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Motorcycles.News – Motorrad Magazin
Startseite » MotoGP-Sprint Spielberg: Warum Ducati leidet und Acosta den Sieg verlor
Pedro Acosta beschleunigt mit steigendem Vorderrad aus der Kurve auf der Red Bull KTM RC16 – MotoGP San-Marino-GP Misano 2026
Pedro Acosta (Red Bull KTM Factory Racing, Startnummer 37) – San-Marino-GP, MotoGP 2026
MotoGP

MotoGP-Sprint Spielberg: Warum Ducati leidet und Acosta den Sieg verlor

By Andreas Denner20 September, 2026
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Pedro Acosta verliert den sicher geglaubten Heimsieg für KTM durch einen einzigen Blick aufs Display, Jorge Martin erbt den Sprintsieg und die WM-Führung. Nach dem Rennen erklären die Beteiligten, was in der Schikane passiert ist, warum Marc Marquez nicht gekämpft hat und weshalb Ducati auf dem Red Bull Ring hinterherfährt.
  • Jorge Martin gewinnt nach Platz acht in der ersten Runde und führt die WM mit 286 Punkten vor Marc Marquez (283).
  • Pedro Acosta stürzt drei Runden vor Schluss in Führung, weil er beim Blick aufs Dashboard den Bremspunkt verpasst.
  • Ducati-Fahrer machen eine steifere Hinterreifen-Karkasse von Michelin für ihren Rückstand verantwortlich.

Der Sprint auf dem Red Bull Ring im österreichischen Spielberg hatte gleich mehrere Wendungen. Erst drängte Marc Marquez seinen Titelrivalen Jorge Martin in der Schikane ab. Dann fuhr Pedro Acosta der Konkurrenz auf der KTM davon, bis er kurz vor Schluss stürzte. Am Ende stand Martin ganz oben. Spannender als das Rennen selbst waren aber die Erklärungen danach: Acosta übernimmt die volle Verantwortung, KTM rätselt, Marquez verteidigt seine Taktik, und bei Ducati suchen gleich mehrere Fahrer die Ursache für den fehlenden Speed am Hinterreifen.

Jorge Martin auf der Aprilia RS-GP am Kurvenausgang, Startnummer 89 und Schriftzug Martinator auf der Verkleidung – MotoGP San-Marino-GP Misano 2026
Jorge Martin (Aprilia Racing, Startnummer 89) – San-Marino-GP, MotoGP 2026

Wie hat Jorge Martin den Sprint in Spielberg gewonnen?

Jorge Martin hat den Sprint über 14 Runden mit einer Sekunde Vorsprung auf Marc Marquez gewonnen, nachdem er in der ersten Runde bis auf Platz acht zurückgefallen war. Marco Bezzecchi komplettierte als Dritter das Podium, rund 0,6 Sekunden hinter Marquez.

Martin war von der Pole Position gestartet und bog als Erster in die erste Kurve ein. Am Kurvenausgang kam er jedoch weit nach außen und fuhr über die bemalte Fläche. Marquez nutzte das und bremste sich in der Schikane innen an ihm vorbei. Martin verlor dadurch viel Schwung und mehrere Plätze. Marquez hielt die Führung aber nur eine Kurve lang, denn in Kurve 3 schlüpfte Pedro Acosta vorbei.

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Während Acosta davonzog, arbeitete sich Martin Fahrer für Fahrer nach vorne. In Runde acht überholte er in Kurve 1 auch Marquez, der dabei über die Auslaufzone ausweichen musste. Den Rückstand auf Acosta konnte Martin trotzdem nicht mehr aufholen. Die Entscheidung fiel erst in Runde zwölf, als der KTM-Pilot in der Schikane stürzte. Für Martin war es der 20. Sprintsieg seiner Karriere.

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Warum ist Pedro Acosta in Führung liegend gestürzt?

Pedro Acosta hat in der Schikane den Bremspunkt verpasst, weil er kurz vorher auf sein Dashboard geschaut hatte, um Rundenzahl und Spritverbrauch zu prüfen. Er lag zu diesem Zeitpunkt zeitweise knapp drei Sekunden vor Martin und schien auf dem Weg zu seinem zweiten Sprintsieg.

