- Nur fünf Rennergebnisse statt der zehn geplanten Rennen, Regen an sieben von neun möglichen Renntagen
- Dean Harrison, Michael Dunlop und Peter Hickman holen zwölf der 15 Podestplätze
- Schnellste Runde der Woche: 135,166 mph von Harrison im verkürzten Senior TT
Die TT 2026 hat ein ungewöhnliches Zahlenwerk hinterlassen. Das Wetter bestimmte die gesamte Rennwoche, am Ende standen nur fünf Ergebnisse in den offiziellen Listen. Gleichzeitig lagen die Abstände an der Spitze selten so klar: Drei Fahrer machten die Podestplätze fast unter sich aus. Ein Blick auf Ergebnisse, Rundenzeiten und Trophäen zeigt, wie dieser Jahrgang verlief.

Wie viele Rennen wurden bei der TT 2026 gewertet?
Bei der TT 2026 gab es fünf gewertete Rennen. Geplant waren ursprünglich zehn.
Laut Veranstalter war Regen an sieben der neun Tage im Spiel, an denen Rennen möglich gewesen wären. Schon der erste Renntag am Samstag fiel aus. Am Sonntag lief das Superbike-Rennen, am Dienstag das erste Supersport-Rennen. Erst am Freitag ging es weiter, dann gleich mit dem zweiten Supersport-Rennen, dem ersten Sportbike-Rennen und dem Senior TT. Die Supersport-Rennen gingen über drei Runden, das Sportbike-Rennen über zwei.
Mehrere Klassen kamen gar nicht zum Zug. Die Seitenwagen wurden nach mehreren schweren Unfällen in der Trainingswoche für den Rest der Veranstaltung aus dem Programm genommen. Beide Superstock-Rennen fielen aus, weil die Zeitfenster nicht reichten. Am Samstag wurde schließlich auch das zweite Sportbike-Rennen gestrichen. Rennleiter Gary Thompson fasste die Lage so zusammen: „This has undoubtedly been one of the most challenging TTs in recent years from a weather perspective.“ Auf Deutsch: „Das war wettertechnisch ohne Zweifel eine der schwierigsten TTs der vergangenen Jahre.“
Wer gewann die Rennen der TT 2026?
Michael Dunlop gewann drei Rennen, Dean Harrison zwei. Weitere Sieger gab es 2026 nicht.
Harrison setzte sich zum Auftakt im RST Superbike TT über sechs Runden auf der Honda CBR1000RR durch. Peter Hickman wurde auf der BMW Zweiter, Dunlop auf seiner Honda Dritter. In beiden Monster Energy Supersport-Rennen lautete die Reihenfolge an der Spitze identisch: Dunlop auf der Ducati Panigale V2 vor Harrison auf der Honda CBR600RR und Hickman auf der Triumph Street Triple 765 RS. Im Carole Nash Sportbike TT siegte Dunlop auf der Paton S1-R vor Mike Browne, ebenfalls auf einer Paton, und Paul Jordan auf der Aprilia RS 660.
Das Milwaukee Senior TT wurde am Freitag in der zweiten Runde nach einem Sturz von Erno Kostamo mit der roten Flagge abgebrochen. Weil sich das Wetter am Samstag nicht besserte, werteten die Veranstalter den Stand nach der ersten Runde. Harrison wurde damit vor Hickman und Josh Brookes zum Sieger erklärt. Für ihn war es der siebte TT-Sieg seiner Karriere.

Wie klar bestimmten Harrison, Dunlop und Hickman die TT 2026?
Von den 15 Podestplätzen der fünf Rennen gingen zwölf an Dean Harrison, Michael Dunlop und Peter Hickman. Jeder der drei stand viermal auf dem Podium.
Nur im Sportbike-Rennen und im Senior TT blieb Platz für andere. Mike Browne und Paul Jordan kamen im Sportbike-Rennen auf das Podium, Hickman verpasste es dort als Vierter knapp. Im Senior TT schob sich Josh Brookes auf Rang drei. Hickman ist der einzige der drei, der 2026 ohne Sieg blieb, obwohl er in vier Rennen auf dem Podium stand.
Für Dunlop bedeuteten die drei Erfolge den Ausbau seines Rekords. Er steht nun bei 36 TT-Siegen und damit weiter an der Spitze der ewigen Bestenliste.
Welche Rundenrekorde und schnellsten Runden gab es bei der TT 2026?
Die schnellste Runde der Woche fuhr Dean Harrison mit 135,166 mph (rund 217,5 km/h) im Senior TT. Michael Dunlop stellte im Sportbike-Rennen mit 124,530 mph (rund 200,4 km/h) einen neuen Rundenrekord für diese Klasse auf.
Harrison fuhr diese Zeit in der ersten und einzigen gewerteten Runde des Senior TT. Im Superbike-Rennen hatte er die schnellste Runde mit 134,892 mph (rund 217,1 km/h) gedreht. Auch in der Supersport-Klasse war er am schnellsten unterwegs, mit 129,218 mph (rund 208 km/h). Dunlop kam im Superbike-Rennen auf 133,933 mph (rund 215,5 km/h).
Zur Einordnung: Der Mountain Course ist 37,73 Meilen lang, das sind rund 60,72 Kilometer pro Runde auf öffentlichen Straßen. Im Superbike-Rennen ergab sich für Harrison über sechs Runden ein Schnitt von 131,681 mph (rund 211,9 km/h).

