- Weltweit auf 100 nummerierte Motorräder limitiert, je 25 für Europa, Amerika, Asien-Pazifik und Indien
- Preis in Großbritannien: 8.150 Pfund (circa 9.570 Euro / 10.905 US-Dollar)
- Technik unverändert zur Serie: 648-cm³-Zweizylinder mit 47 PS (34,6 kW)
Royal Enfield bringt eine seiner meistbeachteten Studien in Serie. Die Shotgun 650 Rough Crafts ist eine streng limitierte Version des bekannten Cruisers, die zusammen mit dem taiwanischen Umbauspezialisten Rough Crafts entstanden ist. Optisch orientiert sich das Motorrad am Einzelstück Caliber Royale. Technisch bleibt es dagegen die serienmäßige Shotgun 650. Wer eines der 100 Exemplare will, muss sich an ein ungewöhnliches Verkaufsverfahren halten und schnell sein.

Was ist die Shotgun 650 Rough Crafts?
Die Shotgun 650 Rough Crafts ist eine weltweit auf 100 Stück limitierte Sonderedition des Serienmodells Shotgun 650. Jedes Motorrad ist einzeln nummeriert. Royal Enfield teilt die Auflage gleichmäßig auf vier Regionen auf: je 25 Exemplare für Europa, für Amerika, für den Raum Asien-Pazifik und für Indien. Für den europäischen Markt heißt das eine sehr kleine Stückzahl, denn alle Länder teilen sich die 25 verfügbaren Maschinen.
Woher stammt das Design der Rough-Crafts-Edition?
Die Optik geht auf den Umbau Caliber Royale zurück, den Rough-Crafts-Gründer Winston Yeh gebaut hat. Dieses Einzelstück zeigte Royal Enfield erstmals im Herbst auf der Messe EICMA 2025 in Mailand und später beim eigenen Motoverse-Event. Rough Crafts sitzt in Taipeh und arbeitet schon länger mit Royal Enfield zusammen. Die erste gemeinsame Arbeit war 2019 der Umbau Midas Royale auf Basis der Continental GT 650.
Wichtig ist der Unterschied zwischen Umbau und Serie. Der Caliber Royale hatte eine markante Vollverkleidung und umgebaute Technik. Diese aufwendigen Änderungen bleiben dem Einzelstück vorbehalten. In die Serie fließt vor allem die schwarz-goldene Gestaltung ein. Adrian John Sellers, bei Royal Enfield für Custom und Motorsport zuständig, spricht von einer „understated yet aggressive silhouette“, also einer zurückhaltenden und zugleich aggressiven Silhouette, die man vom Original in die Serie übertragen habe.

Was unterscheidet die Sonderedition von der Serie?
Die Unterschiede sind rein optischer Natur, dafür aber zahlreich. Die Lackierung kombiniert Gloss Jet Black und Matt Stealth Black. Über die Flächen läuft ein echter Blattgold-Streifen mit einem grauen Akzent. Auf dem Tank steht die individuelle Nummer des jeweiligen Exemplars. Ein gegossenes Messing-Badge übernimmt das Zeichen vom Caliber-Royale-Umbau.
Dazu kommen schwarze Lenkerendspiegel, gesteppte Ledersitze, im Kontrast gefräste Felgen und goldene Gabelstandrohre. Jeder Käufer bekommt außerdem einen nummerierten Kunstdruck, den Winston Yeh von Hand signiert hat. Der Druck trägt dieselbe Nummer wie das Motorrad. Der Sozius-Sitz liegt bei, ist aber nicht ab Werk montiert.
Welche Technik steckt in der Shotgun 650 Rough Crafts?
Technisch entspricht die Sonderedition genau der Serien-Shotgun-650. Der luft- und ölgekühlte Zweizylinder mit 648 cm³ leistet 47 PS (34,6 kW) bei 7250 Umdrehungen und stellt 52,3 Nm (38,6 lb-ft) bei 5650 Umdrehungen bereit. Die Kraft geht über ein Sechsganggetriebe an das Hinterrad.
Auch der Rest bleibt unverändert. Das Motorrad steht auf einem Stahlrahmen in Zentralrohr-Bauweise. Vorne arbeitet eine Showa-Gabel mit großem Kolben, die für ein ruhiges Ansprechen sorgen soll. Die Bremsen stammen von Bybre, einer Tochtermarke von Brembo. Die Sitzhöhe liegt bei 795 Millimetern, das fahrfertige Gewicht bei 240 kg (529 lbs).

