- Michael Dunlop fuhr 129,557 mph (17:28.401) auf der Ducati Panigale V2 und stellte einen neuen Supersport-Qualifying-Rekord auf.
- Jamie Coward war mit 119,832 mph der schnellste Fahrer im Sportbike-Qualifying auf der Milenco by Padgett’s Paton.
- Michael Evans stürzte bei Greeba Castle, die Crowe-Brüder kamen in der Sidecar-Session bei Crosby zu Fall.
Die dritte Qualifying-Session der TT 2026 begann am Mittwochabend um 19:20 Uhr mit der kombinierten Supersport- und Sportbike-Session. Die Bedingungen auf dem Snaefell Mountain Course waren trotz eines auffrischenden Ostwinds weiterhin gut, Wärme lag noch in der Luft und auf dem Asphalt. Für die Fahrer wurde allerdings die tiefstehende Abendsonne zum Problem, die vor allem auf den westwärts führenden Streckenabschnitten zwischen den Bäumen hindurch blendete.

Wie schnell war Michael Dunlop im Supersport-Qualifying?
Michael Dunlop fuhr auf der MD Racing Ducati Panigale V2 in seiner ersten Runde der Abendsession 128,764 mph (17:34.863) aus dem Stand und verbesserte damit seinen eigenen Nachmittagsrekord von 128,315 mph. In der zweiten, fliegenden Runde steigerte er sich erneut auf 129,557 mph (17:28.401), trotz des auffrischenden Windes rund um den Mountain Course.
Der offizielle Rundenrekord der Supersport-Klasse liegt bei 17:21.605 und wurde von Dunlop selbst 2023 auf einer Yamaha R6 im Rennen aufgestellt. Qualifying-Zeiten fließen nicht in die offizielle Rekordliste ein, doch der 33-fache TT-Sieger hat die Qualifying-Bestmarke am Mittwoch insgesamt dreimal gesenkt: zunächst am Nachmittag mit 128,315 mph, dann am Abend mit 128,764 mph und schließlich mit 129,557 mph.
Hinter Dunlop reihten sich Dean Harrison (Honda Racing UK) und Paul Jordan (Jackson Racing powered by Prosper2, Ducati Panigale V2) als zweit- und drittschnellste Fahrer der Abendsession ein, beide mit Rundengeschwindigkeiten jenseits der 125-mph-Marke. Josh Brookes fuhr auf der Uggly & Co. Racing Suzuki GSX-R750 mit 125,372 mph die viertschnellste Zeit der Session, gefolgt von Mike Browne auf der BPE by Russell Racing Yamaha R6 mit 124,13 mph.
In der Gesamtwertung über alle bisherigen Qualifying-Sessions führt Dunlop mit 129,557 mph vor Peter Hickman (Trooper Triumph by PHR Performance, 127,245 mph aus der Nachmittagssession) und Dean Harrison (Honda CBR600RR, 127,242 mph). Zwischen Hickman und Harrison lagen nach dem Nachmittag lediglich zwei Zehntelsekunden.
Was macht die Supersport-Klasse 2026 so besonders?
Die Supersport-Klasse zeigt bei der TT 2026 eine ungewöhnliche Vielfalt an der Spitze. Vier verschiedene Hersteller belegen die ersten vier Plätze der Gesamtwertung: Dunlop auf der Ducati Panigale V2, Hickman auf der Triumph Street Triple 765 RS, Harrison auf der Honda CBR600RR und Brookes auf der Suzuki GSX-R750. Diese Bandbreite an Fabrikaten in den Top 4 ist für die Supersport-Klasse am Mountain Course nicht selbstverständlich und dürfte für ein offenes Rennen am Samstag sorgen.
Weiter hinten im Feld komplettieren Paul Jordan und Dominic Herbertson (KTS Macadam Triumph Factory Racing) die Top 6, gefolgt von Ian Hutchinson, Jamie Coward, Michael Evans und Nathan Harrison auf den Plätzen sieben bis zehn.

