- Limitiert auf 130 nummerierte Exemplare zum 130-jährigen ABT-Jubiläum
- 201 PS (148 kW) Serie, 208 PS (153 kW) mit Racing-Kit (nur Rennstrecke)
- Italienischer Listenpreis: 40.990 Euro (circa 47.960 US-Dollar), Produktionsstart Q4 2026
Wenn ein italienischer Motorradhersteller mit 75 Jahren Rennsportgeschichte auf einen deutschen Tuning-Spezialisten mit 130 Jahren Erfahrung trifft, entsteht selten ein gewöhnliches Produkt. Die MV Agusta Brutale 1000 ABT ist das Ergebnis einer Kooperation zwischen MV Agusta aus Varese und ABT Sportsline aus Kempten im Allgäu. Beide Unternehmen bewegen sich seit Jahrzehnten in der obersten Liga ihrer Branche, hatten bislang aber keine gemeinsamen Projekte. Die Brutale 1000 ABT markiert den ersten Ausflug von ABT in die Welt der Motorräder.
Warum kooperieren MV Agusta und ABT Sportsline?
Die Zusammenarbeit hat einen konkreten Anlass: ABT Sportsline feiert 2026 sein 130-jähriges Bestehen. Das Unternehmen wurde 1896 von Johann Abt als Hufschmiede in Kempten gegründet und entwickelte sich über die Jahrzehnte zu einem der bekanntesten Tuning- und Motorsportunternehmen Europas. Neben Leistungssteigerungen für Audi, Volkswagen und andere Marken des VW-Konzerns ist ABT seit Jahren im DTM-Rennsport aktiv und war bis 2021 mit einem eigenen Team in der FIA Formel E vertreten. Zum Jubiläumsjahr 2026 hat ABT mehrere limitierte Sondermodelle angekündigt, darunter den ABT RS6-LE 800 mit 800 PS und den ABT CUPRA Formentor VZ5 635. Die Brutale 1000 ABT ist das erste Projekt der Kemptener auf zwei Rädern.
MV Agusta wiederum blickt auf 75 Weltmeistertitel im Motorradrennsport zurück und fertigt seine Motorräder nach wie vor von Hand in Varese, Italien. Laut Hersteller verbinde beide Unternehmen die Philosophie, Fahrzeuge zu schaffen, die über reine Funktionalität hinausgehen. Die Stückzahl von 130 Exemplaren ist eine direkte Referenz an die 130-jährige ABT-Geschichte.
Was leistet der Motor der Brutale 1000 ABT?
Den Antrieb übernimmt der bekannte Reihenvierzylinder aus der Brutale-1000-Baureihe mit 998 Kubikzentimetern Hubraum. Der Motor wurde für die Erfüllung der Euro-5+-Abgasnorm überarbeitet und erhielt laut MV Agusta neue Nockenwellen, ein überarbeitetes Motormanagement, eine verbesserte Gasannahme, optimierte Getriebeübersetzungen und eine kürzere Endübersetzung. In der Serienabstimmung leistet der Vierzylinder 201 PS (148 kW) bei 13.500 Umdrehungen pro Minute und liefert ein maximales Drehmoment von 116 Nm bei 11.000 Umdrehungen. Die technische Basis entspricht damit der aktuellen Brutale 1000 RR, die mit einem Verdichtungsverhältnis von 13,4:1 arbeitet und laut MV Agusta 79 Millimeter Bohrung sowie 50,9 Millimeter Hub aufweist.
Zum Lieferumfang gehört ein Racing-Kit, das ausschließlich für den Rennstreckeneinsatz vorgesehen ist. Dieses Kit umfasst eine Arrow-Titanium-Auspuffanlage mit vier Endrohren im Slip-on-Format sowie ein dediziertes ECU-Mapping. Mit diesem Kit steigt die Leistung laut Hersteller auf 208 PS (153 kW) bei 14.000 Umdrehungen pro Minute. Geschaltet wird über ein Sechsganggetriebe in Kassettenbauweise.

