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Motorcycles.News – Motorrad Magazin
Startseite » Wermelskirchen diskutiert Motorrad-Sperrung: L 409 bei Halzenberg im Fokus
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News

Wermelskirchen diskutiert Motorrad-Sperrung: L 409 bei Halzenberg im Fokus

By Andreas Denner19 Juni, 2026
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Die CDU in Wermelskirchen beantragt eine probeweise Sperrung der L 409 für Motorräder. Anwohner in Dabringhausen und Dhünn klagen seit Jahren über Lärm und Raserei. Die Frage ist allerdings, ob es bei dem Antrag wirklich um Verkehrssicherheit geht oder vor allem um die Ruhe der Anwohner.
  • Anwohner an der K 18 sammeln 200 Unterschriften gegen Motorradlärm
  • CDU beantragt Pilotprojekt zur Sperrung der L 409 bei Dhünn-Halzenberg
  • Offizielle Unfallbilanz 2025: Verunglückte Motorradfahrer in Wermelskirchen auf Sechsjahreshoch

Der Streit um Motorradlärm in Wermelskirchen geht in die nächste Runde. Anwohner an der Kreisstraße 18 in Dabringhausen und an der Landesstraße 409 bei Dhünn-Halzenberg haben genug. In der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Verkehr brachte die CDU-Fraktion einen Antrag ein, der eine probeweise Sperrung der L 409 für Motorräder vorsieht. Der Vorstoß stieß auf breite Resonanz, auch wenn nicht alle Ausschussmitglieder überzeugt waren.

200 Unterschriften und jahrelanger Frust

Rund 200 Unterschriften haben die Bewohner rund um den Asterweg und Bechhausen bereits gesammelt. Sie richteten sich damit an die Stadt, die Polizei und die Verwaltung des Rheinisch-Bergischen Kreises. Die Anwohner fühlen sich von rücksichtslosen Motorradfahrern gestört, die sich nach ihrer Schilderung weder an Geschwindigkeitsbegrenzungen noch an Lärmschutzverordnungen halten.

Vor allem an Wochenenden soll die Situation eskalieren. Viele Fahrer würden die Strecken mehrfach befahren. „Oder besser gesagt: sie rasen“, fasste es ein Anwohner zusammen. Einige Motorradfahrer trügen dabei sogar Helmkameras, um ihre Fahrten zu filmen und anschließend in sozialen Medien zu verbreiten.

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Die Polizei komme zwar meistens, wenn die Bewohner sie rufen. „Aber meist warnen die Fahrer sich gegenseitig, und es ist dann niemand mehr aufzutreiben“, berichtete einer der Betroffenen. Seit mehreren Jahren versuchen die Anwohner, sich gegen den Lärm zu wehren, bisher allerdings ohne durchschlagenden Erfolg. Professor Dr. Jürgen Scherkenbeck, SPD-Politiker und selbst Anwohner in Bechhausen, brachte die Stimmung auf den Punkt: „Die halten sich an keine Regel.“ Sogar ein 2019 angebrachtes Geschwindigkeitsbegrenzungsschild an der K 18 habe keine Abhilfe gebracht. Scherkenbeck bekomme den Lärm und die Raserei praktisch hautnah mit. „Wir wohnen nicht einmal ganz dicht an der Fahrbahn wie andere, aber es reicht schon aus“, sagte er.

CDU will Pilotprojekt auf der L 409

Die CDU-Fraktion um den Vorsitzenden Michael Schneider nahm sich des Themas in der Ausschusssitzung an. Der Antrag fordert die Stadtverwaltung auf, sich wegen einer möglichen Sperrung der L 409 bei Dhünn-Halzenberg mit dem Rheinisch-Bergischen Kreis in Verbindung zu setzen. „Die zeitweise Sperrung soll ein Pilotprojekt sein“, erläuterte Schneider. „Wir haben dabei natürlich auch die anderen betroffenen Straßen, wie eben die K 18, die L 101 oder andere im Blick, für die das Gleiche gilt.“

Im Antrag heißt es konkret, dass die Anwohner entlang der L 409 sowie in Halzenberg vor Rasern und Motorradlärm geschützt werden sollen. Gleichzeitig sei die Maßnahme auch als Prävention für die Motorradfahrer selbst gedacht, da es auf der L 409 immer wieder zu schweren Unfällen komme.

