- Neue Lackierung nach dem Vorbild von Desmosedici GP und Panigale V4 R
- Unveränderter V4 Granturismo mit 170 PS (125 kW) und 123,8 Nm
- Preis in Deutschland: 31.990 Euro (circa 36.790 US-Dollar) zuzüglich Überführung
Im Jahr seines 100-jährigen Bestehens hat Ducati am 24. September 2026 eine neue Optik für die Multistrada V4 Pikes Peak vorgestellt. Die Multistrada Pikes Peak 2027 übernimmt Farben und Grafiken der Werksmotorräder, mit denen Ducati in der MotoGP und in der Superbike-WM antritt. Unter der Lackierung ändert sich nichts. Motor, Fahrwerk und Elektronik entsprechen dem bisherigen Stand. Über das Programm Ducati Factory Made lässt sich das Motorrad bereits bei der Bestellung individuell zusammenstellen. Damit reiht sich die Pikes Peak in die Neuheiten für das Modelljahr 2027 ein, die Ducati noch im Jubiläumsjahr zeigt.

Wie sieht die neue Lackierung der Multistrada V4 Pikes Peak aus?
Die neue Lackierung kombiniert Rot und Weiß auf schwarzem Grund und orientiert sich an der Desmosedici GP aus der MotoGP sowie an der Panigale V4 R aus der Superbike-WM. Entworfen hat sie das Centro Stile Ducati zusammen mit Drudi Performance.
Besonders auffällig ist der Schriftzug „Ducati Corse“. Er zieht sich vom Lenkkopf hinunter bis zum Motor. An den Seitenteilen findet sich zudem ein Startnummernmotiv mit der Nummer 1. Laut Ducati sollen Farbkombinationen und Oberflächen die Optik der Rennmotorräder aufgreifen und über das ganze Motorrad hinweg Dynamik vermitteln.
Zu den bekannten Erkennungszeichen der Pikes Peak gehören weiterhin:
- zahlreiche Carbonteile, darunter der vordere Kotflügel und der Schnabel an der Front,
- ein straßenzugelassener Titanschalldämpfer von Akrapovič,
- eine niedrige, getönte Scheibe,
- goldfarben eloxierte Gleitrohre der Öhlins-Gabel,
- eine Sitzbank mit V4-Logo,
- ein Ducati-Corse-Emblem auf dem Schnabel.
Was ändert sich technisch an der Multistrada V4 Pikes Peak 2027?
Technisch ändert sich an der Pikes Peak für 2027 nichts. Basis bleibt der Stand des Modellupdates für 2024. Damals bekam die Multistrada ein Facelift, die neueste Elektronik für die Assistenzsysteme und das semiaktive Fahrwerk von Öhlins.
Die Pikes Peak gibt es seit 2010 im Ducati-Programm. Die Version mit V4-Motor kam 2021 auf den Markt und ist seitdem weitgehend unverändert geblieben. Das Konzept geht direkt auf die ursprüngliche Multistrada 1200 zurück. Der Name erinnert an die Erfolge von Ducati beim Bergrennen am Pikes Peak. Ducati beschreibt das Modell als leistungsstarkes Crossover-Motorrad mit dem Motor eines Superbikes. Es hat 17-Zoll-Räder, eine Einarmschwinge, lange Federwege und schützende Verkleidungsteile. Gepäck lässt sich ebenfalls montieren, damit taugt die Pikes Peak auch für längere Reisen.
Welcher Motor steckt in der Pikes Peak?
Angetrieben wird die Pikes Peak vom V4 Granturismo mit 1.158 cm³ Hubraum. Er leistet 170 PS (125 kW) bei 10.750/min und stemmt 123,8 Nm (91,3 lb-ft) bei 9.000/min.
Die Drehmomentkurve verläuft laut Hersteller besonders gleichmäßig, die Leistung kommt also ohne große Sprünge. Die gegenläufig drehende Kurbelwelle stammt aus den Erfahrungen von Ducati Corse in der MotoGP. Sie wirkt den Kreiselkräften der Räder entgegen, das soll das Motorrad in Kurven handlicher machen.
Anders als die Multistrada V4 RS verzichtet dieser Motor auf die Desmodromik, also die für Ducati typische Zwangssteuerung der Ventile. Das Ventilspiel muss deshalb nur alle 60.000 Kilometer kontrolliert werden. Zur Serienausstattung gehört außerdem eine erweiterte Zylinderabschaltung.
Was bietet der Fahrmodus Race?
Der Fahrmodus Race ist der Pikes Peak vorbehalten. Er arbeitet mit einem Drehzahlbegrenzer nach Rennsport-Vorbild. Der Begrenzer greift sanfter ein als bei der normalen Multistrada V4 und kündigt das Drehzahllimit früher an. So lässt sich im oberen Drehzahlbereich gezielter schalten.
Der Schaltautomat ist speziell abgestimmt und erlaubt besonders schnelles Herunterschalten. Im Power Mode High reagiert der Motor zudem noch direkter auf das Gas. Insgesamt stehen vier Power Modes und fünf Riding Modes zur Wahl: Race, Sport, Touring, Urban und Wet.