Welches Fahrwerk steckt in der Brutale 1000 ABT?
Die Brutale 1000 ABT setzt auf ein semiaktives Öhlins-Fahrwerk mit elektronischer Regelung. Vorne arbeitet eine Öhlins Nix EC USD-Gabel mit TiN-Beschichtung an den Tauchrohren, die Druck- und Zugstufe elektronisch regelt. Hinten übernimmt ein Öhlins EC TTX Federbein mit progressiver Kennung diese Aufgabe. Ergänzt wird das System durch einen elektronisch geregelten Öhlins-Lenkungsdämpfer, der sowohl im manuellen als auch im automatischen Modus arbeitet. Die Kombination aus Druck- und Zugstufenregelung ermöglicht eine stufenlose Anpassung an unterschiedliche Fahrbedingungen.
Geschmiedete Räder an Vorder- und Hinterachse reduzieren die ungefederten Massen und sollen laut MV Agusta die Agilität und das Ansprechverhalten verbessern. Das Bremssystem besteht aus Brembo Stylema Monobloc-Sätteln in Radialbauweise und 320-Millimeter-Bremsscheiben vorne. Zum Racing-Kit gehören zusätzlich Braking Batfly Bremsscheiben mit profilierter Kanalgeometrie, die nur für den Rennstreckeneinsatz vorgesehen sind.
Was unterscheidet die ABT-Edition vom Serienmodell?
Das auffälligste Unterscheidungsmerkmal ist die Lackierung in Nero Carbonio Metallizzato und Rosso Fuoco, die laut Hersteller die Identitäten beider Marken visuell zusammenführen soll. Die Grafiken werden in einem aufwendigen Verfahren mit Wasserdekal-Technik appliziert. Dabei werden die Dekore manuell aufgebracht, in kontrollierten Trocknungszyklen ausgehärtet und anschließend unter Klarlack versiegelt. Das Ergebnis ist eine glatte Oberfläche ohne spürbare Kanten, die laut MV Agusta eine hohe UV-Beständigkeit und Haltbarkeit aufweist.
Ein erzählerisches Element zieht sich über beide Seiten des Motorrads: Auf einer Seite ist die deutsche Flagge zusammen mit dem ABT-Slogan „FROM THE RACETRACK TO THE ROAD“ platziert, auf der anderen Seite die italienische Flagge mit dem MV-Agusta-Claim „MOTORCYCLE ART“.
19 Bauteile aus Carbon
Insgesamt 19 Komponenten der Brutale 1000 ABT bestehen aus Kohlefaser mit Plain-Weave-Oberfläche. Dazu gehören die vorderen Schutzblechwangen, die Airbox-Abdeckung, die Armaturenbrettverkleidung, die inneren Luftkanäle, die Seitenverkleidungen des Tanks, neu gestaltete Unterverkleidungen mit MV-Agusta- und ABT-Branding, die Scheinwerferabdeckungen, der Frontspoiler, die Hitzeschutzbleche, die Carbon-Hinterradabdeckung sowie die Motordeckel auf Kupplungs- und Getriebeseite. Hinzu kommen eine lackierte Carbon-Soziusabdeckung und eine Unterverkleidung am Heck.
Alcantara-Sitzbank und Automotive-Designelemente
Die Sitzbank ist mit Alcantara SOFT bezogen und verfügt über ein Wabenmuster, das laut MV Agusta von den Innenräumen exklusiver Sportwagen inspiriert ist. Eine 5-Millimeter-Schaumstoffschicht unter dem Alcantara-Bezug soll den Sitzkomfort verbessern. Die Brembo Stylema Bremssättel sind schwarz lackiert und tragen rote Brembo-Logos, ein Designelement, das ebenfalls aus dem Automobilbereich stammt.
Das optisch markanteste Bauteil ist die Carbon-Hinterradabdeckung, die an Turbofan-Felgen aus dem Motorsport angelehnt ist. Laut MV Agusta reduziert dieses Bauteil aerodynamische Verwirbelungen am Hinterrad und trägt zu einem verbesserten Luftwiderstandsbeiwert bei.

