- Mittig montierter PMSM-Motor mit rund 15 PS (11 kW) und 90 Nm (rund 66 lb-ft), Akkukapazität 6,6 kWh bei 72 Volt
- Preis bei der Vorstellung mit 12.000 bis 15.000 AED (rund 2.850 bis 3.560 Euro / 3.270 bis 4.080 US-Dollar) angegeben
- Primärmarkt ist die Golfregion, geplant sind Exporte unter anderem nach Europa, Großbritannien und Südostasien
E Daddy hat die X7-Serie offiziell vorgestellt und beschreibt das elektrische Zweirad nicht als Einzelprodukt, sondern als Mittelpunkt eines größeren, vernetzten Mobilitätssystems. Entwickelt wurde die Baureihe in Dubai, von wo aus das Unternehmen sie für mehrere internationale Märkte positioniert. Im Mittelpunkt steht eine Architektur, die sowohl schnelles Laden als auch den Tausch der Batterie unterstützt und auf den Einsatz in Lieferflotten ausgelegt ist. Damit reiht sich die X7 in eine wachsende Zahl elektrischer Lieferzweiräder ein, die gezielt für den städtischen Verkehr entwickelt werden.

Was ist die E Daddy X7-Serie?
Die X7-Serie ist eine in Dubai entwickelte elektrische Motorradlinie, die der Hersteller als Herzstück eines vernetzten Mobilitätsökosystems versteht. Grundlage ist die sogenannte Infinity Unified Platform, eine Architektur, die nach Unternehmensangaben auf Kompatibilität mit verschiedenen Herstellern ausgelegt ist und Schnellladung sowie Akkutausch von Beginn an unterstützt. Das Unternehmen ordnet die X7 damit weniger als klassisches Konsumentenmotorrad ein, sondern als Baustein eines Systems aus Fahrzeug, Ladeinfrastruktur und Software. Adressiert werden ausdrücklich Flottenbetreiber und Logistikunternehmen, daneben aber auch einzelne Fahrer.
E Daddy wurde 2023 gegründet und betreibt nach eigenen Angaben zwei Produktionsstandorte in Dubai, in der Dubai Industrial City und im National Industries Park. Das Unternehmen bezeichnet sich als ersten Anbieter, der elektrische Zweiräder vollständig in Dubai fertigt. 2024 sammelte das Startup nach eigenen Angaben 15 Millionen US-Dollar (rund 13,1 Millionen Euro) ein, um die lokale Fertigung auszubauen und in Forschung und Entwicklung zu investieren. Langfristig will E Daddy zusätzlich dreirädrige Fahrzeuge sowie später Elektroautos und Nutzfahrzeuge anbieten.
Welche technischen Daten hat die E Daddy X7?
Die X7 nutzt einen mittig montierten PMSM-Motor mit einer Leistung von rund 15 PS (11 kW) und einem Drehmoment von 90 Nm (rund 66 lb-ft). Die Energie liefern drei Lithium-Ionen-Akkupakete mit je 2,2 kWh, die zusammen auf 6,6 kWh bei 72 Volt kommen. Das Batteriepaket wiegt nach Herstellerangaben rund 18 kg (etwa 40 lbs) und sitzt tief im Fahrzeug, um den Schwerpunkt niedrig zu halten.
Bei der Höchstgeschwindigkeit weichen die Angaben voneinander ab. Auf der Produktseite nennt der Hersteller rund 110 bis 120 km/h. Bei der ersten öffentlichen Vorstellung 2025 war dagegen von 180 km/h die Rede. Die niedrigeren Werte passen rechnerisch besser zur angegebenen Motorleistung. Zur Reichweite gibt das Unternehmen an, dass die X7 bis zu 200 Kilometer pro Ladung schaffen soll. Beim Thema Kühlung nennt die Produktseite eine passive Luftkühlung, während das Unternehmen an anderer Stelle ein doppellagiges Kühlsystem für die Batterie beschreibt, das auch bei Außentemperaturen um 50 Grad Celsius zuverlässig arbeiten soll.
Zur Ausstattung gehört ein 7-Zoll-TFT-Touchscreen, der Navigation, Anruffunktionen und Konnektivität bündelt. Stauraum bietet die X7 in zwei Fächern mit 4,5 und 1,5 Litern Volumen. Zur Auswahl stehen den Angaben zufolge mehrere Farben, darunter Glacier White, Weiß, Braun, Rot, Neon Blue und Schwarz.

