- Marc Marquez fährt im Nachmittagstraining am Sachsenring 1:19,394 Minuten und liegt damit 0,166 Sekunden vor Raul Fernandez.
- Am Vormittag war Raul Fernandez auf der Trackhouse-Aprilia vorn, Marquez stürzte in Kurve 3 und wurde Zweiter.
- Francesco Bagnaia landet auf Rang 13 und muss den Umweg über Q1 nehmen.
Am Sachsenring ist an diesem Wochenende das letzte MotoGP-Rennen vor der Sommerpause an der Reihe. Marc Marquez kommt mit einer besonderen Bilanz nach Hohenstein-Ernstthal, denn er hat den Deutschland-Grand-Prix bereits neunmal gewonnen. Der Freitag zeigte trotzdem, dass die Konkurrenz dicht dran ist. Nach einem frühen Sturz am Vormittag drehte Marquez das Bild am Nachmittag und übernahm die Spitze der Zeitenliste. Gleichzeitig gab es einen prominenten Verlierer: Ducati-Werksfahrer Francesco Bagnaia kam über Rang 13 nicht hinaus.

Wer war am Freitag am Sachsenring am schnellsten?
Am Freitag war Marc Marquez am schnellsten. Im entscheidenden Nachmittagstraining fuhr er mit 1:19,394 Minuten die Bestzeit und lag damit 0,166 Sekunden vor Raul Fernandez auf der Trackhouse-Aprilia. Fabio Di Giannantonio auf der VR46-Ducati wurde Dritter. Damit brachten die beiden italienischen Hersteller Ducati und Aprilia ihre Motorräder an die Spitze, während sie sich über die gesamte Session hinweg mehrfach in der Führung abwechselten.
Was passierte im ersten Training am Vormittag?
Im ersten Training hatte zunächst Raul Fernandez die Nase vorn. Der Trackhouse-Pilot wechselte für die Schlussphase auf frische Reifen und stellte mit 1:20,829 Minuten die Bestzeit auf. Marc Marquez folgte mit nur 0,051 Sekunden Rückstand, obwohl sein Vormittag holprig begann. Schon in einer seiner ersten Runden rutschte er in Kurve 3 bei niedrigem Tempo über das Vorderrad ins Kiesbett. Marquez blieb unverletzt, und seine Ducati trug nur leichte Schäden davon. Danach kehrte er auf einem Ersatzmotorrad zurück, arbeitete sich nach vorn und führte mit 1:20,880 Minuten sogar zwischenzeitlich die Liste an. Am Ende blieb er auf gebrauchten Reifen und wurde von Fernandez knapp abgefangen.
Dahinter reihten sich Fabio Di Giannantonio, Honda-Pilot Joan Mir und Jack Miller auf der Pramac-Yamaha ein. Zur Einordnung: Di Giannantonio hält den Rundenrekord des Sachsenrings aus dem Vorjahr, als die Pole-Zeit bei 1:19,071 Minuten lag.

Warum muss Francesco Bagnaia in Q1?
Francesco Bagnaia muss in Q1, weil er im Nachmittagstraining nur Rang 13 belegte. Nur die zehn schnellsten Fahrer aus diesem Training ziehen direkt in den entscheidenden Qualifying-Abschnitt Q2 ein. Alle anderen müssen zunächst den Umweg über Q1 gehen und sich dort für die vorderen Startplätze qualifizieren. Für den Ducati-Werksfahrer ist das bereits das vierte Mal in dieser Saison, dass er den direkten Sprung in Q2 verpasst. Schon am Vormittag war Bagnaia mit Platz 19 kaum in Erscheinung getreten.
Wie lief das entscheidende Nachmittagstraining?
Das Nachmittagstraining war lange offen und wurde erst in den Schlussminuten entschieden. Zunächst gab Marco Bezzecchi auf der Aprilia mit 1:20,605 Minuten das Tempo vor und verbesserte sich mit einem weichen Hinterreifen auf 1:20,535 Minuten. Danach übernahm Di Giannantonio mit 1:20,104 Minuten die Führung. Marc Marquez konterte mit 1:19,841 Minuten, eine Zeit, die Jack Miller kurz darauf egalisierte und sich damit zeitweise auf Rang zwei schob. Di Giannantonio legte mit 1:19,674 Minuten nach, doch das Sagen hatte am Ende Marquez: Rund drei Minuten vor Schluss stellte er mit 1:19,394 Minuten die Bestzeit auf. Eine gelbe Flagge nach einem Sturz von Enea Bastianini verhinderte in der Schlussphase, dass andere Fahrer noch einmal angreifen konnten.
Hinter dem Spitzentrio komplettierten Alex Marquez auf der Gresini-Ducati und Jack Miller die Top 5. Dahinter folgte mit Ai Ogura, Marco Bezzecchi und Jorge Martin ein Aprilia-Trio. Für WM-Führenden Jorge Martin bedeutete Rang acht, dass er den direkten Q2-Einzug knapp schaffte. Pedro Acosta war als Neunter der einzige KTM-Fahrer in den Top 10. Franco Morbidelli komplettierte die ersten Zehn, muss allerdings mit einer möglichen Strafe rechnen. Ihm wird vorgeworfen, in Kurve 6 auf der Ideallinie zu langsam gefahren zu sein und dabei Acosta behindert zu haben. Die Rennkommissare leiteten eine Untersuchung ein.

