- Tödlicher Unfall im Junior Support Race, der restliche Renntag wurde abgesagt
- Motorcycling Ireland und der Veranstalter äußern sich, der Name des Fahrers war zunächst nicht bekannt
- Wenige Tage zuvor starb James Walsh nach einem Unfall beim Tandragee 100
Der Skerries 100 in der Grafschaft Dublin sollte in diesem Jahr ein Comeback feiern, nach vier Jahren Pause und zum 80. Jubiläum. Stattdessen steht die Veranstaltung nun im Zeichen eines tödlichen Unfalls, der sich am Sonntag während des laufenden Programms ereignete. Motorcycling Ireland, der Dachverband für den Motorrad-Straßenrennsport in der Republik Irland, meldete sich anschließend mit einer Erklärung zu Wort und bat um Zurückhaltung bei Spekulationen.
Was ist beim Skerries 100 passiert?
Beim Skerries 100 verunglückte am Sonntag ein Fahrer im Junior Support Race tödlich, dem zweiten Rennen des Tages. Der Vorfall ereignete sich nach dem bisherigen Kenntnisstand kurz vor Mittag an einer Stelle namens Duke’s Bend im Bereich Baldongan.
Bei dem Verunglückten soll es sich um einen Mann in seinen 50ern gehandelt haben, der bei einem Einzelsturz ums Leben kam. Er wurde noch an der Unfallstelle für tot erklärt. Die Ermittler leiteten eine forensische Untersuchung des Streckenabschnitts ein, der Coroner wurde verständigt. Das Junior Support Race wurde nach dem Unfall nicht neu gestartet, der restliche Renntag komplett abgebrochen. Der Name des Fahrers wurde zunächst nicht veröffentlicht, da die Angehörigen zuerst informiert werden sollten.
Wie reagiert Motorcycling Ireland auf den Unfall?
Motorcycling Ireland sprach den Angehörigen und dem gesamten Umfeld sein Mitgefühl aus und rief dazu auf, keine unbestätigten Informationen zu verbreiten. In der Erklärung heißt es im englischen Original:
„Our thoughts are with everyone affected by the tragic incident at the Skerries 100 today. We extend our deepest sympathies to the rider’s family, friends, fellow competitors, marshals, medical personnel, organisers and the entire road racing community at this incredibly difficult time. Out of respect for the rider and their loved ones, please refrain from speculation or sharing unconfirmed information. We ask everyone to allow the authorities and organisers the time and space to inform next of kin and provide official updates. May the rider rest in peace.“
Auf Deutsch übersetzt lautet die Stellungnahme: „Unsere Gedanken sind bei allen, die von dem tragischen Vorfall beim Skerries 100 heute betroffen sind. Wir sprechen der Familie des Fahrers, seinen Freunden, den Mitstreitern, den Streckenposten, dem medizinischen Personal, den Organisatoren und der gesamten Straßenrennsport-Gemeinschaft in dieser unglaublich schwierigen Zeit unser tiefstes Mitgefühl aus. Aus Respekt vor dem Fahrer und seinen Angehörigen bitten wir darum, von Spekulationen oder der Verbreitung unbestätigter Informationen abzusehen. Wir bitten alle, den Behörden und Organisatoren die Zeit und den Raum zu geben, um die Angehörigen zu informieren und offizielle Neuigkeiten bereitzustellen. Möge der Fahrer in Frieden ruhen.“
Auch der ausrichtende Loughshinny Motorcycle Supporters Club meldete sich. Der Verein teilte mit, dass ein Teilnehmer nach einem tragischen Unfall während eines Rennens gestorben sei und weitere Informationen folgen würden, sobald die Angehörigen benachrichtigt seien.
Der Skerries 100 kehrt nach vier Jahren zurück
Der Skerries 100 fand in diesem Jahr erstmals seit 2022 wieder statt. Zuvor hatten stark gestiegene Versicherungskosten den Straßenrennsport in der Republik Irland zum Erliegen gebracht. Die Ausgabe 2026 war zugleich die 80. Austragung und begann bereits am Samstag.
