- Sieg mit 24,32 Sekunden Vorsprung nach zwei Runden
- Schnellste Rennrunde mit 120,276 mph (etwa 193,6 km/h) auf der Schlussrunde
- Nur 0,409 Sekunden entschieden den Kampf um Platz zwei
Der Montagabend auf dem Snaefell Mountain Course gehörte einem Fahrer aus dem englischen Wigan. Rob Hodson führte das erste Junior-600-Rennen der Classic TT von der ersten Zwischenzeit an, baute seinen Vorsprung Abschnitt für Abschnitt aus und fuhr auf der Neil Orford Haulage Yamaha YZF-R6 zum Sieg. Die Bedingungen waren erneut ideal, gefahren wurde über zwei Runden. Für die Klasse war es die Premiere, denn die Junior 600 steht 2026 zum ersten Mal im Programm der Veranstaltung.

Wie deutlich fiel der Sieg von Rob Hodson aus?
Hodson gewann mit 24,32 Sekunden Vorsprung auf Barry Furber. Auf der zweiten und letzten Runde setzte er zusätzlich die schnellste Zeit des Rennens mit 120,276 mph, was rund 193,6 km/h entspricht.
Der Abstand wuchs kontinuierlich. Bei Glen Helen lag Hodson nur 0,756 Sekunden vor Michael Russell auf der Complete Plumbing Solutions Yamaha, in Ballaugh waren es bereits 5,9 Sekunden, durch Ramsey noch einmal zwei Sekunden mehr. Am Ende der ersten Runde stand ein Schnitt von 119,589 mph (etwa 192,5 km/h) und ein Polster von 10,78 Sekunden. Über den Berg legte er weiter zu, bis der Vorsprung am Ramsey Hairpin auf der Schlussrunde auf 13,6 Sekunden angewachsen war. Am Bungalow schmolz er kurz etwas zusammen, an der Entscheidung änderte das nichts mehr.
Wie eng war das Rennen zu Beginn?
Am Anfang lagen die ersten sechs Fahrer innerhalb von sieben Sekunden. Erst ab Ballaugh sortierte sich das Feld deutlicher.
Joe Yeardsley erreichte Glen Helen als Erster auf der Strecke, was allerdings täuschte: Er war mit der Startnummer eins losgefahren und lag nach Zeit nur auf Rang fünf. Hinter Hodson und Russell folgten Furber auf der Robinson Timber Yamaha, dann Tom Robinson auf der Peter Todd Racing Yamaha und Julien Cregniot. Bis Ballaugh drehte sich das Bild: Furber schob sich an Russell vorbei, wenn auch nur um 0,177 Sekunden. Marcus Simpson kam auf der Duckshaw Racing Kawasaki auf Rang vier nach vorne, mit Yeardsley im Nacken. Zwischen den beiden lagen an dieser Stelle 0,1 Sekunden, kurz darauf in Ramsey nur 0,125 Sekunden. Auch um Platz sechs ging es eng zu, dort trennte eine Sekunde Robinson, Ryan Whitehall und Timothee Monot. Für Monot endete das Rennen auf der zweiten Runde am Ballahutchin.

Warum wurde der Kampf um Platz zwei so knapp?
Furber ging gegen Ende der zweiten Runde der Sprit aus. Er schleppte sich über die Ziellinie und rettete Rang zwei mit 0,409 Sekunden vor Yeardsley.
Yeardsley war im Qualifying der Schnellste gewesen, kam im Rennen aber langsam in Fahrt. Auf dem Weg nach Ballaugh zog er an Russell vorbei auf Platz drei und lief danach zur Form auf. Seine zweite Runde lag mit 120,091 mph (etwa 193,3 km/h) ebenfalls über der Marke von 120 mph, womit er neben Hodson der einzige Fahrer im Feld war, dem das gelang. Am Ende fehlten ihm knapp vier Zehntelsekunden. Laut Medienberichten sprach Yeardsley nach dem Rennen von einem langsamen Start, Furber schilderte, dass es knapp gewesen sei, das Motorrad überhaupt zurückzubringen.
Wer landete hinter dem Podium?
Michael Russell wurde Vierter, vor Ryan Whitehall und Tom Robinson. Die Reihenfolge ergibt sich aus der addierten Zeit über beide Runden, nicht aus der Rundengeschwindigkeit.
Das ist beim Blick auf die Zahlen wichtig, denn Whitehall drehte auf der Schlussrunde mit 118,437 mph (etwa 190,6 km/h) die schnellere Runde als Russell mit 118,137 mph (etwa 190,1 km/h). Russell hatte den Rückstand aber bereits auf der ersten Runde aufgebaut und blieb dort mit acht Sekunden Vorsprung vorne. Robinson kam auf 117,053 mph (etwa 188,4 km/h) und wurde Sechster. Dahinter vervollständigten Simpson, Cregniot, Paul Cassidy auf der Gorilla Racing Yamaha und Tom Weeden auf der Suzuki GSX-R600 die besten zehn. Weeden war damit der bestplatzierte Fahrer, der nicht auf einer Yamaha oder Kawasaki saß.