Welche Fahrer stürzten am Freitag?
Am Freitag stürzten mehrere Fahrer, alle blieben unverletzt. Den ersten Sturz des Wochenendes verursachte Marc Marquez am Vormittag in Kurve 3. Kurz darauf erwischte es Maverick Vinales in der schnellen Kurve 11: Seine Tech3-KTM überschlug sich mehrfach im Kiesbett und wurde stark beschädigt, der Spanier kam aber ohne Blessuren davon. Franco Morbidelli rutschte gegen Ende des ersten Trainings ebenfalls in Kurve 3 weg, nachdem er über dieselbe Bodenwelle gefahren war, die zuvor schon Marquez zu Fall gebracht hatte. Am Nachmittag stürzte dann Enea Bastianini in seiner letzten schnellen Runde in Kurve 8.
Wie präsentierte sich Yamaha am Sachsenring?
Yamaha fuhr am Freitag vorn mit. Im ersten Training kam Jack Miller auf der Pramac-Yamaha auf Rang 5, sein Markenkollege Alex Rins wurde Siebter. Am Nachmittag bestätigte Miller die Form und belegte erneut Platz 5, womit er den direkten Q2-Einzug sicher hatte. Für den japanischen Hersteller ist das ein Signal, denn der letzte Grand-Prix-Sieg von Yamaha liegt vier Jahre zurück, damals mit Fabio Quartararo auf ebendiesem Sachsenring. Quartararo selbst beendete das erste Training auf Rang 15.

Der WM-Stand vor dem Deutschland-Grand-Prix
Vor dem Deutschland-Grand-Prix führt Jorge Martin die Fahrerwertung mit 193 Punkten an. Dahinter liegen sein Aprilia-Teamkollege Marco Bezzecchi mit 186 Punkten und Fabio Di Giannantonio mit 177 Punkten. In der Herstellerwertung liegt Aprilia mit 379 Punkten vorn, gefolgt von Trackhouse mit 306 und dem Ducati-Lenovo-Team mit 283 Zählern. Das Rennen am Sachsenring ist die letzte Station vor der Sommerpause und damit ein wichtiger Zwischenschritt im laufenden Titelkampf. Am Freitag herrschten dafür gute Bedingungen: Bei fast wolkenlosem Himmel wurden am Nachmittag 24 Grad in der Luft und 43 Grad auf dem Asphalt gemessen.

Häufige Fragen
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Wer war im MotoGP-Training am Sachsenring am schnellsten?
Marc Marquez war am schnellsten. Im entscheidenden Nachmittagstraining fuhr er 1:19,394 Minuten und lag 0,166 Sekunden vor Raul Fernandez. Fabio Di Giannantonio wurde Dritter.
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Warum muss Francesco Bagnaia am Sachsenring in Q1?
Bagnaia muss in Q1, weil er im Nachmittagstraining nur Rang 13 belegte. Damit verpasste er die Top 10, die direkt in Q2 einziehen. Für ihn ist es bereits das vierte Mal in dieser Saison.
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Wer führt vor dem Deutschland-Grand-Prix die MotoGP-WM an?
Jorge Martin führt die WM mit 193 Punkten an. Dahinter folgen Marco Bezzecchi mit 186 Punkten und Fabio Di Giannantonio mit 177 Punkten.
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Wer stürzte im ersten Training am Sachsenring?
Im ersten Training stürzten Marc Marquez in Kurve 3, Maverick Vinales in Kurve 11 und Franco Morbidelli ebenfalls in Kurve 3. Alle drei Fahrer blieben unverletzt, Vinales‘ KTM wurde dabei stark beschädigt.












