- Die 1390 Super Duke GT soll Anfang 2027 bei den Händlern stehen, die neue GT EVO bringt das automatisierte Schaltgetriebe AMT mit.
- Die 1390 Super Duke R und R EVO bekommen ein überarbeitetes 8,8-Zoll-Touchscreen, neue Lenkerschalter und eine optimierte Brembo-HyPure-Bremse.
- Die 390 Adventure R erhält eine neue Schaltereinheit für den optionalen Tempomaten, die 390 Adventure X ein TFT-Display.
Für viele Interessenten war die KTM 1390 Super Duke GT bisher ein Motorrad, das man zwar sehen, aber nicht kaufen konnte. KTM hatte den Sporttourer im November 2024 auf der EICMA enthüllt, doch die Sanierung des Unternehmens warf alle Zeitpläne durcheinander. Jetzt nennt der Hersteller einen Termin: Anfang 2027 soll die GT endlich im Handel sein. Dazu kommt eine EVO-Variante, von der bei der ersten Präsentation noch keine Rede war. Den Rest seiner Modellpalette 2027 frischt KTM vor allem mit Detailverbesserungen und neuen Farben auf. Die größere Überraschung hebt sich die Marke für die Pressekonferenz auf der Messe in Mailand auf.

Warum kommt die KTM 1390 Super Duke GT erst 2027?
Die KTM 1390 Super Duke GT kommt erst 2027, weil KTM nach seiner Insolvenz die Produktion neu ordnen musste und die GT dabei ans Ende der Warteschlange rückte. Im September 2025 legte das Unternehmen einen neuen Zeitplan für die verzögerten Großmodelle vor.
Damals gab KTM bekannt, dass mehrere der auf der EICMA 2024 gezeigten Modelle nicht mehr als Jahrgang 2025, sondern als Modelljahr 2026 gebaut werden. Dazu gehörten die 990 RC R, die 990 Duke R und die Baureihe der 1390 Super Adventure. Als einziges Modell rutschte die 1390 Super Duke GT noch ein weiteres Jahr nach hinten. KTM-Chef Gottfried Neumeister begründete die Verschiebungen damit, dass jedes Modell bei der Auslieferung vollständig ausgereift sein soll.
Für Fans des Sporttourers bedeutet das eine lange Wartezeit. Die Vorgängerin, die 1290 Super Duke GT, ist bereits seit 2016 auf dem Markt. Die neue Generation basiert auf der 1390 Super Duke R EVO und übernimmt von ihr den größeren Motor und viele Fahrwerksteile.
Welche Technik bringt die KTM 1390 Super Duke GT mit?
Die KTM 1390 Super Duke GT kombiniert den 1350er-V2 aus der Super Duke R EVO mit semiaktivem Fahrwerk, Radar-Tempomat und einem großen Touchscreen-Cockpit. Die folgenden Daten stammen aus der Erstvorstellung von 2024, für das Modelljahr 2027 hat KTM bisher keine neuen technischen Daten veröffentlicht.
Motor und Fahrwerk
Der LC8-Zweizylinder mit 75 Grad Zylinderwinkel leistet bei der Präsentation 190 PS (140 kW) bei 10.000/min und stemmt 145 Nm (107 lb-ft) bei 8.000/min. Die 1290er-Vorgängerin kam aus 1.301 Kubikzentimetern auf 175 PS und 141 Nm. Neu ist unter anderem die Technik namens Camshift. Sie verändert den Ventilhub je nach Drehzahl. KTM regelt die GT elektronisch bei 250 km/h ab. Das Wartungsintervall hat sich laut Hersteller auf 60.000 Kilometer verdoppelt.
Der Gitterrohrrahmen ist dreimal so verwindungssteif wie bei der alten GT. Die Federelemente stammen von WP und arbeiten semiaktiv, sie passen die Dämpfung also während der Fahrt automatisch an Straße und Beladung an. Neben einem Automatikmodus gibt es die Einstellungen Comfort, Street und Sport. Fahrbereit mit vollem 19,5-Liter-Tank wiegt die GT nach Werksangaben 228 kg (503 lbs). Den Verbrauch gibt KTM mit 6,1 Litern auf 100 Kilometer an.
Cockpit, Elektronik und Reisekomfort
Im Cockpit sitzt ein 8,8-Zoll-Touchscreen mit Navigation, die auch ohne Handyverbindung funktioniert. Für Smartphones gibt es eine SP-Connect-Halterung und eine USB-C-Ladebuchse. Ein Frontradar ermöglicht einen Abstandstempomaten, der das Tempo an vorausfahrende Fahrzeuge anpasst. Dazu kommen ein Bremsassistent und ein Modus für das Fahren in der Gruppe.
Beim ABS stehen vier Modi zur Wahl, darunter zwei Supermoto-Varianten, mit denen sich das Hinterrad gezielt zum Driften blockieren lässt. Viele Zusatzfunktionen sind kostenpflichtig. Ein Demo-Modus schaltet sie für die ersten 1.500 Kilometer frei, danach entscheidet der Besitzer, welche Pakete er dauerhaft kaufen möchte.
Für lange Strecken hat KTM die Sitzbank ergonomisch überarbeitet. Die Sitzhöhe liegt bei 834 mm. Das Windschild lässt sich serienmäßig in der Höhe verstellen, der Lenker kann um 22 mm nach vorn oder hinten gedreht werden.

Was unterscheidet die Super Duke GT EVO von der normalen GT?
Die Super Duke GT EVO hat zusätzlich das automatisierte Schaltgetriebe AMT von KTM, das ohne Kupplungshebel auskommt. Ansonsten übernimmt sie die komplette Ausstattung der Standard-GT.
