- Offizielle Enthüllung am 9. Juni 2026 über Ducatis YouTube-Kanal
- Vorbestellungen ab sofort bei ausgewählten Ducati-Offroad-Händlern möglich
- Straßenzugelassene Enduro auf Basis der Wettbewerbs-Plattform Desmo450 EDX
Im Jubiläumsjahr zum 100. Geburtstag von Ducati nimmt die Modelloffensive der Italiener weiter Fahrt auf. Nach der Vorstellung auf der EICMA 2025 in Mailand als Vorserienmodell und der Veröffentlichung europäischer Design-Registrierungen Anfang 2026 steht nun der genaue Termin für die vollständige Enthüllung der Desmo450 EDS fest. Am 9. Juni 2026 will Ducati sämtliche technischen Daten, Ausstattungsdetails und voraussichtlich auch die Preise der straßenzugelassenen Enduro bekanntgeben. Die Präsentation soll über den offiziellen YouTube-Kanal des Herstellers erfolgen.

Was ist die Ducati Desmo450 EDS?
Die Desmo450 EDS ist das dritte Modell in Ducatis 450er-Offroad-Baureihe und das erste mit Straßenzulassung. Die Basis bilden die beiden reinen Wettbewerbsmaschinen Desmo450 MX für den Motocross-Einsatz und Desmo450 EDX als reine Wettkampf-Enduro. Beide Modelle teilen sich einen flüssigkeitsgekühlten Einzylinder mit 449,6 Kubikzentimetern Hubraum und desmodromischer Ventilsteuerung, also ohne konventionelle Ventilfedern. Die Leistungsdaten der Wettbewerbsmodelle liegen bei 64,5 PS (47,4 kW) bei 9.400 Umdrehungen pro Minute und einem Drehmoment von 53,6 Nm (39,5 lb-ft) bei 7.500 Umdrehungen pro Minute. Ob die straßenzugelassene EDS-Version diese Werte unverändert übernimmt oder ob die Leistung zugunsten von Emissionskonformität und längeren Wartungsintervallen angepasst wird, hat Ducati bislang nicht bestätigt.
Welche technischen Unterschiede gibt es zwischen EDS, EDX und MX?
Optisch orientiert sich die Desmo450 EDS deutlich stärker an der Wettbewerbs-Enduro EDX als an der Motocross-Variante MX. Die EDX verfügt bereits über einen größeren Tank mit rund 8,3 Litern Fassungsvermögen gegenüber den 7,2 Litern der MX und setzt auf ein 18-Zoll-Hinterrad statt des 19-Zoll-Rades der Motocross-Version. Beim Gewicht unterscheiden sich die beiden Wettbewerbsmodelle nur geringfügig: Die MX wiegt rund 105 kg (231 lbs) ohne Kraftstoff, die EDX kommt auf etwa 107 kg (240 lbs). Die EDS dürfte durch die zusätzliche Straßenausstattung nochmals etwas schwerer ausfallen.
Die Fahrwerkskomponenten sollen weitgehend von der EDX übernommen werden. Zum Einsatz kommen 49-mm-USD-Gabeln von Showa sowie ein Showa-Monoshock am Heck, jeweils voll einstellbar und mit Kashima-Beschichtung. Die Sitzhöhe liegt wie bei den Schwestermodellen bei 970 mm. Ob Ducati die Federraten und Dämpfungsabstimmung an das höhere Gewicht der Straßenversion anpasst, ist bisher nicht bekannt. Berichten zufolge soll die EDS außerdem ein Sechsgang-Getriebe mit breiter Übersetzung erhalten.

Welche Änderungen bringt die Straßenzulassung mit sich?
Die europäischen Design-Registrierungen, die Anfang 2026 veröffentlicht wurden, zeigen die konkreten Anpassungen für den Straßenbetrieb. Sichtbar sind ein in die Startnummerntafel integrierter Scheinwerfer, ein Rücklicht unter dem hinteren Kotflügel, Rückspiegel an den Lenkerenden, Blinker vorne und hinten sowie ein Kennzeichenhalter. Hinzu kommen ein kompaktes Cockpit mit Digitalinstrument und ein Zündschloss hinter der Verkleidung. Auf der rechten Seite schützt eine Fersenabdeckung oberhalb des hinteren Bremszylinders, auf der linken Seite gibt es neue Abdeckungen für Ritzel und Kette. Auch ein Seitenständer gehört zur Serienausstattung.
Die umfangreichsten Änderungen betreffen die Abgasanlage. Statt des kurzen Wettbewerbsauspuffs der EDX verwendet die EDS einen deutlich längeren Krümmer, der weiter nach unten vor den Motor geführt wird. In diesem Bereich sitzt eine Lambdasonde. Die flache Expansionskammer der Offroad-Modelle weicht einem runden Katalysator mit Hitzeschild. Diese Modifikationen dienen der Einhaltung der Abgasnormen für den öffentlichen Straßenverkehr.
Was bedeutet das für die Wartungsintervalle?
Ein zentraler Punkt bei der Straßenzulassung dürfte die Verlängerung der Wartungsintervalle sein. Die reinen Wettbewerbsmodelle MX und EDX haben mit 15 Betriebsstunden bis zum Ölwechsel und 45 Betriebsstunden bis zum Kolbenwechsel sehr kurze Servicezyklen, die für den Alltagsbetrieb auf der Straße kaum praktikabel wären.
Ducati hat Anfang Mai 2026 für die Desmo450 MX bereits ein neues prädiktives Wartungssystem vorgestellt. Dieses aus der Ducati Corse stammende System berechnet einen Belastungsindex auf Basis von Betriebsparametern, Nutzungsbedingungen und Geländetyp. Statt fester Intervalle passt sich der Wartungsplan an die tatsächliche Beanspruchung an. Für die MX ergeben sich daraus variable Intervalle: Der MID Service mit Kolbenwechsel und Ventilspielkontrolle kann je nach Nutzungsintensität zwischen 45 und 60 Betriebsstunden liegen, der FULL Service mit kompletter Motorüberholung zwischen 90 und 120 Stunden. Als Referenzwert für die Basisberechnung dient laut Ducati das Belastungsniveau von Werksfahrer Alessandro Lupino. Fahrer, deren Belastungsindex unter diesem Wert bleibt, profitieren von entsprechend verlängerten Intervallen. Ob dieses System auch in der EDS zum Einsatz kommt, ist noch nicht bestätigt, erscheint angesichts der Plattformverwandtschaft jedoch naheliegend.
Ebenfalls wahrscheinlich, aber in den bisherigen Design-Zeichnungen noch nicht sichtbar, ist der Einsatz von Kühlerventillatoren. Diese sind bei straßenzugelassenen Enduros im Segment üblich, da im Straßenbetrieb bei niedrigem Tempo weniger Fahrtwind für die Kühlung sorgt als im Gelände.