Darüber hinaus enthält der Antrag weitere Forderungen. Junge Familien sollen durch weniger Lärm und weniger Verkehr zu einem Zuzug nach Halzenberg und in die umliegenden Hofschaften motiviert werden. Außerdem würden die bekannten Routen für sogenannte Motorrad-Rennen unattraktiver, da größere Umwege nötig wären. Betroffen wären etwa die Anbindungen an die K 18, K 15 und L 294. Zusätzlich fordert die CDU eine Prüfung einer Tempo-30-Zone in Halzenberg durch den zuständigen Straßenbaulastträger.

Verabredungen zu illegalen Rennen über Social Media

Was den Ortspolitikern besonders Sorge bereitete: Laut Michael Schneider wisse man aus sicherer Quelle, dass sich Motorradfahrer über Social-Media-Kanäle an den bekannten Brennpunkten zu Rennen verabreden. Diese würden gefilmt und anschließend wieder in sozialen Medien verbreitet. „So etwas muss unserer Meinung nach unbedingt unterbunden werden“, sagte Schneider. Auch waghalsige Manöver seien von Anwohnern beobachtet worden, etwa Fahrer, die mit erhobenem Vorderrad eine Strecke zurücklegen.

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Nicht alle Ausschussmitglieder überzeugt

Die Mehrheit des Ausschusses stimmte dem CDU-Antrag zu. Drei Mitglieder stimmten dagegen, eines enthielt sich. Jochen Krämer von der Linken gab zu bedenken: „Wenn sich die Verkehrsteilnehmenden an der K 18 nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten, werden sie sich sicher auch nicht an eine solche Sperrung halten.“

Dennoch wollen die Ausschussmitglieder das Thema vorantreiben. „Wir reden jedes Jahr im Frühling wieder über dieses Thema. Nun sollten wir endlich handeln“, fasste es Jochen Bilstein von der SPD zusammen. Das Thema geht nun in den Stadtrat, der dann möglicherweise die Verwaltung beauftragen wird, aktiv zu werden.

Michael Schneider zeigte sich pragmatisch: „Selbst wenn wir es nicht schaffen, eine Sperrung zu erwirken: Es gibt ja auch noch andere Möglichkeiten. Kölner Teller zum Beispiel zur Verkehrsberuhigung. Oder durchgezogene Linien. Wir müssen sehen, was möglich ist. Die Anwohner werden es möglicherweise danken.“

Zehn Jahre Maßnahmen ohne durchschlagenden Erfolg

Wermelskirchen ist beim Thema Motorradlärm kein unbeschriebenes Blatt. Die Stadt gilt als eine der aktivsten Kommunen Deutschlands im Kampf gegen Motorradlärm und setzt seit 2016 auf ein ganzes Bündel von Maßnahmen. 2015/2016 wurde ein Lärmaktionsplan aufgestellt. Seit 2016 misst die Stadt mit speziellen Seitenradargeräten in Leitpfosten den Lärm an neun Hotspots. Die Stadt war damit eine der ersten Kommunen in Deutschland, die dieses System nutzten. Seit 2018 kommen zusätzlich sogenannte Dialog-Displays zum Einsatz, die vorbeifahrenden Motorradfahrern anzeigen, ob sie zu laut oder zu schnell unterwegs sind. Die Polizei führt regelmäßig die Aktion „Kaffee und Knöllchen“ durch, bei der Motorradfahrer gezielt angehalten und kontrolliert werden. Seit 2017 tagt ein Arbeitskreis Motorradlärm mit Anwohnern, Stadtverwaltung und Polizei. Banner mit der Aufschrift „Lärm macht krank“ hängen an den Brennpunkten. 2018 fanden Aktionstage unter dem Motto „Laut ist out“ statt. 2020 trat die Stadt der Initiative „Silent Rider“ bei. Auch der Bundesverband der Motorradfahrer war jahrelang im Arbeitskreis vertreten und finanzierte sogar ein Dialog-Display mit 5.000 Euro mit.

