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Startseite » MotoGP 2027: Tech3 bleibt bei KTM, Mir wechselt zu Gresini-Ducati und Márquez kämpft um sein Comeback
Red Bull KTM Tech3 Crew applaudiert in der Box – MotoGP Catalunya GP Barcelona 2026
MotoGP

MotoGP 2027: Tech3 bleibt bei KTM, Mir wechselt zu Gresini-Ducati und Márquez kämpft um sein Comeback

By Andreas Denner18 Mai, 2026
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Die MotoGP-Saison 2026 ist noch in vollem Gange, doch hinter den Kulissen nimmt die Startaufstellung für 2027 immer konkretere Formen an. Beim Grand Prix von Katalonien in Barcelona fielen gleich mehrere weitreichende Entscheidungen, die das Fahrerkarussell der Königsklasse ordentlich in Bewegung bringen.
  • Tech3 verlängert seine Partnerschaft mit KTM für die neue 850-ccm-Ära ab 2027 und erteilt Honda eine Absage.
  • Joan Mir kehrt Honda den Rücken und wechselt für 2027 zu Gresini-Ducati.
  • Marc Márquez arbeitet nach seiner Doppel-OP an einem möglichen Comeback beim GP von Italien in Mugello.

Die Silly Season der MotoGP hat in Barcelona ein neues Kapitel aufgeschlagen. Während auf der Strecke um Punkte gekämpft wurde, ging es abseits davon um die Zukunft ganzer Teams und um die Karriere eines amtierenden Weltmeisters. Die Weichenstellungen betreffen nicht nur einzelne Fahrer, sondern verschieben die Kräfteverhältnisse im gesamten Paddock. Mit dem Wechsel auf die neuen 850-ccm-Prototypen steht 2027 ohnehin ein Umbruch bevor, und die jüngsten Entscheidungen zeigen, wie intensiv sich Hersteller und Teams bereits darauf vorbereiten.

Red Bull KTM Tech3 Teamfoto in der Box – MotoGP Catalunya GP Barcelona 2026
MotoGP 2027: Tech3 bleibt bei KTM, Mir wechselt zu Gresini-Ducati und Márquez kämpft um sein Comeback 11

Warum bleibt Tech3 bei KTM statt zu Honda zu wechseln?

Tech3 hat sich nach monatelangen Verhandlungen für eine Fortsetzung der Partnerschaft mit KTM entschieden. Die mehrjährige Vereinbarung wurde am Samstag beim Katalonien-GP in Barcelona verkündet und sichert KTM weiterhin vier RC16 auf dem MotoGP-Grid.

Die Entscheidung war keineswegs selbstverständlich. Honda hatte in den vergangenen Wochen offensiv um Tech3 geworben und wollte sein MotoGP-Programm ab 2027 auf sechs Motorräder ausbauen. Neben dem bestehenden Satellitenteam LCR sollte Tech3 als zweites Kundenteam das Honda-Aufgebot verstärken. Ein attraktives Angebot, zumal Honda mit massiven Investitionen in die neue 850-ccm-Generation eine Rückkehr an die Spitze anstrebt.

Guenther Steiner, der ehemalige Formel-1-Teamchef und seit Anfang 2026 neuer CEO von Tech3, machte keinen Hehl daraus, dass er sich mit mehreren Herstellern unterhalten hatte. Bei einer Pressekonferenz in Barcelona erklärte er, die Gespräche hätten ihm auch geholfen, ein besseres Gespür für die MotoGP zu entwickeln, die für ihn noch Neuland sei. Am Ende gaben zwei Faktoren den Ausschlag: die gewachsene Beziehung zu KTM und die Entschlossenheit der Verantwortlichen in Österreich.