Wie funktioniert der Akkutausch bei der X7?
Beim Akkutausch ersetzt der Fahrer die leere Batterie an einer Station gegen eine geladene, was nach Unternehmensangaben in unter zwei Minuten möglich sein soll. Geplant ist ein Netz solcher Wechselstationen, das zunächst in einem Radius von vier Kilometern aufgebaut werden soll. Hintergrund ist der Lieferverkehr: Ein Fahrer legt nach Angaben des Unternehmens im Schnitt rund 200 Kilometer pro Tag zurück, weshalb kurze Standzeiten zum Nachladen wirtschaftlich entscheidend sind. Der schnelle Wechsel soll Ausfallzeiten verringern und die Fahrzeuge länger im Einsatz halten.
Was steckt hinter der Plattform Thunderbolt X?
Thunderbolt X ist die vernetzte Software-Plattform, über die E Daddy Fahrzeug- und Flottendaten in Echtzeit erfassen will. Das System soll unter anderem Batterieanalysen, vorausschauende Wartung, eine Flottenübersicht und Auswertungen zum Fahrverhalten liefern. Nach Unternehmensangaben gehört dazu auch eine eingebaute Kamera, die den toten Winkel analysiert, ähnlich wie bei einem Auto. Belastbare, unabhängig geprüfte Betriebszahlen zur Plattform liegen bislang nicht öffentlich vor.

Was kostet die E Daddy X7 und wann ist sie verfügbar?
Bei der Vorstellung nannte das Unternehmen einen Preis von 12.000 bis 15.000 AED (rund 2.850 bis 3.560 Euro / 3.270 bis 4.080 US-Dollar), abhängig von der jeweiligen Version. Ein konkreter, verbindlicher Termin für einen breiten Marktstart geht aus der aktuellen Mitteilung nicht hervor. Ursprünglich war ein Verkaufsstart für das erste Quartal 2025 angekündigt, später für Juli 2025. Die jüngste Vorstellung bezieht sich auf die Plattform und ein Pilotprogramm und nicht auf einen abgeschlossenen Verkaufsstart.
Im Rahmen des Pilotprogramms lädt E Daddy Flottenbetreiber, Logistikunternehmen, Lieferplattformen, Universitäten und staatliche Stellen ein, die X7-Serie unter realen Bedingungen zu testen. Ausgewählte Teilnehmer erhalten nach Angaben des Unternehmens bis zu zehn Fahrzeuge der X7-Serie sowie Zugang zur Thunderbolt-X-Plattform, um Leistung, Ladeverhalten, Akkutausch und Effizienz im Betrieb zu prüfen. Als Hauptmarkt nennt das Unternehmen die Golfregion, perspektivisch sind Exporte unter anderem nach Europa, Großbritannien, Australien, Südamerika, Brasilien und Südostasien vorgesehen.
Wie ist die X7-Serie einzuordnen?
Die aktuelle Vorstellung der X7-Serie beruht auf einer Mitteilung des Unternehmens und enthält keine neuen, unabhängig überprüfbaren technischen Daten. Viele konkrete Eckwerte wie Reichweite, Preis und Leistung stammen aus der ersten Präsentation des Einzelmodells im Jahr 2025. Zudem wurde der angekündigte Marktstart mehrfach verschoben, und die jüngste Meldung konzentriert sich auf eine Plattform und ein Pilotprogramm. Für den europäischen Markt liegen bislang keine Angaben zu Zulassung, Preisen oder Verfügbarkeit vor. Die X7 ist damit ein Beispiel für die zunehmende Zahl regional entwickelter Elektro-Zweiräder, deren Serienreife und internationale Vermarktung sich erst noch zeigen müssen.

Häufige Fragen
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Was ist die E Daddy X7?
Die E Daddy X7 ist ein elektrisches Motorrad des Startups E Daddy aus Dubai, das vor allem für den städtischen Lieferverkehr entwickelt wurde. Sie nutzt einen mittig montierten PMSM-Motor mit rund 15 PS (11 kW) und setzt auf wechselbare Lithium-Ionen-Akkus.
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Wie schnell fährt die E Daddy X7?
Nach aktuellen Herstellerangaben erreicht die E Daddy X7 rund 110 bis 120 km/h. Bei der ersten Vorstellung 2025 war noch von 180 km/h die Rede, dieser Wert wird auf der Produktseite jedoch nicht mehr genannt.
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Was kostet die E Daddy X7?
Bei der Vorstellung gab das Unternehmen einen Preis von 12.000 bis 15.000 AED an, das entspricht rund 2.850 bis 3.560 Euro (3.270 bis 4.080 US-Dollar). Der genaue Preis hängt von der jeweiligen Version ab.
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Wie funktioniert der Akkutausch der X7?
Der Akkutausch erfolgt an speziellen Wechselstationen, an denen die leere Batterie in unter zwei Minuten gegen eine geladene getauscht werden soll. E Daddy plant ein Stationsnetz, das zunächst in einem Radius von vier Kilometern aufgebaut wird.
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Wann kommt die E Daddy X7 nach Europa?
Ein konkreter Termin für einen Marktstart in Europa ist bislang nicht bekannt. Das Unternehmen nennt Europa zwar als möglichen Exportmarkt, Angaben zu Zulassung, Preisen oder Verfügbarkeit liegen aber noch nicht vor.