Eine wissenschaftliche Auswertung der Leitpfostenmessungen durch ein Ingenieurbüro ergab 2019, dass die Dialog-Displays tatsächlich eine Lärmminderungswirkung zeigten. Im Bereich Eipringhausen sank der Anteil der Motorräder über dem Grenzwert von 34,7 Prozent im Jahr 2017 auf 10,3 Prozent im Jahr 2019. Ähnliche Ergebnisse zeigten sich an anderen Messstellen. Allerdings gab die Stadt die Auswertung der Messdaten aus Kosten- und Personalgründen anschließend auf.

Das Problem: All diese Maßnahmen zielen vor allem auf Sensibilisierung und freiwillige Verhaltensänderung. Banner, Aktionstage, Displays und Gesprächsangebote erreichen diejenigen, die ohnehin rücksichtsvoll fahren. Die Gruppe der rücksichtslosen Fahrer, die laut Anwohnern die eigentlichen Verursacher des Problems sind, lässt sich davon offensichtlich nicht beeindrucken. Anwohner im Arbeitskreis bezifferten diese Gruppe auf rund 24 Prozent der gezählten Motorradfahrer und bezeichneten sie als „uninteressiert an Plakaten und Displays“. An tatsächlichen Eingriffen in den Verkehr, etwa Tempolimits, physischen Verkehrsberuhigungen oder Blitzern, die auch bei Motorrädern greifen, ist in den vergangenen zehn Jahren wenig passiert. Die Blitzerüberwachung von Motorrädern gilt ohnehin als schwierig, da Motorräder kein Frontkennzeichen haben und geeignete Standplätze für Messfahrzeuge oft fehlen.

Unfallbilanz 2025: Steigende Zahlen auf den bekannten Strecken

Die aktuelle Verkehrsunfallbilanz der Kreispolizeibehörde des Rheinisch-Bergischen Kreises liefert die Zahlen zur Debatte. In Wermelskirchen verunglückten 2025 insgesamt 29 Motorradfahrer auf Maschinen über 125 Kubikzentimetern Hubraum. Das ist der höchste Wert im Sechsjahresvergleich und mehr als eine Verdopplung gegenüber 2023, als 14 Motorradfahrer verunglückten. Hinzu kommen zehn Verunglückte auf Leichtkrafträdern und Mofas. Unter den 29 verunglückten Motorradfahrern war ein Todesfall.

Gleich mehrere Streckenabschnitte in Wermelskirchen tauchen in der offiziellen Polizeistatistik als Unfallhäufungsstellen auf. Im Bereich Hülsen auf der L 409 registrierte die Polizei zwischen 2022 und 2025 insgesamt 14 Unfälle mit drei Leicht- und fünf Schwerverletzten. Am Abschnitt Halzenberg/Neuenhaus waren es sechs Unfälle mit vier Verletzten. Im Bereich Weiler/Haarbach, ebenfalls L 409, kam es zu elf Unfällen mit sechs Verletzten. Auf der K 18 bei der Hilgener Straße verzeichnete die Polizei neun Unfälle, sieben Verletzte und einen Todesfall. Die Hauptunfallursache war in sämtlichen Fällen nicht angepasste Geschwindigkeit.

Sicherheit oder Lärmschutz? Die Frage hinter dem Antrag

Die Zahlen sind eindeutig, allerdings lohnt sich ein genauerer Blick. Kreisweit verunglückten 2025 insgesamt 99 Motorradfahrer, ein Anstieg um knapp 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Doch die Polizeistatistik schlüsselt auch die Schuldfrage auf: 67 Motorradfahrer waren selbst Hauptverursacher ihres Unfalls. In 41 Fällen handelte es sich um Alleinunfälle komplett ohne Beteiligung anderer Verkehrsteilnehmer. Die mit Abstand häufigste Unfallursache war nicht angepasste Geschwindigkeit mit 42 Prozent. In 32 Fällen lag die Verantwortung allerdings beim Unfallgegner.

