- Neuer Termin für den Katar-GP: 6. bis 8. November statt 10. bis 12. April
- Portimao und Valencia jeweils eine Woche später, Finale am 29. November
- Phillip Island, Sepang und Lusail an drei Wochenenden direkt hintereinander
Die MotoGP fährt in diesem Jahr erst im November in Katar. Am 15. März gab die Rennserie bekannt, dass der Grand Prix auf dem Lusail International Circuit nicht wie vorgesehen vom 10. bis 12. April stattfindet. Grund ist der Krieg im Nahen Osten. Der Ausweichtermin hat Folgen für das Ende der MotoGP-Saison 2026: Zwei weitere Rennen rücken nach hinten, und die Saison dauert eine Woche länger.

Wann findet der Katar-GP 2026 jetzt statt?
Der Grand Prix von Katar ist jetzt für den 6. bis 8. November 2026 angesetzt, das Rennen selbst steigt am Sonntag, dem 8. November. Austragungsort bleibt der Lusail International Circuit bei Doha.
Nach Angaben der MotoGP fiel die Wahl auf diesen Termin, weil er den übrigen Kalender am wenigsten durcheinanderbringt. Wer schon Karten für das April-Wochenende gekauft hatte, kann sie auf den neuen Termin übertragen lassen. Darauf wies MotoGP-Chef Carmelo Ezpeleta bei der Bekanntgabe hin. Er sagte außerdem, dass für die Serie die Sicherheit aller Beteiligten an erster Stelle stehe und die Fans möglichst früh Klarheit bekommen sollten.
Warum wurde der Grand Prix von Katar verschoben?
Auslöser ist der Krieg in der Golfregion, der ein Rennen in Katar im Frühjahr aus Sicherheitsgründen und wegen der Logistik unmöglich gemacht hat. Am 28. Februar hatten die USA und Israel gemeinsam Ziele im Iran angegriffen. Der Iran schlug daraufhin gegen mehrere Länder der Region zurück. Seitdem ist auch der Flugverkehr gestört.
Die MotoGP hat den Schritt mit dem Motorrad-Weltverband FIM, dem Veranstalter und den Behörden in Katar abgestimmt. Promoter der Serie ist MotoGP Sports Entertainment, früher als Dorna bekannt. FIM-Präsident Jorge Viegas stellte sich hinter den neuen Plan. Er verwies auf die geopolitische Lage, in der der Schutz von Fahrern, Teams, Offiziellen und Zuschauern Vorrang habe.
Auch die Gastgeber tragen die Verlegung mit. Abdulrahman bin Abdullatif Al Mannai, der sowohl den katarischen Motorsportverband QMMF als auch den Lusail International Circuit führt, bedankte sich bei Fans, Teams und Partnern für ihr Verständnis. Ob im November tatsächlich in Lusail gefahren werden kann, hängt davon ab, wie sich die Lage in der Region entwickelt.

Welche Rennen im MotoGP-Kalender 2026 verschieben sich noch?
Neben Katar wandern auch die beiden letzten Rennen der Saison um je eine Woche nach hinten. Der Grand Prix von Portugal in Portimao ist jetzt für den 20. bis 22. November geplant, das Finale auf dem Circuit Ricardo Tormo in Valencia für den 27. bis 29. November. Alle anderen Termine bleiben unverändert.
Mit den alten Daten für Portugal und Valencia hätte das Fahrerlager im Herbst fünf Rennwochenenden ohne Pause bestreiten müssen. Durch die Verschiebung endet die Saison nun eine Woche später. Auch der Test nach dem Finale rutscht mit und ist für den 1. Dezember vorgesehen. Dort sollen die neuen 850-ccm-Motorräder für die Saison 2027 zum ersten Mal öffentlich zu sehen sein.
Im Frühjahr entsteht durch den Wegfall eine Lücke. Eigentlich war Katar als vierte Station zwischen den Überseerennen zum Auftakt und dem Start in Europa eingeplant. Zwischen dem Grand Prix der USA in Austin (27. bis 29. März) und dem Grand Prix von Spanien in Jerez (24. bis 26. April) liegen nun vier Wochen ohne Rennen.
Drei Überseerennen hintereinander zum Saisonende
Mit dem neuen Termin reiht sich Katar direkt an zwei weitere Rennen außerhalb Europas. Zuerst fährt die MotoGP vom 23. bis 25. Oktober auf Phillip Island in Australien, danach vom 30. Oktober bis 1. November in Sepang in Malaysia. Unmittelbar im Anschluss folgt der Katar-GP in Lusail. Teams und Personal sind damit drei Wochenenden in Folge in Übersee im Einsatz.

Wie reagieren Formel 1 und WEC auf den Nahost-Konflikt?
Die Formel 1 hat ihre beiden April-Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien abgesagt, statt sie zu verschieben. Diese Entscheidung fiel nur wenige Stunden vor der Mitteilung der MotoGP. Im Formel-1-Kalender 2026 stehen damit 22 statt 24 Grands Prix. Die MotoGP behält dagegen alle 22 geplanten Rennen, nur in neuer Reihenfolge. Beide Serien gehören zum US-Konzern Liberty Media.
Die Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC hat sich wie die MotoGP für eine Verschiebung entschieden. Die 1812 Kilometer von Katar sollten Ende März die Saison eröffnen. Jetzt finden sie Ende Oktober statt und sind damit das vorletzte Rennen im WEC-Kalender 2026.
Wie sieht der MotoGP-Kalender 2026 nach der Änderung aus?
Der MotoGP-Kalender 2026 umfasst weiterhin 22 Grands Prix. Er beginnt Ende Februar in Thailand und endet jetzt am 29. November in Valencia.
- 27. Februar bis 1. März: Thailand (Buriram)
- 20. bis 22. März: Brasilien (Goiania)
- 27. bis 29. März: USA (Austin, Texas)
- 24. bis 26. April: Spanien (Jerez)
- 8. bis 10. Mai: Frankreich (Le Mans)
- 15. bis 17. Mai: Spanien (Barcelona)
- 29. bis 31. Mai: Italien (Mugello)
- 5. bis 7. Juni: Ungarn (Balaton)
- 19. bis 21. Juni: Tschechien (Brünn)
- 26. bis 28. Juni: Niederlande (Assen)
- 10. bis 12. Juli: Deutschland (Sachsenring)
- 7. bis 9. August: Großbritannien (Silverstone)
- 28. bis 30. August: Spanien (Aragon)
- 11. bis 13. September: Italien (Misano)
- 18. bis 20. September: Österreich (Spielberg)
- 2. bis 4. Oktober: Japan (Motegi)
- 9. bis 11. Oktober: Indonesien (Mandalika)
- 23. bis 25. Oktober: Australien (Phillip Island)
- 30. Oktober bis 1. November: Malaysia (Sepang)
- 6. bis 8. November: Katar (Lusail)
- 20. bis 22. November: Portugal (Portimao)
- 27. bis 29. November: Spanien (Valencia)
➜ Dieser Artikel ist Teil unserer umfassenden Übersicht: MotoGP-Saison 2026: Der komplette Überblick – Teams, Fahrer, Kalender & WM-Stand. Dort findest du alle wichtigen Informationen zum Thema gebündelt.