Wer führt die Sportbike-Wertung nach Qualifying 3 an?
Im Sportbike-Qualifying der Abendsession war Jamie Coward auf der Milenco by Padgett’s Paton der schnellste Fahrer. Coward stoppte die Uhr bei 18:53.488 (119,832 mph) und bestätigte damit seine starke Form nach einer einjährigen TT-Pause. Der Tscheche Michal Dokoupil setzte sich auf der Indi Racing Aprilia mit 117,713 mph auf den zweiten Platz der Abendsession.
In der Gesamtwertung der Sportbike-Klasse liegt weiterhin Michael Dunlop vorne. Der Nordire hatte am Nachmittag mit 123,557 mph auf der MD Racing Paton S1-R-650 einen inoffiziellen Klassenrekord aufgestellt. Die Sportbike-Klasse ersetzt die bisherige Supertwin-Kategorie und Dunlops Qualifying-Geschwindigkeit übertraf seinen eigenen offiziellen Rennrekord von 123,056 mph aus dem Vorjahr. Mike Browne (Melbray/Laycock Racing Paton, 121,030 mph) und Paul Jordan (Jackson Racing Aprilia RS 660, 120,475 mph) vervollständigen die Gesamtpodiumsplätze.
Was sagt Dean Harrison zu seinem Qualifying-Tempo?
Dean Harrison, der als schnellster Mann der bisherigen Qualifying-Woche in die Abendsession ging, zeigte sich nach der Session betont entspannt. Der Fahrer von Honda Racing UK hatte in der Superbike/Superstock-Session zuvor mit 133,712 mph erneut die Bestzeit im Superbike gesetzt und erklärte, dass er sich auf dem Motorrad wohlfühle und das Tempo eher zu sich kommen lassen wolle, anstatt es zu erzwingen.
Harrison sprach davon, dass er an einigen Streckenabschnitten zu viel forciere und einen Schritt zurückgehen müsse, um dann zwei nach vorne zu machen. Bei einer Runde habe er sich langsam gefühlt und dennoch eine schnelle Zeit aus dem Stand gefahren. Harrison geriet auf der Strecke zudem in Verkehr, unter anderem traf er bei Crosby auf David Johnson. Einen geplanten vollen Einsatz auf dem Supersport-Motorrad zog er daher nicht durch. Veränderungen am Bike hätten sich positiv ausgewirkt, erklärte Harrison, und für den Freitag sei noch Luft nach oben.

