- Michael Dunlop geht mit 15 Supersport-Siegen und acht Erfolgen in Folge als Nummer 6 ins Rennen
- Erstmals kommt die Yamaha YZF-R9 auf dem Mountain Course zum Einsatz
- Die Supersport-Rennen finden 2026 an Dienstag und Freitag der Rennwoche statt
Die Supersport-Klasse gehört seit jeher zu den spannendsten Disziplinen bei der Isle of Man TT. Auf den Mittelklasse-Maschinen liegen die Leistungsunterschiede enger beieinander als in den Hubraumklassen darüber, was das fahrerische Können stärker in den Vordergrund rückt. Für 2026 hat sich in der Startaufstellung einiges verändert. Anders als in den Vorjahren, als die Supersport-Rennen traditionell das Rennprogramm eröffneten, stehen die beiden Vier-Runden-Läufe in diesem Jahr am Dienstag und Freitag der Rennwoche auf dem Programm. Dieser Tausch mit der Superstock-Klasse soll die körperliche Belastung der Fahrer über die gesamte Veranstaltung hinweg besser verteilen.

Mike Browne startet mit der Nummer 1 und einer neuen Yamaha
Da John McGuinness in diesem Jahr nicht in der Supersport-Klasse antritt, fällt die Ehre der Startnummer 1 an Mike Browne. Der Ire geht auf der Yamaha YZF-R9 des Boyce Precision/Russell Racing Teams ins Rennen. Damit feiert diese Maschine ihr Debüt auf dem Mountain Course. Auf internationaler Ebene hat sich die YZF-R9 bereits bewährt, und Browne dürfte damit das Podium fest im Visier haben. Zehn Sekunden hinter ihm startet Paul Jordan mit der Nummer 2 auf einer Ducati des Jackson Racing powered by Prosper2 Teams. Jordan wechselt damit in diesem Jahr auf italienische Technik und bringt beachtliche Erfahrung mit: In fünf der letzten sechs Supersport-Rennen fuhr er unter die besten Acht, darunter ein starker vierter Platz im zweiten Rennen 2025, wo ihn nur Dunlop, Dean Harrison und Davey Todd schlugen.
Harrison, Coward und Johnson komplettieren die erste Startreihe
Dean Harrison geht wie in seinen anderen Klassen mit der Nummer 3 auf der Honda Racing Maschine an den Start. Der mittlerweile auf der Isle of Man lebende Fahrer hat einen Supersport-Sieg auf dem Mountain Course vorzuweisen, der allerdings auf das Jahr 2018 zurückgeht. Seitdem stand er jedoch in jedem der letzten acht Supersport-Rennen auf dem Podium, ohne den obersten Platz zurückerobern zu können. Die Teilnahme an der diesjährigen British Supersport Championship soll für zusätzliches Selbstvertrauen sorgen.
Mit der Nummer 4 folgt Jamie Coward auf der Rapid Honda. Coward zählt zu den konstantesten Fahrern der Klasse: In fünf seiner letzten sechs Supersport-Rennen landete er unter den besten Sechs, inklusive eines vierten Platzes 2024, als er zudem die fünftschnellste Runde in der Geschichte der Supersport-Klasse fuhr. Der Wechsel von Triumph auf die Honda CBR600RR dürfte mit Spannung verfolgt werden. David Johnson komplettiert auf der CD Racing Kawasaki mit der Nummer 5 die Gruppe vor dem großen Favoriten.

Dunlop als Nummer 6: 15 Supersport-Siege und kein Ende in Sicht
Dann kommt der Mann, den alle schlagen wollen. Michael Dunlop startet mit der Nummer 6 unter dem Banner Scars/MD Racing erneut auf der Ducati Panigale V2, mit der er im vergangenen Jahr die Klasse dominierte. 15 seiner 33 TT-Karrieresiege hat der Nordire in der Supersport-Klasse eingefahren, und das auf unterschiedlichsten Fabrikaten: Siege gelangen ihm auf Yamaha, Honda und zuletzt auf Ducati. 2025 umrundete er den Kurs mit mehr als 130 Meilen pro Stunde im ersten Rennen und gewann beide Läufe überlegen. Seit 2022 hat Dunlop alle acht Supersport-Rennen bei der TT gewonnen, eine Serie, die in der Geschichte des Wettbewerbs ohne Beispiel ist.
Brookes bringt die nächste Generation Suzuki an den Start
Direkt hinter Dunlop reiht sich Josh Brookes mit der Nummer 7 ein. Der Australier tritt in der Supersport-Klasse allerdings nicht für DAO Racing an, sondern pilotiert stattdessen die Suzuki GSX-R750 der nächsten Generation unter dem Uggly & Co. Racing Banner. Als ehemaliger Rennsieger in der Supersport-Weltmeisterschaft bringt Brookes die nötige Erfahrung mit, um das Potenzial dieser Maschine auszuschöpfen. Die neue GSX-R750 gilt als vielversprechend, und Brookes dürfte alles daran setzen, sie auf das Podium zu bringen.

