- Integralhelm mit Kamera mittig unter dem Visier
- Marktstart 2027, Preis und Modellname noch offen
- Anmeldung für ein Test-Pilot-Programm bereits möglich
Lange gab es nur Andeutungen, jetzt gibt es erste bewegte Bilder. Am 2. November 2026 hat GoPro ein kurzes Teaser-Video zu seinem ersten Motorradhelm veröffentlicht, den das Unternehmen zusammen mit dem italienischen Helmhersteller AGV entwickelt. Nach eigener Darstellung soll es der weltweit erste vollständig integrierte Helm mit eingebauter Technik werden. Was genau darin steckt, verraten die beiden Partner allerdings noch nicht. Parallel zum Video ging eine Infoseite online, auf der sich Interessierte vormerken lassen können.

Was zeigt der Teaser von GoPro und AGV?
Das Video zeigt einen Integralhelm, in dessen Front unterhalb des Visiers ein Kameraobjektiv sitzt. Dazu kommen Aufnahmen, die mit dem Helm selbst gefilmt wurden.
Die ersten Szenen stammen von der Rennstrecke: Getestet wurde der Helm auf dem Misano World Circuit Marco Simoncelli in Italien. Danach wechselt das Video auf die Landstraße. Viel mehr gibt das Material nicht her. GoPro beschränkt sich auf die Aussage, dass der Helm Motorradfahrern alle Technik und Leistung bieten soll, die sie brauchen, und zwar fest eingebaut. Die Aufgabenteilung beschreibt das Unternehmen so: AGV bringt seine Erfahrung bei Design und Sicherheit ein, GoPro sein Wissen in Technik und digitaler Bildverarbeitung.
Wo sitzt die Kamera im GoPro-AGV-Helm?
Die Kamera ist mittig in der Helmschale direkt unter dem Visier untergebracht. Sie sitzt damit an einer Stelle, an der viele Fahrer heute eine Actioncam mit einer Halterung befestigen.
Eine nachträglich angeklebte oder angeschraubte Halterung entfällt damit. Für den Helmbauer ist der Einbau dagegen anspruchsvoll. Elektronik in einem Schutzhelm unterzubringen, ist keine einfache Aufgabe. Sitzt die Kamera vorn in der Schale, kann das die Belüftung verändern und Anpassungen am Aufbau der Schale und an der Aerodynamik nötig machen. Deshalb kommt AGV bei dem Projekt eine wichtige Rolle zu. Die Marke ist vor allem für sportliche Helme bekannt und in der MotoGP stark vertreten.
Wie groß der Blickwinkel ist und in welcher Qualität die Kamera aufzeichnet, ist nicht bekannt. Auch ob GoPros Bildstabilisierung HyperSmooth an Bord ist, sagt das Unternehmen nicht. Einen kleinen Hinweis könnten die Aufnahmen selbst liefern: Motorrad und Hände im Vordergrund wirken im Teaser scharf. Das passt eher zu einer Kamera mit kurzer Naheinstellgrenze, wie sie die Hero13 Black mit 30 Zentimetern hat. Die neuere Mission 1 Pro mit ihrem größeren Sensor stellt erst ab 60 Zentimetern scharf.

Welche weiteren Funktionen bekommt der Helm?
Das ist bislang offen. Bestätigt sind nur die Bauform als Integralhelm, die eingebaute Kamera und das Jahr des Marktstarts.
Andere Smart-Helme mit Kamera kombinieren diese oft mit einem Head-up-Display, also einer Anzeige, die Informationen direkt ins Sichtfeld einblendet. Dazu kommen häufig eingebaute Lautsprecher, eine aktive Geräuschunterdrückung und eine Sturzerkennung. Ob der neue Helm etwas davon übernimmt, lassen GoPro und AGV offen. AGV selbst hat bisher keinen kompletten Smart-Helm im Programm. Einzelne Modelle wie der Tourmodular besitzen allerdings bereits ein eingebautes Kommunikationssystem.
Wie lange arbeitet GoPro schon an einem Motorradhelm?
Die Pläne reichen bis Anfang 2024 zurück. Damals kaufte GoPro den australischen Hersteller Forcite Helmet Systems, der sich auf Hightech-Motorradhelme spezialisiert hatte.
2025 machte GoPro-Chef Nicholas Woodman dann öffentlich, dass das Unternehmen mit AGV an technisch aufgerüsteten Motorradhelmen arbeitet. Danach blieb es lange still um das Projekt. Mit dem Teaser wird nun knapp drei Jahre nach der Forcite-Übernahme erstmals ein konkretes Produkt sichtbar. Der Helm reiht sich damit in die Neuheiten ein, die Hersteller für die Saison 2027 vorbereiten.

GoPro vor der Fusion mit Starman Optical
Der Helm kommt in einer Phase, in der sich GoPro grundlegend neu aufstellt. Am 1. September 2026 vereinbarte das Unternehmen eine Fusion mit Starman Optical, einer privaten US-Firma aus dem Bereich Optik und Photonik.
Die Fusion soll GoPro frisches Kapital bringen. Die Schulden von rund 92 Millionen US-Dollar (circa 82 Millionen Euro) sollen beim Abschluss vollständig zurückgezahlt werden. Zugleich will sich GoPro neue Märkte erschließen, etwa Rechenzentren für künstliche Intelligenz, Behörden sowie die Verteidigungs- und Luftfahrtbranche. Das Geschäft mit Kameras für Endkunden und das Abo-Angebot sollen weiterlaufen. Das Unternehmen bleibt an der Börse Nasdaq gelistet. Abgeschlossen werden soll die Fusion Ende 2026, nach Zustimmung der Aktionäre und der Behörden.
Wann kommt der GoPro-AGV-Helm und wie kann man ihn vorab testen?
Der Helm soll 2027 auf den Markt kommen, ein genaues Datum gibt es noch nicht. Auch Preis, Modellname und Zielgruppe sind bislang nicht bekannt.
GoPro kündigt an, weitere Details nach und nach bis zum Marktstart zu veröffentlichen. Wer früh informiert werden will, kann sich auf der Infoseite des Herstellers eintragen. Dort gibt es zusätzlich die Möglichkeit, sich für ein Test-Pilot-Programm zu bewerben. Dafür sind ein Social-Media-Profil und die eigene Helmgröße anzugeben, zur Auswahl stehen die Größen XS bis XXL. Wie viele Tester ausgewählt werden und wann das Programm startet, verrät GoPro nicht.
Häufige Fragen
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Wann kommt der GoPro AGV Helm auf den Markt?
Der Helm soll 2027 erscheinen. Einen genauen Termin haben GoPro und AGV noch nicht genannt. Weitere Informationen sollen bis zum Marktstart folgen.
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Was kostet der Motorradhelm von GoPro und AGV?
Einen Preis gibt es noch nicht. GoPro hat bisher weder Preis noch Modellname veröffentlicht.
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Wo ist die Kamera beim GoPro-AGV-Helm eingebaut?
Die Kamera sitzt mittig in der Front des Integralhelms, direkt unter dem Visier. Eine separate Halterung für eine Actioncam ist damit nicht mehr nötig.
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Kann man den GoPro-Helm vorab testen?
GoPro sucht Teilnehmer für ein Test-Pilot-Programm. Bewerben kann man sich auf der Infoseite des Herstellers mit Social-Media-Profil und Helmgröße. Wie viele Plätze es gibt, ist nicht bekannt.












