- Preis in Deutschland: 11.990 Euro plus 305 Euro Liefernebenkosten
- Technik identisch mit der Standard-Monster: 890-cm³-V2, 111 PS, 175 kg ohne Kraftstoff
- Händlerstart ab November 2026, auch als A2-Version mit 35 kW
Die Monster Dark ist die neue Einstiegsversion der Ducati-Baureihe. Optisch setzt sie auf mattes Schwarz, schwarze Räder und bewusst unlackierte Bauteile. Technisch übernimmt sie Rahmen, Motor, Fahrwerk und das komplette Paket an Fahrhilfen der aktuellen Monster. Den Preisunterschied holt Ducati über eine etwas kleinere Serienausstattung herein. Damit reiht sich die Dark in die Neuheiten für das Modelljahr 2027 ein und greift zugleich ein Kapitel der Monster-Geschichte auf.

Was unterscheidet die Monster Dark von der normalen Monster?
Die Dark unterscheidet sich von der Standard-Monster vor allem durch ihre Optik und eine reduzierte Serienausstattung. Der wichtigste Punkt ist der Quickshifter: Bei der Monster und der Monster+ ist der Ducati Quick Shift 2.0 serienmäßig verbaut, bei der Dark nicht.
Ein Quickshifter mit Blipper-Funktion erlaubt das Hoch- und Runterschalten ohne Kupplung. Bei der Dark lässt sich das System nur über das Zubehör nachrüsten. Auch bei den Blinkern spart Ducati. Die Dark hat statische Blinker, die anderen Versionen haben dynamische Blinker, die sich nach dem Abbiegen von selbst zurückstellen.
Der Rest der Unterschiede betrifft das Aussehen. Die Lackierung heißt Dark Stealth und ist durchgehend mattschwarz. Rote Akzente früherer Stealth-Versionen fallen weg. Die Felgen sind ebenfalls schwarz, die Sitzbank ist einheitlich mit nur einem Material bezogen. Einige Teile bleiben bewusst unlackiert und zeigen ihre Metalloberfläche:
- der vordere Rahmenteil (Front Frame)
- der Ansaugschnorchel
- die Endkappen der Auspuffanlage
Farbe bringt nur noch die gelbe Feder des Federbeins ins Spiel. Die typischen Monster-Merkmale bleiben erhalten: der runde Scheinwerfer zwischen den „Schultern“ des Tanks, dessen Form an einen Bisonrücken erinnert, die durchgehende Sitzbank für Fahrer und Sozius und das kurze Heck.
Was kostet die Ducati Monster Dark?
In Deutschland kostet die Ducati Monster Dark 11.990 Euro (circa 13.345 US-Dollar), dazu kommen 305 Euro (circa 339 US-Dollar) Liefernebenkosten. In Österreich liegt der Preis bei 13.995 Euro (circa 15.576 US-Dollar) inklusive Normverbrauchsabgabe (NoVA).
Wie groß der Abstand zur Standard-Monster ist, zeigen die Preise in anderen Märkten:
- Schweiz: Die Dark startet bei 11.990 Franken (circa 13.000 Euro / 14.470 US-Dollar), die Standard-Monster bei 13.490 Franken (circa 14.630 Euro / 16.280 US-Dollar). Das sind 1.500 Franken (circa 1.630 Euro / 1.810 US-Dollar) Unterschied.
- Großbritannien: 10.995 Pfund (circa 13.155 Euro / 14.640 US-Dollar) für die Dark gegenüber 12.395 Pfund (circa 14.830 Euro / 16.505 US-Dollar) für die Standard-Monster. Die Differenz beträgt 1.400 Pfund (circa 1.675 Euro / 1.865 US-Dollar).
- USA: 12.995 US-Dollar (circa 11.675 Euro) für die Dark. Die Monster kostet dort 13.325 US-Dollar (circa 11.970 Euro), die Monster+ 13.995 US-Dollar (circa 12.575 Euro) und die Monster SP 16.595 US-Dollar (circa 14.910 Euro).
In allen genannten Märkten ist die Dark damit die günstigste Monster. Auffällig ist, dass der Abstand in den USA mit 330 US-Dollar (circa 296 Euro) deutlich kleiner ausfällt als in Europa. Wer den Quickshifter ohnehin haben möchte, muss ihn bei der Dark als Zubehör dazurechnen.

