- Marktstart: Anfang 2027
- Neues Profil am Hinterreifen für mehr Laufleistung und weniger Abrollgeräusch
- Größen, Preise und Laufleistungswerte sind noch nicht bekannt
Mit dem Angel GT III hat Pirelli am 4. November 2026 den Nachfolger des Angel GT II angekündigt. Der Radialreifen ist für Motorradfahrer gedacht, die viel auf Tour sind und auf kurvigen Straßen trotzdem ein sportliches Fahrgefühl wollen. Pirelli verspricht ein leichteres Handling, mehr Sicherheit auf nasser Fahrbahn und ein Fahrverhalten, das sich mit zunehmendem Verschleiß weniger verändert. Am deutlichsten unterscheidet sich der neue Reifen am Hinterrad von den anderen Modellen der Angel-Familie.

Was ist beim Hinterreifen des Pirelli Angel GT III neu?
Der Hinterreifen des Angel GT III bekommt ein neues Profilmuster, das mehr Laufleistung bringen und leiser abrollen soll. Damit hebt er sich laut Pirelli von den übrigen Reifen der Angel-Familie ab.
Das Abrollgeräusch ist das Geräusch, das der Reifen beim Abrollen auf dem Asphalt erzeugt. Auf einer kurzen Runde fällt es kaum auf. Auf einer langen Tagesetappe ist es dagegen ständig da. Ein leiserer Hinterreifen soll deshalb weniger ermüden. Pirelli sieht darin nicht nur einen Gewinn an Komfort, sondern auch an Kontrolle über das Motorrad, weil ein ausgeruhter Fahrer sicherer unterwegs ist.
Um wie viel die Laufleistung steigen soll, sagt Pirelli bisher nicht. Auch konkrete Werte zur Geräuschminderung fehlen noch.
Wie soll sich der Angel GT III fahren?
Pirelli hat den Reifen vor allem auf ein leichteres Handling ausgelegt. Das Motorrad soll sich intuitiver und mit weniger Aufwand durch Kurven bewegen lassen, im Alltag ebenso wie auf langen Reisen.
Gleichzeitig will der Hersteller den sportlichen Charakter der Angel-Reihe nicht aufgeben. Präzises Einlenken, direkte Rückmeldung und Stabilität bei zügiger Fahrweise sollen erhalten bleiben. Der Angel GT III ist also nicht als reiner Komfortreifen gedacht, sondern soll beide Welten verbinden.
Mehr Sicherheit bei Nässe
Einen weiteren Schwerpunkt hat Pirelli auf das Verhalten bei Regen gelegt. Auf nasser Straße und auf anderen rutschigen Untergründen soll der Reifen mehr Vertrauen und Kontrolle vermitteln als die bisherigen Generationen. Messwerte oder Ergebnisse aus Vergleichstests gibt es dazu noch nicht.

Was passiert, wenn der Angel GT III abgefahren wird?
Der Angel GT III soll seine Fahreigenschaften auch bei zunehmendem Verschleiß gleichmäßiger behalten als seine Vorgänger. Das Fahrverhalten soll damit über die gesamte Nutzungsdauer berechenbar bleiben.
Jeder Motorradreifen verändert sich, wenn das Profil abnimmt. Für Vielfahrer zählt deshalb nicht nur, wie sich ein Reifen direkt nach der Montage anfühlt, sondern auch nach einigen tausend Kilometern. Genau diesen Bereich hat Pirelli nach eigenen Angaben mit umfangreicher Entwicklungsarbeit verbessert.
Vom Angel ST zum GT III: Die Entwicklung der Reifenfamilie
Die Angel-Reihe gibt es seit rund 15 Jahren. Den Anfang machte der Angel ST, danach folgten der Angel GT und im April 2019 der Angel GT II. Pirelli zählt die Sporttouring-Radialreifen zu den wichtigsten Segmenten auf dem europäischen Markt.
Der direkte Vorgänger brachte damals einige technische Neuerungen mit. Die Karkasse, also das tragende Gerüst des Reifens, hatte beim GT II eine Fadendichte, die sich über den Querschnitt des Reifens verändert. Dazu kamen Gummimischungen mit hohem Silica-Anteil und ein Profil, das von Intermediate-Rennreifen aus der Superbike-WM abgeleitet war. Das sind Reifen für feuchte oder abtrocknende Strecken. Pirelli wollte damit auch die Wirkung elektronischer Assistenzsysteme verbessern. Den GT II gab es vorn in 17 und 19 Zoll, hinten in 17 Zoll.
Zum Aufbau und zu den Mischungen des Angel GT III hat Pirelli bisher keine Angaben gemacht. Ob die neue Generation diese Technik weiterentwickelt oder andere Wege geht, ist deshalb noch offen.

Für welche Motorräder ist der Angel GT III gedacht?
Der Angel GT III ist für moderne Sporttourer, Crossover-Modelle und Naked Bikes mit mittlerem und großem Hubraum entwickelt. Damit deckt er Motorräder ab, die sowohl im Alltag als auch auf Reisen und bei sportlicher Fahrweise unterwegs sind.
Optisch bleibt der Reifen der Angel-Familie treu. Das neue Profilmuster greift die bekannten grafischen Elemente der Reihe auf und zeichnet sie neu. Auf der kontrastreich gestalteten Flanke stehen das Angel-Symbol und der Schriftzug „Gran Turismo“. Pirelli spielt damit auf die italienische Idee vom schnellen, bequemen Reisen an. Der Angel GT III gehört so zu den Neuheiten, mit denen die Hersteller in die Motorradsaison 2027 starten.
Wann kommt der Pirelli Angel GT III und was ist noch offen?
Der Pirelli Angel GT III soll ab Anfang 2027 im Handel erhältlich sein. Ein genaueres Datum nennt der Hersteller nicht.
Bisher fehlen wichtige Daten für eine Kaufentscheidung. Pirelli hat weder die Reifengrößen noch die Preise veröffentlicht. Auch Kilometerangaben zur höheren Laufleistung und Ergebnisse unabhängiger Tests liegen noch nicht vor. Wie groß der Fortschritt gegenüber dem Angel GT II tatsächlich ausfällt, lässt sich erst sagen, wenn der Reifen auf der Straße ist.