Triumph-Trio auf den Plätzen 8 bis 10
Die Startnummern 8 bis 10 gehen an drei Triumph-Piloten. Davey Todd sollte mit der Nummer 8 für Swan Racing by PHR Performance antreten und damit erstmals bei der TT eine Triumph in der Supersport-Klasse bewegen. Allerdings erlitt der dreimalige TT-Sieger beim Daytona 200 im März 2026 schwere Verletzungen: Brüche am linken Oberschenkel, am rechten Schienbein sowie am Fuß. Ob Todd rechtzeitig zur TT fit wird, ist derzeit fraglich.
Zwischen den beiden PHR-Teamkollegen Todd und Peter Hickman (Nummer 10, Trooper Triumph by PHR Performance) startet Michael Evans mit der Nummer 9 für Dafabet Racing. Evans hat sich als zuverlässiger Top-Ten-Fahrer in der Klasse etabliert und soll von der Erfahrung seiner prominenten Triumph-Kollegen sowohl im Qualifying als auch im Rennen profitieren können. Hickmans letzter Supersport-Sieg datiert aus dem Jahr 2019, Todd wartet in dieser Klasse noch auf seinen ersten Triumph.
Cummins und Hutchinson setzen auf neue Antriebe
Der Manxman Conor Cummins geht mit der Nummer 11 auf einer GSX-R750 Suzuki des North Lincs Components Teams ins Rennen. Es ist dieselbe Maschine, mit der James Hind im vergangenen Jahr einen fünften und siebten Platz einfuhr. Hind selbst fehlt bei der TT 2026, was Cummins zusätzliche Zuversicht geben dürfte.
Zehn Sekunden hinter Cummins startet Ian Hutchinson mit der Nummer 12 auf der Ducati des Burrows Engineering/RK Racing Teams. Hutchinson hält mit acht Supersport-Siegen den zweithöchsten Wert in der Geschichte der Klasse, betritt mit dem Ducati-Einsatz bei der TT allerdings Neuland. Der Fahrer aus Bingley zählt damit zu den erfahrensten Startern im Feld.

Herbertson, Anderson und Hodson als potenzielle Überraschungen
Dominic Herbertson startet mit der Nummer 13 auf der KTS Macadam Triumph Factory Racing Maschine. Ein Podiumsplatz in einem Supersport-Rennen ist ihm bislang noch nicht gelungen, doch mit der aktuellen Ausrüstung dürfte er so gute Voraussetzungen wie nie zuvor mitbringen. Auf den Plätzen 14 und 15 folgen mit Shaun Anderson (Stanford Racing by ARD Suzuki) und Rob Hodson (SMT Racing Ducati) zwei weitere Fahrer auf Maschinen der nächsten Generation. Hodson verdient besondere Beachtung: Im ersten Rennen 2025 fuhr er auf einer Yamaha auf den sechsten Platz.
Die Plätze 16 bis 20: Erfahrung trifft auf Aufsteiger
Nathan Harrison komplettiert mit der Nummer 16 auf einer H&H Motorcycles Honda die obere Hälfte der Setzliste. Die restlichen vier Plätze gehen an Fahrer, die in den 1000-Kubik-Klassen nicht unter den Top 20 gesetzt sind, sich aber durch starke Supersport-Ergebnisse der jüngsten Vergangenheit empfohlen haben: Michael Sweeney (EM Building Yamaha, Nummer 17), Joe Yeardsley (SpinArena.net Suzuki, Nummer 18) und Joey Thompson (TH Racing Honda, Nummer 19). Adam McLean war ursprünglich als Nummer 20 auf der CD Racing Kawasaki vorgesehen, musste seinen Start wegen einer kürzlich erfolgten Operation jedoch absagen.

Fünf Hersteller und ein offener Kampf um die Spitze
Die Startliste der Supersport TT 2026 zeichnet sich durch eine bemerkenswerte Markenvielfalt aus. Ducati stellt mit Dunlop, Jordan, Hutchinson und Hodson vier Fahrer unter den Top 15. Honda ist durch Harrison, Coward, Nathan Harrison und Thompson vertreten. Triumph schickt mit Todd, Evans, Hickman und Herbertson ein starkes Quartett ins Rennen. Dazu kommen die neuen Suzuki GSX-R750 von Brookes, Cummins und Anderson sowie die Yamaha-Piloten Browne und Sweeney, wobei Brownes YZF-R9 als echte Neuheit auf dem Mountain Course gilt.
Der Übergang zu den international übernommenen Next-Generation-Regeln in der Supersport-Klasse schreitet damit weiter voran und bringt frische Technik auf die Strecke. Ob das reicht, um Dunlops Siegesserie zu durchbrechen, bleibt die große Frage der diesjährigen Supersport TT. Die Antwort gibt es am Dienstag und Freitag der Rennwoche, wenn die Ampel am Starthaus auf der Glencrutchery Road auf Grün springt.

Häufige Fragen
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Wann finden die Supersport-Rennen bei der Isle of Man TT 2026 statt?
Die beiden Monster Energy Supersport TT Rennen sind für Dienstag und Freitag der Rennwoche angesetzt. Damit haben sie im Vergleich zu den Vorjahren den Platz im Programm mit der Superstock-Klasse getauscht.
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Wie viele Supersport-Siege hat Michael Dunlop bei der TT?
Michael Dunlop hat 15 Supersport-Rennen bei der Isle of Man TT gewonnen. Seit 2022 hat er alle acht ausgetragenen Läufe in dieser Klasse für sich entschieden, was eine historische Siegesserie darstellt.
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Welche neuen Motorräder kommen 2026 in der Supersport TT zum Einsatz?
Erstmals fährt die Yamaha YZF-R9 auf dem Mountain Course, pilotiert von Mike Browne. Zudem treten mehrere Fahrer auf der Suzuki GSX-R750 der nächsten Generation an, darunter Josh Brookes und Conor Cummins.
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Fährt Davey Todd bei der Supersport TT 2026?
Todd ist mit der Nummer 8 gesetzt, doch seine Teilnahme ist nach schweren Verletzungen beim Daytona 200 im März 2026 fraglich. Er erlitt unter anderem einen Oberschenkelbruch und Frakturen am Schienbein und Fuß.

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