Ist die Monster Dark leichter als die Standard-Monster?
Nein. Die Monster Dark wiegt fahrbereit ohne Kraftstoff 175 kg (386 lbs) und damit genauso viel wie die aktuelle Standard-Monster. Ducati nennt zwar eine Ersparnis von 4 kg, diese bezieht sich aber auf die Generation vor 2026. Die rote Standard-Monster hat diesen Gewichtsvorteil bereits mit ihrem Modellwechsel zum Modelljahr 2026 erhalten.
Wichtig ist auch, wie der Wert gemessen wird: Die 175 kg gelten ohne Kraftstoff. Mit vollem 14-Liter-Tank liegt das Gewicht entsprechend höher.
Den Großteil der Ersparnis bringt der Aluminium-Monocoque-Rahmen, der direkt mit dem Motor verschraubt ist. Der Motor ist dabei mittragendes Teil des Chassis. Der Heckrahmen kombiniert eine Struktur aus Technopolymer, also einem technischen Kunststoff, mit einem Stahl-Gitterrohrrahmen. Das klassische Stahl-Gitterrohr als Hauptrahmen, lange ein Markenzeichen der Monster, gibt es damit nicht mehr.
Fahrwerk, Bremsen und Sitzhöhe
Vorn arbeitet eine Upside-down-Gabel von Showa mit 43 mm Standrohrdurchmesser, die nicht einstellbar ist. Hinten sitzt ein Showa-Federbein, bei dem sich die Federvorspannung anpassen lässt. Die Bremsanlage stammt von Brembo:
- vorn zwei 320-mm-Scheiben mit radial montierten M4.32-Vierkolbensätteln und einer radialen PR16/21-Bremspumpe
- hinten eine 245-mm-Scheibe
Die 17-Zoll-Räder tragen Pirelli Diablo Rosso IV in 120/70 vorn und 180/55 hinten. Die Sitzhöhe liegt bei 815 mm. Zusammen mit der schmalen Taille soll das den sicheren Stand mit beiden Füßen erleichtern. Mit einer niedrigeren Zubehör-Sitzbank sinkt der Wert auf 795 mm, mit einem zusätzlichen Tieferlegungskit auf 775 mm.
Welcher Motor steckt in der Monster Dark?
Die Monster Dark nutzt den 890-cm³-V2 der aktuellen Monster-Generation. Er leistet 111 PS (82 kW) bei 9.000 U/min und stemmt 91,1 Nm (67 lb-ft) bei 7.250 U/min. Zwischen 4.000 und 10.000 U/min stehen mehr als 80 Prozent des maximalen Drehmoments bereit.
Der flüssigkeitsgekühlte Zweizylinder hat eine variable Steuerung der Einlassventile, die Ducati IVT (Intake Valve Timing) nennt. Sie passt die Steuerzeiten an die Drehzahl an. Dadurch soll der Motor unten herum kräftig ziehen und trotzdem oben heraus Leistung liefern.
Anders als viele ältere Ducati-Zweizylinder arbeitet der Motor nicht mit desmodromischer Ventilsteuerung, sondern mit herkömmlichen Ventilfedern. Die Nockenwellen werden über Ketten statt Zahnriemen angetrieben.
Das wirkt sich auf die Wartung aus. Die Kontrolle des Ventilspiels ist erst nach 45.000 km fällig. Das gilt nur für diesen Prüfpunkt und nicht für alle Servicearbeiten. Der Ölwechsel steht alle 15.000 km oder alle zwei Jahre an, dazu kommt eine jährliche Inspektion.
Für Fahrer mit A2-Führerschein bietet Ducati eine auf 35 kW (48 PS) gedrosselte Version der Monster Dark an.