Im ersten Rennen des Programms, dem Open-Superbike-Lauf, hatte sich Michael Dunlop durchgesetzt, der als Rekordsieger der Isle of Man TT gilt. Wenig später kam es im Junior Support Race zu dem tödlichen Unfall. Der bislang letzte Todesfall beim Skerries 100 lag Jahre zurück: 2018 war der nordirische Fahrer William Dunlop bei der Veranstaltung ums Leben gekommen.
Warum trauert der Straßenrennsport gleich doppelt?
Der Unfall beim Skerries 100 war bereits der zweite Todesfall im Straßenrennsport binnen einer Woche. Kurz zuvor war der aus Cork stammende James Walsh gestorben, nachdem er sich beim Tandragee 100 in der Grafschaft Armagh schwer verletzt hatte.
Walsh hatte dort zunächst das Junior Support Race gewonnen, ehe er im Senior Support Race verunglückte und aus dem Krankenhaus nicht mehr zurückkehrte. Für den Tandragee 100 war es der erste tödliche Unfall seit 2017, als der italienische Fahrer Dario Cecconi ums Leben gekommen war. Der North Armagh Motorcycle & Car Club sprach der Familie, den Freunden und dem gesamten Umfeld sein Mitgefühl aus und dankte den medizinischen Teams für ihren Einsatz. Bereits Ende Mai hatte der Straßenrennsport nach einem tödlichen Unfall bei der Isle of Man TT einen Verlust zu beklagen. Innerhalb weniger Wochen reiht sich damit ein Todesfall an den nächsten, was die Saison für die gesamte Szene überschattet.
Wie geht die Straßenrennsaison weiter?
Das nächste Straßenrennen im Kalender ist die Southern 100, die von Montag, dem 6. Juli, bis Donnerstag, dem 9. Juli, ausgetragen wird. Damit folgt der nächste Termin unmittelbar auf die tragischen Ereignisse der vergangenen Tage.
Für die Southern 100 sind mehrere prominente Namen gemeldet. Neben Michael Dunlop haben auch die früheren Sieger der Isle of Man TT, Dean Harrison und Peter Hickman, ihre Teilnahme bestätigt. Der Straßenrennsport setzt seinen Kalender damit fort, während die Aufarbeitung der jüngsten Unfälle noch andauert.
Häufige Fragen
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Was ist beim Skerries 100 passiert?
Beim Skerries 100 verunglückte am Sonntag ein Fahrer im Junior Support Race tödlich. Der Vorfall ereignete sich im zweiten Rennen des Tages, woraufhin der restliche Renntag abgebrochen wurde.
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Wer ist beim Skerries 100 gestorben?
Der Name des verunglückten Fahrers wurde zunächst nicht bekannt gegeben. Nach vorliegenden Informationen soll es sich um einen Mann in seinen 50ern gehandelt haben, dessen Angehörige zuerst informiert werden sollten.
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Warum wurde der Skerries 100 abgesagt?
Nach dem tödlichen Unfall im Junior Support Race wurde das Rennen nicht neu gestartet und der restliche Renntag abgebrochen. Der ausrichtende Verein kündigte weitere Informationen an, sobald die Angehörigen benachrichtigt seien.
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War es der einzige Todesfall im Straßenrennsport zuletzt?
Nein. Wenige Tage zuvor war James Walsh nach einem Unfall beim Tandragee 100 gestorben, womit der Unfall beim Skerries 100 der zweite Todesfall im Straßenrennsport binnen einer Woche war.
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Wann findet das nächste Straßenrennen statt?
Das nächste Straßenrennen ist die Southern 100, die von Montag, dem 6. Juli, bis Donnerstag, dem 9. Juli, stattfindet. Gemeldet sind unter anderem Michael Dunlop, Dean Harrison und Peter Hickman.