Der Spanier nahm den Fehler nach dem Rennen komplett auf seine Kappe: „Ich fuhr mit guter Stimmung, die Pace war sehr gut. Ich hatte nur noch die verbleibenden Runden auf dem Dash nachgesehen, um zu überprüfen, ob noch genug Sprit da ist. Und dann habe ich es versaut. Das war’s. Ich habe den Bremspunkt verpasst.“

Hinter dem Blick aufs Display steckte eine bewusste Entscheidung. Acosta wollte in der Schlussphase etwas herausnehmen und das Rennen sicher nach Hause bringen: „Noch drei Runden zu fahren, drei Sekunden Vorsprung. Das ist genau der Moment, in dem ich das Gas normalerweise etwas herausnehme, um kein Risiko mehr einzugehen.“ Genau dabei habe er die Konzentration verloren. Sollte er im Grand Prix in derselben Lage sein, will er nach eigener Aussage nicht mehr vom Gas gehen.

Ein Abkürzen durch die Schikane wäre laut Acosta keine Lösung gewesen. Er sei so schnell gewesen, dass er die Kurve selbst dafür kaum hätte erwischen können. Nach dem Sturz fuhr er noch ein Stück weiter, stellte die beschädigte KTM dann aber in der Box ab. Er habe außerhalb der Punkte gelegen, sei langsam gewesen und hätte die Reifen erst wieder aufwärmen müssen, erklärte er. Ein weiteres Risiko sei deshalb nicht nötig gewesen.

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Was sagen KTM und die Konkurrenz zu Acostas Fehler?

KTM-Motorsportchef Pit Beirer widersprach der Vermutung von TV-Experte Stefan Bradl, Acosta sei durch eine Meldung auf dem Display abgelenkt worden. „Nein, das hätte er uns jetzt gleich gesagt“, stellte Beirer klar. Acosta habe nach dem Sturz kaum mehr gesagt als „sorry boys“. Für KTM war das Aus beim Heimrennen besonders schmerzhaft: „Bitter, wenn eine solche Performance da ist, der Matchball am Punkt liegt und du verwandelst ihn nicht. Das ist echt bitter.“

Verständnis kam von KTM-Testfahrer Pol Espargaro, der an diesem Wochenende erneut Maverick Vinales bei Tech3 vertritt: „Bei dem Speed, den Pedro an diesem Wochenende an den Tag legt, ist es absolut nachvollziehbar, dass so etwas passiert.“ Ähnlich sieht es Honda-Fahrer Luca Marini. Er spricht darüber, dass Acosta sehr spät gebremst habe und es nur ein kleiner Fehler gewesen sei. Das Problem sei das extrem hohe Niveau in der MotoGP, bei dem schon ein Zentimeter zu viel für einen Sturz reiche.

Auch Marc Marquez nahm seinen künftigen Ducati-Teamkollegen in Schutz: „Wir fahren alle am Limit und ein Fehler passiert verdammt schnell. Pedro führte, aber er machte auch Druck, weil wir von hinten pushten. So ist Rennsport eben.“

Marc Marquez beschleunigt in Seitenansicht auf der Ducati Desmosedici GP26 aus der Kurve – MotoGP Großbritannien GP Silverstone 2026
Marc Marquez (Ducati Lenovo Team, Startnummer 93) – Großer Preis von Großbritannien, MotoGP 2026

Wie bewerten Martin und Marquez ihr Duell in der ersten Runde?

Beide Fahrer sehen die Szene in der Schikane als harten, aber normalen Rennsport. Martin wirft Marquez nichts vor, Marquez erklärt seinen Angriff als lange geplantes Manöver.

Martin war auf die Attacke eingestellt. „Ich wusste, er würde es versuchen, wie er es immer macht“, sagte er. Er habe in der Schikane extrem hart gebremst, um die Position zu halten, und die Linie auch halten können. Beim Richtungswechsel sei er dann aber fast gestürzt. Genau dort habe er die vielen Plätze verloren. Für den Grand Prix nimmt er sich vor, cleverer zu entscheiden, wo er überholt. In der Beschreibung der ersten Kurve gehen die Sichtweisen leicht auseinander: Martin sagt, er habe Kurve 1 gut erwischt. Nach den Rennbildern kam er dort am Ausgang aber zu weit nach außen und wurde erst dadurch angreifbar.

