- 200 Exemplare der Varg MX Factory Edition, 300 der Varg EX Factory Edition
- Preise ab 15.990 Euro (15.990 US-Dollar), Auslieferung laut Konfigurator ab 10. September 2026
- Vollständiges KYB Factory A-Kit, laut Hersteller erstmals ab Werk in einem Serienmotorrad
Stark Future hat am 22. Juli 2026 in Barcelona zwei Sonderserien der Varg vorgestellt. Die Varg MX Factory Edition richtet sich an Motocross-Fahrer, die Varg EX Factory Edition an Enduro-Fahrer mit Straßenzulassung. Beide bauen auf der bekannten Varg-Plattform auf, bekommen aber Bauteile, die bisher dem Rennsport vorbehalten waren. Verantwortlich für die Zusammenstellung ist Renndirektor Sébastien Tortelli, ehemaliger Motocross-Weltmeister.

Was unterscheidet die Factory Edition von der normalen Stark Varg?
Die Factory Editions bekommen kein stärkeres Antriebspaket, sondern besseres Fahrwerk und weniger Gewicht. Die Leistung bleibt bei 80 PS (58,8 kW), verändert wurde alles, was zwischen Fahrer und Untergrund liegt.
Herzstück ist ein komplettes KYB Factory A-Kit. Dazu kommen Titanteile, eine griffigere Sitzbank, nummerierte CNC-Gabelbrücken und die Dynamic Traction Control, die in die Fahrmodi eingebunden ist. Stark Future beschreibt die Modelle ausdrücklich nicht als Dekorpaket, sondern als Technikpaket. Jedes Bauteil soll entweder für mehr Grip, mehr Präzision oder mehr Kontrolle sorgen.
Nach Angaben des Herstellers werden alle 500 Maschinen von denselben Technikern von Hand aufgebaut, die auch das Rennprogramm betreuen. Fahrwerksabstimmung, Elektronik und Chassis entsprechen demnach dem, was im Wettbewerb zum Einsatz kommt.
Warum ist das KYB Factory A-Kit so besonders?
Ein Factory A-Kit ist eine Rennsport-Federung, die normalerweise nicht käuflich ist, sondern nur an Werksteams geht. Stark Future gibt an, dass erstmals ein Hersteller ein solches Paket vollständig in einem Serienmotorrad verbaut.
Vorn arbeitet eine 48 Millimeter starke Upside-down-Gabel mit geschlossener Kartusche und Stahlfeder, bei der Luft und Öl getrennt geführt werden. Die Innenteile sind hart eloxiert, die Standrohre tragen eine DLC-Beschichtung. Beides soll die Reibung senken. Ein zusätzliches Mid-Speed-Ventil erweitert den Einstellbereich, ein spezieller Federteller soll das Vorderrad bei Landungen besser kontrollieren.
Hinten sitzt ein dreifach einstellbares Federbein mit Kashima-beschichtetem Gehäuse und DLC-beschichteter Kolbenstange. Ein X-Trig-Versteller erlaubt es, den Negativfederweg schneller einzustellen. Die Varg MX Factory Edition bietet vorn 310 Millimeter Federweg, die Varg EX Factory Edition 300 Millimeter. Hinten sind es bei beiden 303 Millimeter. Beim Kauf lässt sich die Abstimmung nach Fahrergewicht in drei Stufen wählen. Einzeln gekauft würde das Fahrwerkspaket laut Stark Future rund 5.500 Euro kosten.

Wie viel Gewicht sparen die Titanteile?
Zusammen sparen die Titanbauteile nach Herstellerangaben 1,1 Kilogramm ein. Den größten Anteil hat der Titan-Schraubensatz mit rund 900 Gramm, dazu kommen 3D-gedruckte Titan-Fußrasten mit etwa 140 Gramm.
Das klingt nach wenig, wirkt sich aber dort aus, wo Masse ungünstig sitzt. Stark Future verspricht schnellere Richtungswechsel und ein direkteres Ansprechen. Die Varg MX Factory Edition wiegt damit 116,9 Kilogramm (257,7 Pfund). Ergänzt wird das Paket durch CNC-gefräste Aluminium-Gabelbrücken mit konischen Lenkeraufnahmen, die von 1 bis 500 durchnummeriert sind, einen überarbeiteten Lüfterhalter aus Bio-PA6 und einen Handhebel für die Hinterradbremse, dessen Verfügbarkeit von der jeweiligen Zulassung abhängt.
Stark Varg MX Factory Edition: Technik und Ausstattung
Die MX-Version trägt die Lackierung Stark Red mit Factory-Edition-Dekor und rollt auf Dunlop MX34. Der Rahmen besteht aus hochfestem Stahl. Vorn verzögert eine Brembo-Zweikolbenzange auf eine 260-Millimeter-Scheibe, hinten ein Einkolbensattel auf 220 Millimeter.
Der Antrieb entspricht der aktuellen Varg-Plattform: ein SPMAC-Elektromotor mit Carbon-Gehäuse und ein Akku mit 7,2 Kilowattstunden bei 420 Volt. Das mitgelieferte tragbare Ladegerät leistet 3,3 Kilowatt. An 240 Volt dauert eine Ladung rund zwei Stunden, an 120 Volt etwa dreieinhalb. Das Drehmoment am Hinterrad gibt Stark Future mit 978 Newtonmeter (721 lb-ft) an. Der Radstand liegt bei 148,7 Zentimetern, die Sitzhöhe bei 96,0 Zentimetern, die Bodenfreiheit bei 33,9 Zentimetern.

