- Umbau der Martin Motorcycle Company aus Bristol auf Basis der Triumph Scrambler 400X
- Öhlins-Federbein und handgefertigte Edelstahlauspuffanlage, dazu rund 15 Kilogramm weniger Gewicht
- Kleinserie für rund 12.000 Pfund (circa 13.900 Euro / 15.700 US-Dollar) geplant, Teile auch einzeln
Die Triumph Scrambler 400X gehört zu den meistverkauften kleinen Einzylinder-Modellen der Marke und hat sich in mehreren Märkten eine treue Anhängerschaft aufgebaut. Genau hier setzt ein Projekt aus England an: Die Martin Motorcycle Company, ein auf Triumph spezialisierter Betrieb aus Bristol, hat die kompakte Scrambler in zwei Richtungen weiterentwickelt, bei Fahrwerk und Motor auf der einen, bei der Optik auf der anderen Seite. Der Umbau folgt einem sogenannten OEM-plus-Ansatz, bei dem der Charakter des Serienmotorrads erhalten bleibt, Details, Haltung und Komponenten aber gezielt geschärft werden.

Wer steckt hinter dem Umbau der Triumph Scrambler 400X?
Hinter dem Projekt steht die Martin Motorcycle Company aus Bristol, geführt von Alex Martin. Der Betrieb versteht sich als unabhängiger Triumph-Spezialist mit Werkstatt, Custom-Bereich und Teilehandel. Das gezeigte Motorrad entstand zunächst als Auftragsarbeit für einen Kunden. Inzwischen plant die Firma nach eigenen Angaben eine Kleinserie und bietet die einzelnen Komponenten zum Verkauf an, damit Besitzer ihre eigene 400er entsprechend aufwerten können. Öffentlich präsentiert wurde der Umbau auf der Bike Shed Show in London, wo die Werkstatt das Bike als jüngsten Custom-Build vorstellte.
Was wurde an Fahrwerk und Motor verändert?
Im Mittelpunkt der technischen Überarbeitung stehen ein Öhlins-Federbein und eine handgefertigte Edelstahlauspuffanlage. Das hintere Federbein der schwedischen Marke ist eine Neukonstruktion mit eigens abgestimmter Feder und kostet 980 Pfund (circa 1.135 Euro / 1.285 US-Dollar).
Die Auspuffanlage schlägt mit 650 Pfund (circa 750 Euro / 850 US-Dollar) zu Buche und soll laut Martin rund 15 Kilogramm (etwa 33 lbs) gegenüber dem Serienteil einsparen. Er spricht davon, dass das Originalbauteil beim Ausbau überraschend schwer gewesen sei, gefertigt aus einfachem Edelstahl und mit einem großen Katalysator in der Größe eines Schuhkartons. Die neue Anlage kommt derzeit mit einem Endschalldämpfer von Vance & Hines, wobei ein eigener Schalldämpfer in Entwicklung sein soll. Sie ist auf die serienmäßige Einspritzung abgestimmt und behält die Anschlüsse für die beiden serienmäßigen Lambdasonden, verzichtet aber auf den Serienkatalysator, was einen volleren Klang ergeben soll. Über einen herausnehmbaren Dämpfereinsatz lässt sich die Lautstärke nach Angaben der Werkstatt zusätzlich erhöhen. Auf dem Prüfstand war das Motorrad bislang nicht. Zusammen mit einem DNA-Luftfilter soll die Anlage einige zusätzliche PS bringen.

Welche Räder, Reifen und Bremsen sind verbaut?
Bei Rädern und Bremsen greift die Werkstatt auf Komponenten verschiedener Zulieferer zurück. Verbaut ist unter anderem eine schwimmend gelagerte Bremsscheibe von Free Spirits aus Italien. Dazu kommen Bridgestone-AX41-Reifen sowie Speichenräder von VMX Racing, einem auf Supermoto- und Motocross-Räder spezialisierten Hersteller aus Finnland.
Welche Optik-Teile verbaut die Martin Motorcycle Company?
Auf der Stilseite setzt der Umbau auf eine Reihe ausgewählter Anbauteile, bei gleichzeitig werksnaher Anmutung. Zum Einsatz kommen ein Fatbar-Lenkerumbau von Renthal sowie Kühler- und Scheinwerferschutz von Evotech und modifizierte Motocross-Fußrasten. Die äußeren Gabelstandrohre wurden schwarz eloxiert statt im serienmäßigen Goldton, ergänzt durch eine schwarz-goldene Antriebskette. Eine Custom-Lackierung und ein neu bezogener Sitz runden das Erscheinungsbild ab. Die Werkstatt beschreibt das Ergebnis als zurückhaltend und zielgerichtet, gebaut mit dem Anspruch, als hätte das Motorrad das Werk so verlassen können.