Marquez hatte sich bewusst gegen einen Angriff in Kurve 1 entschieden, anders als zuletzt in Aragon und Misano: „Ich hatte mir schon gedacht, dass eine Attacke in Kurve 1 keine gute Idee wäre. Man kann dort die Auslaufzone nutzen, und ich sagte mir: Wenn ich attackiere, weichen sie in die Auslaufzone aus, und dann war alles umsonst.“ Das Nutzen der grünen Auslaufzone ist in der ersten Runde erlaubt. Den Preis für seinen Angriff zahlte Marquez sofort. Weil er in der Schikane attackiert hatte, kam er sehr langsam heraus, bremste Kurve 3 zu spät an und war die Führung an Acosta los.

War Martins Überholmanöver eine Revanche?

Nein, Martin bestreitet, dass sein hartes Manöver in Runde acht eine Retourkutsche war. Er habe so entschlossen vorgehen müssen, weil Marquez sonst sofort zurückschlägt.

„Die Sache ist einfach die: Wenn du Marc überholst wie jeden beliebigen Fahrer, kontert er dich sofort wieder aus. Du musst das Motorrad also etwas stärker abbremsen und zusehen, dass du einen guten Kurvenausgang erwischst“, erklärte Martin. Dieselbe Technik habe er auch bei Alex Marquez und Marco Bezzecchi angewandt. Auf die Frage von Jorge Lorenzo, ob ihn die Wut über die erste Runde angetrieben habe, winkte er ab. Er habe das ganze Wochenende an seinem Tempo gearbeitet und viele Longruns allein gefahren. Deshalb habe er auch von Platz acht aus gewusst, dass er nach vorne kommen kann. Mit Marquez habe er aber nicht gerechnet. Runde für Runde habe er gemerkt, dass er spät bremsen und viel Kurvengeschwindigkeit mitnehmen konnte.

Marquez wehrte sich nicht, als Martin kam. „Die Runden zuvor sah ich schon, dass er erst 0,4 Sekunden hinter mir war, dann nur noch 0,1 Sekunden. Bei noch sieben Runden Restdistanz wäre es nicht sehr smart gewesen, sich hart zu verteidigen“, erklärte er. Sein Plan für den Sprint war ohnehin klar. Er wollte direkt hinter Martin ins Ziel kommen und vor allem keinen anderen Fahrer zwischen sich und seinem Titelrivalen haben. Ursprünglich hatte er sich sogar nur Platz drei zum Ziel gesetzt, weil er schon im Training gesehen hatte, dass Acosta und Martin schneller sind. Den zweiten Platz bewertete er deshalb im Interview wie einen Sieg.

Martin räumte seinerseits offen ein, dass ihm der Sturz geholfen hat: „Natürlich hatte ich etwas Glück mit Pedros Sturz, sonst wäre ich Zweiter geworden.“ Ob er Acosta mit einer sauberen ersten Runde hätte schlagen können, lässt er offen. Acosta sei extrem stark gewesen.

Warum ist Ducati am Red Bull Ring langsamer als Aprilia und KTM?

Nach Aussage der Ducati-Fahrer liegt der Rückstand an einer steiferen Karkasse des Michelin-Hinterreifens. Die Karkasse ist der tragende Unterbau des Reifens. Michelin setzt diese Bauart wegen höherer Belastungen nur auf wenigen Strecken ein, nämlich in Buriram, Goiânia, Spielberg und Mandalika.

Marquez war der einzige Ducati-Fahrer auf dem Podium. Sein Bruder Alex Marquez wurde als nächstbester Ducati-Fahrer nur Fünfter. Nach zwei Doppelsiegen in Folge in Aragon und Misano fehlte dem Weltmeister in Spielberg deutlich das Tempo. Auf Martin habe er, als er hinter ihm herfuhr, im Grunde überall ein bisschen verloren. Die Ursache sieht er allein beim Reifen: „Die Reifen funktionieren gut, aber wir müssen genau verstehen, wie wir mit dieser Karkasse besser zurechtkommen. In Thailand haben alle Ducati-Fahrer und auch ich enorm gelitten. Hier wiederholt sich das. Wir müssen also weiter daran arbeiten.“ Am Motorrad habe sich im Vergleich zu den letzten Rennen kaum etwas geändert. Seit dem ersten freien Training hätten alle Ducatis mehr Probleme als sonst.

