- Basis: BMW R 12 mit 1.170-cm³-Boxer, 95 PS (70 kW) und 110 Nm
- Umbau durch FCR Original aus dem französischen Chauvigny, Scrambler-Optik in Schwarz und Gold
- Grobstollige Continental TKC80, Custom-Auspuff und Solo-Sitz mit eingesticktem Frankreich-Detail
FCR Original gehört zu den international tätigen Werkstätten der europäischen Custom-Szene. Vom Firmensitz im französischen Chauvigny aus hat sich der Betrieb um Gründer Sébastien Guillemot von einfachen Anfängen zu einer Manufaktur entwickelt, die Entwurf, Technik und Lackierung vollständig im eigenen Haus abwickelt. Bekannt wurde das Team vor allem für seine neo-retro geprägten Umbauten auf Basis von Marken wie BMW und Triumph sowie für den eigenen Teilekatalog FCR Accessoires. Für das jüngste Projekt fiel die Wahl auf eine moderne Heritage-Basis aus Bayern, die BMW R 12.

Welche BMW dient als Basis für den Umbau?
Als Spendermotorrad dient die BMW R 12, der entspannte Heritage-Cruiser aus der Boxer-Familie. Angetrieben wird das Serienmodell von einem luft- und ölgekühlten Zweizylinder-Boxer mit 1.170 cm³ Hubraum, der laut Hersteller 95 PS (70 kW) bei 6.500 U/min und ein maximales Drehmoment von 110 Nm bei 6.000 U/min leistet. Der Motor arbeitet mit zwei obenliegenden Nockenwellen, vier radial angeordneten Ventilen je Zylinder und einer zentralen Ausgleichswelle, die Kraft gelangt über ein Sechsganggetriebe und einen Kardanantrieb ans Hinterrad. In der Serie bringt die R 12 fahrfertig und vollgetankt 227 kg (rund 500 lbs) auf die Waage, die Sitzhöhe liegt bei 754 mm, die Höchstgeschwindigkeit gibt BMW mit 203 km/h an. Genau dieser tief und lässig ausgelegte Cruiser bildet die Ausgangsbasis, die FCR Original in eine deutlich rauere Richtung umgedeutet hat.
Nach Angaben von FCR-Sprecherin Laura German verstand das Team den Aufbau als bewusste Hommage an die Designgeschichte des bayerischen Herstellers, gelesen durch eine neo-retro Brille. Ziel sei es gewesen, die typischen Gestaltungsmerkmale von BMW herauszuarbeiten und zugleich die hochwertigen Oberflächen und die Detailtiefe beizubehalten, die FCR-Projekte prägen. Die moderne Alltagstauglichkeit und Fahrbarkeit des Spenders soll dabei erhalten bleiben, obwohl die Optik klar in Richtung eines klassisch angehauchten Scramblers verschoben wurde.
Was hat FCR Original am Fahrwerk und an den Rädern verändert?
Deutlich sichtbar verändert wurden das Heck, die Frontpartie und die Bereifung. Am Rahmen setzte das Team einen eigenen FCR-Original-Heckbügel, der die Linienführung des Hecks neu ordnet. Vorn ersetzen satinschwarze Gabelbrücken, schwarz eloxierte Standrohre und ebenfalls schwarze Tauchrohre den zurückhaltenden Serienauftritt. Dazu kommt ein glänzend schwarzes, bewusst knapp gehaltenes Frontschutzblech aus dem eigenen Katalog, das nach Angaben der Werkstatt in erster Linie der minimalistischen Optik dient. Anstelle der serienmäßigen Aluminium-Gussräder rollt der Umbau auf einem eigens aufgebauten Speichenradsatz mit schwarzen Felgen und Edelstahlspeichen. Bezogen sind die Räder mit grobstolligen Continental TKC80, die den vormaligen Straßen-Cruiser optisch ebenso ins leichte Gelände wie in enge Stadtstraßen passen lassen.