In motorsport, the strongest partnerships are often the ones you already know inside out. With KTM and Tech3, we’re not starting from zero. Thanks to all the work by Hervé Poncharal and the team over the past few years we have a solid foundation with KTM, and that gives us a real advantage as we head into a completely new regulatory era. For both sides, this is about building on what already works. That continuity puts us in the best possible position to adapt quickly and stay competitive when the new rules come in.“

(„Im Motorsport sind die stärksten Partnerschaften oft diejenigen, die man bereits in- und auswendig kennt. Mit KTM und Tech3 starten wir nicht bei null. Dank der Arbeit von Hervé Poncharal und dem Team in den vergangenen Jahren haben wir ein solides Fundament mit KTM, und das verschafft uns einen echten Vorteil am Beginn einer komplett neuen Reglement-Ära. Für beide Seiten geht es darum, auf dem aufzubauen, was bereits funktioniert. Diese Kontinuität bringt uns in die bestmögliche Position, um uns schnell anzupassen und wettbewerbsfähig zu bleiben, wenn die neuen Regeln kommen.“)

Steiner verwies damit auch auf Hervé Poncharal, der Tech3 1990 gemeinsam mit Guy Coulon und Bernard Martignac gegründet hatte und Ende 2025 nach dem Verkauf an das Konsortium um Steiner seine Rolle abgab. Die Partnerschaft mit KTM besteht seit 2019, nachdem Tech3 zuvor jahrelang Yamaha-Motorräder eingesetzt hatte.

KTM brauchte vier Motorräder für die Entwicklung

Auch für KTM war der Deal alles andere als ein Selbstläufer. Die finanziellen Schwierigkeiten des österreichischen Herstellers im vergangenen Jahr hatten zeitweise sogar Zweifel am gesamten MotoGP-Engagement aufkommen lassen. Inzwischen hat KTM mit neuen indischen Eigentümern eine stabilere wirtschaftliche Basis, doch die Verhandlungen mit Tech3 mussten die veränderten Voraussetzungen berücksichtigen.

KTM-Motorsportchef Pit Beirer betonte in Barcelona die strategische Bedeutung des Vierer-Aufgebots für die Entwicklungsarbeit. Vier Motorräder, vier Fahrer und vier Crewchiefs mit ihren jeweiligen Technikern liefern schlicht deutlich mehr Daten als nur zwei Werksmotorräder. Gerade mit Blick auf die neue 850-ccm-Ära wäre ein Rückfall auf lediglich zwei Bikes ein erheblicher Nachteil gegenüber der Konkurrenz gewesen.

„We’re very pleased to continue our journey together with Tech3. This year marks a new chapter for the team, in line with the dynamic growth of MotoGP. We’ve aligned our strategy and ambitions, and we’re heading into the future with real excitement to keep pushing and making a difference in this championship. A special thanks to Guenther Steiner and the entire Tech3 Team for their loyal commitment and passion for this project. That dedication is a key part of our strength as a group. There is strong belief in the factory, and together we look at 2027 and beyond with full focus and the clear objective to compete at the very highest level.“

(„Wir sind sehr froh, unsere gemeinsame Reise mit Tech3 fortzusetzen. Dieses Jahr markiert ein neues Kapitel für das Team, im Einklang mit dem dynamischen Wachstum der MotoGP. Wir haben unsere Strategie und Ambitionen aufeinander abgestimmt und gehen mit echtem Enthusiasmus in die Zukunft, um weiter zu pushen und in dieser Meisterschaft etwas zu bewegen. Ein besonderer Dank gilt Guenther Steiner und dem gesamten Tech3-Team für ihr loyales Engagement und ihre Leidenschaft für dieses Projekt. Diese Hingabe ist ein wesentlicher Teil unserer Stärke als Gruppe. Es gibt einen starken Glauben im Werk, und gemeinsam blicken wir mit vollem Fokus auf 2027 und darüber hinaus, mit dem klaren Ziel, auf dem allerhöchsten Niveau zu konkurrieren.“)

Beirer hatte nach eigener Aussage bewusst keinen Druck auf Tech3 ausgeübt und dem neuen Management die Zeit gegeben, alle Optionen zu prüfen. Auch KTM-CEO Gottfried Neumeister war bei der Pressekonferenz in Barcelona anwesend und unterstrich die Bedeutung der Vereinbarung.