Alex Marquez beschreibt das Wochenende mit dem Wort „Leiden“. Das Gefühl ähnle dem beim Saisonauftakt in Thailand, wo dieselben Reifen zum Einsatz kamen. Die Aprilia bringe die Leistung auf diese Karkasse besser auf die Straße, erklärt er: „Unser Bike funktioniert bei Stop-and-Go besser, dafür benötigen wir aber mehr Grip am Hinterrad. Sie (die Aprilia) können am Kurvenscheitelpunkt mehr Speed mitnehmen. Sie sind zudem sanfter am Gas.“

Was hat Ducati am Motorrad geändert?

Bei Ducati wurde für den Sprint an Abstimmung und Aerodynamik gearbeitet. Das hat geholfen, das Grundproblem aber nicht gelöst.

Alex Marquez berichtet, sein Team habe vor dem Sprint viele Änderungen vorgenommen und sogar das Aerodynamik-Paket getauscht. Das sei vor einem Sprint normalerweise nicht üblich. Es habe besser funktioniert, aber nicht gut genug, weil weiter Grip am Hinterrad fehle. Er drängt auf eine schnelle Lösung: „Es wäre gut, eine Lösung zu finden, denn diese Reifenkarkasse werden wir auch in Indonesien haben.“

Francesco Bagnaia, zuletzt mit großen Problemen unterwegs, zeigte sich nach Platz sechs deutlich zufriedener. Nach Platz 18 im Zeittraining am Freitag probierte sein Team am Samstagmorgen eine andere Abstimmung aus. „Die Änderungen am Setup haben eine Verbesserung gebracht. Es war nicht der komplette Schritt, aber ich habe das Bike heute besser in die Ecke steuern können“, sagte er. Er habe besser bremsen und das Hinterrad zum Einlenken nutzen können. Geändert wurde nach seiner Aussage etwas, das schon früher getestet worden war, diesmal aber leicht anders umgesetzt. Den Anstoß gab ein Beitrag von Dani Pedrosa. Darin empfahl Pedrosa, einfach mehr Runden mit dem Motorrad zu fahren, ohne ständig etwas zu verändern. Bagnaia nannte das einen guten Ratschlag. Weil alle Ducati-Fahrer über dasselbe Problem klagen, hofft er, dass eine Lösung leichter zu finden ist.

Pedro Acosta auf der Red Bull KTM RC16 in der Kurve, dahinter ein weiterer KTM-Fahrer, Aufnahme aus der Vogelperspektive – MotoGP San-Marino-GP Misano 2026
Pedro Acosta (Red Bull KTM Factory Racing, Startnummer 37) – San-Marino-GP, MotoGP 2026

Wie steht die MotoGP-WM nach dem Sprint in Spielberg?

Jorge Martin führt die WM mit 286 Punkten wieder allein an, drei Zähler vor Marc Marquez. Vor dem Wochenende lagen beide mit je 274 Punkten gleichauf, Marquez führte wegen der größeren Zahl an Siegen.

Marco Bezzecchi bleibt mit 248 Punkten Dritter und liegt nun 38 Zähler hinter Martin. Der Italiener gab offen zu, dass Platz drei ein Geschenk war: „Ich war nicht so schnell wie die Top-Jungs. Durch Pedros Fehler hatte ich letztlich Glück, aber ich war zur richtigen Zeit am richtigen Ort.“ Für Acosta vergrößerte sich der Rückstand auf den WM-Führenden auf 77 Punkte. Marquez hatte vor dem Wochenende noch betont, dass Acosta im Titelkampf sei. Auf die Frage, ob ihn Acostas Sturz mehr gekostet habe, weil Martin dadurch einen Punkt mehr holte, sagte Marquez im Scherz, das könne vielleicht in Valencia wichtig werden. Im Moment gehe es aber nicht darum, alles zu riskieren, sondern immer vorne dabei zu sein.

Hinter den Top 3 punkteten Ai Ogura, Alex Marquez, Francesco Bagnaia, Johann Zarco, Fermin Aldeguer und Brad Binder. Ogura fuhr bei seiner Rückkehr nach der Motocross-Verletzung auf Platz vier. Er hatte nach eigener Aussage eher mit Platz elf oder zwölf gerechnet. Zarco wurde als bester Honda-Fahrer Siebter. Neben Acosta kam nur Franco Morbidelli nicht ins Ziel, auch er stürzte in der Schikane.