Wie klingt und atmet der Boxermotor nach dem Umbau?
Das Innenleben des 1.170-cm³-Boxers blieb unangetastet, verändert wurden vor allem Ansaugung und Abgasführung. FCR Original montierte eine eigene Auspuffanlage mit mattschwarzer Keramikbeschichtung, die unter dem Motorrad entlangführt und in zwei eigens gefertigten Endschalldämpfern links und rechts des Hinterrads endet. Auf der Ansaugseite sorgen zwei schwarze K&N-Luftfilter für den Durchlass, während texturierte schwarze BMW-Ventildeckel im V2-Look der Oberseite des Boxers ein kräftigeres Erscheinungsbild geben. Die Serientechnik des Antriebs bleibt damit erhalten, lediglich Klang und Optik des Triebwerks wurden bearbeitet.
Beleuchtung, Cockpit und Ergonomie im Detail
Die komplette Lichtanlage wechselte auf Komponenten von Motogadget. Vorn und hinten sitzen Mo.Blaze-Blinker, ein eigenes LED-Rücklicht ist direkt in den gefertigten Heckbügel integriert. Das originale Kombiinstrument behielt das Team bewusst bei und tauschte lediglich das Gehäuse gegen eine glänzend schwarze Variante. Über dem Scheinwerfer sorgt ein Schutzgitter auf einem ebenfalls glänzend schwarzen Topf für die rauere Scrambler-Anmutung. An den Kontaktpunkten setzte FCR auf einen Riser-Lenker mit den originalen Bedienelementen, ergänzt um schwarz eloxierte Deckel der Bremszylinder, hochmontierte Motogadget-M-Street-Spiegel und Fußrasten von SW-Motech. Bei der Ergonomie fällt vor allem der eigene Solo-Scrambler-Sitz auf, mit perforierten Seitenflächen aus schwarzem Skai-Leder, gelben Kontrastnähten und einer dezent eingestickten Frankreich-Flagge am hinteren Rand.

Woher kommt die schwarz-goldene Lackierung?
Die Lackierung greift die klassische Kombination aus Schwarz und Gold auf und entstand vollständig im eigenen Haus. Der Tank trägt eine tiefe, satinschwarze Grundierung, akzentuiert von großen, satingoldenen BMW-Logos an beiden Seiten. Ergänzt wird das Branding durch geschwärzte BMW-Embleme und gebürstete FCR-Original-Plaketten aus Aluminium. Um die Optik durchzuziehen, finden sich die goldenen Akzente auch am Scheinwerferring, an der Einfassung des Frontschutzblechs, an den Tankseiten und am Gehäuse des Instruments wieder. Mit dem fertigen BMW R 12 Scrambler löst FCR Original den Cruiser-Charakter des Spenders zugunsten einer rauen, geländenahen Optik auf, ohne die moderne Technik der Serienmaschine anzutasten.
Der Umbau reiht sich in die Heritage-Baureihe ein, die BMW selbst mit einem umfangreichen Sonderausstattungs- und Zubehörprogramm ausdrücklich für das Customizing positioniert. Für FCR Original ist die R 12 damit eine weitere Basis aus dem klassisch geprägten Boxer-Segment, das die Werkstatt schon bei früheren Projekten als Ausgangspunkt genutzt hat.

Häufige Fragen
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Auf welchem Modell basiert der Scrambler von FCR Original?
Grundlage ist die BMW R 12, der Heritage-Cruiser mit luft- und ölgekühltem 1.170-cm³-Boxer. FCR Original ließ das Motorinnenleben unangetastet und veränderte vor allem Fahrwerk, Auspuff, Räder, Beleuchtung und Lackierung.
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Wie viel PS hat die BMW R 12?
Das Serienmodell leistet laut Hersteller 95 PS (70 kW) bei 6.500 U/min und stellt ein maximales Drehmoment von 110 Nm bei 6.000 U/min bereit. Diese Antriebswerte blieben beim Umbau erhalten, da der Motor innen nicht verändert wurde.
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Welche Reifen hat der BMW R 12 Scrambler von FCR Original?
Der Umbau rollt auf grobstolligen Continental TKC80. Diese sitzen auf einem eigens aufgebauten Speichenradsatz mit schwarzen Felgen und Edelstahlspeichen, der die serienmäßigen Aluminium-Gussräder ersetzt.
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Wer steckt hinter dem Umbau?
Verantwortlich ist die Manufaktur FCR Original aus dem französischen Chauvigny, gegründet von Sébastien Guillemot. Der Betrieb wickelt Entwurf, Technik und Lackierung vollständig im eigenen Haus ab.
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Welche Farben prägen den Aufbau?
Der Scrambler ist in Schwarz und Gold gehalten. Auf dem satinschwarzen Tank sitzen große satingoldene BMW-Logos, goldene Akzente ziehen sich zusätzlich über Scheinwerferring, Frontschutzblech, Tankseiten und Instrumentengehäuse.