Was umfasst das Ownership-Paket?
Jede der 130 nummerierten Brutale 1000 ABT wird mit einem umfangreichen Paket ausgeliefert. Darin enthalten sind die Arrow-Titanium-Auspuffanlage mit dediziertem ECU-Mapping (nur Rennstreckeneinsatz), die Braking Batfly Bremsscheiben (nur Rennstreckeneinsatz), eine lackierte Carbon-Soziusabdeckung, Schwingendrehpunkt-Einstellplatten, eine eigens gestaltete Motorradabdeckung, ein Welcome-Kit mit Echtheitszertifikat sowie eine Box mit Kleinteilen und Montageanleitungen.
Was kostet die MV Agusta Brutale 1000 ABT?
Der italienische Listenpreis liegt bei 40.990 Euro (circa 47.960 US-Dollar). Damit positioniert sich die Brutale 1000 ABT deutlich oberhalb der regulären Brutale 1000 RR. Zum Vergleich: Die Brutale 1000 RR Assen, die ebenfalls als limitierte Edition mit Racing-Kit angeboten wird und auf 300 Exemplare begrenzt war, lag zuletzt bei einem US-Listenpreis von 46.998 US-Dollar. Die Produktion der Brutale 1000 ABT soll laut MV Agusta im vierten Quartal 2026 beginnen. Preise für den deutschen Markt hat der Hersteller bislang nicht kommuniziert, vereinzelte Händler listen das Modell bereits zur Reservierung.

Wie ordnet sich die Brutale 1000 ABT in die Modellpalette ein?
Die Brutale-1000-Baureihe bildet die Spitze des MV-Agusta-Naked-Bike-Programms. Die technische Basis mit dem 998-Kubikzentimeter-Reihenvierzylinder, dem Stahlrohr-Gitterrahmen aus CrMo-Stahl und dem einseitigen Aluminium-Schwingarm teilen sich mehrere Varianten. Die Standard-Brutale 1000 und die RS richten sich an Fahrer, die eine etwas komfortablere Sitzposition bevorzugen, während die RR mit Öhlins-Elektronikfahrwerk, Carbon-Komponenten und leichteren Interna den Spitzenplatz in der Hierarchie einnimmt. In den vergangenen Jahren hat MV Agusta regelmäßig limitierte Sonderversionen der Brutale 1000 aufgelegt: die Serie Oro, die Nürburgring-Edition (150 Stück) und die Assen-Edition (300 Stück). Die ABT-Version reiht sich in diese Tradition ein, setzt aber mit der erstmaligen Kooperation mit einem automobilen Tuning-Partner einen neuen Akzent innerhalb der MV-Agusta-Modellhistorie.

Häufige Fragen
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Was kostet die MV Agusta Brutale 1000 ABT?
Der italienische Listenpreis beträgt 40.990 Euro (circa 47.960 US-Dollar). Preise für den deutschen Markt stehen noch nicht fest. Das Modell ist auf 130 nummerierte Exemplare weltweit limitiert.
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Wie viel PS hat die MV Agusta Brutale 1000 ABT?
In der Serienabstimmung leistet die Brutale 1000 ABT 201 PS (148 kW) bei 13.500 Umdrehungen pro Minute. Mit dem mitgelieferten Racing-Kit steigt die Leistung auf 208 PS (153 kW) bei 14.000 Umdrehungen, wobei dieses Kit nur für den Rennstreckeneinsatz vorgesehen ist.
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Wann kommt die Brutale 1000 ABT auf den Markt?
MV Agusta plant den Produktionsstart für das vierte Quartal 2026. Einzelne Händler nehmen bereits Reservierungen entgegen.
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Warum ist die Brutale 1000 ABT auf 130 Stück limitiert?
Die Stückzahl 130 ist eine Referenz an das 130-jährige Bestehen von ABT Sportsline. Das Kemptener Unternehmen wurde 1896 gegründet und feiert 2026 sein Jubiläum mit mehreren limitierten Sondermodellen.
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Was ist im Racing-Kit der Brutale 1000 ABT enthalten?
Das Racing-Kit umfasst eine Arrow-Titanium-Auspuffanlage mit vier Endrohren und ein dediziertes ECU-Mapping. Zusätzlich gehören Braking Batfly Bremsscheiben mit 320 Millimetern Durchmesser zum Kit. Alle Racing-Komponenten sind ausschließlich für den Rennstreckeneinsatz zugelassen.

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