Welches Fahrwerk hat die Multistrada V4 Pikes Peak?
Die Pikes Peak nutzt das semiaktive Öhlins Smart EC 2.0 mit 170 Millimetern Federweg vorn und hinten. Das System arbeitet nach dem gleichen ereignisbasierten Prinzip wie bei der Panigale V4 S und der Streetfighter V4 S. Es erkennt also, in welcher Fahrsituation sich das Motorrad gerade befindet, und passt die Dämpfung automatisch an.
Der Rahmen ist ein Aluminium-Monocoque mit einem Heckrahmen aus Stahlrohr und einer Einarmschwinge aus Aluminium. Das Fahrwerk ist gezielt auf das 17-Zoll-Vorderrad abgestimmt.
Ducati montiert geschmiedete Fünfspeichenräder von Marchesini. Darauf sitzen Pirelli Diablo Rosso IV in den Größen 120/70 ZR17 vorn und 190/55 ZR17 hinten.
Gebremst wird vorn mit zwei 330-Millimeter-Scheiben und radial montierten Brembo-Stylema-Sätteln. Hinten sitzt eine 280-Millimeter-Scheibe. Das Kurven-ABS 10.3ME stammt von Bosch und Brembo. Das kombinierte Bremssystem aktiviert die Hinterradbremse auch dann mit, wenn nur vorn gebremst wird.
Wie unterscheidet sich die Sitzposition von der normalen Multistrada V4?
Die Pikes Peak hat höhere und weiter hinten montierte Fußrasten sowie einen niedrigeren und schmaleren Lenker als die normale Multistrada V4. Die Fußrasten schaffen mehr Schräglagenfreiheit und mehr Bewegungsfreiheit für den Fahrer. Der Lenker ist außerdem flacher gekröpft. Das soll beim sportlichen Fahren ein direkteres Gefühl für das Motorrad vermitteln, ohne dass der Komfort verloren geht.

Welche Assistenzsysteme hat die Pikes Peak?
Die Pikes Peak übernimmt das komplette Elektronikpaket der Multistrada V4 S. Dazu gehört Radartechnik an Front und Heck. Sie ermöglicht einen Abstandstempomaten (ACC), einen Totwinkelwarner (BSD) und eine Kollisionswarnung nach vorn.
Außerdem an Bord:
- eine Traktionskontrolle (DTC),
- eine Wheelie-Kontrolle (DWC),
- eine Motorbremsregelung (EBC),
- der Quickshifter DQS für Hoch- und Herunterschalten,
- eine Berganfahrhilfe (VHC),
- ein Tempomat,
- Kurvenlicht,
- ein dynamisches Bremslicht,
- ein 6,5-Zoll-TFT-Display mit Ducati Connect für Smartphone, Musik und Navigation,
- eine schlüssellose Zündung.
Eine Bosch-Messeinheit (IMU) erfasst die Lage des Motorrads im Raum und liefert die Daten für die Regelsysteme.
Was kostet die Multistrada V4 Pikes Peak 2027?
In Deutschland kostet die Multistrada V4 Pikes Peak 2027 31.990 Euro (circa 36.790 US-Dollar). Hinzu kommen 345 Euro (circa 400 US-Dollar) für die Überführung, insgesamt also 32.335 Euro (circa 37.185 US-Dollar).
Das Modell ist nicht limitiert, soll aber nicht in großen Stückzahlen gebaut werden. Innerhalb der Multistrada-Familie steht oberhalb der Pikes Peak die Multistrada V4 RS mit 180 PS und Desmodromik.