Das AMT arbeitet mit einem normalen Schaltgetriebe, das elektronisch gesteuert wird. Der Fahrer kann selbst schalten oder das Motorrad vollautomatisch die Gänge wechseln lassen. KTM setzt das System bereits in der 1390 Super Adventure S EVO ein.
Bei der Erstvorstellung der GT im Herbst 2024 war das AMT noch kein Thema. Gerade beim Sporttourer fehlte es damals auffällig, obwohl die Technik im Konzern bereits vorhanden war. Mit der EVO-Variante schließt KTM diese Lücke nun zum Marktstart.
Was ändert sich an der KTM 1390 Super Duke R und R EVO 2027?
Die 1390 Super Duke R und die R EVO erhalten für 2027 ein überarbeitetes 8,8-Zoll-Touchscreen mit schnellerer Menüführung, neue Lenkerschalter und eine optimierte Bremsanlage von Brembo. Dazu kommen zwei neue Farbvarianten.
Bei der Bremse setzt KTM auf die HyPure-Baureihe von Brembo. Sättel aus dieser Familie verbaute KTM bereits in der limitierten 1390 Super Duke RR, die im Frühjahr 2026 auf den Markt kam. Auch das große Touchscreen kennt man aus diesem Topmodell: Die RR war die erste Super Duke mit dem 8,8-Zoll-Display. Die neuen Lenkerschalter sollen die Bedienung unterwegs vereinfachen. Neue technische Daten zum Motor nennt KTM für die R-Modelle nicht.
Mehr Reisekomfort und neue Optik bei den Adventure-Modellen
Im Adventure-Segment konzentriert sich KTM auf kleine Verbesserungen, die vor allem den Alltag auf langen Strecken angenehmer machen sollen.
Die 390 Adventure R bekommt eine neue Schaltereinheit am linken Lenkerende. Über sie lässt sich der optionale Tempomat aktivieren. Der Tempomat ist bei der kleinen Reiseenduro schon länger als Extra vorgesehen. Er funktioniert nur mit eingeschalteter Traktionskontrolle, lässt sich nicht im ersten Gang aktivieren und schaltet sich ab, sobald eine Bremse, die Kupplung oder der Gasgriff betätigt wird.
Kurz nach der EICMA ergänzt KTM die Baureihe außerdem um eine überarbeitete 390 Adventure X. Sie erhält ein TFT-Display und zwei neue Farben. Erhältlich sein soll sie voraussichtlich ab Dezember.
Die 790 Adventure ändert sich technisch nicht, bekommt aber ein neues Farbkonzept. Statt der bisherigen orangefarbenen und weißen Varianten gibt es sie für 2027 in Schwarz. Das Modell soll dadurch zurückhaltender wirken.
Neue Farben für die Einzylinder von 125 bis 390
Bei den kleinen Einzylindern beschränkt sich die Modellpflege auf neue Farben. Das betrifft die 390 SMC R als Supermoto und die 390 Enduro R für den Einsatz im Gelände. Auch bei den Einsteigermodellen 125 SMC und 125 Enduro bringt der Jahrgang 2027 lediglich frische Lackierungen. Technische Änderungen nennt KTM für diese vier Modelle nicht.
Was zeigt KTM auf der EICMA 2026?
KTM stellt auf der EICMA 2026 in Mailand eine breite Auswahl der 2027er-Modelle aus und kündigt zusätzlich neue Offroad-Technik sowie eine Überraschung aus dem Geländebereich an. Enthüllt werden diese Neuheiten erst bei der Pressekonferenz am 3. November um 10:45 Uhr.
Die Messe läuft vom 3. bis 8. November 2026, den Stand von KTM findet man in Halle 22 unter der Nummer E08. Welche Offroad-Technik gemeint ist, verrät der Hersteller vorab nicht. Fest steht nur, dass sie speziell für den Geländesport entwickelt wurde.
Für KTM ist der Auftritt in Mailand auch ein Signal nach den schwierigen Jahren. 2025 hatte die Marke auf der EICMA gefehlt, jetzt präsentiert sie die Palette wieder komplett. Damit reihen sich die KTM-Neuheiten in den großen Überblick der neuen Motorräder des Jahrgangs 2027 ein, den die Messe in den kommenden Tagen weiter füllen dürfte. Preise für die neuen Modelle nennt KTM bisher nicht.
Häufige Fragen
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Wann kommt die KTM 1390 Super Duke GT auf den Markt?
Die KTM 1390 Super Duke GT soll Anfang 2027 bei den Händlern erhältlich sein. Vorgestellt wurde sie bereits auf der EICMA 2024. Wegen der Sanierung von KTM verschob sich die Produktion um rund zwei Jahre.
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Wie viel PS hat die KTM 1390 Super Duke GT?
Bei der Präsentation 2024 nannte KTM 190 PS (140 kW) bei 10.000/min und 145 Nm Drehmoment. Der Motor stammt aus der 1390 Super Duke R EVO. Neue Leistungsdaten für das Modelljahr 2027 gibt es noch nicht.
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Was ist der Unterschied zwischen der Super Duke GT und der GT EVO?
Die GT EVO hat zusätzlich das automatisierte Schaltgetriebe AMT. Damit fährt sie ohne Kupplungshebel und kann wahlweise manuell oder vollautomatisch schalten. Die übrige Ausstattung entspricht der Standard-GT.
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Welche KTM-Modelle sind für 2027 neu?
Technisch überarbeitet sind vor allem die 1390 Super Duke GT, die 1390 Super Duke R und R EVO sowie die 390 Adventure R und 390 Adventure X. Die 790 Adventure, die 390 SMC R, die 390 Enduro R, die 125 SMC und die 125 Enduro bekommen neue Farben. Weitere Offroad-Neuheiten will KTM am 3. November auf der EICMA erstmals zeigen.












