- Michael Dunlop gewinnt auf der Ducati Panigale V2 mit 24,470 Sekunden Vorsprung
- Die Rennleitung verkürzt das Rennen wetterbedingt von vier auf drei Runden
- Eine 30-Sekunden-Strafe wirft Mike Browne aus den Top 5 auf Rang zehn zurück
Nach einem von schlechtem Wetter geprägten Auftakt der Rennwoche stand auf dem Snaefell Mountain Course das erste Supersport-Rennen der TT 2026 auf dem Programm. Erst eine rund zweistündige Verzögerung machte den Start möglich, weil zahlreiche feuchte Stellen auf dem öffentlichen Straßenkurs abtrocknen mussten. In diesem Umfeld entwickelte sich ein Rennen, das von einem frühen Führungswechsel, einem folgenschweren Boxenstopp und mehreren Strafen geprägt war.

Wer hat das erste Supersport-Rennen der TT 2026 gewonnen?
Das erste Supersport-Rennen der TT 2026 gewann Michael Dunlop auf der Ducati Panigale V2 vor Dean Harrison und Peter Hickman. Für Dunlop war es der 34. Sieg bei der Tourist Trophy und der neunte Erfolg in Folge in der Supersport-Klasse.
Den besseren Start erwischte allerdings Dean Harrison. Der Pilot von Honda Racing UK ging auf seiner Honda CBR600RR von Beginn an in Führung und kontrollierte die erste Runde. Dunlop arbeitete sich Sektor für Sektor heran und übernahm am Ende der Auftaktrunde erstmals die Spitze. Über den vorgeschriebenen Boxenstopp und die zweite Runde baute er seinen Vorsprung kontinuierlich aus und brachte den Sieg auf der Schlussrunde kontrolliert ins Ziel. Seine schnellste Runde lag im Bereich von 127 mph. Mit dem Erfolg verbuchte Dunlop seinen 16. Supersport-Sieg und sein 53. Podium bei der TT. Nach dem Rennen spricht er davon, dass das Motorrad die gesamte Woche gut funktioniert habe und er froh sei, wieder ganz oben zu stehen.
Warum wurde das Supersport-Rennen auf drei Runden verkürzt?
Das Rennen wurde wegen der Wetterlage von vier auf drei Runden verkürzt, der vorgeschriebene Boxenstopp musste nach der ersten Runde absolviert werden. Grund waren die anhaltend feuchten Bedingungen und die daraus resultierende Verzögerung im Zeitplan.
Auf der Streckeninformationstafel an Start und Ziel stand vor dem Start eine lange Liste feuchter Abschnitte, vor allem in schattigen Passagen unter Bäumen. Die Fahrer mussten ihre erste Runde weitgehend auf eigene Faust einschätzen, da der Kurs anders als auf einer Rundstrecke nicht von allen gleichzeitig befahren wird. Im Verlauf des Rennens trockneten viele Stellen ab. Von den gestarteten Fahrern erreichten nicht alle das Ziel, rund ein Dutzend Maschinen fiel aus.

