- LUMOS steht für LangzeitUntersuchung MOtorradSicherheit und soll alle vier Jahre wiederholt werden
- Getragen wird das Projekt vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) und dem Institut für Zweiradsicherheit (ifz)
- Erste Ergebnisse sollen im Frühjahr 2027 vorliegen
In Deutschland sind nach Angaben der beteiligten Organisationen mehr als sieben Millionen motorisierte Zweiräder zugelassen. Sie werden längst nicht mehr nur in der Freizeit bewegt, sondern zunehmend auch im Alltag. Vor diesem Hintergrund wollen DVR und ifz mit LUMOS eine belastbare Datengrundlage schaffen, die der Verkehrssicherheitsarbeit langfristig dienen soll. Das Projekt reiht sich damit in die laufende Diskussion um die Sicherheit von Motorradfahrern in Deutschland ein, die in den vergangenen Jahren von Kampagnen, Trainingsangeboten und Forschungsprojekten begleitet wurde.
Was ist die LUMOS-Studie und wer steckt dahinter?
LUMOS ist eine gemeinsame Langzeituntersuchung des Deutschen Verkehrssicherheitsrats und des Instituts für Zweiradsicherheit zur Entwicklung der Motorradsicherheit in Deutschland. Die Abkürzung steht für LangzeitUntersuchung MOtorradSicherheit. Beide Organisationen verfolgen damit das Ziel, das Sicherheitsbewusstsein und die Einstellungen von Roller- und Motorradfahrern systematisch und über lange Zeiträume hinweg zu erfassen. Die Reihe knüpft an frühere Untersuchungen des ifz zur Motorradsicherheit an, etwa aus dem Jahr 2006, und soll künftig regelmäßig fortgeführt werden.
Wie läuft die Untersuchung ab?
Im Mittelpunkt von LUMOS stehen Online-Befragungen von Motorrad- und Rollerfahrern, die im Abstand von vier Jahren wiederholt werden. Untersucht werden dabei unter anderem die Einstellungen zu Sicherheitsfragen, die Risikowahrnehmung sowie das konkrete Verhalten im Straßenverkehr. Durch die regelmäßige Wiederholung im selben Intervall lassen sich Veränderungen über die Jahre hinweg dokumentieren. Aus diesen Entwicklungen wollen die Forscher anschließend Ansatzpunkte für gezielte Präventionsmaßnahmen ableiten.
Warum brauchen DVR und ifz neue Daten zur Motorradsicherheit?
Nach Einschätzung von DVR und ifz besteht weiterhin Bedarf an belastbaren Daten zum Sicherheitsverhalten der Nutzer motorisierter Zweiräder, um bestehende Erkenntnislücken zu schließen. Welche Erkenntnisse solche Befragungen liefern können, zeigt ein Befund aus den bisherigen ifz-Untersuchungen zum Tragen von Schutzkleidung. Die Tragequoten von Motorradjacken und Motorradhosen sind demnach in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Bei hohen Temperaturen liegt zwar die Vermutung nahe, dass die Hitze viele Fahrer zu Kompromissen bei der Schutzkleidung verleitet. Die Daten deuten jedoch auf einen anderen, wichtigeren Faktor hin, nämlich die Länge der gefahrenen Strecke. Dazu heißt es in der Auswertung: „Der Einfluss der Streckenlänge auf das Bekleidungstrageverhalten der Motorradfahrer ist um zirka den Faktor 2 größer als der Einfluss der Außentemperatur.“ Fahrer seien eher bereit, auf längeren Touren vollständige Schutzkleidung zu tragen als bei kurzen Ausfahrten in der näheren Umgebung. Genau solche Muster will LUMOS künftig über längere Zeiträume nachverfolgen.
Wann kommen die ersten Ergebnisse?
Die ersten Ergebnisse der Untersuchung werden für das Frühjahr 2027 erwartet. Da die Befragungen anschließend alle vier Jahre wiederholt werden sollen, entsteht über die Zeit eine fortlaufende Datenreihe. Damit lassen sich nicht nur Momentaufnahmen erstellen, sondern auch langfristige Trends im Sicherheitsverhalten erkennen, die als Grundlage für die weitere Verkehrssicherheitsarbeit dienen können.
DVR-Forum im Juni rückt die Zweiradsicherheit in den Fokus
Parallel zum Start von LUMOS widmet sich auch das kommende DVR-Forum dem Thema. Unter dem Titel „Mit Sicherheit unterwegs – auf zwei Rädern durch Stadt und Land“ treffen sich Fachleute am 25. Juni 2026 in Berlin. Auf der Agenda stehen Präventionskonzepte, Anforderungen an die Verkehrs- und Infrastrukturplanung sowie technische Standards für motorisierte Zweiräder, Fahrräder und Lastenräder. Darüber hinaus geht es um Fragen des Verkehrsverhaltens und der Sicherheit im gemischten Straßenverkehr, in dem sich unterschiedliche Verkehrsteilnehmer den Raum teilen.
Häufige Fragen
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Was ist die LUMOS Studie?
Die LUMOS Studie ist eine Langzeituntersuchung zur Motorradsicherheit in Deutschland. Sie wird vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat und dem Institut für Zweiradsicherheit getragen und stützt sich auf wiederkehrende Online-Befragungen von Motorrad- und Rollerfahrern.
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Wer führt die LUMOS Studie durch?
Verantwortlich sind der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) und das Institut für Zweiradsicherheit (ifz). Beide Organisationen kooperieren bei der Untersuchung, die an frühere ifz-Forschungsarbeiten zur Motorradsicherheit anknüpft.
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Wann kommen die ersten Ergebnisse der LUMOS Studie?
Die ersten Ergebnisse werden für das Frühjahr 2027 erwartet. Anschließend sind weitere Erhebungen im Abstand von vier Jahren geplant.
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Wie oft wird die LUMOS Studie wiederholt?
Die Erhebungen sollen alle vier Jahre stattfinden. Durch dieses feste Intervall lassen sich Veränderungen im Sicherheitsverhalten über längere Zeiträume hinweg vergleichen.











