- Storm Stacey gewinnt als Newcomer Superstock und Superbike Race 2 und ist einziger Doppelsieger des Tages
- Glenn Irwin holt seinen 12. Superbike-Sieg in Race 1, verliert aber erstmals seit 2017 ein NW200-Superbike-Rennen
- Jeremy McWilliams siegt in Supertwin Race 2 nach Niederlage gegen Peter Hickman in Race 1
- Michael Dunlop gewinnt die Supersport-Klasse auf der Ducati Panigale V2
Der Hauptrenntag der Briggs Equipment North West 200 2026 am 9. Mai war ein Tag voller Dramatik. Starker Wind, sieben rote Flaggen über die sechs Rennen hinweg und ein Programm, das unter dem Eindruck des tödlichen Unfalls vom Donnerstag stand, prägten den Samstag am 14,3 Kilometer langen Triangle Course zwischen Portrush, Portstewart und Coleraine. Der 48-jährige tschechische Fahrer Kamil Holan war am Donnerstagmorgen während der ersten Superbike-Qualifyingsession an der Station Corner verunglückt und noch an der Unfallstelle seinen Verletzungen erlegen. Seine Familie hatte dem Fortgang der Veranstaltung zugestimmt. Die drei für den Donnerstagabend geplanten Rennen mussten gestrichen werden, da das Qualifying auf den Abend verschoben werden musste. Der Samstag behielt sein ursprüngliches Sechs-Rennen-Programm bei.

Wie lief das Supertwin Race 1 der North West 200 2026?
Peter Hickman gewann das Eröffnungsrennen des Tages auf seiner Swan Racing by PHR Yamaha R7 nach einem packenden Duell mit dem 62-jährigen Jeremy McWilliams. Der Nordire, der als schnellster Qualifikant in die Klasse gestartet war, führte den Großteil des Rennens auf seiner Flitwick Motorcycles Yamaha R7 an. Nur in Runde zwei übernahm Hickman zwischen der Mather’s und der Magherabuoy Chicane kurzzeitig die Führung. Ansonsten trennten die beiden lediglich Zehntelsekunden.
Die Entscheidung fiel in der vierten und letzten Runde unter kuriosen Umständen. Die Rennleitung hatte es versäumt, die Flagge für die letzte Runde zu zeigen. McWilliams ging deshalb davon aus, dass noch eine weitere Runde folgen würde, und verteidigte seine Linie an der Juniper Chicane nicht. Hickman tauchte innen durch und übernahm endgültig die Führung. Der Vorsprung im Ziel betrug 0,46 Sekunden.
McWilliams sprach nach dem Rennen darüber, dass Hickman ihn erwischt habe, weil keine Flagge draußen gewesen sei. Hickman selbst erklärte, er habe die Runden im Kopf mitgezählt und könne bis vier zählen, also habe er einfach attackiert. „McWilliams‘ Motorrad hat etwas mehr Biss als unseres, aber insgesamt bin ich wirklich sehr froh, Swan hier an der North West einen weiteren Sieg zu bescheren“, sagte der 39-jährige Engländer. Er freue sich nach der Enttäuschung des Vorjahres besonders und hoffe, vor der TT noch Verbesserungen zu finden.
Alastair Seeley holte sich auf der Aprilia RS 660 den dritten Platz, 0,623 Sekunden hinter McWilliams. Paul Jordan wurde Vierter und fuhr dabei mit 112,231 mph die schnellste Runde der Klasse, nachdem er sich in Runde eins an der University Corner verbremst hatte. Jamie Coward (Paton S1-R) und Christian Elkin (Aprilia RS 660) komplettierten die Top 6.
Was macht Glenn Irwins 12. Superbike-Sieg so besonders?
Glenn Irwin fuhr auf seiner Nitrous Competitions Ducati Panigale V4 R seinen 12. Superbike-Sieg an der North West 200 ein. Nach einem Jahr Pause war der 35-Jährige aus Carrickfergus 2026 an den Triangle Course zurückgekehrt. Im Oktober 2024 hatte er seinen Rücktritt vom Straßenrennsport erklärt und die Ausgabe 2025 ausgelassen, bevor er im Januar 2026 diese Entscheidung revidierte.
