- Abo über 24 Monate für 400 australische Dollar im Monat (circa 246 Euro / 285 US-Dollar)
- Zulassung und Versicherung sind im Preis enthalten, Partner ist der Abo-Anbieter Carbar
- In Deutschland kostet die WN7 15.409 Euro (circa 17.863 US-Dollar) inklusive Überführung
Wer sich ein neues Motorrad kauft, übernimmt damit automatisch ein Risiko: Niemand weiß, was die Maschine in drei oder fünf Jahren noch wert ist. Bei Motorrädern mit Verbrennungsmotor lässt sich das aus Erfahrung recht gut schätzen. Bei Elektromotorrädern ist das anders. Batterietechnik, Ladeleistung und Reichweite entwickeln sich schnell weiter, und ein Modell von heute kann in wenigen Jahren technisch deutlich zurückliegen. Genau an dieser Stelle setzt Honda in Australien an und geht einen Weg, den es so bei einem großen Motorradhersteller bisher nicht gab.

Wie funktioniert das Honda WN7 Abo in Australien?
Honda Australien bietet die WN7 über ein Abonnement mit einer Laufzeit von zwei Jahren an, der Monatspreis liegt bei 400 australischen Dollar (circa 246 Euro / 285 US-Dollar). Zulassung und Versicherung sind darin enthalten, abgewickelt wird das Ganze über eine Zusammenarbeit mit dem australischen Abo-Anbieter Carbar.
Der Hersteller weist darauf hin, dass der genannte Preis vorläufig ist und sich noch ändern kann. Außerdem entscheidet Honda gemeinsam mit dem Abo-Anbieter, wer ein Fahrzeug bekommt. Es gelten Bonitäts- und Eignungskriterien, und die Zahl der Fahrzeuge ist begrenzt. Interessenten können sich derzeit über ein Formular registrieren lassen. Laut Medienberichten sollen zunächst nur 50 Exemplare nach Australien gehen, und das Land soll in dieser ersten Auslieferungsrunde der einzige Markt außerhalb Europas sein. Honda selbst bestätigt diese Zahl bisher nicht und spricht lediglich von begrenzter Verfügbarkeit.
Kann man die Honda WN7 in Australien auch kaufen?
Bisher nicht. Honda Australien nennt für die WN7 keinen Kaufpreis und bewirbt ausschließlich das Abo. Eine reguläre Modellseite mit Straßenpreis, wie sie für andere Modelle im australischen Programm üblich ist, gibt es für die WN7 nicht.
Ausdrücklich ausgeschlossen hat Honda den späteren Verkauf allerdings nicht. Denkbar ist, dass die erste Lieferung komplett ins Abo geht und der Hersteller je nach Resonanz nachlegt. Solange Honda dazu nichts weiter mitteilt, bleibt das Abo für australische Interessenten die einzige bekannte Möglichkeit, an das Motorrad zu kommen.

Warum setzt Honda ausgerechnet in Australien auf ein Abo?
Das Abo nimmt dem Kunden das Risiko des Wertverlusts ab und verlagert es auf den Anbieter. Wer nur monatlich zahlt, muss sich keine Gedanken darüber machen, was die Maschine am Ende noch wert ist.
Elektromotorräder haben es in Australien bisher schwer. Als Gründe gelten der hohe Anschaffungspreis, die unsichere Weiterverkaufssituation, Fragen zur Lebensdauer der Batterie und das schnelle Tempo, in dem sich die Technik verändert. All das führt dazu, dass viele Interessenten zögern, bevor sie eine größere Summe investieren. Ein Abo senkt diese Hürde deutlich, weil keine hohe Einmalzahlung nötig ist. Für Honda hat das Modell einen zweiten Vorteil: Der Hersteller erfährt in einem überschaubaren Rahmen, ob es überhaupt genug Interesse an einem elektrischen Naked Bike gibt, ohne dass Händler auf teuren Beständen sitzen bleiben.
Was kostet die Honda WN7 in Deutschland?
In Deutschland steht die WN7 mit 14.780 Euro (circa 17.134 US-Dollar) ab Werk in der Preisliste, inklusive Überführung ruft Honda 15.409 Euro (circa 17.863 US-Dollar) auf. Der Preis gilt für beide Leistungsvarianten, also sowohl für die A2-Version als auch für die auf 11 kW gedrosselte A1-Ausführung.
Wer die Summe nicht auf einmal aufbringen möchte, findet über die Honda Bank Finanzierungs- und Leasingangebote. Ein von Händlern beworbenes Beispiel arbeitet mit einer Anzahlung von rund 7.690 Euro, einer Zahlpause von 23 Monaten und einer Schlussrate von etwa 8.315 Euro bei einem effektiven Jahreszins von 3,99 Prozent. Das ist ein unverbindliches Rechenbeispiel und kein festes Angebot, zeigt aber die Größenordnung. Gegenüber dem australischen Abo fällt der Unterschied deutlich aus: Dort summieren sich 24 Monate auf 9.600 australische Dollar (circa 5.900 Euro / 6.840 US-Dollar), am Ende gehört das Motorrad dem Fahrer allerdings nicht. Dafür sind Zulassung und Versicherung bereits abgedeckt, was bei einer deutschen Finanzierung zusätzlich anfällt.

