- 27 Fahrer stellten neue persönliche Rundenbestzeiten auf, nur einer schaffte den Sprung in den 130-mph-Club
- Insgesamt wurden 667 Rennrunden absolviert
- Mit fünf gewerteten Rennen verzeichnet die TT die niedrigste Rennzahl dieses Jahrhunderts, ausgenommen die Jahre 2020 und 2021
Die TT 2026 wird vor allem als Wetterlotterie in Erinnerung bleiben. An sieben von neun möglichen Renntagen fiel Regen, mehrere Rennen mussten gestrichen werden, und der abschließende Renntag wurde komplett abgesagt. Trotz dieser Umstände lieferte die Veranstaltung eine Reihe bemerkenswerter Bestmarken, die ein eigenes Bild des Jahrgangs zeichnen. Wer über die reinen Siegerlisten hinausschaut, findet in den Statistiken die eigentliche Geschichte dieser Ausgabe.

Wie viele Fahrer stellten bei der TT 2026 eine persönliche Bestzeit auf?
Insgesamt 27 Fahrer fuhren bei der TT 2026 neue persönliche Rundenbestzeiten auf dem Mountain Course. Damit setzte trotz der eingeschränkten Streckenzeit ein außergewöhnlich großer Teil des Feldes individuelle Bestmarken.
Den einzigen Neuzugang im sogenannten 130-mph-Club stellte Paul Jordan, der auf der Schlussrunde des Superbike-Rennens 130,656 mph (rund 210,3 km/h) erreichte. Dahinter folgten Marcus Simpson mit 128,312 mph (rund 206,5 km/h) und Michael Sweeney mit 127,684 mph (rund 205,5 km/h). Auch AJ Venter, Jamie Cringle, Erno Kostamo und Mitch Rees lagen oberhalb der Marke von 127 mph. Die Bandbreite der neuen Bestzeiten reichte bis hinunter zu Pete Murray, der mit 112,44 mph (rund 180,9 km/h) erneut der einzige US-amerikanische TT-Teilnehmer war. Der Mountain Course misst 37,73 Meilen, was rund 60,72 Kilometer pro Runde entspricht.
Wer dominierte das Superbike-Rennen bei der Marken-Statistik?
Im RST Superbike-Rennen fuhren alle 20 bestplatzierten Fahrer entweder eine Honda oder eine BMW. Andere Hersteller schafften es in diesem Rennen nicht in die Top 20.
Diese Konzentration auf zwei Marken unterstreicht, wie eng das Spitzenfeld bei der Königsklasse zusammenrückte. Dean Harrison gewann das sechs Runden lange Rennen auf der Honda und stellte dabei mit 134,892 mph (rund 217,1 km/h) die schnellste Rennrunde auf. Peter Hickman folgte auf der BMW vor Michael Dunlop. Im einzigen ausgetragenen Carole Nash Sportbike-Rennen war Dominic Herbertson als Siebter der beste Pilot mit einer Maschine der Sportbike-Kategorie, die in diesem Jahr die bisherigen Supertwins ersetzte.