Welche Auszeichnungen wurden bei der TT 2026 vergeben?
Dean Harrison und Michael Dunlop erhielten bei der TT 2026 jeweils sieben Trophäen. Daneben gingen Preise an Barry Furber, Rhys Stephenson, James Chawke und Honda Racing UK.
Harrison bekam unter anderem die Joey Dunlop Trophy als bester Fahrer aus den beiden Rennen der großen Maschinen sowie die Jimmy Simpson Trophy für die schnellste Runde der Woche. Seine Ergebnisse brachten Honda Racing UK außerdem die Team- und die Herstellerwertung der Solo-Klassen ein. Dunlop gewann die Martin Finnegan Trophy für die schnellste Runde eines irischen Fahrers. Diese Trophäe hat er seit 2010 jedes Jahr gewonnen.
Den Privateer’s Cup für den besten Privatfahrer holte Barry Furber. Vor dem Senior TT lag er punktgleich mit Erno Kostamo. Nach dessen Sturz ging der Pokal an Furber, der im verkürzten Senior Platz 19 belegte und mit 126,376 mph (rund 203,4 km/h) eine persönliche Bestzeit fuhr. Der Ire James Chawke gewann mit 42 Prozent der Stimmen den Monster Energy People’s Challenger Award, über den die Fans abstimmen. Er holte in allen fünf Solo-Rennen eine Bronze Replica und verbesserte seine persönliche Bestzeit im Superbike-Rennen auf 125,909 mph (rund 202,6 km/h).
Rhys Stephenson war mit 20 Jahren der jüngste Fahrer im Starterfeld. Er wurde Vierundzwanzigster im Sportbike-Rennen und sicherte sich damit seine erste Bronze Replica. Mit einer besten Runde von 114,073 mph (rund 183,6 km/h) erhielt er die Vernon Cooper Newcomers Trophy für den besten Neuling sowie den RST Star of Tomorrow Award.

Häufige Fragen
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Wie viele Rennen fanden bei der Isle of Man TT 2026 statt?
Bei der Isle of Man TT 2026 wurden fünf Rennen gewertet, geplant waren zehn. Regen beeinträchtigte sieben von neun möglichen Renntagen. Das Senior TT wurde nach einer Runde gewertet, die Seitenwagen- und Superstock-Rennen sowie das zweite Sportbike-Rennen fielen aus.
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Wie viele TT-Siege hat Michael Dunlop nach 2026?
Michael Dunlop kommt nach der TT 2026 auf 36 TT-Siege und bleibt damit Rekordhalter. 2026 gewann er beide Supersport-Rennen und das einzige ausgetragene Sportbike-Rennen.
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Wer gewann das Senior TT 2026?
Dean Harrison wurde zum Sieger des Senior TT 2026 erklärt. Das Rennen wurde nach einem Abbruch mit dem Stand nach der ersten Runde gewertet. Zweiter wurde Peter Hickman, Dritter Josh Brookes.
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Welche war die schnellste Runde bei der Isle of Man TT 2026?
Die schnellste Runde der TT 2026 fuhr Dean Harrison mit 135,166 mph, das sind rund 217,5 km/h. Er erzielte sie in der ersten Runde des Senior TT. Im Superbike-Rennen war er mit 134,892 mph ebenfalls am schnellsten.
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Wer gewann den People’s Challenger Award bei der TT 2026?
Den Monster Energy People’s Challenger Award gewann der Ire James Chawke. Er erhielt bei der Abstimmung der Fans 42 Prozent der Stimmen. Der RST Star of Tomorrow Award ging an den Neuling Rhys Stephenson.
➜ Dieser Artikel ist Teil unserer umfassenden Übersicht: Isle of Man TT 2026: Der komplette Überblick – Zeitplan, Fahrer, Teams & Ergebnisse. Dort findest du alle wichtigen Informationen zum Thema gebündelt.