Was bedeutet der Tech3-Deal für den Fahrermarkt 2027?

Die Vertragsverlängerung hat unmittelbare Auswirkungen auf das Fahrerkarussell der MotoGP. Die beiden aktuellen Tech3-Piloten Maverick Viñales und Enea Bastianini sind zwar vertraglich an KTM gebunden, verfügen aber über einjährige Optionen, die KTM bis zu einem bestimmten Datum ziehen kann.

Viñales, der sich von einer langwierigen Schulterproblematik erholt und beim Katalonien-GP sein Comeback gab, zeigte sich offen für einen Verbleib bei KTM. Da die Werksplätze offenbar bereits für Alex Marquez und Fabio Di Giannantonio vorgesehen sind, würde Viñales bei Tech3 bleiben.

Bei Bastianini sieht die Lage anders aus. Der Italiener soll kurz vor einem Wechsel zu Trackhouse-Aprilia stehen, sofern KTM ihn aus seiner Option entlässt. Das würde bei Tech3 einen freien Platz schaffen, für den auch ein Rookie infrage käme. Steiner ließ offen, wer 2027 für Tech3 fahren wird, betonte aber, die Entscheidung werde gemeinsam mit KTM getroffen.

Auch die Zukunft des Red-Bull-Sponsorings bei Tech3 ist noch ungeklärt. Ob der Energydrink-Konzern neben dem Werksteam auch 2027 das Satellitenteam unterstützen wird, steht laut Steiner noch nicht fest.

Joan Mir überquert die Ziellinie auf der Honda RC213V – MotoGP Catalunya GP Barcelona 2026 Zielflagge
MotoGP 2027: Tech3 bleibt bei KTM, Mir wechselt zu Gresini-Ducati und Márquez kämpft um sein Comeback 12

Warum verlässt Joan Mir Honda nach drei Jahren?

Die Tech3-Entscheidung für KTM hat auch den letzten Dominostein für Joan Mir ins Rollen gebracht. Denn mit Tech3 als KTM-Partner blieb Honda ohne die Möglichkeit, dem Weltmeister von 2020 einen Platz in seiner erweiterten Struktur anzubieten. Die Werkssitze bei HRC sind für 2027 offenbar bereits für Fabio Quartararo und das Moto2-Talent David Alonso vorgesehen. Bei LCR sind Johann Zarco und Diogo Moreira langfristig gebunden.

Doch Mir hatte seine Entscheidung gegen Honda bereits vorher getroffen. Beim Sprint in Barcelona bestätigte er erstmals öffentlich, dass er Honda nach drei Jahren verlassen wird. Seine Begründung fiel unmissverständlich aus.

„Zu diesem Thema kann ich verständlicherweise nichts sagen. Was ich sagen kann: Nach Jerez habe ich entschieden, nicht bei Honda weiterzumachen. Das ist richtig, ich werde dort nicht bleiben.“

Die Frage, ob mangelnde Kommunikation seitens Honda oder ein konkretes Gespräch den Ausschlag gegeben habe, beantwortete Mir mit einer deutlichen Aussage.

„In Jerez hatte ich keinerlei Informationen vom Honda-Management darüber, wie es für mich weitergehen würde. Und eines ist klar: Das habe ich nicht verdient. Genau deshalb habe ich entschieden, dass ich dort nicht weitermachen will.“

Der 28-jährige Mallorquiner war 2023 zu Honda gestoßen und erlebte dort die schwierigste Phase des japanischen Herstellers in der MotoGP. In der laufenden Saison 2026 stehen nach mehreren Stürzen lediglich acht WM-Punkte zu Buche, obwohl Mir immer wieder Tempo zeigte. In Austin qualifizierte er sich als Fünfter, im Sprint von Le Mans fuhr er auf Rang sechs.