Das Superbike Race 1 über sechs Runden musste nach einem Zwischenfall an der Church Corner neu gestartet werden. Danach entwickelte sich ein intensiver Zweikampf zwischen Irwin und Dean Harrison auf der Honda CBR1000RR-R des Honda Racing UK Teams. Irwin setzte in Runde drei mit 124,997 mph die schnellste Rennrunde. Harrison ging in Runde vier entlang der Coast Road kurzzeitig in Führung, doch Irwin konterte beim Bremsen in die Metropole Corner in Runde fünf und hielt Harrison bis ins Ziel in Schach. Der Abstand betrug 0,181 Sekunden.

Irwin sprach nach dem Rennen offen über seine Armprobleme. „Mein größtes Problem ist mein Arm. Nach ein paar Runden bin ich in großen Schwierigkeiten und kann meine Kraft beim Bremsen nicht einsetzen. Ich habe versucht, meinen Körper auf der letzten Runde zu schonen“, erklärte er gegenüber BBC Sport NI. Harrison sei in Bereichen an ihm vorbeigefahren, in denen das noch nie jemand geschafft habe, und er sei der erste Fahrer gewesen, der ihn in die Juniper Chicane überholt habe. Zusätzlich habe das Team mit dem Kraftstoffverbrauch zu kämpfen gehabt.
Michael Dunlop (Honda, MD Racing/Hawk Racing) wurde Dritter, über 14 Sekunden hinter dem Führungsduo. Peter Hickman (BMW M1000 RR, 8 Ten Racing) belegte den vierten Platz, vor Josh Brookes (Honda, DAO Racing) und Ian Hutchinson (BMW, Team RST). Brookes und Hutchinson hatten sich in Runde fünf an der York Corner berührt, wobei Hutchinson fast 20 Sekunden auf die Podiumsgruppe verlor. Storm Stacey wurde Siebter auf seiner Alpha Racing by GRYD BMW und fuhr dabei mit 123,725 mph die schnellste jemals von einem Newcomer erzielte Runde an der North West 200.
Wer gewann das Supersport-Rennen der North West 200 2026?
Michael Dunlop holte sich auf seiner Scars Ducati by MD Racing Ducati Panigale V2 seinen neunten Sieg an der North West 200 insgesamt. Das Tides Restaurant Supersport Race wurde gleich zweimal durch rote Flaggen unterbrochen. Beide Male war der Mill Road Roundabout betroffen, wo Ian Hutchinson, Richard Cooper und Paul Jordan in separate Stürze verwickelt waren. Alle drei Fahrer blieben unverletzt, wurden aber nicht klassifiziert.
Dean Harrison setzte auf der Honda CBR600RR in Runde vier einen neuen Klassen-Rundenrekord mit 118,748 mph, konnte Dunlop aber nicht schlagen. Der Ballymoney-Pilot gewann mit 0,292 Sekunden Vorsprung. Josh Brookes komplettierte auf der Suzuki GSX-R750 von Carl Cox Motorsport/Uggly&Co das Podium, Qualifying-Schnellster Alastair Seeley wurde Vierter.
Dunlop lobte nach dem Rennen sein SCARS Racing Team. „Das kleine Motorrad ist großartig. Es funktioniert wirklich gut, und ich wollte heute unbedingt einen Sieg einfahren“, sagte er. Er habe sich gut gefühlt und das Motorrad habe alles getan, was er von ihm verlangt habe. Bemerkenswert war die Maschinenvielfalt in der Klasse: Ducati Panigale V2, Honda CBR600RR, Suzuki GSX-R750, Yamaha R6 und Triumph Street Triple 765 RS waren vertreten.
Wie gewann Storm Stacey als Newcomer das Superstock-Rennen?
Die größte Überraschung des Tages lieferte Storm Stacey im CP Hire Superstock-Rennen. Auch dieses Rennen musste nach einer roten Flagge neu gestartet werden. Richard Cooper war in Runde zwei an der University Corner gestürzt und in einen Grashang gerutscht. Der Nottinghamer blieb unverletzt, doch die Streckeninfrastruktur musste repariert werden. Cooper, der mit Stacey um die Führung gekämpft hatte, konnte am Neustart nicht mehr teilnehmen.
Das neu gestartete Rennen ging über vier statt der ursprünglich geplanten sechs Runden. Dean Harrison, der das Originalrennen angeführt hatte, schied im Neustart in Runde zwei mit einem technischen Problem aus. So entwickelte sich ein packender Dreikampf zwischen Stacey auf seiner Alpha Racing by GRYD BMW M1000 RR, Michael Dunlop auf der MD Racing BMW und Josh Brookes auf der Honda.