Elektronik und Fahrmodi der Monster Dark
An der Elektronik spart Ducati bei der Dark nicht. Grundlage ist eine Messeinheit mit sechs Achsen (6D IMU). Sie erkennt Schräglage und Bewegungen des Motorrads und ermöglicht Assistenzsysteme, die in Kurven mitarbeiten. Serienmäßig sind:
- Engine Brake Control (EBC), die das Bremsmoment des Motors beim Gaswegnehmen regelt
- Ducati Traction Control (DTC)
- Kurven-ABS
- Ducati Wheelie Control (DWC)
Alle Systeme lassen sich in mehreren Stufen einstellen. Dazu kommen vier Fahrmodi: Wet, Urban, Road und Sport. Der Modus Urban ist für den Stadtverkehr und für weniger erfahrene Fahrer gedacht, Sport für eine dynamische Fahrweise.
Bedient wird alles über einen Joystick am Lenker. Die Anzeigen erscheinen auf einem 5-Zoll-Farbdisplay (TFT) im 16:9-Format mit 800 × 400 Pixeln. Die Beleuchtung ist komplett in LED ausgeführt, inklusive Tagfahrlicht.
Woher stammt der Name Dark bei der Ducati Monster?
Die Dark-Lackierung reicht zurück bis zur ersten Monster-Generation, die Ducati 1993 vorgestellt hat. Dark-Versionen gab es ab Ende der 1990er-Jahre. Sie waren einfarbig schwarz und als günstigere Varianten der Standardmodelle gedacht.
Das Grundrezept der Monster hat sich seitdem kaum verändert: ein kräftiger V2 in einem Rahmen, der vom Superbike abgeleitet ist, und möglichst wenig drumherum. Ducati fasst das mit dem Satz „Alles, was man braucht. Nicht mehr. Nicht weniger.“ zusammen. Die Monster ist heute die am längsten laufende Modellreihe der Marke. Zum Marktstart der Dark begleitet Ducati das Modell mit der Fotokampagne IMLegend. Sie zeigt ehemalige und aktuelle Ducati-Fahrer sowie Monster-Besitzer aus aller Welt.

Wann kommt die Monster Dark zu den Händlern?
Die Ducati Monster Dark soll ab November 2026 bei den Händlern stehen. Einen genauen Liefertermin für Deutschland oder Österreich hat Ducati noch nicht genannt.
Was der Dark ab Werk fehlt, lässt sich über das Zubehörprogramm ergänzen. Vorbereitet ist das Motorrad für:
- Ducati Quick Shift
- Tempomat
- Ducati Multimedia System mit Smartphone-Anbindung und Turn-by-Turn-Navigation
- Ducati Power Launch, eine Startautomatik für Beschleunigungen aus dem Stand
Dazu kommen ein kleines Windschild und eine Abdeckung für den Soziussitz. Bei der Monster+ gehören diese beiden Teile zur Serienausstattung. Das komplette Angebot ist im Konfigurator auf der Ducati-Website zu finden. Ob die Dark am Ende günstiger bleibt, hängt also davon ab, wie viel davon nachgerüstet wird.

Häufige Fragen
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Was kostet die Ducati Monster Dark?
Die Ducati Monster Dark kostet in Deutschland 11.990 Euro zuzüglich 305 Euro Liefernebenkosten. In Österreich liegt der Preis bei 13.995 Euro inklusive NoVA. In der Schweiz startet sie bei 11.990 Franken und damit 1.500 Franken unter der Standard-Monster.
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Wie viel PS hat die Ducati Monster Dark?
Die Monster Dark leistet 111 PS (82 kW) bei 9.000 U/min. Das maximale Drehmoment beträgt 91,1 Nm bei 7.250 U/min. Motor und Leistung sind identisch mit der Standard-Monster.
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Gibt es die Monster Dark für den A2-Führerschein?
Ja, Ducati bietet eine auf 35 kW (48 PS) gedrosselte Version an. Damit kann die Monster Dark auch mit dem Führerschein der Klasse A2 gefahren werden.
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Hat die Ducati Monster Dark einen Quickshifter?
Nein, ab Werk hat die Monster Dark keinen Quickshifter. Er ist bei der Standard-Monster und der Monster+ serienmäßig, bei der Dark aber nur als Zubehör erhältlich. Das Motorrad ist dafür vorbereitet.
➜ Dieser Artikel ist Teil unserer umfassenden Übersicht: Neue Motorräder 2027: Alle Modelle, Neuheiten und Highlights im Überblick. Dort findest du alle wichtigen Informationen zum Thema gebündelt.












