- Sieben abnehmbare Protektoren für Rücken, Brust, Schultern und Ellbogen, alle nach CE Level 1 geprüft
- Obermaterial aus 88 Prozent Polyester und 12 Prozent Spandex mit spürbarem Stretch und silikonbeschichtetem Bund
- Dazu passende Sommerhandschuhe mit ABS-Knöchelschutz, belüfteten Einsätzen und Touchscreen-Beschichtung
Im Hochsommer greifen viele Motorradfahrer zu Kleidung, die kaum noch Schutz bietet. Mesh-Jacken sind der Versuch, beides zu verbinden: Netzgewebe für den Luftdurchsatz, Protektoren für den Ernstfall. Kemimoto setzt dieses Konzept im günstigen Preissegment um. Die getestete Kombination aus Sommerjacke und Sporthandschuhen zeigt, wie gut das im Alltag funktioniert.

Wie viel Luft lässt die Mesh-Jacke wirklich durch?
Der Luftdurchsatz ist die größte Stärke der Jacke. Schon im Stand, etwa an der Ampel oder beim Warten in der Sonne, entsteht kein spürbarer Hitzestau. Sobald es losgeht, zieht der Fahrtwind praktisch ungehindert durch das Netzgewebe.
Das Fahrgefühl kommt dem Fahren ohne Jacke erstaunlich nahe, nur eben mit vollem Protektorenschutz am Körper. Gerade an sehr heißen Tagen macht das den entscheidenden Unterschied zu einer klassischen Textiljacke, in der man schnell festschwitzt. Das Gewicht bleibt entsprechend niedrig, die Jacke lässt sich klein zusammenlegen und problemlos als zweite Schicht mitnehmen.
Der hohe Netzanteil bringt eine praktische Konsequenz mit sich: Das Gewebe ist so offen, dass man an einigen Stellen hindurchsehen kann. Ein Shirt oder Funktionshemd darunter ist deshalb die bessere Wahl und schränkt die Belüftung kaum ein.
Welche Protektoren stecken in der Jacke?
Die Jacke bringt sieben Protektoren mit: einen für den Rücken, zwei für die zweigeteilte Brustpartie sowie jeweils zwei für Schultern und Ellbogen. Damit sind alle vier klassischen Schutzzonen abgedeckt, was in dieser Preisklasse keineswegs selbstverständlich ist.
Alle Einlagen sind abnehmbar und werden separat geliefert, sie müssen also vor der ersten Fahrt in die vorgesehenen Taschen gesteckt werden. Das ist in wenigen Minuten erledigt und hat den Vorteil, dass sich die Protektoren zum Waschen oder Austauschen jederzeit wieder entnehmen lassen.
Bemerkenswert ist, wie ausführlich die Einlagen gekennzeichnet sind. Der Hersteller weist die Protektoren als CE Level 1 aus, und die Prüfzeichen auf den Einlagen bestätigen das für jede Zone einzeln: Die Brustprotektoren tragen das Zeichen nach EN 1621-3, der Norm für Brustprotektoren, in Typ A und Level 1. Schulter- und Ellbogenprotektoren sind nach EN 1621-1:2012 geprüft, ebenfalls in Typ A und Level 1. Der Rückenprotektor folgt EN 1621-2:2014 in der Ausführung CB für den zentralen Rückenbereich, ausgelegt auf eine Rückenlänge von 33 bis 38 Zentimetern.
Auf den Einlagen finden sich zusätzlich Temperaturkennzeichnungen. Ein T mit Minuszeichen steht für eine bestandene Prüfung bei niedriger Temperatur, ein T mit Pluszeichen für eine Prüfung bei erhöhter Temperatur. Beides taucht bei den verbauten Protektoren auf, die Dämpfung wurde also über einen breiten Temperaturbereich geprüft.
Wer das Ganze einordnen möchte: Diese Normen bewerten die Protektoren, während für das Kleidungsstück selbst die Norm EN 17092 mit den Klassen A bis AAA zuständig wäre, zu der Kemimoto keine Angabe macht. Mesh-Jacken liegen dort bauartbedingt meist bei einem einfachen A, weil die Netzflächen als Zone 3 gar nicht auf Abriebfestigkeit geprüft werden. Für den Sommereinsatz auf der Landstraße ist die Kombination aus voller Protektorenausstattung und maximaler Belüftung genau der Kompromiss, für den diese Jackengattung gemacht ist.