Bereits beim Motorradgipfel 2020 im Rheinisch-Bergischen Kreis stellte die zuständige Dezernentin fest, dass die Motorradunfälle mit Personenschaden auf der L 294 und K 18 „ausschließlich Alleinunfälle ohne Pkw-Beteiligung“ gewesen seien. Das wirft eine unbequeme Frage auf: Wenn Motorradfahrer vor allem sich selbst gefährden, wie lässt sich dann eine Sperrung begründen, die offiziell dem „Schutz der Anwohner“ dienen soll?

Im CDU-Antrag vermischen sich die Argumente. Einerseits geht es um die Sicherheit der Motorradfahrer und die Unfallhäufungsstellen. Andererseits argumentiert der Antrag damit, dass ein Zuzug junger Familien attraktiver werde und die „Routen für Motorrad-Rennen uninteressanter“ würden. Im Kern scheint es weniger um die Sicherheit der Motorradfahrer zu gehen als vielmehr darum, den Motorradverkehr als solchen von den betroffenen Strecken fernzuhalten, damit die Anwohner ihre Ruhe haben. Das wäre aus Sicht der Betroffenen nachvollziehbar, ist aber eine andere Begründung als Verkehrssicherheit, und eine, die rechtlich deutlich schwerer durchzusetzen ist.

Eine Sperrung rein aus Lärmschutzgründen ist nach aktueller Rechtslage zwar grundsätzig möglich. Paragraf 45 der Straßenverkehrsordnung erlaubt Verkehrsbeschränkungen zum Schutz der Wohnbevölkerung vor Lärm. In der Praxis scheiterten solche Vorhaben in der Vergangenheit allerdings regelmäßig an hohen juristischen Hürden. Der für die Beurteilung relevante Lärmpegel wird als Jahresmittelwert aus der gesamten Verkehrsbelastung berechnet. Hohe Motorradverkehrsstärken an einzelnen Wochenenden fließen dabei nur anteilig ein, was die Darstellung einer „unzumutbaren“ Belastung erschwert.

Auf NRW-Ebene zeichnet die Unfallbilanz ein differenzierteres Bild. Landesweit kamen 2025 insgesamt 45 Motorradfahrer bei Unfällen ums Leben. Im Vorjahr waren es noch 86. Das entspricht einem Rückgang um über 47 Prozent und dem niedrigsten Stand im Zehnjahresvergleich. Rund 35 Prozent der Motorradunfälle in NRW waren Alleinunfälle. Bei Kollisionen mit anderen Fahrzeugen lag die Hauptursache in 62 Prozent der Fälle beim Unfallgegner, also nicht beim Motorradfahrer.

Jugendliche auf Leichtkrafträdern als eigenes Problem

Ein eigenes Kapitel schreibt die Altersgruppe der 15- bis 17-Jährigen. Im Rheinisch-Bergischen Kreis erreichten die Unfallzahlen bei Jugendlichen 2025 mit 81 Verunglückten einen neuen Höchststand seit 2010. Im Vorjahr waren es noch 53. Die Steigerung geht laut Polizei vor allem auf motorisierte Fortbewegungsmittel zurück: Leichtkrafträder unter 125 Kubikzentimetern, Pedelecs, E-Scooter und vierrädrige Leichtfahrzeuge mit Versicherungskennzeichen. Marc André Linden, Direktionsleiter Kriminalität und Verkehr der Kreispolizeibehörde, betonte: „Das ist eigentlich eine relativ schmale Gruppe, die aber an einem großen Teil der Unfälle beteiligt ist.“ 38 der 70 kreisweit verunglückten Fahrer auf Leichtkrafträdern unter 125 Kubikzentimetern waren Jugendliche. Diese Problematik hat mit den großen Motorrädern auf den beliebten Bergischen Strecken allerdings wenig zu tun. Bei den verunglückten Motorradfahrern auf Maschinen über 125 Kubikzentimetern waren nur ein einziger Jugendlicher, aber 26 junge Erwachsene und 63 Erwachsene zwischen 25 und 64 Jahren betroffen.