Wird die Honda WN7 in den USA angeboten?
Nein. Honda hat die WN7 für Nordamerika bisher nicht ins Programm genommen. Als Begründung wurde vor allem die dünne Ladeinfrastruktur genannt, die für ein Motorrad mit begrenzter Reichweite ein echtes Problem darstellt.
Damit bleibt der amerikanische Markt vorerst außen vor, obwohl dort mit anderen Anbietern durchaus elektrische Motorräder verkauft werden. Ein Abo nach australischem Vorbild wäre in den USA also frühestens dann ein Thema, wenn Honda das Modell dort überhaupt einführt.
Welche Nachteile hat ein Motorrad-Abo?
Ein Abo kann über längere Zeit teurer werden als ein Kauf, und es entsteht kein Eigentum. Wer zwei Jahre lang zahlt, hat am Ende keinen Gegenwert in der Garage stehen.
Dazu kommen die vertraglichen Bedingungen. Bei Abo-Modellen sind Kilometerbegrenzungen oder Vorgaben zur Nutzung üblich, ebenso Regelungen für Schäden und Rückgabe. Für die WN7 nennt Honda dazu bisher keine Details. Auch ob Wartung, Verschleißteile und Reifen im Monatspreis enthalten sind, geht aus den bisher veröffentlichten Angaben nicht hervor. Angegeben sind ausdrücklich nur Zulassung und Versicherung.
Bei der Laufzeit gibt es zudem widersprüchliche Angaben. Honda Australien nennt auf der eigenen Seite ausdrücklich ein Abonnement über zwei Jahre und weist die 400 Dollar im Monat als Preis für eine 24-monatige Laufzeit aus. In Medienberichten war dagegen von einem Angebot ohne feste Bindung die Rede, das sich mit zwei Wochen Frist kündigen oder ändern lassen soll. Bestätigt ist diese Version bisher nicht.

Wäre ein Abo auch für den europäischen Markt denkbar?
Technisch spricht nichts dagegen, offiziell angekündigt hat Honda einen solchen Schritt für Europa bisher aber nicht. In Deutschland läuft der Vertrieb weiter über den klassischen Weg aus Barkauf, Finanzierung und Leasing.
Bei Autos ist der Gedanke längst Alltag. Leasing, Finanzierungen mit Schlussrate und Gehaltsumwandlungsmodelle haben dafür gesorgt, dass viele Fahrer ihr Fahrzeug gar nicht mehr besitzen, sondern nur noch nutzen. Die Motorradbranche hat diesen Weg mit Finanzierungsangeboten bereits ein Stück weit eingeschlagen. Ein Abo wäre der nächste Schritt und nicht auf Elektromodelle beschränkt. Auch bei einem Motorrad mit Verbrennungsmotor kann das reizvoll sein, etwa für eine einzelne Saison oder für Fahrer, die jedes Jahr etwas anderes fahren möchten, ohne sich um den Verkauf kümmern zu müssen. Bei Elektromotorrädern ist der Anlass allerdings am größten, weil dort die Unsicherheit über den Restwert am höchsten ist.
Was die WN7 technisch mitbringt
Die WN7 ist Hondas erstes vollwertiges Elektromotorrad und stammt vom EV FUN Concept ab, das 2024 in Mailand gezeigt wurde. Der wassergekühlte Elektromotor leistet in der Spitze 68 PS (50 kW), die Dauerleistung liegt bei 24,5 PS (18 kW) und macht das Modell A2-tauglich. Das maximale Drehmoment beträgt 100 Nm (73,8 lb-ft). Die fest verbaute Batterie hat 9,3 kWh, die Kraft gelangt über einen Riemen ans Hinterrad, ein Getriebe gibt es nicht. Für Fahrer mit A1-Führerschein oder Schlüsselzahl B196 gibt es eine Variante mit 11 kW Dauerleistung.
Die Reichweite gibt Honda nach dem WMTC-Zyklus mit 140 km an, die schwächere Version kommt auf 154 km. In Fahrberichten wurde bei zügiger Fahrweise ein praxisnaher Wert von rund 95 bis 100 km genannt. Geladen wird über Typ 2 oder CCS2, ein Sprung von 20 auf 80 Prozent dauert am Schnelllader etwa 30 Minuten. Das fahrfertige Gewicht liegt bei 217 kg (rund 478 lbs), die Sitzhöhe bei 800 mm, die Höchstgeschwindigkeit bei 129 km/h. Damit ist die WN7 klar auf Stadt und kurze Ausfahrten ausgelegt, und genau das macht sie zu einem passenden Kandidaten für ein Abo: Wer sie nur zwei Jahre nutzt, muss sich um die Entwicklung der Batterietechnik keine Sorgen machen.

Häufige Fragen
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Was kostet das Honda WN7 Abo in Australien?
Das Abo kostet 400 australische Dollar im Monat (circa 246 Euro / 285 US-Dollar). Zulassung und Versicherung sind enthalten, die Laufzeit beträgt nach Angaben von Honda Australien 24 Monate. Der Preis ist vorläufig und kann sich noch ändern.
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Gibt es das Honda WN7 Abo auch in Deutschland?
Nein, das Abo ist bisher nur für Australien angekündigt. In Deutschland wird die WN7 über Kauf, Finanzierung und Leasing angeboten und kostet 15.409 Euro inklusive Überführung. Ob Honda das Abo auf weitere Märkte überträgt, ist offen.
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Wie viele Exemplare der Honda WN7 kommen nach Australien?
Honda spricht offiziell nur von einer begrenzten Verfügbarkeit und nennt keine Zahl. Laut Medienberichten sollen zunächst 50 Motorräder in den australischen Markt gehen. Eine Bestätigung des Herstellers dazu gibt es bisher nicht.
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Wie weit kommt die Honda WN7 mit einer Ladung?
Honda gibt die Reichweite nach dem WMTC-Zyklus mit 140 km an, bei der 11-kW-Version sind es 154 km. In Fahrberichten wurde bei normaler bis zügiger Fahrweise ein praxisnaher Wert von rund 95 bis 100 km genannt. An einem CCS2-Schnelllader dauert der Sprung von 20 auf 80 Prozent etwa 30 Minuten.