Wie sitzt die Jacke während der Fahrt?
Der Sitz ist bewusst körpernah, ohne einzuengen. Der Spandex-Anteil sorgt für einen leichten Stretch, das Material passt sich der Körperform an und hält die Protektoren zuverlässig dort, wo sie sitzen sollen.
Im Schulter- und Nackenbereich flattert das Gewebe bei höherem Tempo etwas, störend ist das im Fahrbetrieb nicht. Wichtiger ist ein anderer Punkt: Das Flattern überträgt sich nicht auf den Helm. Bei manchen Jacken beginnt der Kopf bei hohen Geschwindigkeiten zu vibrieren, weil sich der Luftwiderstand über den Kragen fortpflanzt. Das tritt hier nicht auf.
Zwei Konstruktionsdetails helfen dabei. Der untere Jackenabschluss ist elastisch und innen mit einer griffigen Silikonbeschichtung versehen, die verhindert, dass der Bund hochrutscht oder aufweht. An den Ärmelenden sitzt je eine Daumenschlaufe. Damit lassen sich die Ärmel fixieren, sodass sie während der Fahrt nicht nach oben wandern. Im Sturzfall zahlt sich das doppelt aus, weil verrutschte Ärmel die Ellbogenprotektoren aus ihrer Position bringen würden.
Material, Ausstattung und Pflege
An Stauraum bietet die Jacke vier Taschen: zwei seitliche Außentaschen mit Reißverschluss sowie zwei Innentaschen. Für Smartphone und Schlüssel reicht das aus, und die Reißverschlüsse halten den Inhalt auch während der Fahrt an Ort und Stelle. Zusätzlich verlaufen doppelt ausgeführte reflektierende Streifen über die Jacke, die bei Dämmerung und Dunkelheit für Sichtbarkeit sorgen.
Die Pflegehinweise fallen zurückhaltend aus. Empfohlen werden ein Wäschenetz, Maschinenwäsche im Schonprogramm mit kaltem Wasser oder Handwäsche mit kaltem Wasser sowie Lufttrocknen. Bügeln, Bleichen, chemische Reinigung und Auswringen sind ausgeschlossen. Bei feinem Netzgewebe ist das nachvollziehbar, weil die Struktur empfindlich auf Hitze und mechanische Belastung reagiert.
Die Größenkennzeichnung nennt neben der europäischen Größe auch Entsprechungen für den amerikanischen und asiatischen Markt. Als Herstellungsland ist China angegeben. Der Hersteller gewährt 90 Tage Garantie auf Herstellungsfehler.

