- Bagnaia unterschreibt bei Aprilia einen Vierjahresvertrag bis einschließlich 2030
- Gemeinsam mit Marco Bezzecchi bildet er ein rein italienisches Werksteam
- Der Wechsel fällt mit dem Start der neuen 850-ccm-Ära ab 2027 zusammen
Aprilia Racing hat sein Fahreraufgebot für die Saison 2027 komplettiert. Der Hersteller aus dem norditalienischen Noale bestätigte am Donnerstag vor dem Grand Prix in Assen, dass Francesco Bagnaia zum Team stößt. Der Italiener kommt aus dem Ducati-Werksteam und tritt künftig auf der Aprilia RS-GP an. An seiner Seite fährt Marco Bezzecchi, womit Aprilia in der Königsklasse erstmals auf ein komplett italienisches Duo setzt. Die Bekanntgabe folgt nur kurz nach den Vertragsmeldungen rund um Marc Marquez und Pedro Acosta bei Ducati und schließt damit eine der größten Personalfragen des Jahres.

Was bedeutet Bagnaias Wechsel zu Aprilia?
Francesco Bagnaia ist einer der erfolgreichsten Fahrer der jüngeren MotoGP-Geschichte. Mit zwei Titeln in der Königsklasse (2022 und 2023) sowie einem Moto2-Titel (2018) bringt er enorme Erfahrung mit. Sein Wechsel von Ducati zu Aprilia ist nicht nur ein Teamtausch, sondern ein Signal: Der 28-Jährige traut dem Projekt in Noale zu, langfristig um Siege und Titel zu kämpfen. Für Aprilia bedeutet die Verpflichtung den bislang größten Namen in der Geschichte des MotoGP-Programms.
Warum hat Bagnaia einen Vierjahresvertrag unterschrieben?
Der Vertrag zwischen Bagnaia und Aprilia läuft von 2027 bis einschließlich 2030. Damit ist der Italiener der einzige Fahrer im aktuellen MotoGP-Feld mit einer so langen Bindung. In einer Klasse, in der Zweijahresverträge die Norm sind, sticht diese Laufzeit heraus. Sie gibt beiden Seiten Planungssicherheit – gerade mit Blick auf die neue 850-ccm-Ära, die 2027 beginnt und grundlegende technische Veränderungen mit sich bringt.
Bagnaia selbst erklärte in der offiziellen Mitteilung: „Ich freue mich sehr, Teil dieses Projekts zu sein. Aprilia hat mir von Anfang an gezeigt, wie ernst es ihnen ist. Vier Jahre geben uns die Zeit, gemeinsam etwas aufzubauen.“ Aprilia-Rennchef Massimo Rivola ergänzte, man habe bewusst auf eine lange Partnerschaft gesetzt, um Stabilität im Team zu schaffen.

Wie kam es zum Bruch mit Ducati?
Bagnaia fuhr seit 2019 für Ducati, zunächst im Pramac-Satellitenteam, ab 2021 im Werksteam. In dieser Zeit gewann er 41 Grands Prix und zwei WM-Titel. Doch die Vertragsgespräche für die Zeit ab 2027 verliefen schwierig. Ducati entschied sich, Marc Marquez langfristig zu binden und Pedro Acosta als zweiten Werksfahrer zu verpflichten. Für Bagnaia blieb kein Platz im Werksteam – ein Wechsel wurde unvermeidlich.
Bagnaia kommentierte den Abschied sachlich: „Ducati ist ein großartiges Team, und ich bin dankbar für alles, was wir zusammen erreicht haben. Aber manchmal gehen Wege auseinander.“ Die Entscheidung fiel offenbar bereits vor mehreren Wochen, wurde aber erst jetzt öffentlich gemacht, nachdem die Verträge von Marquez und Acosta bei Ducati bestätigt waren.
Aprilias italienisches Werksteam für die 850er-Ära
Mit Bagnaia und Bezzecchi setzt Aprilia ab 2027 auf zwei italienische Fahrer im Werksteam. Beide gehören der VR46-Akademie von Valentino Rossi an und kennen sich seit Jahren. Bezzecchi, der bereits 2026 für Aprilia fährt, hat sich als schneller und konstanter Fahrer etabliert. Die Kombination aus einem erfahrenen Titelträger und einem hungrigen Teamkollegen soll Aprilia in die Spitzengruppe bringen.
Die neue 850-ccm-Ära, die 2027 startet, verändert die technischen Rahmenbedingungen grundlegend. Der reduzierte Hubraum soll die Motorräder langsamer und die Rennen enger machen. Für Aprilia bietet der Regelwechsel eine Chance: Der Hersteller kann das neue Motorrad von Grund auf mit Bagnaias Feedback entwickeln, statt ein bestehendes Konzept anzupassen.