Wie lief es für die Teams im Paddock?
Hinter den Kulissen arbeiteten die Teams intensiv an der Abstimmung ihrer Maschinen. Leon Jones, Teammanager von Swan Racing, beschrieb ein umfangreiches Programm: Das Team betreut mit der 765er Triumph, der 660er Triumph und der Yamaha R9 drei verschiedene Motorradtypen in dieser Qualifying-Woche. Peter Hickman sei mit seinem Supersport-Bike zufrieden und habe bereits am zweiten Tag beinahe seine persönliche Bestzeit am Mountain Course erreicht. Bei der 660er Triumph kämpfe das Team allerdings mit der Höchstgeschwindigkeit und analysiere Kraftstoffversorgung und Motorsteuerung, um dem Problem auf die Spur zu kommen.
Bei George Hallidays Team gab es einen Schreckmoment. Der Fahrer hatte bei Ago’s Leap einen kritischen Moment auf dem Sportbike. Sein Mechaniker Chris Judge berichtete, dass Halliday als Reaktion lediglich ein Video der Situation zeigte und darüber lachte. Halliday absolvierte zwei Runden auf dem Sportbike und eine auf dem Supersport-Motorrad. Sein Team wechselte in diesem Jahr bewusst von den 1000-Kubik-Maschinen auf die kleineren Klassen, um den Einstieg bei der TT planbarer zu gestalten. Auf die Frage nach den Zielen für die Woche antwortete Judge: „Just come away smiling. That’s what he wants to do.“ Auf Deutsch: einfach mit einem Lächeln nach Hause fahren.
Auch bei Smith Racing gab es technische Schwierigkeiten mit der Triumph. Ein Problem im Tankbereich führte dazu, dass die Benzinpumpe nicht sauber arbeitete und der Motor zu überhitzen drohte. Das Team konnte den Defekt beheben und den Fahrer noch für eine Runde auf die Strecke schicken.
Welche Zwischenfälle überschatteten den Mittwochabend?
Der Abend wurde von zwei Zwischenfällen geprägt. Michael Evans vom Dafabet Racing Team stürzte früh in der Session bei Greeba Castle. Er wurde per Hubschrauber ins Noble’s Hospital gebracht, wo keine Brüche, keine Weichteilverletzungen und keine Verletzungen an Kopf oder Wirbelsäule festgestellt wurden. Sein Team bestätigte, dass Evans noch am selben Abend entlassen werden sollte.
Der schwerwiegendere Vorfall ereignete sich in der anschließenden Sidecar-Session. Die Titelverteidiger Ryan und Callum Crowe kamen kurz nach dem Crosby Leap zu Fall, woraufhin die rote Flagge gezeigt und die Session sofort abgebrochen wurde. Beide Brüder aus Jurby wurden per Krankenwagen ins Noble’s Hospital gebracht. Laut einer Mitteilung des Crowe-Teams werden beide wegen Frakturen und Kopfverletzungen behandelt und waren zum Zeitpunkt der Bekanntgabe sediert, um weitere Untersuchungen zu ermöglichen. Es bestehe jedoch keine akute Lebensgefahr.

Wie geht es bei der TT 2026 weiter?
Der Donnerstag bleibt wie geplant ein Ruhetag. Clerk of the Course Gary Thompson bestätigte, dass der Mountain Course am Donnerstag nicht gesperrt wird. Das Qualifying geht am Freitagmorgen weiter, mit Straßensperrungen ab 10:00 Uhr. Die ersten Rennen der TT 2026 sind für Samstag angesetzt, beginnend mit dem Sportbike TT, gefolgt vom Sidecar-Rennen und dem Superbike TT.

Häufige Fragen
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Wie schnell ist Michael Dunlop im Supersport-Qualifying der TT 2026?
Michael Dunlop hat am Mittwochabend mit 129,557 mph (17:28.401) auf der Ducati Panigale V2 die schnellste Supersport-Qualifying-Runde bei der TT 2026 gefahren. Damit hat er die Qualifying-Bestmarke der Klasse am Mittwoch insgesamt dreimal gebrochen. Der offizielle Rundenrekord im Rennen liegt bei 17:21.605 aus dem Jahr 2023.
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Wann finden die ersten Rennen der Isle of Man TT 2026 statt?
Die ersten Rennen der TT 2026 beginnen am Samstag, dem 31. Mai. Den Auftakt macht das Sportbike TT, gefolgt vom Sidecar-Rennen und dem Superbike TT. Am Freitag steht zunächst noch die letzte Qualifying-Session an.
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Wer liegt im Sportbike-Qualifying der TT 2026 vorne?
Michael Dunlop führt die Sportbike-Gesamtwertung mit 123,557 mph auf der Paton S1-R-650 an. In der dritten Qualifying-Session am Mittwochabend war Jamie Coward auf der Padgett’s Paton mit 119,832 mph der schnellste Fahrer. Die Sportbike-Klasse ersetzt die bisherige Supertwin-Kategorie.
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Was ist mit den Crowe-Brüdern bei der TT 2026 passiert?
Ryan und Callum Crowe, die Titelverteidiger im Sidecar, sind am Mittwochabend bei Crosby gestürzt. Die Session wurde sofort abgebrochen. Beide werden im Noble’s Hospital wegen Frakturen und Kopfverletzungen behandelt. Laut ihres Teams besteht keine akute Lebensgefahr.