Die Führungswechsel waren zahlreich. Stacey überholte Dunlop an der York Corner auf der Bremse, Dunlop holte auf dem über 300 km/h schnellen Streckenabschnitt nach Coleraine wieder auf. Stacey übernahm am Magic Roundabout erneut die Spitze. Auf der letzten Runde setzte sich Stacey an der Metropole Corner endgültig durch. Kurz darauf geriet Dunlops BMW an derselben Stelle ins Rutschen und warf ihn beinahe aus dem Sattel. Er landete zwar wieder auf dem Motorrad, verlor aber Schwung und ließ kurzzeitig Brookes passieren, bevor er sich den zweiten Platz an der Juniper Chicane zurückholte.
Stacey gewann mit neuem Klassenrekord von 124,498 mph und wurde damit der 27. Fahrer in der Geschichte der NW200, der bei seinem Debüt ein Rennen gewann. Der letzte Debüt-Sieger vor ihm war Christian Elkin im Jahr 2007. Hutchinson, McGuinness und Mike Browne komplettierten die Top 6.
Stacey beschrieb den Sieg als kaum zu glauben. Er habe Stuart Higgs versprochen, es ruhig angehen zu lassen, aber im Rennen lasse man sich eben mitreißen. Die Bremsenduelle mit Dunlop hätten großen Spaß gemacht, und er glaube, alle gewonnen zu haben. Dunlop erkannte die Leistung des Newcomers an. Diese Jungs seien extrem hart auf der Bremse, und die NW200 komme traditionell BSB-Fahrern entgegen, weil diese es gewohnt seien, jedes Wochenende extrem spät zu bremsen.

Wie holte sich McWilliams den Sieg im Supertwin Race 2?
Jeremy McWilliams machte seine Enttäuschung aus dem ersten Rennen im John M Paterson Supertwin Race 2 wett. Der 62-Jährige übernahm bereits in Runde eins die Führung von Peter Hickman an der University Corner und führte danach souverän bis ins Ziel. Es war sein vierter Supertwin-Sieg an der NW200 und sein erster seit 2019.
„Das war schon länger fällig. Darauf habe ich gewartet“, sagte McWilliams nach dem Rennen. Alle hätten ihm gesagt, je älter er werde, desto unwahrscheinlicher werde ein Sieg. Er habe einfach den Kopf unten gehalten, bis es so weit gewesen sei. Die Reaktion der Fans entlang der Strecke sei grandios gewesen.
Paul Jordan kam als Zweiter mit 5,8 Sekunden Rückstand ins Ziel und fuhr erneut die schnellste Runde der Klasse. Alastair Seeley wurde Dritter und holte damit sein 45. Podium an der North West 200. Jamie Coward wurde Vierter, nur 1,5 Sekunden hinter Seeley. Newcomer Franco Bourne beeindruckte auf der Paton als Fünfter, Christian Elkin wurde Sechster. Peter Hickman, der um einen Podiumsplatz gekämpft hatte, schied in der letzten Runde an der York Corner aus.
Seeley äußerte sich enttäuscht über den verpassten 30. NW200-Sieg. Man sei gekommen, um diesen Meilenstein zu erreichen, aber es habe nicht geklappt. Dem Team habe die Geschwindigkeit gefehlt, und man habe etwas ausprobiert, das sich als falsche Richtung herausgestellt habe. Man werde nächstes Jahr wiederkommen.
Warum wurde das Superbike Race 2 vorzeitig abgebrochen?
Das Merrow Hotel and Spa Superbike Race 2, das letzte Rennen des Tages, wurde von TV-Persönlichkeit Charley Boorman gestartet. Storm Stacey übernahm bereits in der ersten Runde die Führung von Glenn Irwin an der York Corner auf seiner Alpha Racing by GRYD BMW. Dean Harrison setzte sich an der Magherabuoy kurzzeitig an die Spitze, doch Stacey führte das Feld bei jeder Zieldurchfahrt an.
Beim Start von Runde vier wurde das Rennen wegen einer 40 bis 50 Meter langen Ölspur am Ausgang der Juniper Chicane mit roter Flagge abgebrochen. Veranstalter Mervyn Whyte erklärte, man habe zunächst einen Neustart über drei Runden geplant, aber die Reinigung der Ölspur habe zu lange gedauert. Da die Straßen laut Straßensperrungsgenehmigung um 18:45 Uhr wieder freigegeben werden mussten, sei ein Neustart nicht mehr möglich gewesen.