Welche Extras gibt es über Ducati Factory Made?
Über Ducati Factory Made lässt sich die Pikes Peak schon ab Werk ausstatten, nachträgliche Umbauten entfallen damit. Die Neulackierung kann mit roten Schmiederädern kombiniert werden. Die roten Felgen kosten 200 Euro (circa 230 US-Dollar) Aufpreis. Passend dazu gibt es rote oder schwarze Bremssättel.
Außerdem können Käufer diese Optionen wählen:
- Sitzbänke in unterschiedlichen Höhen,
- zusätzliche Carbonteile,
- Zusatzscheinwerfer,
- ein komplettes Gepäcksystem mit Seitenkoffern und Topcase.
Konfigurieren lässt sich das Motorrad online auf der Ducati-Website.
Wann ist die Multistrada V4 Pikes Peak 2027 erhältlich?
In Europa steht die Multistrada V4 Pikes Peak 2027 bereits bei den Ducati-Händlern.
In Nordamerika soll die neue Lackierung ab März 2027 verfügbar sein. Dort rollt die Pikes Peak serienmäßig auf schwarzen Rädern, die roten Räder gibt es als Zubehör.

Welche Garantie gibt Ducati auf die Pikes Peak?
Über das Programm 4EVER Ducati gibt es vier Jahre Garantie ohne Kilometerbegrenzung. Dafür gelten besondere Bedingungen.
Das Roadside-Assistance-Programm für alle Multistrada-V4-Modelle ergänzt die Garantie um mehrere Leistungen:
- Pannenhilfe,
- den Transport von Fahrer und Sozius,
- ein Ersatzfahrzeug,
- bei Bedarf eine Übernachtung im Vier-Sterne-Hotel.
Das weltweite Händlernetz umfasst nach Angaben von Ducati mehr als 800 offizielle Händler in über 90 Ländern.

Häufige Fragen
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Was kostet die Multistrada Pikes Peak 2027?
Die Multistrada Pikes Peak 2027 kostet in Deutschland 31.990 Euro (circa 36.790 US-Dollar) zuzüglich 345 Euro (circa 400 US-Dollar) Überführung. Die roten Schmiederäder aus dem Programm Ducati Factory Made kosten 200 Euro (circa 230 US-Dollar) extra.
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Was ist neu an der Multistrada V4 Pikes Peak 2027?
Neu ist nur die Lackierung im Stil der Desmosedici GP und der Panigale V4 R. Motor, Fahrwerk und Elektronik bleiben unverändert und entsprechen dem Stand des Updates von 2024.
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Wie viel PS hat die Multistrada V4 Pikes Peak?
Die Multistrada V4 Pikes Peak leistet 170 PS (125 kW) bei 10.750/min. Das maximale Drehmoment liegt bei 123,8 Nm (91,3 lb-ft) bei 9.000/min und kommt aus dem V4 Granturismo mit 1.158 cm³.
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Wie oft muss das Ventilspiel bei der Pikes Peak kontrolliert werden?
Das Ventilspiel muss bei der Pikes Peak nur alle 60.000 Kilometer kontrolliert werden. Möglich ist das, weil der V4 Granturismo ohne Desmodromik auskommt.