Was kostet die umgebaute Triumph Scrambler 400X?
Die geplante Kleinserie soll für rund 12.000 Pfund (circa 13.900 Euro / 15.700 US-Dollar) angeboten werden, jeweils inklusive Spenderfahrzeug. Zum Vergleich: Die serienmäßige Scrambler 400X steht in Deutschland mit einem Listenpreis ab circa 6.915 Euro (circa 7.830 US-Dollar) in den Preislisten. Wer nicht das komplette Motorrad möchte, kann die Komponenten laut Martin auch einzeln beziehen.
Was zeichnet die serienmäßige Triumph Scrambler 400X aus?
Die Triumph Scrambler 400X ist ein A2-taugliches Einzylinder-Modell, das gemeinsam mit dem Partner Bajaj Auto entwickelt und in Indien gefertigt wird. Der flüssigkeitsgekühlte 398-Kubikzentimeter-Motor leistet 40 PS (29 kW) bei 8.000 Umdrehungen pro Minute und liefert ein Drehmoment von 37,5 Nm (rund 27,7 lb-ft) bei 6.500 Umdrehungen. Das fahrfertige Gewicht liegt bei 179 Kilogramm (etwa 395 lbs), die Sitzhöhe bei 835 Millimetern, der Tank fasst 13 Liter. Serienmäßig sind ein abschaltbares Zweikanal-ABS und ein 19-Zoll-Vorderrad. Die hohe Verbreitung des Modells hat dazu geführt, dass sich rund um die kleine Triumph inzwischen eine wachsende Custom-Szene gebildet hat, in die sich der Umbau aus Bristol einreiht.

Häufige Fragen
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Wer baut die umgebaute Triumph Scrambler 400X?
Die Martin Motorcycle Company aus Bristol baut das Motorrad. Der Betrieb von Alex Martin ist auf Triumph spezialisiert und bietet Werkstattservice, Custom-Aufbauten und Teile an. Der gezeigte Umbau entstand zunächst für einen Kunden.
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Was kostet der Umbau der Triumph Scrambler 400X?
Die geplante Kleinserie soll rund 12.000 Pfund (circa 13.900 Euro / 15.700 US-Dollar) inklusive Spenderfahrzeug kosten. Einzelne Teile sind separat erhältlich, darunter das Öhlins-Federbein für 980 Pfund (circa 1.135 Euro / 1.285 US-Dollar) und die Auspuffanlage für 650 Pfund (circa 750 Euro / 850 US-Dollar).
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Wie viel Gewicht spart der Umbau?
Das umgebaute Motorrad soll insgesamt mehr als 15 Kilogramm (etwa 33 lbs) leichter sein als das Serienmodell. Allein die handgefertigte Edelstahlauspuffanlage spart laut Martin rund 15 Kilogramm gegenüber dem schweren Serienteil mit großem Katalysator.
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Welche Teile wurden an der Triumph Scrambler 400X verbaut?
Verbaut sind unter anderem ein Öhlins-Federbein, eine Edelstahlauspuffanlage mit Vance-&-Hines-Endschalldämpfer, eine Free-Spirits-Bremsscheibe, Bridgestone-AX41-Reifen und VMX-Speichenräder. Dazu kommen ein Renthal-Fatbar-Lenker, Evotech-Schutzteile, schwarz eloxierte Gabelrohre, eine Custom-Lackierung und ein neu bezogener Sitz.
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Ist die Triumph Scrambler 400X A2-tauglich?
Ja, das Serienmodell ist A2-tauglich. Mit 40 PS (29 kW) und einem fahrfertigen Gewicht von 179 Kilogramm sowie einer Sitzhöhe von 835 Millimetern richtet sich die Scrambler 400X auch an Fahranfänger.













