- Bis zu 25 Prozent mehr Laufleistung am Hinterrad und 18 Prozent am Vorderrad gegenüber dem A41, laut internen Tests von Bridgestone
- Verkaufsstart schrittweise ab 1. Januar 2027, zunächst in sechs Größen
- Neun weitere Größen folgen erst 2028
Wer eine große Reiseenduro fährt, ist meist mehr auf Asphalt als auf Schotter unterwegs. Für genau diese Fahrer bringt Bridgestone den Battlax Adventure A42. Er folgt auf den A41, der im Dezember 2017 auf den Markt kam. Die Eckdaten klingen deutlich: mehr Kilometer, weniger Rutschen beim Beschleunigen auf nasser Straße, ein leiserer Lauf. Ein genauer Blick lohnt sich aber, denn die Werte stammen aus einem eng gesteckten Testrahmen. Und wer nicht eine der gängigsten Dimensionen braucht, muss womöglich bis 2028 warten.

Wie aussagekräftig sind die Testwerte des Battlax Adventure A42?
Alle Verbesserungen hat Bridgestone in eigenen Tests ermittelt, und zwar nur in zwei Größen: vorne 120/70R19 und hinten 170/60R17. Wie sich der A42 in den übrigen Dimensionen gegenüber dem Vorgänger schlägt, geht aus den Herstellerangaben nicht hervor.
Innerhalb dieses Rahmens nennt Bridgestone drei Kennzahlen. Den größten Sprung soll es bei der Haltbarkeit geben: Der Hinterreifen hält laut Hersteller 25 Prozent länger als ein A41, der Vorderreifen 18 Prozent. Bei Nässe soll der neue Reifen beim Beschleunigen auf gerader Strecke 14 Prozent weniger Schlupf haben. Schlupf beschreibt, wie stark das Rad schneller dreht, als sich das Motorrad tatsächlich vorwärts bewegt. Weniger Schlupf bedeutet also, dass mehr Antrieb auf der Straße ankommt. Dazu kommt ein um 15 Prozent geringeres Abrollgeräusch.
Bridgestone weist selbst darauf hin, dass die Ergebnisse im Alltag abweichen können. Entscheidend seien die Pflege von Reifen und Motorrad, der Zustand der Fahrbahn und die Fahrweise. Unabhängige Tests gibt es bislang nicht.
Was hat Bridgestone an Mischung und Profil geändert?
Bridgestone hat beim A42 die Gummimischungen, das Profil und den Aufbau des Reifens überarbeitet. Vorder- und Hinterreifen bekommen dabei bewusst unterschiedliche Mischungen.
Vorne steckt ein flexibles Polymer im Gummi, das für mehr Haftung auf der Fahrbahn sorgen soll. Hinten setzt Bridgestone auf ein Polymer, das den Verschleiß verringert und so die Laufleistung erhöht. In beiden Mischungen wurde das Verhältnis von Silica und Ruß neu abgestimmt. Silica hilft vor allem bei Nässe, Ruß eher bei der Haltbarkeit. Die neue Abstimmung soll beides besser zusammenbringen.
Pulse Groove und neue Rillenanordnung
Optisch knüpft das Profil an die jüngeren Battlax-Reifen an, also an den Sportreifen Hypersport S23 von 2023 und den Sporttourer Sport Touring T33 von 2024. Neu im Adventure-Reifen ist die Technik Pulse Groove. Dabei pulsiert die Breite der Rillen, und kleine Leitkanten lenken das Wasser. So soll es gleichmäßiger und schneller durch die Rillen abfließen. Bridgestone nutzt dieses Prinzip schon bei Auto- und Motorradreifen.
Die Profilrillen sind außerdem anders angeordnet als beim A41. Das macht das Profil steifer, was laut Hersteller Nässeverhalten, Laufleistung und Geräusch gleichermaßen zugutekommt. Eine größere Aufstandsfläche, also der Teil des Reifens, der die Straße berührt, soll zusätzlich für mehr Stabilität und Komfort sorgen. Beim Aufbau des Reifens greift Bridgestone auf Grundlagen der Battlax-Familie zurück und ergänzt sie um neue Materialien.