Mir folgt Márquez‘ Weg zu Gresini

Laut übereinstimmenden Berichten aus dem Fahrerlager hat sich Mir mit Gresini-Ducati geeinigt. Der Vertrag soll bereits unterzeichnet sein und die Saisons 2027 sowie 2028 umfassen. Sein Teamkollege wird Moto2-Aufsteiger Daniel Holgado.

Der Wechsel erinnert an Marc Márquez‘ Schritt Ende 2023, als der Spanier seinen Honda-Vertrag auflöste und ohne Gehalt für Gresini fuhr. Seine persönlichen Sponsoren finanzierten damals seine Einkünfte. Der Schachzug erwies sich als Wendepunkt: Márquez kehrte auf ein siegfähiges Motorrad zurück, sicherte sich danach einen Platz im Ducati-Werksteam und gewann 2025 seinen siebten MotoGP-Titel.

Auf die Frage, ob er bereit wäre, denselben Weg zu gehen und notfalls ohne Gehalt zu fahren, antwortete Mir: „Ja, das würde ich jetzt.“ Ob es tatsächlich so weit kommt, ließ er allerdings offen.

Bei Gresini hätte Mir zudem die Möglichkeit, mit einem alten Vertrauten zusammenzuarbeiten. Frankie Carchedi, der als Crewchief an Mirs WM-Titel 2020 bei Suzuki maßgeblich beteiligt war, ist bereits bei Gresini tätig und betreute dort unter anderem Marc Márquez, Di Giannantonio und Aldeguer zu Rennsiegen.

Gresini steht für 2027 vor einem kompletten Neustart. Alex Marquez wechselt zu KTM, Fermin Aldeguer geht im Rahmen seines Ducati-Werksvertrags zu VR46. Mir setzte sich im Wettbewerb um den freien Platz gegen Enea Bastianini durch, der nun bei Trackhouse-Aprilia als Favorit gehandelt wird.

Wann kann Marc Márquez in die MotoGP zurückkehren?

Während Mir und Tech3 ihre Zukunft klärten, fehlte in Barcelona der amtierende Weltmeister Marc Márquez. Der 33-Jährige erholt sich derzeit in Madrid von einer Doppel-Operation, die am 10. Mai im Ruber International Hospital durchgeführt wurde. Beide Eingriffe verliefen laut Ducati ohne Komplikationen.

Der Auslöser war ein schwerer Highsider im Sprint von Le Mans. Márquez verlor in seiner vorletzten Runde die Kontrolle über die Desmosedici, blieb mit dem rechten Fuß am Asphalt hängen und schlug nach einem heftigen Abflug mit der rechten Körperhälfte hart auf. Die Diagnose: Fraktur des fünften Mittelfußknochens am rechten Fuß.

Doch die Fußverletzung war nur ein Teil der Geschichte. Márquez nutzte die ohnehin notwendige Operation, um einen bereits für nach dem Katalonien-GP geplanten Schultereingriff vorzuziehen. Dabei wurden zwei Schrauben und ein Knochenfragment aus seiner rechten Schulter entfernt. Die Schrauben stammten aus einer Operation im Jahr 2019, die damals häufige Ausrenkungen des Gelenks beheben sollte. Durch eine Kollision mit Marco Bezzecchi beim GP von Indonesien Ende 2025 waren diese Schrauben beschädigt worden: eine gebrochen, eine verrutscht.

Das verborgene Problem hinter der inkonstanten Saison

Was die Schulter-Problematik so brisant machte: Die verrutschte Schraube drückte in der Fahrposition auf dem Motorrad auf den Radialnerv in Márquez‘ rechtem Arm. Dieser Nerv steuert drei Finger der Hand und damit wesentliche Funktionen für die Kontrolle des Motorrads. Márquez erklärte nach dem Le-Mans-Wochenende, dass er die gesamte bisherige Saison 2026 effektiv nur „mit eineinhalb Armen“ gefahren sei.

