- Limitiert auf 500 nummerierte Exemplare, eine zweite Auflage ist nicht geplant
- 80 PS (circa 59 kW) und laut Hersteller 123,4 kg (circa 272 lbs)
- In Deutschland 14.990 Euro (circa 17.210 US-Dollar), erste Auslieferungen ab Oktober 2026
Wer bei der Sköll ein komplett neues Motorrad erwartet, liegt falsch. Die Sonderedition baut auf der bekannten VARG SM auf, der straßenzugelassenen Supermoto von Stark Future. Vorgestellt hat der Hersteller sie am 16. September 2026 in Barcelona. Rahmen, Akku, Motor und Antrieb bleiben gleich. Geändert hat Stark drei Dinge: das Gewicht, die Ausstattung und die Optik. Als Sondermodell der VARG SM gehört die Sköll damit zu den Elektro-Neuheiten des Jahrgangs 2026, die noch in diesem Jahr ausgeliefert werden sollen.

Was unterscheidet die Stark VARG SM Sköll von der normalen VARG SM?
Die Sköll hat serienmäßig die volle ALPHA-Ausstattung, wiegt 1,1 kg weniger und ist fast komplett schwarz. Technisch bleibt die Plattform der VARG SM unverändert.
Der Name kommt aus der nordischen Mythologie. Dort ist Sköll ein Wolf, der die Sonne jagt. Stark überträgt dieses Bild auf die fast vollständig schwarze Supermoto.
Die ALPHA-Spezifikation ist bei Stark die höchste Leistungsstufe. Die normale VARG SM kommt serienmäßig mit 60 PS (circa 44 kW), die Sköll dagegen mit einer Spitzenleistung von 80 PS (circa 59 kW). Am Hinterrad gemessen, also inklusive der Übersetzung, gibt Stark ein Drehmoment von 914 Nm (circa 674 lb-ft) an. Zum ALPHA-Paket gehört außerdem die Dynamic Traction Control, eine Traktionskontrolle, die das Durchdrehen des Hinterrads verhindert und sich vom Fahrer einstellen lässt.
Unter der schwarzen Oberfläche steckt die gewohnte Technik. Der Rahmen besteht aus Stahl. Der Akku mit 7,2 kWh ist ein tragendes Bauteil des Motorrads. Der Elektromotor steckt in einer Hülle aus Carbon und hat den Wechselrichter direkt integriert. Der Wechselrichter wandelt den Gleichstrom aus dem Akku in Wechselstrom für den Motor um. Neu dazu kommen gravierte Gabelbrücken, die auf die limitierte Auflage hinweisen, und eine Sitzbank mit einem Bezug in Alcantara-Optik.
Wie spart die VARG SM Sköll 1,1 Kilogramm Gewicht?
Die komplette Gewichtsersparnis kommt von Bauteilen aus Titan. Am Rahmen oder am Antrieb hat Stark dafür nichts verändert.
Zwei Maßnahmen machen den Unterschied. Die Fußrasten entstehen im 3D-Druck aus Titan und sind 140 Gramm (circa 0,3 lbs) leichter als die Serienteile. Das Material sitzt dabei laut Hersteller nur dort, wo die Belastung es verlangt. Ein vollständiger Schraubensatz aus Titan spart weitere 900 Gramm (circa 2 lbs). Zusammen sind das 1,1 kg (circa 2,4 lbs). Das Gewicht sinkt damit laut Hersteller von 124,5 kg (circa 274,5 lbs) bei der normalen VARG SM auf 123,4 kg (circa 272 lbs) bei der Sköll. Nach Angaben von Stark wiegt keine bisher gebaute VARG SM weniger.
Wichtig ist, wo das Gewicht eingespart wird. Es geht um Bedienelemente und Schrauben, nicht um ungefederte oder rotierende Massen wie Räder oder Bremsscheiben. Radführung, Federung und Dämpfung verhalten sich deshalb genauso wie bei der normalen SM. Das geringere Gesamtgewicht soll aber die Trägheit des Motorrads senken. Laut Stark wird die Sköll dadurch bei schnellen Richtungswechseln agiler, und das Vorderrad soll sich leichter anheben lassen.