Stark Varg EX Factory Edition: Was kann die Enduro-Version?
Die EX ist die straßenzugelassene Variante und darf damit auch außerhalb abgesperrter Strecken bewegt werden. Sie ist nach L3e-A1E homologiert und erreicht 129 Kilometer pro Stunde.
Optisch trennt sie die Lackierung Forest Grey von der roten MX. Technisch bekommt sie einen Chromoly-Stahlrahmen, eine enduro-spezifische Fahrwerksabstimmung, Dunlop Geomax EN91 Medium, Scheibenschutz vorn und hinten sowie Handprotektoren. Die Sitzhöhe liegt bei 99,0 Zentimetern voll ausgefedert und bei 96,6 Zentimetern im Stand mit Fahrer. Die Bodenfreiheit fällt mit 36,8 beziehungsweise 34,5 Zentimetern etwas großzügiger aus als bei der MX. Gedacht ist die EX für enge Trails, hartes Gelände und lange Tage im Sattel.
Tortelli beschreibt die Zielrichtung so: „The VARG already has the performance. With the Factory Editions, the focus was to give riders more grip, more precision, and more confidence to unlock more of that performance. These are built exactly how I would build my own.“ Übersetzt: „Die Varg hat die Leistung bereits. Bei den Factory Editions ging es darum, den Fahrern mehr Grip, mehr Präzision und mehr Vertrauen zu geben, um mehr von dieser Leistung nutzen zu können. Sie sind genau so aufgebaut, wie ich meine eigene aufbauen würde.“
Was kostet die Stark Varg Factory Edition und wann wird geliefert?
Die Varg MX Factory Edition kostet 15.990 Euro (15.990 US-Dollar), die Varg EX Factory Edition 16.990 Euro (16.990 US-Dollar). Der Konfigurator des Herstellers nennt als voraussichtlichen Liefertermin den 10. September 2026.
In Großbritannien liegen die Preise bei 13.990 und 14.990 Pfund, in Australien bei 23.990 und 25.990 australischen Dollar, in Kanada bei 20.990 und 22.490 kanadischen Dollar. Bestellt wird entweder direkt über die Herstellerseite oder über die sogenannten Stark Premium Dealerships. Beide Serien laufen nur ein einziges Mal vom Band, eine Nachproduktion ist nicht vorgesehen.

Wie ordnet sich das Sondermodell in das Stark-Programm ein?
Die Factory Editions stehen an der Spitze einer Baureihe, die inzwischen aus mehreren Varianten besteht: der Enduro EX, der Motocross-Version MX 1.2 und der Supermoto-Ableitung SM. Die Sondermodelle sind damit die konsequenteste Ausbaustufe der Varg bis heute.
Als Begründung verweist Stark Future auf den eigenen Renneinsatz. Erfahrungen aus der FIM World Supercross, dem Arenacross, der FIM SuperEnduro, der EnduroGP, der Hard-Enduro-Weltmeisterschaft und dem Erzbergrodeo sollen in die Serienmotorräder zurückgeflossen sein. 2026 holte die Plattform nach Unternehmensangaben eine Goldmedaille bei den X Games, dazu kamen vordere Platzierungen beim Red Bull Erzbergrodeo. Im Jahrgang 2026 markieren die beiden Sonderserien damit einen der bislang deutlichsten Versuche, elektrische Offroad-Technik im Wettbewerb mit klassischen Verbrenner-Rennmaschinen zu positionieren.

Häufige Fragen
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Was kostet die Stark Varg Factory Edition?
Die Varg MX Factory Edition kostet 15.990 Euro (15.990 US-Dollar), die Varg EX Factory Edition 16.990 Euro (16.990 US-Dollar). Beide Preise gelten für den Direktkauf beim Hersteller oder über einen Stark Premium Dealer.
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Wie viele Exemplare werden gebaut?
Insgesamt entstehen 500 Motorräder: 200 Stück der MX-Version und 300 Stück der EX-Version. Beide Serien werden in einem einzigen weltweiten Produktionslauf gefertigt und danach nicht wiederholt.
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Ist die Varg EX Factory Edition straßenzugelassen?
Ja, die EX besitzt eine volle Straßenzulassung nach L3e-A1E. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 129 Kilometern pro Stunde. Die MX-Version ist dagegen reines Wettbewerbsgerät.
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Wie lange dauert das Laden?
Der Akku mit 7,2 Kilowattstunden lädt an einem 240-Volt-Anschluss in rund zwei Stunden. An 120 Volt verlängert sich die Ladezeit auf etwa dreieinhalb Stunden. Das tragbare Ladegerät mit 3,3 Kilowatt gehört zum Lieferumfang.
➜ Dieser Artikel ist Teil unserer umfassenden Übersicht: Neue Motorräder 2026: Alle Modelle, Neuheiten und Highlights im Überblick. Dort findest du alle wichtigen Informationen zum Thema gebündelt.