Der Ducati-Pilot hatte das Problem lange vor seinem Team verborgen. In einem von Ducati veröffentlichten Video gestand Márquez seiner Crew unter sichtlicher Emotionalität, dass er nach dem Jerez-GP einen Arzt aufgesucht und niemandem davon erzählt hatte. Die Schraube verursachte intermittierende Probleme: Manchmal funktionierte der Arm normal, manchmal versagte die Kraft in der Hand ohne Vorwarnung. Márquez sprach davon, dass er Stürze hatte, bei denen er selbst nicht verstand, warum sie passiert waren, weil sein Körper nicht das umsetzte, was sein Kopf wollte.

Ducati-Corse-CEO Gigi Dall’Igna reagierte in dem Gespräch mit den Worten, das Wichtigste sei der Körper. Márquez antwortete: „Ja, das habe ich mittlerweile verstanden.“ Am Ende entschuldigte er sich bei seiner Crew für die Aufregung und erntete dafür Applaus aus dem Team.

Teammanager Davide Tardozzi bezeichnete die Leistung von Márquez angesichts der Verletzung als außergewöhnlich. Trotz der Nervenschädigung hatte der Spanier in der laufenden Saison zwei Sprint-Siege eingefahren und in Le Mans im Q1 einen neuen Rundenrekord aufgestellt.

Mugello als Ziel, Ungarn als Alternative

Márquez postete nach dem Barcelona-Wochenende ein Foto in den sozialen Medien, das ihn lächelnd bei der Physiotherapie zeigte. Die Botschaft war klar: Die Genesung macht Fortschritte.

In der kommenden Woche steht eine ärztliche Kontrolle in Madrid an. Erteilen die Mediziner grünes Licht, will Márquez intensiv trainieren und versuchen, vor dem GP von Italien in Mugello am 31. Mai wieder auf das Motorrad zu steigen. Sollte die Schulter noch nicht bereit sein, wäre der GP von Ungarn am Balaton Park Circuit am 7. Juni die Alternative. Die ungarische Strecke gilt als physisch weniger anspruchsvoll als die toskanische Highspeed-Piste in Mugello.

Márquez betonte mehrfach, dass er die Fehler von 2020 nicht wiederholen wolle, als er nach seinem schweren Oberarmbruch in Jerez zu früh zurückgekehrt war und letztlich die gesamte Saison verpasste. Ducati nominierte für Barcelona keinen Ersatzfahrer, was das Reglement bei aufeinanderfolgenden Rennen erlaubt. Sollte Márquez auch in Mugello und Ungarn fehlen, müsste das Team allerdings einen Ersatzpiloten aufbieten.

Nach dem Le-Mans-Wochenende betrug sein WM-Rückstand 71 Punkte auf Spitzenreiter Marco Bezzecchi. Die Titelverteidigung dürfte damit kaum noch realistisch sein, doch Márquez‘ Rückkehr bei voller Fitness hat auch für Ducati eine wichtige Dimension: Erst mit einem gesunden Márquez kann der Hersteller einschätzen, wie wettbewerbsfähig die GP26 tatsächlich ist, und die Entwicklungsrichtung für das 850-ccm-Projekt 2027 entsprechend ausrichten.

Marc Marquez auf der Ducati Desmosedici GP26 in Schräglage – MotoGP Frankreich GP Le Mans 2026
MotoGP 2027: Tech3 bleibt bei KTM, Mir wechselt zu Gresini-Ducati und Márquez kämpft um sein Comeback 13

Wie sieht das MotoGP-Grid 2027 aus?

Die Entscheidungen aus Barcelona fügen sich in ein immer deutlicheres Bild der MotoGP-Startaufstellung für 2027 ein. Die neue 850-ccm-Ära bringt nicht nur ein neues technisches Reglement mit sich, sondern auch einen der umfangreichsten Fahrerumbrüche seit Jahren. Einige Konstellationen gelten als weitgehend gesichert, andere sind noch offen.