Wie kam Peter Hickman trotz Boxenstopp-Problem auf das Podium?
Peter Hickman sicherte sich Platz drei, obwohl er beim Boxenstopp wertvolle Zeit verlor. Auf der Triumph Street Triple 765 von Swan Racing by PHR Performance zog er erst auf der letzten Runde an Paul Jordan vorbei.
An Hickmans Maschine ließ sich der Tankdeckel zunächst nicht öffnen. Die Mechaniker griffen schließlich zu einer Zange, um den Verschluss zu lösen, wodurch der Stopp deutlich länger dauerte als bei der Konkurrenz. Trotzdem fing Hickman den Rückstand auf Jordan im weiteren Verlauf wieder auf und setzte sich bei der Einfahrt nach Glen Helen auf der Schlussrunde auf Rang drei. Nach dem Rennen ordnet Hickman ein, dass es sich um die nassesten Bedingungen gehandelt habe, die er je auf dem TT-Kurs erlebt habe.
Wie sahen die weiteren Platzierungen aus?
Hinter dem Podium kam Paul Jordan auf der Ducati Panigale V2 von Jackson Racing als Vierter ins Ziel, gefolgt von Josh Brookes auf der Suzuki GSX-R750. Jordan egalisierte damit sein bestes Supersport-Ergebnis.
Jordan spricht nach dem Rennen darüber, dass er in den Kurven schneller gewesen sei, auf den Geraden aber nicht an Mike Browne vorbeigekommen sei und nicht einmal den Windschatten habe nutzen können. Auf den weiteren Plätzen folgten Dominic Herbertson auf der Triumph von KTS Macadam, der von Startplatz 13 auf der Straße bis auf Rang sechs nach vorne fuhr, sowie Jamie Coward auf der Honda CBR600RR von Rapid Honda with DriveLife. Shaun Anderson auf der Suzuki von Stanford Racing by ARD wurde Achter, was den Kommentatoren zufolge seine beste Supersport-Platzierung sein soll. Komplettiert wurde die Top Ten von Ian Hutchinson auf der Ducati und von Mike Browne. Browne, der von Startnummer eins ins Rennen gegangen war, lag lange in Schlagdistanz zum Podium, erhielt jedoch eine 30-Sekunden-Strafe wegen zu schnellen Fahrens in der Boxengasse und fiel auf Rang zehn zurück. Den Berechnungen zufolge wäre ohne die Strafe Platz fünf möglich gewesen. Auch Conor Cummins wurde wegen eines Tempoverstoßes in der Boxengasse mit 30 Sekunden bestraft. Der Neuseeländer Mitchell Rees beendete in seinem zweiten TT-Jahr und seinem ersten Supersport-Rennen das Rennen auf Rang 13.

Mischfeld und prominente Gäste am Mountain Course
Das Starterfeld zeigte die Auswirkungen des neuen Supersport-Reglements, das neben den klassischen 600er-Maschinen auch größere Hubräume und unterschiedliche Bauarten zulässt. Am Mountain Course traten dadurch die Triumph Street Triple 765, die Suzuki GSX-R750, die Yamaha R9 und R6 sowie die Ducati Panigale V2 gegeneinander an.
Mehrere Teams, die zunächst auf die neue Yamaha R9 gesetzt hatten, kehrten für das Rennen zur bewährten R6 zurück, darunter das Team von Mike Browne. Davey Todd, der die Startnummer acht trägt, fehlte verletzungsbedingt, sodass im Starterfeld eine Lücke blieb. Abseits der Strecke sorgte prominenter Besuch für Aufmerksamkeit: Schauspieler und Produzent Brad Pitt verfolgte das Geschehen, da im Rahmen der TT 2026 der Kinofilm „Isle of Man“ gedreht wird. Regie führt Reid Carolin, produziert wird der Film unter anderem von Brad Pitt und Channing Tatum für Amazon MGM Studios. Innerhalb der Rennwoche der TT 2026 war es das erste von zwei geplanten Supersport-Rennen.

Häufige Fragen
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Wer hat das Supersport-Rennen der TT 2026 gewonnen?
Das erste Supersport-Rennen der TT 2026 gewann Michael Dunlop auf der Ducati Panigale V2. Dahinter folgten Dean Harrison und Peter Hickman. Für Dunlop war es der neunte Supersport-Sieg in Folge und sein 34. Erfolg bei der Tourist Trophy.
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Wie groß war Dunlops Vorsprung im Supersport TT 2026?
Im Supersport TT 2026 gewann Michael Dunlop mit 24,470 Sekunden Vorsprung auf Dean Harrison. Peter Hickman komplettierte als Dritter das Podium, nachdem er auf der letzten Runde an Paul Jordan vorbeigezogen war.
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Warum wurde Mike Browne bei der TT 2026 bestraft?
Mike Browne erhielt eine 30-Sekunden-Strafe wegen zu schnellen Fahrens in der Boxengasse. Dadurch fiel er aus der Spitzengruppe auf Rang zehn zurück. Den Berechnungen zufolge wäre ohne die Strafe Platz fünf möglich gewesen.
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Wie viele Runden umfasste das Supersport-Rennen der TT 2026?
Das Supersport-Rennen der TT 2026 wurde von vier auf drei Runden verkürzt. Grund war die durch feuchte Bedingungen verursachte Verzögerung im Zeitplan. Der vorgeschriebene Boxenstopp musste nach der ersten Runde erfolgen.