Wie ordnet sich die EDS in Ducatis Jubiläumsjahr ein?
Die Enthüllung der Desmo450 EDS reiht sich in eine umfangreiche Modelloffensive zum 100-jährigen Bestehen von Ducati ein. Bereits im Januar 2026 brachte Ducati die Desmo450 MX Factory auf den Markt, die in Deutschland zu einem Listenpreis von 15.490 Euro (circa 17.060 US-Dollar) zuzüglich 345 Euro Liefernebenkosten angeboten wird. Seitdem folgten unter anderem die neuen Monster V2, Hypermotard V2 und V2 SP, die retro-inspirierte Formula 73 als Café Racer sowie die limitierten Superleggera V4 Centenario und Centenario Tricolore. Weitere Modellvorstellungen dürften im Laufe des Jahres folgen.
Für die Ducati-Offroad-Sparte markiert die EDS den Übergang vom reinen Wettbewerbshersteller zum Anbieter einer vollständigen Modellpalette mit Motocross, Wettkampf-Enduro und straßenzugelassener Enduro. Im Segment der leistungsstarken Dual-Sport-Enduros mit 450 Kubikzentimetern trifft Ducati dabei auf etablierte Hersteller wie KTM mit der 450 EXC-F, Honda und Beta.
Wann kann die Ducati Desmo450 EDS bestellt werden?
Vorbestellungen werden laut Ducati bereits jetzt bei ausgewählten Offroad-Händlern des Ducati-Vertriebsnetzes angenommen. Preise hat der Hersteller bisher nicht kommuniziert. Mit der vollständigen Enthüllung am 9. Juni 2026 über den offiziellen YouTube-Kanal dürften neben den endgültigen technischen Spezifikationen auch die Preisgestaltung und genauen Verfügbarkeitstermine für die einzelnen Märkte bekanntgegeben werden. Der Verkaufsstart ist für den Sommer 2026 angekündigt, mehrere Quellen nennen Juli 2026 als wahrscheinlichen Termin für die Auslieferung.
Häufige Fragen
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Wann wird die Ducati Desmo450 EDS vorgestellt?
Ducati hat den 9. Juni 2026 als offizielles Enthüllungsdatum bestätigt. Die vollständige Präsentation mit allen technischen Daten erfolgt über Ducatis YouTube-Kanal. Der Verkaufsstart ist für Sommer 2026 geplant.
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Wie viel PS hat die Ducati Desmo450 EDS?
Die endgültigen Leistungsdaten hat Ducati noch nicht veröffentlicht. Die verwandten Wettbewerbsmodelle MX und EDX leisten 64,5 PS (47,4 kW) bei 9.400 U/min aus dem 449,6 Kubikzentimeter großen Einzylinder mit desmodromischer Ventilsteuerung. Ob die EDS diese Werte vollständig übernimmt, bleibt bis zur Enthüllung offen.
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Was kostet die Ducati Desmo450 EDS?
Ein offizieller Preis für die Desmo450 EDS liegt noch nicht vor. Als Orientierung: Die Desmo450 MX Factory kostet in Deutschland 15.490 Euro (circa 17.060 US-Dollar) zuzüglich 345 Euro Liefernebenkosten, die Standard-Desmo450 MX liegt bei 12.490 Euro. Die Preisbekanntgabe für die EDS wird zur Enthüllung am 9. Juni 2026 erwartet.
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Was unterscheidet die Desmo450 EDS von der EDX?
Die EDS basiert auf der Wettbewerbs-Enduro EDX, erhält aber eine vollständige Straßenausstattung mit Beleuchtung, Spiegeln, Blinker, Kennzeichenhalter und einem überarbeiteten Abgassystem mit Katalysator und Lambdasonde. Zudem sollen die Wartungsintervalle gegenüber den Wettbewerbsmodellen verlängert werden.
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