Was kostet die Shotgun 650 Rough Crafts?
In Großbritannien kostet die Shotgun 650 Rough Crafts 8.150 Pfund (circa 9.570 Euro / 10.905 US-Dollar). Ein offizieller Preis für Deutschland liegt noch nicht vor. Gegenüber der normalen Shotgun 650 beträgt der Aufpreis rund 1.301 Pfund (circa 1.525 Euro / 1.740 US-Dollar). Je nach Land können Steuern und Zulassungskosten hinzukommen.
Wann und wie kann man die Rough-Crafts-Edition kaufen?
Der Verkauf läuft nicht über den normalen Handel, sondern über einen Online-Drop mit vorheriger Registrierung. Die Registrierung startet am 15. Juli 2026. Der Verkauf für Europa beginnt am 27. Juli 2026 um 19 Uhr (MESZ). Die übrigen Regionen kommen an den Tagen danach an die Reihe.
Das Verfahren belohnt Tempo. Die ersten 25 Käufer je Region bekommen ein Motorrad. Wer danach kommt, landet auf einer Warteliste. Nach der Zusage bleiben 48 Stunden Zeit, um die Anzahlung beim gewählten Händler zu leisten. Diese Anzahlung ist nicht erstattbar, eine Fristverlängerung gibt es nicht. Die Auslieferung soll 120 bis 180 Tage nach der Buchung erfolgen.

Nicht die erste Sonderserie der Shotgun 650
Schon im Februar 2025 legte Royal Enfield 100 Exemplare der Shotgun 650 zusammen mit dem US-Ausstatter Icon Motosports auf. Diese Serie kostete 7.399 Pfund (circa 8.685 Euro / 9.900 US-Dollar), 25 Stück waren für Europa reserviert. Die Rough-Crafts-Edition folgt demselben Muster, liegt preislich aber höher. Damit reiht sich das Motorrad in das 2026er-Aufgebot von Royal Enfield ein, das auf der EICMA 2025 unter anderem mit der neuen Bullet 650 gezeigt wurde.

Häufige Fragen
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Wie viele Exemplare der Shotgun 650 Rough Crafts gibt es?
Royal Enfield baut weltweit 100 einzeln nummerierte Exemplare. Davon gehen je 25 nach Europa, Amerika, Asien-Pazifik und Indien. Für Europa ist die Stückzahl damit sehr klein.
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Was kostet die Shotgun 650 Rough Crafts?
Die Shotgun 650 Rough Crafts kostet in Großbritannien 8.150 Pfund (circa 9.570 Euro / 10.905 US-Dollar). Das sind rund 1.301 Pfund (circa 1.525 Euro / 1.740 US-Dollar) mehr als die Serienversion. Ein deutscher Preis steht noch aus.
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Wie viel PS hat die Shotgun 650 Rough Crafts?
Die Sonderedition leistet 47 PS (34,6 kW) bei 7250 Umdrehungen und 52,3 Nm (38,6 lb-ft) bei 5650 Umdrehungen. Der 648-cm³-Zweizylinder ist unverändert von der Serie übernommen. An der Technik ändert sich nichts.
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Wann startet der Verkauf der Rough-Crafts-Edition?
Die Registrierung beginnt am 15. Juli 2026. Der Verkauf für Europa startet am 27. Juli 2026 um 19 Uhr (MESZ). Die ersten 25 Käufer je Region erhalten ein Motorrad.
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Was bekommt man zusätzlich zum Motorrad?
Zu jedem Motorrad gehört ein nummerierter Kunstdruck, den Winston Yeh von Hand signiert hat. Der Druck trägt dieselbe Nummer wie das jeweilige Motorrad. Der Sozius-Sitz liegt separat bei.












