mountain State“ zu sehen. Dazu kommen Auftritte in „Die Tribute von Panem“ und in „Fast X“, wo er den Agency-Chef Aimes verkörperte.
Warum arbeitet die MotoGP an dem Film mit?
Die Rennserie will den Film so wirklichkeitsnah wie möglich machen und hat dafür eine Vereinbarung mit den Filmemachern geschlossen. Sie steht der Produktion während der Entwicklung als Berater zur Seite.
Nach Angaben aus dem Umfeld des Projekts soll die MotoGP Sports Entertainment Group als Promoter der Serie fachlich mitwirken. Es geht darum, das Umfeld der Teams und Fahrer, die Atmosphäre im Fahrerlager und die Abläufe an der Rennstrecke glaubwürdig darzustellen. Netflix bekommt damit offiziellen Zugang zur Motorrad-Weltmeisterschaft.
Für die Serie selbst passt der Schritt in eine Entwicklung, die schon länger läuft. Die Königsklasse hat international an Aufmerksamkeit gewonnen, gleichzeitig haben Filmproduktionen mit Motorsportbezug zuletzt große Reichweiten erzielt. Der Film wäre für die Saison 2026 damit weniger ein sportliches als ein vermarktungsrelevantes Ereignis.

Was ist noch offen?
Ein Großteil der wichtigen Eckdaten steht noch nicht fest. Der Film hat bislang keinen Titel, es wurde weder ein Regisseur benannt noch ein Drehstart angekündigt.
Auch ein Starttermin bei Netflix ist offen. Unklar bleibt zudem, ob echte MotoGP-Fahrer im Film auftreten und welche Rennstrecken bei den Dreharbeiten eine Rolle spielen. Insgesamt handelt es sich um ein Projekt in einer frühen Phase, bei dem sich in der Entwicklung noch vieles ändern kann.
Wie passt das Projekt zu Ritchsons Netflix-Verträgen?
Der MotoGP-Film ist das erste Vorhaben aus einem neuen First-Look-Vertrag zwischen Ritchson und Netflix. Bei einer solchen Vereinbarung bekommt der Streamingdienst neue Filmideen des Partners zuerst angeboten.
Grundlage dafür war der Erfolg des Science-Fiction-Actionfilms „War Machine“ unter der Regie von Patrick Hughes. Der Film erschien im März 2026 bei Netflix und kam in den ersten 91 Tagen auf 139,9 Millionen Aufrufe. Damit belegte er Platz zehn der Liste der meistgesehenen Netflix-Filme, eine Fortsetzung ist bereits in Arbeit.
Unter dem neuen Vertrag soll Ritchson in mehreren Spielfilmen für Netflix spielen und diese mitproduzieren. Bereits gesetzt ist er für „Maelstrom“ unter der Regie von Jaume Collet-Serra. Darin spielt er einen US-Marshal, der die Verlobte eines Waffenhändlers bewachen soll, während ein Hurrikan beide festsetzt und Söldner anrücken. Dazu kommt eine bislang unbetitelte Survival-Wettbewerbsserie, die er moderiert und gemeinsam mit Bunim/Murray Productions produziert.
Häufige Fragen
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Wer spielt die Hauptrolle im MotoGP Netflix Film?
Alan Ritchson übernimmt die Hauptrolle. Der US-Schauspieler ist vor allem aus der Serie „Reacher“ bekannt und produziert den Film über seine Firma Dancing Skeleton mit. Er gibt an, sich die Rechte an der MotoGP selbst gesichert zu haben.
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Wann kommt der MotoGP-Film bei Netflix?
Ein Starttermin steht nicht fest. Netflix hat bislang weder einen Regisseur noch einen Drehbeginn bekannt gegeben, das Projekt befindet sich in einer frühen Entwicklungsphase.
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Worum geht es in der Handlung?
Eine Bande von Motorraddieben stiehlt weltweit wertvolle Antiquitäten. Interpol wirbt einen früheren MotoGP-Fahrer an, um die Gruppe zu stoppen. Im Verlauf der Ermittlungen erkennt er, dass der Anführer sein totgeglaubter jüngerer Bruder sein könnte.
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Wer schreibt das Drehbuch?
Chris Morgan verfasst das Drehbuch und produziert mit. Er schrieb sieben Filme der „Fast & Furious“-Reihe, beginnend mit „The Fast and the Furious: Tokyo Drift“.
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Ist die MotoGP offiziell beteiligt?
Ja, die Rennserie unterstützt die Produktion. Sie hat eine Vereinbarung mit den Filmemachern geschlossen und berät während der Entwicklung, damit Rennen und Fahrerlager glaubwürdig dargestellt werden.