Für welche Fahrer ist der Bridgestone Battlax Adventure A42 gedacht?
Der A42 richtet sich an Reiseenduro-Fahrer, die überwiegend auf der Straße unterwegs sind. Bridgestone nennt den Stadtverkehr, die Autobahn, kurvige Landstraßen und lange Touren als typische Einsätze.
Dieses Segment wächst. Laut Bridgestone ist die Nachfrage nach Reifen für Adventure-Motorräder in Europa innerhalb von zehn Jahren um 45 Prozent gestiegen. Die Zahl beruht auf zusammengefassten Daten von Tyres Europe. Schon beim A41 standen dieselben drei Ziele im Vordergrund: Sicherheit bei plötzlichem Regen, hohe Laufleistung und Komfort auf langen Strecken. Der A42 setzt an genau diesen Punkten an, statt die Ausrichtung zu ändern.
Wann kommt der Bridgestone Battlax Adventure A42 und in welchen Größen?
Der A42 kommt ab dem 1. Januar 2027 schrittweise in den Handel, je nach Land zu unterschiedlichen Terminen. In Japan ist der Start für den 1. Februar 2027 geplant. Preise hat Bridgestone noch nicht genannt.
Zum Start sind sechs Größen geplant. Fürs Vorderrad gibt es einen 21-Zoll-Reifen (90/90V21, 54V) und zwei 19-Zoll-Reifen (110/80R19, 59V und 120/70R19, 60V). Hinten stehen zwei 17-Zoll-Größen zur Wahl (170/60R17, 72V und 150/70R17, 69V) sowie eine 18-Zoll-Größe (150/70ZR18, 70W).
2028 kommen neun weitere Größen dazu. Vorne sind das zwei Varianten mit 19 Zoll (120/70ZR19, 60W und 100/90-19, 57V), eine mit 21 Zoll (90/90-21, 54V) und erstmals eine 17-Zoll-Größe (120/70ZR17, 58W). Am Hinterrad ergänzt Bridgestone vier 17-Zoll-Reifen (170/60ZR17, 72W, 160/60ZR17, 69W, 140/80R17, 69V und 130/80R17, 65H) sowie einen weiteren 18-Zöller (150/70R18, 70V).
Mehrere Größen tragen die Kennung UM. Sie dürfen auch auf Felgen für Schlauchreifen montiert werden, dann aber nur mit Schlauch. Mit dem A42 erweitert sich das Feld der Reifen-Neuheiten für die Saison 2027 um ein weiteres Modell für straßenorientierte Reiseenduros.

Häufige Fragen
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Wann ist der Bridgestone Battlax Adventure A42 erhältlich?
Der Verkauf beginnt schrittweise ab dem 1. Januar 2027, je nach Land zu unterschiedlichen Terminen. In Japan soll der Reifen ab dem 1. Februar 2027 erhältlich sein.
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Was ist beim A42 besser als beim A41?
Laut internen Bridgestone-Tests hält der A42 hinten 25 Prozent und vorne 18 Prozent länger. Bei Nässe soll er beim Beschleunigen 14 Prozent weniger Schlupf haben und insgesamt 15 Prozent leiser abrollen. Gemessen wurde nur in den Größen 120/70R19 und 170/60R17.
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Welche Größen gibt es zum Start?
2027 gibt es drei Vorderreifen in 21 und 19 Zoll sowie drei Hinterreifen in 17 und 18 Zoll. Neun weitere Größen, darunter erstmals ein 17-Zoll-Vorderreifen, folgen 2028.
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Was kostet der Bridgestone Battlax Adventure A42?
Bridgestone hat bislang keine Preise genannt. Bekannt ist nur der Starttermin ab Januar 2027.