Was ändert sich 2027 im MotoGP-Fahrerfeld?
Die Saison 2027 bringt eine der größten Umwälzungen im MotoGP-Fahrermarkt seit Jahren. Neben Bagnaias Wechsel zu Aprilia hat Ducati Marc Marquez und Pedro Acosta als neue Werkspaarung bestätigt. KTM verliert damit Acosta und muss sein Aufgebot neu sortieren. Honda und Yamaha arbeiten weiter am Anschluss an die Spitze. Das Fahrerkarussell betrifft praktisch jedes Team und könnte die Kräfteverhältnisse in der Königsklasse deutlich verschieben.
Besonders bemerkenswert ist die Konzentration von Top-Fahrern bei wenigen Herstellern. Ducati hält mit Marquez und Acosta zwei der gefragtesten Piloten, während Aprilia mit Bagnaia und Bezzecchi ebenfalls hochkarätig besetzt ist. Für die kleineren Hersteller wird es schwieriger, Spitzenfahrer zu gewinnen – ein Trend, der sich seit Jahren abzeichnet.
Wo steht Bagnaia in der WM 2026?
Unabhängig vom Wechsel kämpft Bagnaia in der laufenden Saison 2026 weiter um den Titel. Der Italiener liegt derzeit in Schlagdistanz zur WM-Spitze und will seine Zeit bei Ducati mit einem weiteren Titel krönen. Das Rennen in Assen an diesem Wochenende bietet die nächste Gelegenheit, Punkte gutzumachen. Ein dritter MotoGP-Titel würde seinen Marktwert noch einmal steigern und die Erwartungen an das Aprilia-Projekt weiter erhöhen.

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Wann fährt Francesco Bagnaia für Aprilia?
Bagnaia fährt ab der Saison 2027 für Aprilia Racing. Der Vertrag läuft bis einschließlich 2030 und umfasst damit vier Jahre.
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Wie lange läuft der Vertrag von Bagnaia bei Aprilia?
Der Vertrag zwischen Bagnaia und Aprilia ist auf vier Jahre angelegt und endet 2030. Bagnaia ist damit der einzige MotoGP-Fahrer mit einer so langen Bindung im aktuellen Feld.
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Wer ist Bagnaias Teamkollege bei Aprilia?
An der Seite von Bagnaia fährt Marco Bezzecchi. Beide bilden ein rein italienisches Werksteam und gehören der VR46-Akademie an.
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Wer ersetzt Bagnaia bei Ducati?
Pedro Acosta ersetzt Bagnaia ab 2027 im Ducati-Werksteam. Der Spanier kommt von KTM und bildet bis Ende 2028 gemeinsam mit Marc Marquez die Fahrerpaarung.
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Wie viele Titel hat Bagnaia gewonnen?
Bagnaia hat drei WM-Titel gewonnen, einen in der Moto2 im Jahr 2018 sowie zwei in der MotoGP 2022 und 2023. Nach Angaben des Herstellers stehen zudem 41 Grand-Prix-Siege in seiner Bilanz.