Das Ergebnis nach Runde drei wurde als offizielles Endergebnis gewertet. Stacey war damit der einzige Doppelsieger des Tages und zugleich endete Glenn Irwins Serie in der Superbike-Klasse. Es war das erste Mal seit 2017, dass Irwin ein NW200-Superbike-Rennen verlor, an dem er teilgenommen hatte. Harrison wurde Zweiter, Irwin Dritter, Peter Hickman Vierter und Josh Brookes Fünfter.
Stacey kommentierte seinen Doppelsieg: „Es ist unglaublich. Besser geht es kaum. Mit zwei Siegen und einem Rundenrekord kann ich nicht mehr verlangen. Glenn hat vor dieser Veranstaltung für mich gesprochen, und ich habe genau das getan, was er vorhergesagt hat.“
Harrison zeigte sich trotz des ausgebliebenen Sieges zufrieden mit seiner Woche. Er finde das Event und die NW200 als Ganzes großartig. Er jage weiter einem Sieg nach und werde nie aufgeben.

Welche Rolle spielte der tödliche Unfall am Donnerstag?
Der Tod von Kamil Holan warf einen Schatten über die gesamte Veranstaltungswoche. Der 48-Jährige aus Tschechien war in der ersten Superbike-Qualifyingsession am Donnerstagmorgen an der schnellen Station Corner verunglückt. Seine Familie gab die Zustimmung zur Fortsetzung des Events.
Die Folge war eine erhebliche Programmänderung: Das Donnerstags-Qualifying wurde auf den Abend verschoben, wodurch die drei geplanten Abendrennen (Milwaukee Superbike Race, Fraser Homes Supersport Race und Amici Ristorante Superstock Race) ersatzlos gestrichen werden mussten. Zusätzlich liegt Darryl Tweed aus Ballymoney nach einem Sturz mit seiner Triumph an The Whins in Portrush während der Donnerstags-Qualifikation weiterhin im Krankenhaus.
Alle Ergebnisse der NW200 2026 im Überblick
Supertwin Race 1 (4 Runden)
- Peter Hickman (Swan Racing by PHR, Yamaha R7)
- Jeremy McWilliams (Flitwick Motorcycles/SMV, Yamaha R7), +0,460 Sek.
- Alastair Seeley (Binch Pro Ducati by 3B Const, Aprilia RS 660)
- Paul Jordan (Jackson Racing by Prosper2, Aprilia RS 660)
- Jamie Coward (Milenco by Padgett’s Motorcycles, Paton S1-R)
- Christian Elkin (Bell Bikesport B&W Racing, Aprilia RS 660)
Superbike Race 1 (6 Runden, Neustart nach Zwischenfall)
- Glenn Irwin (Nitrous Competitions Racing, Ducati Panigale V4 R)
- Dean Harrison (Honda Racing UK, Honda CBR1000RR-R), +0,181 Sek.
- Michael Dunlop (MD Racing/Hawk Racing, Honda CBR1000RR-R), +14,390 Sek.
- Peter Hickman (8 Ten Racing/Monster Energy BMW Motorrad, BMW M1000 RR)
- Josh Brookes (DAO Racing, Honda CBR1000RR-R)
- Ian Hutchinson (Team RST, BMW M1000 RR)
Supersport (6 Runden, rote Flagge nach Runde 5, Ergebnis nach Runde 4)
- Michael Dunlop (Scars Ducati by MD Racing, Ducati Panigale V2)
- Dean Harrison (Honda Racing UK, Honda CBR600RR), +0,292 Sek.
- Josh Brookes (Carl Cox Motorsport/Uggly&Co, Suzuki GSX-R750)
- Alastair Seeley (Binch Pro Ducati by 3B Const, Ducati Panigale V2)
- Carl Phillips (Bell Bikesport B&W Racing, Ducati Panigale V2)
- Mitch Rees (Milenco by Padgett’s Motorcycles, Honda CBR600RR)
Superstock (4 Runden nach Neustart)
- Storm Stacey (Alpha Racing by GRYD, BMW M1000 RR)
- Michael Dunlop (MD Racing, BMW M1000 RR)
- Josh Brookes (DAO Racing, Honda CBR1000RR-R)
- Ian Hutchinson (Team RST, BMW M1000 RR)
- John McGuinness (Honda Racing UK, Honda CBR1000RR-R)
- Mike Browne (MB Racing/Russell Racing, Honda CBR1000RR-R)
Supertwin Race 2 (4 Runden)
- Jeremy McWilliams (Flitwick Motorcycles/SMV, Yamaha R7)
- Paul Jordan (Jackson Racing by Prosper2, Aprilia RS 660), +5,800 Sek.