Was das für Motorradfahrer bedeutet

Wermelskirchen ist kein Einzelfall. Ob Sudelfeld, Feldberg, Donautal oder Holzminden: Immer mehr Kommunen diskutieren Sperrungen und Fahrverbote für Motorräder, oft mit dem Argument der Verkehrssicherheit, obwohl im Kern die Lärmbelastung der Anwohner den Ausschlag gibt. Für Motorradfahrer, die das Bergische Land seit Jahrzehnten als attraktives Tourengebiet schätzen, könnte eine Sperrung der L 409 einen Präzedenzfall schaffen, dem weitere Strecken folgen. Denn der CDU-Antrag nennt ausdrücklich auch die K 18, die L 101 und weitere Straßen als mögliche Kandidaten. Wer sich als Motorradfahrer gegen pauschale Streckensperrungen und für eine differenzierte Auseinandersetzung mit dem Thema einsetzen will, findet Anlaufstellen bei Verbänden wie dem Bundesverband der Motorradfahrer (BVDM), der bereits in Wermelskirchen aktiv war, die BVDM-Demo 2020 organisierte und erfolgreich gegen Streckensperrungen geklagt hat. Auch der Bund der Motorradfahrer (BdM) oder regionale Initiativen setzen sich für die Interessen von Motorradfahrern ein. Eine Mitgliedschaft in einem dieser Verbände unterstützt deren juristische und politische Arbeit gegen unverhältnismäßige Fahrverbote.

Wie es weitergeht

Wie es nun weitergeht, hängt vom Stadtrat ab. Ob eine Sperrung der L 409 tatsächlich durchsetzbar ist und ob der Kreis mitzieht, bleibt abzuwarten. Die Erfahrungen aus anderen Regionen Deutschlands zeigen, dass Streckensperrungen für Motorräder immer wieder vor Gerichten angefochten werden und häufig keinen Bestand haben. Am Sudelfeld in Bayern wurde 2025 eine saisonale Sperrung eingeführt, in Tirol gilt seit 2020 ein Fahrverbot für Motorräder über 95 Dezibel Standgeräusch. In Holzminden dagegen scheiterten geplante Streckensperrungen am Widerstand von Motorradfahrern und Politik. In Hagen-Breckerfeld wurde eine 40 Jahre alte Sperrung nach einer erfolgreichen Klage des Bundesverbandes der Motorradfahrer aufgehoben.

2020 organisierte der BVDM in Wermelskirchen selbst eine Demonstration gegen ein einseitiges Tempolimit auf der K 18. Die Argumentation: Wenn das Problem Alleinunfälle von Motorradfahrern sind, sei ein Tempolimit nur für Motorräder eine Ungleichbehandlung, da wegen Alleinunfällen von Autofahrern keine vergleichbaren Beschränkungen nur für Pkw angeordnet würden.

Für die Anwohner an der L 409 und der K 18 dürfte die Saison 2026 jedenfalls erneut zur Belastungsprobe werden. Die grundlegende Frage bleibt dabei unbeantwortet: Ob Wermelskirchen den Weg von Sensibilisierungsmaßnahmen hin zu echten Verkehrseingriffen gehen will und kann. Und ob sich ein solcher Schritt rechtlich halten würde.

➜ Alle Infos zur Strecke: L 409 bei Wermelskirchen-Halzenberg: Drohende Motorrad-Sperrung – Überblick & Chronik

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Redakteur bei Motorrad Nachrichten. Fokus auf Technik, Szene und Motorradpolitik – neutral, sachlich, verständlich. Verantwortlich für die Seiten www.Motorcycles.News, www.Motorrad.Training und den YouTube-Kanal "Motorrad Nachrichten", sowie deren social Media-Seiten.

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