Welche Bauteile sind bei der VARG SM Sköll schwarz?
Nahezu jedes Bauteil, das sich schwärzen lässt, ist bei der Sköll schwarz. Stark nutzt dafür eine Mischung aus Eloxieren, Pulverbeschichtung und speziellen Tiefschwarz-Verfahren.
Die Liste ist lang. Schwarz sind die obere und untere Gabelbrücke, der Lenkkopf samt Mutter, die Schwinge, das Motorgehäuse mit den Seitendeckeln, das Gehäuse des Wechselrichters, die Docking-Station, der Schalter für die Fahrmodi am Lenker und die Kappe der Ladebuchse. Die beiden Gabelbrücken sind schwarz eloxiert und tragen die Gravur der limitierten Edition.
Ein Bauteil hat Stark bewusst nicht geschwärzt. Die Kette vom Typ RK 520 MXU mit extra breiten Dichtringen behält ihre goldene Farbe. Sie läuft auf einem hinteren Kettenrad aus 7075-T6, einer hochfesten Aluminiumlegierung. Der goldene Farbtupfer ist nach Darstellung des Herstellers ein gewollter Kontrast und kein Versehen.
Antrieb, Akku und Elektronik der VARG SM Sköll
Beim Antrieb setzt die Sköll auf eine einzige feste Übersetzung. Es gibt kein Getriebe und keine Kupplung zwischen Motor und Hinterrad. Der Akku arbeitet mit einer Spannung von 420 Volt.
Die Elektronik lässt viel Spielraum. Die Traktionskontrolle steht in allen Fahrmodi zur Verfügung und kann angepasst werden. Das gilt auch für die Leistungskurven und die Rekuperation, also die Rückgewinnung von Energie beim Bremsen und Rollen. Laut Hersteller lassen sich dafür Kurven mit jeweils zehn Punkten festlegen. Die Fahrmodi können während der Fahrt über den Schalter am Lenker gewechselt werden. Zum Rangieren gibt es den Crawl Mode, mit dem das Motorrad langsam rückwärts fährt. Außerdem sind die digitalen Sicherheitssysteme an Bord, die schon von der VARG bekannt sind.
Im Cockpit sitzt das Arkenstone-Display. Es bietet eine Navigation mit Abbiegehinweisen, die auch abseits der Straße funktioniert, dazu Offline-Karten, das Aufzeichnen und Abfahren von GPX-Strecken, eine Zeitmessung für Runden und Sessions sowie Software-Updates per Funk.
Welche Reichweite hat die VARG SM Sköll?
Stark gibt für die Sköll eine Reichweite von bis zu 183 km im Stadtverkehr an. Im gemischten Betrieb am Stadtrand sollen es 118 km sein, im WMTC-Zyklus 81 km. WMTC ist ein genormter Messzyklus für Motorräder, der Stadt, Landstraße und Autobahn kombiniert.
Geladen wird mit dem mobilen Ladegerät von Stark. Es leistet 3,3 kW, wiegt 2,2 kg (circa 4,9 lbs) und passt laut Hersteller in einen Rucksack. An einer 220-Volt-Steckdose mit 16 Ampere soll der Akku in rund 82 Minuten von 0 auf 80 Prozent kommen. Eine volle Ladung dauert an 240 Volt rund zwei Stunden, an 120 Volt etwa dreieinhalb Stunden.

Welches Fahrwerk und welche Bremsen hat die VARG SM Sköll?
Die Sköll nutzt das voll einstellbare Supermoto-Fahrwerk von KYB. Gebremst wird mit Brembo-Anlagen.
Vorne arbeitet eine 48-Millimeter-Gabel mit geschlossener Kartusche, bei der sich Druck- und Zugstufe einstellen lassen. Das Federbein hinten bietet Einstellungen für Federvorspannung, Zugstufe sowie Druckstufe im High- und Low-Speed-Bereich. Der Federweg beträgt vorne 290 mm und hinten 303 mm. Ab Werk ist das Fahrwerk auf eine mittlere Abstimmung für Fahrer zwischen 75 und 95 kg (circa 165 bis 209 lbs) eingestellt.
Vorne greift ein Vierkolben-Bremssattel in eine Scheibe mit 320 mm Durchmesser, hinten ein Einkolben-Sattel in eine 220-mm-Scheibe. Die Hinterradbremse lässt sich optional auch per Hebel am Lenker bedienen. Aufgezogen sind Pirelli Diablo Rosso IV in den Größen 120/70-17 vorne und 140/70-17 hinten.
Welchen Führerschein braucht man für die Stark VARG SM Sköll?
In Deutschland und im übrigen Europa reicht für die Sköll der Führerschein A1. Das gilt genauso wie bei der normalen VARG SM.
Der Grund liegt in der Art, wie die Leistung gemessen wird. Für die Einstufung zählt die Dauerleistung des Elektromotors und nicht die Spitzenleistung von 80 PS. In Spanien, Italien, Frankreich und Portugal darf die Sköll laut Hersteller sogar mit dem Autoführerschein der Klasse B gefahren werden. Eine Straßenzulassung hat die Sonderedition ab Werk, sie wird mit einer EU-Konformitätsbescheinigung ausgeliefert. In den USA ist sie mit dem Motorradführerschein der Klasse M ab 16 Jahren zugelassen.