Martin gab außerdem Entwarnung beim Thema Armpump. Die Beschwerden, die ihn in Misano gebremst hatten, seien deutlich besser. Er will am Sonntag entscheiden, ob er sich operieren lässt, es sehe aber so aus, als ließe sich der Eingriff vermeiden. Dafür absolviere er täglich rund zwei Stunden Physiotherapie und weitere Behandlungen.

Was erwartet die Fahrer im Grand Prix am Sonntag?

Der Grand Prix von Österreich geht am Sonntag um 14 Uhr über 28 Runden, also die doppelte Sprintdistanz. Reifenmanagement und Spritverbrauch sollen dabei eine deutlich größere Rolle spielen als im Sprint.

Auf dem Red Bull Ring müssen alle Hersteller das Benzingemisch magerer einstellen. Acosta erwartet deshalb ein anderes Bild als am Samstag: „Österreich gehört typischerweise zu den Strecken, bei denen sich das Bild vom Sprint zum Hauptrennen komplett drehen kann. Reifenmanagement und Benzinverbrauch werden in diesem Jahr eine entscheidende Rolle spielen.“ An seiner Herangehensweise will er nichts ändern. Er habe nichts zu verlieren und fahre aktuell konstant schnell. Für KTM ist es die letzte Chance auf einen Heimsieg mit Acosta, der 2027 zu Ducati an die Seite von Marc Marquez wechselt.

Martin rechnet mit einem entschlossenen Gegner: „Ich denke, er wird morgen aufs Ganze gehen, um seinen ersten Sieg einzufahren, das steht fest.“ Marquez vergleicht das Rennen mit dem in Thailand. Wenn der Hinterreifen nachlässt, verändere sich das Motorrad stark. Neben Acosta und Martin nennt er Bezzecchi und Ogura als Gegner mit ähnlichem Tempo wie seinem. Ob ein Medium-Hinterreifen oder Änderungen am Setup helfen, will er abwarten. Bagnaia war einer der wenigen Fahrer, die schon im Sprint bewusst den Medium-Reifen hinten fuhren, um sich auf die lange Distanz vorzubereiten. Für den Titelkampf der MotoGP-Saison 2026 ist Spielberg damit ein wichtiger Prüfstein: Zum zweiten Mal nach dem Saisonauftakt in Thailand zeigt sich, dass die steifere Karkasse das Kräfteverhältnis zugunsten von Aprilia und KTM verschiebt.

MotoGP Österreich Grand Prix 2026 am Red Bull Ring in Spielberg – Motorrad-Rennaction auf der Strecke in der Steiermark
MotoGP Österreich Grand Prix 2026 – Red Bull Ring, Spielberg

Häufige Fragen

  • Wer hat den MotoGP Sprint Spielberg 2026 gewonnen?

    Jorge Martin auf der Aprilia hat den Sprint in Spielberg gewonnen. Er lag nach der ersten Runde nur auf Platz acht, arbeitete sich aber nach vorne und erbte den Sieg nach dem Sturz von Pedro Acosta. Zweiter wurde Marc Marquez vor Marco Bezzecchi.

  • Warum ist Pedro Acosta im Sprint gestürzt?

    Acosta hat in der Schikane den Bremspunkt verpasst. Kurz zuvor hatte er auf sein Dashboard geschaut, um Rundenzahl und Spritverbrauch zu prüfen, und dabei nach eigener Aussage die Konzentration verloren. Eine technische Ablenkung durch das Display schloss KTM aus.

  • Warum ist Ducati in Spielberg so langsam?

    Die Ducati-Fahrer führen ihren Rückstand auf eine steifere Hinterreifen-Karkasse von Michelin zurück, die nur auf wenigen Strecken eingesetzt wird. Schon beim Saisonauftakt in Thailand hatten alle Ducatis damit Probleme. Aprilia kann nach Einschätzung von Alex Marquez mehr Kurvengeschwindigkeit mitnehmen und ist sanfter am Gas.

  • Wie steht die MotoGP-WM nach dem Sprint in Spielberg?

    Jorge Martin führt mit 286 Punkten, drei Zähler vor Marc Marquez mit 283 Punkten. Marco Bezzecchi folgt mit 248 Punkten auf Platz drei.

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Redakteur bei Motorrad Nachrichten. Fokus auf Technik, Szene und Motorradpolitik – neutral, sachlich, verständlich. Verantwortlich für die Seiten www.Motorcycles.News, www.Motorrad.Training und den YouTube-Kanal "Motorrad Nachrichten", sowie deren social Media-Seiten.

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