Was können die Sommerhandschuhe?
Die passenden Handschuhe folgen demselben Grundgedanken: viel Belüftung bei erhaltenem Schutz. Über den Knöcheln sitzen Kunststoffverstärkungen, teilweise mit Luftöffnungen, die von innen mit einem Gitter hinterlegt sind. Dadurch zieht der Fahrtwind direkt in den Handschuh.
Der Knöchelschutz besteht aus ABS-Kunststoff. Ein zusätzlicher, dickerer Hartkunststoffeinsatz liegt über den Knöcheln und am Handrücken. Die Handfläche ist doppellagig ausgeführt und an den belasteten Stellen mit Leder verstärkt, dazu kommt ein kräftigerer Aufsatz am Handballen, also genau dort, wo bei einem Sturz zuerst Bodenkontakt entsteht. Silikongel auf der Innenhand verbessert den Griff am Lenker, verschlossen wird am Handgelenk per Klett.
Im Sommereinsatz überrascht vor allem der Luftdurchsatz, der angesichts der massiven Verstärkungen zunächst nicht zu erwarten war. Die Handschuhe bleiben auch bei hohen Temperaturen angenehm zu tragen, sitzen bequem und wirken sauber verarbeitet. Das deckt sich mit dem Bild aus den Kundenbewertungen: Über 750 Bewertungen ergeben einen Durchschnitt von 4,5 von 5 Sternen, 71 Prozent davon vergeben die volle Punktzahl.
Wie gut funktioniert die Touchscreen-Bedienung?
Die Bedienung von Smartphone und Navigation funktioniert zuverlässig, ohne die Handschuhe ausziehen zu müssen. Daumen und Zeigefinger sind an den Spitzen mit leitfähigem Material beschichtet, was für Kartenansicht, Musiksteuerung und Anrufannahme ausreicht.
Ein Detail, das selten Erwähnung findet: Die Handschuhe sind nach dem Global Recycled Standard zertifiziert und bestehen zu mindestens 50 Prozent aus recyceltem Material. Geprüft wurde das durch Bureau Veritas.

Verfügbarkeit, Größen und Rabattcode
Die Jacke wird in den Größen M bis 2XL angeboten, die Handschuhe in M bis 3XL. Bei den Handschuhen empfiehlt der Hersteller ausdrücklich, eine Nummer größer zu bestellen. Neben Schwarz gibt es sie auch in Rot, Orange, Blau und Grün, wobei die Farbvarianten nicht durchgehend verfügbar sind.
Im deutschen Shop von Kemimoto gilt mit dem Code MOTORRAD ein Rabatt von 30 Prozent auf Jacken, Handschuhe, Schuhe und Bekleidung. Der Versand ist kostenlos, die Lieferzeit wird mit fünf bis acht Werktagen angegeben, dazu kommt ein Rückgaberecht von 45 Tagen. Damit landet die Kombination aus Jacke und Handschuhen in einem Bereich, in dem Mesh-Bekleidung mit vollständiger Protektorenausstattung sonst selten zu finden ist.

Häufige Fragen
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Welche Protektoren hat die Kemimoto Motorradjacke?
Die Jacke enthält sieben Protektoren: einen im Rücken, zwei in der zweigeteilten Brustpartie sowie je zwei an Schultern und Ellbogen. Alle sind nach CE Level 1 geprüft, die Prüfzeichen verweisen auf EN 1621-1, EN 1621-2 und EN 1621-3. Die Einlagen sind abnehmbar und werden separat geliefert.
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Wie luftig ist die Kemimoto Motorradjacke im Sommer?
Sehr luftig. Der Fahrtwind zieht praktisch ungehindert durch das Netzgewebe, im Stand entsteht kein Hitzestau. Das Fahrgefühl kommt dem Fahren ohne Jacke nahe, nur eben mit vollem Protektorenschutz.
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Kann man unter der Kemimoto Motorradjacke etwas tragen?
Ja, und es ist auch sinnvoll. Der Netzanteil ist so hoch, dass das Gewebe teilweise durchsichtig ist. Ein Shirt oder Funktionshemd darunter schränkt die Belüftung kaum ein.
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Funktionieren die Kemimoto Handschuhe mit dem Touchscreen?
Ja, Daumen und Zeigefinger sind an den Spitzen mit leitfähigem Material beschichtet. Damit lassen sich Smartphone und Navigation bedienen, ohne die Handschuhe ausziehen zu müssen.
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Wie fällt die Kemimoto Motorradjacke in der Größe aus?
Der Schnitt ist körpernah, aber nicht einengend, und der Spandex-Anteil im Material gleicht kleinere Abweichungen aus. Bei den Handschuhen empfiehlt der Hersteller ausdrücklich, eine Nummer größer zu bestellen.












