- Jorge Martin, MotoGP-Weltmeister von 2024, und Ai Ogura fahren ab 2027 für zwei Saisons im Yamaha-Werksteam
- Martin wechselt von Aprilia, Ogura wird Yamahas erster japanischer Werksfahrer in der MotoGP
- Yamaha verkündete die Verpflichtung am 1. Juli, dem eigenen Gründungstag
Yamaha stellt sein Werksteam in der MotoGP komplett neu auf. Für die Saisons 2027 und 2028 hat der Hersteller aus Iwata Jorge Martin und Ai Ogura unter Vertrag genommen. Der Zeitpunkt ist bewusst gewählt, denn die Ankündigung erfolgte am 1. Juli, dem Tag, an dem die Yamaha Motor Company 1955 gegründet wurde. Zugleich fällt der personelle Umbau in die Vorbereitung auf ein neues technisches Zeitalter der Königsklasse, das 2027 beginnt.

Was ändert sich im Yamaha-Werksteam ab 2027?
Yamaha ersetzt sein bisheriges Fahrerduo vollständig und geht ab 2027 mit Jorge Martin und Ai Ogura an den Start. Die Verpflichtung wurde nur einen Tag nach der offiziellen Bestätigung bekannt, dass Fabio Quartararo und Alex Rins den Hersteller nach der Saison 2026 verlassen. Mit Martin holt Yamaha einen früheren Weltmeister ins Team, mit Ogura einen aufstrebenden Fahrer, der in dieser Saison für Aufsehen gesorgt hat. Beide sollen den Hersteller nach mehreren schwierigen Jahren zurück an die Spitze führen.
Warum wechselt Jorge Martin von Aprilia zu Yamaha?
Jorge Martin verlässt Aprilia zum Ende der Saison 2026 und wechselt zum japanischen Konkurrenten. Der Spanier wurde 2024 MotoGP-Weltmeister und führt die WM-Wertung derzeit an, nachdem er seinen ersten Sieg auf der Aprilia in Le Mans geholt und zuletzt starke Leistungen gezeigt hat. Yamaha soll die Verpflichtung bereits im Januar forciert haben, nachdem sich der Wechsel von Quartararo zu Honda abgezeichnet hatte. Damit sicherte sich der Hersteller frühzeitig einen Fahrer, der bereits bewiesen hat, dass er um Titel kämpfen kann.

Ai Ogura wird Yamahas erster japanischer Werksfahrer
Mit Ai Ogura rückt ein Fahrer ins Werksteam auf, der gerade erst seinen ersten Sieg in der Königsklasse gefeiert hat. Der 25-Jährige gewann in Assen und sorgte damit für den ersten Grand-Prix-Erfolg eines japanischen Fahrers in der MotoGP seit Makoto Tamada, der 2004 in Motegi triumphierte. Ogura wurde 2024 Moto2-Weltmeister und stammt ursprünglich aus dem Nachwuchsprogramm von Honda. Sein Wechsel zu Yamaha soll möglich geworden sein, nachdem Trackhouse keine frühzeitige Einigung mit ihm erzielt hatte. Für Yamaha hat die Personalie zusätzliche Bedeutung, denn Ogura wird der erste japanische Werksfahrer der Marke in der MotoGP.
Was sagt Yamaha zu der Verpflichtung von Martin und Ogura?
Yamaha-Motorsportchef Paolo Pavesio ordnet die Verpflichtung als Beginn einer neuen Projektphase ein. „Wir freuen uns sehr, Jorge und Ai im Yamaha Factory MotoGP Team willkommen zu heißen, während wir 2027 in eine neue Ära starten. Die Verpflichtung von Fahrern dieses Kalibers unterstreicht unseren Ehrgeiz und unser Vertrauen in das Projekt“, wird er zitiert. Im Original lautet die Aussage: „We are excited to welcome Jorge and Ai to the Yamaha Factory MotoGP Team as we enter a new era in 2027. Securing riders of this calibre underlines our ambition and confidence in the project.“
Über Martin spricht Pavesio davon, dass sich der Spanier bereits als einer der führenden Fahrer der MotoGP bewährt habe und über die Geschwindigkeit, die Entschlossenheit und die mentale Stärke verfüge, um Siege und Weltmeistertitel zu erringen. Von ihm erwarte Yamaha, dass er vom ersten Tag an eine Schlüsselrolle bei der Weiterentwicklung übernehme. Oguras Entwicklung der vergangenen eineinhalb Saisons bezeichnet er als herausragend und betont, man sei besonders stolz, einen japanischen Fahrer im Werksteam begrüßen zu können.

Was bedeutet die neue 850er-Ära für Martin und Ogura?
Ab 2027 gelten in der MotoGP neue technische Regeln, und genau in diese Umbruchphase fällt der Neuaufbau bei Yamaha. Martin und Ogura werden dann eine Yamaha M1 mit 850 ccm Hubraum fahren, die über eine reduzierte Aerodynamik verfügt und ohne die bislang eingesetzten Devices auskommt. Zusätzlich stellt die Königsklasse auf Pirelli-Reifen um. Der Regelumbruch bietet den Herstellern die Chance, das Kräfteverhältnis neu zu ordnen, und Yamaha will die schwierigen vergangenen Saisons hinter sich lassen. Die Verpflichtung eines früheren Weltmeisters und eines frischen Grand-Prix-Siegers lässt sich in diesem Zusammenhang als Signal für die eigenen Ambitionen lesen.

Häufige Fragen
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Wer fährt ab 2027 im Yamaha-Werksteam in der MotoGP?
Ab 2027 bilden Jorge Martin und Ai Ogura das Yamaha-Werksteam in der MotoGP. Der Vertrag läuft über die Saisons 2027 und 2028. Sie ersetzen Fabio Quartararo und Alex Rins, die den Hersteller nach 2026 verlassen.
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Wann wurde die Verpflichtung von Martin und Ogura bekannt?
Yamaha gab die Verpflichtung von Martin und Ogura am 1. Juli bekannt, dem eigenen Gründungstag. Die Ankündigung folgte einen Tag nach der offiziellen Trennung von Quartararo und Rins. Martin kommt von Aprilia, Ogura wechselt ebenfalls ins Werksteam.
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Was macht Ai Ogura für Yamaha besonders?
Ai Ogura wird der erste japanische Werksfahrer von Yamaha in der MotoGP. Er gewann in Assen als erster japanischer Fahrer seit Makoto Tamada 2004 ein Rennen der Königsklasse. Zuvor holte er 2024 den Moto2-Titel.
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Was ändert sich in der MotoGP ab 2027?
Ab 2027 gelten in der MotoGP neue technische Regeln. Die Motoren werden auf 850 ccm verkleinert, die Aerodynamik reduziert und die bisherigen Devices fallen weg. Zudem wechselt die Serie zu Pirelli-Reifen.