Was kostet die Stark VARG SM Sköll in Deutschland?
In Deutschland kostet die Sköll laut Stark 14.990 Euro (circa 17.210 US-Dollar). Die normale VARG SM mit 60 PS startet bei 12.990 Euro (circa 14.910 US-Dollar), der Unterschied liegt also bei 2.000 Euro (circa 2.300 US-Dollar).
Einen Teil der Sköll-Ausstattung gibt es für die normale SM auch einzeln. Im Konfigurator kostet der Titan-Schraubensatz 600 Euro (circa 690 US-Dollar) Aufpreis, die Titan-Fußrasten kosten 120 Euro (circa 140 US-Dollar). Die Leistungsstufe mit 80 PS lässt sich ebenfalls wählen, ein Euro-Preis dafür wird im Konfigurator aber nicht ausgewiesen. Auf der deutschen Website von Stark ist die Sköll aktuell als nicht vorrätig markiert. Interessenten können sich dort benachrichtigen lassen.
In anderen Märkten sieht die Rechnung so aus: In Großbritannien kostet die Sköll 12.990 Pfund (circa 15.150 Euro / 17.390 US-Dollar) und damit 1.000 Pfund (circa 1.170 Euro / 1.340 US-Dollar) mehr als die normale SM. Genau diesen Betrag verlangt Stark dort auch für das ALPHA-Upgrade der Standardversion. In den USA liegt der Preis bei 14.990 US-Dollar (circa 13.060 Euro).
Wann wird die VARG SM Sköll ausgeliefert?
Die ersten Exemplare der Sköll sollen ab Oktober 2026 an die Kunden gehen. In den USA nennt Stark für neue Bestellungen derzeit den 10. Dezember 2026 als voraussichtlichen Liefertermin.
Die Produktion ist weltweit auf 500 Stück begrenzt. Einen zweiten Produktionslauf plant Stark Future nach eigenen Angaben nicht. Wer eine Sköll haben möchte, ist also auf eine der 500 nummerierten Maschinen angewiesen. Wer auf die schwarze Optik und die Gravur verzichten kann, findet die gleiche technische Basis weiterhin in der normalen VARG SM.

Häufige Fragen
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Was kostet die Stark VARG SM Sköll?
In Deutschland kostet die Stark VARG SM Sköll 14.990 Euro (circa 17.210 US-Dollar). Das sind 2.000 Euro mehr als die normale VARG SM mit 60 PS. In Großbritannien liegt der Preis bei 12.990 Pfund, in den USA bei 14.990 US-Dollar.
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Wie viele Exemplare der Stark VARG SM Sköll gibt es?
Von der Stark VARG SM Sköll entstehen weltweit 500 nummerierte Exemplare. Eine zweite Auflage ist laut Stark Future nicht geplant.
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Wie viel wiegt die Stark VARG SM Sköll?
Die Stark VARG SM Sköll wiegt laut Hersteller 123,4 kg (circa 272 lbs). Das sind 1,1 kg weniger als bei der normalen VARG SM, die auf 124,5 kg kommt. Die Ersparnis stammt von Titan-Fußrasten und einem Schraubensatz aus Titan.
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Welche Reichweite hat die VARG SM Sköll?
Die Reichweite liegt laut Hersteller bei bis zu 183 km im Stadtverkehr. Im WMTC-Messzyklus sind es 81 km. Mit dem mobilen Ladegerät dauert eine volle Ladung an 240 Volt rund zwei Stunden.
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Darf man die VARG SM Sköll mit dem A1-Führerschein fahren?
Ja, in Deutschland und im übrigen Europa ist die VARG SM Sköll mit dem Führerschein A1 fahrbar. Maßgeblich ist die Dauerleistung des Motors. In Spanien, Italien, Frankreich und Portugal reicht sogar der Autoführerschein.