- Alastair Seeley (Binch Pro Ducati by 3B Const, Aprilia RS 660)
- Jamie Coward (Milenco by Padgett’s Motorcycles, Paton S1-R)
- Franco Bourne (Team ILR with Frog Vehicle, Paton S1-R)
- Christian Elkin (Bell Bikesport B&W Racing, Aprilia RS 660)
Superbike Race 2 (Ergebnis nach 3 von 6 Runden, rote Flagge wegen Ölspur)
- Storm Stacey (Alpha Racing by GRYD, BMW M1000 RR)
- Dean Harrison (Honda Racing UK, Honda CBR1000RR-R)
- Glenn Irwin (Nitrous Competitions Racing, Ducati Panigale V4 R)
- Peter Hickman (8 Ten Racing/Monster Energy BMW Motorrad, BMW M1000 RR)
- Josh Brookes (DAO Racing, Honda CBR1000RR-R)
- Ian Hutchinson (Team RST, BMW M1000 RR)

Wie ordnet sich die NW200 2026 in die Straßenrennsaison ein?
Die North West 200 ist traditionell die Generalprobe vor der Isle of Man TT, die wenige Wochen nach dem Rennen an der nordirischen Küste stattfindet. Storm Staceys Durchbruch als Doppelsieger bei seinem Debüt dürfte die Kräfteverhältnisse im Straßenrennsport nachhaltig verändern. Es war das erste Mal seit 2017, dass Glenn Irwin ein Superbike-Rennen an der NW200 verlor, an dem er teilgenommen hatte. Ob Stacey seinen Schwung auch auf den Mountain Course der TT mitnimmt, dürfte eine der spannendsten Fragen der kommenden Wochen sein.
Ducati war erneut stark vertreten und in zwei Klassen siegreich (Superbike Race 1, Supersport). BMW stellte mit Staceys Doppelsieg in Superstock und Superbike Race 2 die erfolgreichste Marke des Tages. Die Supertwin-Klasse, die 2026 erstmals Dreizylinder-Maschinen und BSB-Sportbikes zuließ, wurde von den Yamaha R7 und den Aprilia RS 660 dominiert, während auch Paton und Triumph mit eigenen Konzepten im Feld standen.
Häufige Fragen
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Wer war der erfolgreichste Fahrer der North West 200 2026?
Storm Stacey war als einziger Fahrer zweimal siegreich. Der 23-jährige BSB-Pilot gewann bei seinem Debüt am Triangle Course sowohl das Superstock-Rennen als auch das zweite Superbike-Rennen auf einer BMW M1000 RR und stellte dabei mit 124,498 mph einen neuen Superstock-Klassenrekord auf.
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Warum wurde das letzte Superbike-Rennen der NW200 2026 nicht neu gestartet?
Das Superbike Race 2 wurde nach drei von sechs Runden wegen einer 40 bis 50 Meter langen Ölspur am Ausgang der Juniper Chicane abgebrochen. Laut Veranstalter Mervyn Whyte dauerte die Reinigung zu lange. Die Straßensperrungsgenehmigung erforderte eine Freigabe der Straßen bis 18:45 Uhr, sodass ein Neustart nicht mehr möglich war.
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Hat Glenn Irwin seine Siegesserie an der NW200 verloren?
Irwin gewann zwar das erste Superbike-Rennen und baute seine Serie auf zwölf Siege aus, verlor aber das zweite Superbike-Rennen an Storm Stacey. Es war das erste Mal seit 2017, dass Irwin ein NW200-Superbike-Rennen nicht gewann, an dem er teilnahm.
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Wer kam bei der North West 200 2026 ums Leben?
Der 48-jährige tschechische Fahrer Kamil Holan verunglückte am Donnerstag, dem 7. Mai, während der Superbike-Qualifyingsession an der Station Corner tödlich. Seine Familie stimmte der Fortsetzung der Veranstaltung zu. Die drei Donnerstags-Rennen wurden ersatzlos gestrichen.
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Wie viele rote Flaggen gab es am Renntag der NW200 2026?
Am Samstag wurden insgesamt sieben rote Flaggen gezeigt. Betroffen waren das Superbike Race 1 (Church Corner), das Supersport-Rennen (zweimal, Mill Road Roundabout), das Superstock-Rennen (University Corner), und das Superbike Race 2 (Ölspur an der Juniper Chicane).

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