Was ist die Junior-600-Klasse beim Classic TT?
Die Junior 600 ist eine neue Kategorie, die 2026 erstmals ausgetragen wurde. Sie ist den 600er-Supersport-Maschinen der 1990er Jahre gewidmet, also den Modellen aus der Zeit vor der Einspritzung.
Zugelassen sind nach Angaben des Veranstalters die Yamaha YZF-R6, die Honda CBR600, die Kawasaki ZX-6R und die Suzuki GSX-R600 SRAD. Einspritzung meint hier die elektronische Kraftstoffzufuhr, die diese Baureihen erst später bekamen. Die Klasse zielt damit auf eine Ära, die den Rennsport auf dem Mountain Course über Jahre geprägt hat. Im Starterfeld dominierte klar die Yamaha: Von den zwanzig gesetzten Fahrern saßen zwölf auf der YZF-R6, dazu kamen drei Kawasaki, drei Honda und zwei Suzuki. Hodsons Name steht nun als erster in der Siegerliste dieser Klasse.
Das Rennen im Rahmen des Classic TT 2026
Das Junior-600-Rennen bildete den Abschluss des Montagsprogramms. Zuvor hatte am Nachmittag das Historic-Senior-Rennen stattgefunden, das John McGuinness gewann. Der ursprüngliche Plan sah für die Junior 600 drei Runden an einem anderen Tag vor, der Zeitplan der Veranstaltung war jedoch kurzfristig umgestellt worden.
Von den zwanzig gesetzten Startplätzen blieben mehrere frei. Nach der offiziellen Startaufstellung traten unter anderem die Nummern zwei, sechs und sieben nicht an, darunter Michael Dunlop, der im Vorfeld als Favorit gehandelt worden war. Insgesamt gingen 18 Fahrer ins Rennen.

Häufige Fragen
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Wer hat die erste Junior 600 Classic TT gewonnen?
Rob Hodson aus Wigan hat das erste Junior-600-Rennen beim Classic TT gewonnen. Er fuhr die Neil Orford Haulage Yamaha YZF-R6 und siegte mit 24,32 Sekunden Vorsprung. Zweiter wurde Barry Furber, Dritter Joe Yeardsley.
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Wie schnell war die schnellste Runde im Junior-600-Rennen?
Die schnellste Runde lag bei 120,276 mph, das entspricht etwa 193,6 km/h. Sie gelang Rob Hodson auf der zweiten und letzten Runde. Joe Yeardsley kam mit 120,091 mph (etwa 193,3 km/h) als einziger weiterer Fahrer über die Marke von 120 mph.
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Welche Motorräder sind in der Junior-600-Klasse erlaubt?
Erlaubt sind 600er-Supersport-Maschinen der 1990er Jahre aus der Zeit vor der Einspritzung. Nach Angaben des Veranstalters gehören dazu die Yamaha YZF-R6, die Honda CBR600, die Kawasaki ZX-6R und die Suzuki GSX-R600 SRAD.
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Warum wurde der Kampf um Platz zwei so knapp?
Barry Furber ging gegen Ende der zweiten Runde der Sprit aus und er verlor deutlich an Tempo. Joe Yeardsley kam dadurch bis auf 0,409 Sekunden heran, reichte aber nicht mehr vorbei.
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Über wie viele Runden ging das Rennen?
Das Rennen wurde über zwei Runden auf dem Snaefell Mountain Course ausgetragen. Ursprünglich waren drei Runden vorgesehen, der Zeitplan der Veranstaltung wurde jedoch kurzfristig geändert.