Was bedeutet die kombinierte Podestzahl von Harrison, Hickman und Dunlop?
Die gemeinsame Anzahl der TT-Podestplätze von Dean Harrison, Peter Hickman und Michael Dunlop MBE liegt nach der TT 2026 bei 129. Dieser Wert verdeutlicht die Dominanz dieses Trios bei den TT-Rennen der vergangenen Jahre.
Michael Dunlop baute seinen Status als Rekordhalter weiter aus. Mit seinen drei Siegen 2026 in beiden Supersport-Rennen sowie im Sportbike-Rennen erhöhte er seine Gesamtzahl an TT-Siegen auf 36. Im Sportbike-Rennen stellte er zudem mit 124,530 mph (rund 200,4 km/h) einen neuen Klassenrundenrekord auf. Dean Harrison wiederum gewann zunächst das Superbike-Rennen als seinen ersten Erfolg in dieser Klasse und wurde anschließend zum Sieger des Milwaukee Senior TT erklärt, das nach einer Runde gewertet wurde.
Warum gilt die TT 2026 als Jahr mit den wenigsten Rennen?
Mit fünf gewerteten Rennen markiert die TT 2026 die niedrigste Rennzahl dieses Jahrhunderts, wenn man die Jahre 2020 und 2021 ausklammert. Vier dieser Rennen wurden komplett gefahren, das Senior TT wurde nach einer absolvierten Runde als Ergebnis gewertet.
Aus einem ursprünglich angesetzten Programm von zehn Rennen blieb damit nur ein Bruchteil übrig. Die Sidecar-Klasse wurde nach mehreren schweren Zwischenfällen in der Trainingswoche für den Rest der Veranstaltung ausgesetzt, beide Superstock-Rennen fielen dem Wetter zum Opfer. Insgesamt summierten sich die absolvierten Rennrunden auf 667. Das Senior TT wurde nach einem Sturz und der daraus folgenden roten Flagge gestoppt, als Dean Harrison bereits mit einer Eröffnungsrunde von 135,166 mph (rund 217,5 km/h) auf Kurs zum Rundenrekord lag.

Welche Auszeichnungen wurden bei der TT 2026 vergeben?
Bei der TT 2026 erhielt Rhys Stephenson den „RST Star of Tomorrow“-Award, während James Chawke per öffentlicher Abstimmung zum „Monster Energy Peoples‘ Challenger“ gewählt wurde. Beide Auszeichnungen würdigen herausragende Leistungen abseits der reinen Siegerlisten.
Stephenson wurde für seinen Auftritt bei seinem TT-Debüt ausgezeichnet und drehte im Sportbike-Rennen auf der Schlussrunde eine Runde mit 114,073 mph. Diese personenbezogenen Statistiken runden das Bild eines Jahrgangs ab, der trotz der vielen Ausfälle eine Reihe individueller Bestleistungen hervorbrachte. Im Kontext der gesamten TT-Saison reiht sich 2026 damit als statistisch ungewöhnliches Jahr ein, das vor allem durch die Wetterbedingungen geprägt war.

Häufige Fragen
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Wie viele Rennen fanden bei der Isle of Man TT 2026 statt?
Bei der Isle of Man TT 2026 wurden fünf Rennen gewertet. Vier davon wurden vollständig gefahren, das Senior TT wurde nach einer Runde als Ergebnis erklärt. Das ist die niedrigste Rennzahl dieses Jahrhunderts, ausgenommen die Ausgaben 2020 und 2021.
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Wer schaffte 2026 den Sprung in den 130-mph-Club der TT?
Paul Jordan war der einzige Fahrer, der bei der TT 2026 neu in den 130-mph-Club aufstieg. Er erreichte auf der Schlussrunde des Superbike-Rennens 130,656 mph, was rund 210,3 km/h entspricht.
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Wie viele TT-Siege hat Michael Dunlop nach 2026?
Michael Dunlop kommt nach der TT 2026 auf insgesamt 36 TT-Siege und bleibt damit Rekordhalter. Er gewann in diesem Jahr beide Supersport-Rennen sowie das einzige Sportbike-Rennen.
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Wie viele Rennrunden wurden bei der Isle of Man TT 2026 insgesamt gefahren?
Bei der Isle of Man TT 2026 wurden insgesamt 667 Rennrunden absolviert. Trotz der zahlreichen Wetterausfälle stellten dabei 27 Fahrer neue persönliche Rundenbestzeiten auf.
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Welche Marken belegten im Superbike-Rennen die ersten 20 Plätze?
Im RST Superbike-Rennen der TT 2026 fuhren alle 20 bestplatzierten Fahrer entweder eine Honda oder eine BMW. Andere Hersteller waren in den Top 20 dieses Rennens nicht vertreten.