Bei Ducati sollen Marc Márquez und Pedro Acosta das Werksteam bilden. VR46-Ducati wird mit Fermin Aldeguer und einem noch zu bestimmenden zweiten Fahrer antreten, wobei ein Italiener bevorzugt werden soll. Bei Gresini-Ducati stehen Joan Mir und Daniel Holgado auf der Liste.

Honda plant mit Fabio Quartararo und David Alonso im Werksteam. LCR behält Johann Zarco und Diogo Moreira. Aprilia setzt im Werksteam auf Marco Bezzecchi und Pecco Bagnaia, bei Trackhouse sollen Raúl Fernández und voraussichtlich Enea Bastianini fahren.

KTM richtet sein Werksteam wohl auf Alex Marquez und Fabio Di Giannantonio aus. Bei Tech3 hat Maverick Viñales gute Karten für einen Verbleib, der zweite Platz ist offen. Yamaha setzt mit Jorge Martin und Ai Ogura auf eine starke Kombination, und auch Pramac-Yamaha hat mit Toprak Razgatlioglu einen prominenten Neuzugang.

Einige erfahrene Fahrer wie Franco Morbidelli und Alex Rins stehen dagegen vor einem möglichen Abschied aus der Königsklasse. Auch Brad Binders Zukunft ist ungewiss, obwohl ein Platz bei Tech3 noch möglich wäre.

Rennstart MotoGP Catalunya GP Barcelona 2026 – Fahrerfeld in der ersten Kurve Vogelperspektive
MotoGP 2027: Tech3 bleibt bei KTM, Mir wechselt zu Gresini-Ducati und Márquez kämpft um sein Comeback 14

Häufige Fragen

  • Warum hat sich Tech3 gegen Honda und für KTM entschieden?

    Tech3-CEO Guenther Steiner führte die Entscheidung auf die gewachsene Beziehung zu KTM und die Entschlossenheit der österreichischen Verantwortlichen zurück. Die mehrjährige Partnerschaft seit 2019 biete ein solides Fundament für die neue 850-ccm-Ära ab 2027, während ein Wechsel zu Honda einen Neustart bedeutet hätte.

  • Wohin wechselt Joan Mir nach seinem Honda-Abgang?

    Mir hat sich laut übereinstimmenden Berichten mit Gresini-Ducati für die Saisons 2027 und 2028 geeinigt. Er folgt damit dem Weg von Marc Márquez, der 2024 ebenfalls von Honda zu Gresini wechselte und von dort ins Ducati-Werksteam aufstieg.

  • Wann kehrt Marc Márquez nach seiner Doppel-OP zurück?

    Márquez wurde am 10. Mai 2026 am rechten Fuß und an der rechten Schulter operiert. Sein Ziel ist ein Comeback beim GP von Italien in Mugello am 31. Mai. Falls die Genesung mehr Zeit braucht, wäre der GP von Ungarn am 7. Juni die Alternative.

  • Was war das verborgene Schulter-Problem bei Márquez?

    Eine verrutschte Schraube aus einer OP von 2019 drückte auf den Radialnerv in Márquez‘ rechtem Arm und beeinträchtigte die Kontrolle über drei Finger seiner Hand. Er fuhr die gesamte bisherige Saison 2026 mit dieser Einschränkung und verbarg das Problem vor seinem Team.

  • Wie sieht das MotoGP-Grid 2027 voraussichtlich aus?

    Ducati plant mit Márquez und Acosta im Werksteam, Honda mit Quartararo und Alonso. Aprilia setzt auf Bezzecchi und Bagnaia, KTM auf Alex Marquez und Di Giannantonio. Bei Yamaha fahren Martin und Ogura. Mir geht zu Gresini-Ducati, Bastianini voraussichtlich zu Trackhouse-Aprilia.

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