- 124,8 ccm Einzylinder mit 15 PS (11 kW) bei 9.500 U/min und 12 Nm bei 8.000 U/min
- Traktionskontrolle, ABS, zwei Fahrmodi und 1080p-Frontkamera serienmäßig
- Ab 2.888 Euro (circa 3.385 US-Dollar) in Spanien, 2.999 GBP (circa 3.464 Euro / 4.060 US-Dollar) in Großbritannien
Voge gehört zum chinesischen Loncin-Konzern, einem der größten Motorrad- und Motorenhersteller der Volksrepublik, der seit Jahren auch als Zulieferer für namhafte internationale Marken arbeitet. Seit der Gründung im Jahr 2018 positioniert sich Voge als eigenständige Premiummarke mit dem Ziel, über Chinas Grenzen hinaus Fuß zu fassen. Die R125S ist dabei das jüngste Modell im europäischen Programm und richtet sich gezielt an Einsteiger, Führerscheinneulinge der Klasse A1 und alle, die eine kompakte Naked mit zeitgemäßer Ausstattung suchen. Auf der EICMA 2025 in Mailand wurde das Modell erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.
Motor und Antrieb der Voge R125S
Unter der kantigen Verkleidung arbeitet ein flüssigkeitsgekühlter Einzylinder mit 124,8 ccm Hubraum und Vierventiltechnik. Die Ventilsteuerung übernimmt eine doppelte obenliegende Nockenwelle (DOHC), das Verdichtungsverhältnis liegt bei 12:1. Die Nennleistung gibt Voge mit 11 kW an, was umgerechnet rund 15 PS (14,7 bhp) bei 9.500 U/min entspricht. Das maximale Drehmoment beträgt 12 Nm bei 8.000 U/min. Die Gemischaufbereitung übernimmt eine elektronische Einspritzung (EFI), und die Abgasanlage ist nach Euro 6 zertifiziert. Geschaltet wird über ein Sechsganggetriebe mit Antihopping-Kupplung, die besonders bei schnellen Gangwechseln für mehr Kontrolle sorgen soll. Der Endantrieb erfolgt über eine Kette.
Zwei Fahrmodi stehen zur Wahl, über die sich die Gasannahme anpassen lässt. Das ist in der 125er-Klasse nach wie vor ungewöhnlich und ermöglicht es, die Motorcharakteristik je nach Fahrsituation zu verändern. Beim Verbrauch gibt die offizielle Voge-Seite für den britischen Markt einen Wert von bis zu 2,6 Litern pro 100 Kilometer an (entspricht rund 108 mpg). In Kombination mit dem 15-Liter-Tank ergibt sich daraus eine theoretische Reichweite von bis zu 500 Kilometern, wobei dieser Wert unter realen Bedingungen naturgemäß variieren dürfte. Die CO2-Emissionen werden mit 59 g/km angegeben.
Fahrwerk und Bremsen
Die R125S basiert auf einem neuen Stahlgitter-Rahmen (Trellis) mit einer Bananenschwinge aus Stahl, unter der ein kompakter Auspuff Platz findet. Vorne kommt eine Upside-Down-Gabel mit 35 mm Standrohrdurchmesser zum Einsatz, hinten arbeitet ein Mono-Stoßdämpfer mit einstellbarer Federvorspannung. Die Bremsanlage besteht aus einer einzelnen Scheibe mit 300 mm Durchmesser und einer axial montierten Doppelkolben-Bremszange vorne sowie einer 220-mm-Scheibe hinten. Ein Zweikanal-ABS ist serienmäßig an Bord.
Die Leichtmetall-Gussräder im Mehrspeichen-Design sind mit wellenförmigen Bremsscheiben bestückt, was die ungefederten Massen reduzieren soll. Die Reifendimensionen betragen 110/70-R17 vorne und 150/60-R17 hinten. Im Vergleich zum Schwestermodell R125 ist der Hinterreifen der R125S breiter, was für mehr Auflagefläche und stabileres Fahrverhalten sorgen soll. Beide Reifen sind schlauchlos (Tubeless).

Elektronik und Ausstattung
Die Ausstattungsliste der R125S liest sich für ein 125er-Motorrad ungewöhnlich umfangreich. Neben dem bereits erwähnten ABS und den zwei Fahrmodi gehört eine abschaltbare Traktionskontrolle (TCS) zum Serienumfang. Dieses Sicherheitsfeature ist in der 125-ccm-Klasse nach wie vor eine Seltenheit und soll gerade bei nassen oder rutschigen Fahrbahnverhältnissen zusätzliche Sicherheit bieten.
Das Cockpit besteht aus einem Farb-LCD-Display mit negativer Darstellung (weiße Zeichen auf schwarzem Hintergrund), das sich nach Herstellerangaben bei allen Lichtverhältnissen gut ablesen lassen soll. Per Bluetooth lässt sich ein Smartphone koppeln, und eine Turn-by-Turn-Navigation ist ebenfalls integriert. Hinzu kommt eine nach vorne gerichtete 1080p-Dashcam, die fest in die Frontverkleidung integriert ist. Sie macht das Motorrad zwar nicht schneller, liefert aber eine lückenlose Dokumentation der Fahrt, was sowohl für die Sicherheit als auch für Content-Erstellung im Alltag relevant sein kann.
Die Beleuchtung ist komplett in LED-Technik ausgeführt. Die vorderen Blinker sind in die Seitenverkleidung integriert, was optisch aufgeräumt wirkt und laut Voge auch die Sichtbarkeit gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern verbessern soll. Eine Notbrems-Warnleuchte (Emergency Stop Signal) sowie ein USB-Anschluss runden das Paket ab.
Abmessungen, Gewicht und Ergonomie
Die R125S ist mit einer Gesamtlänge von 2.020 mm, einer Breite von 770 mm (laut der spanischen Motorbike-Magazine-Quelle 795 mm) und einer Höhe von 1.100 mm etwas größer dimensioniert als das Basismodell R125. Der Radstand beträgt 1.375 mm, die Bodenfreiheit liegt bei 150 mm. Das Leergewicht gibt Voge mit 141 kg (circa 311 lbs) an, wobei die spanische Quelle ein Gewicht von 140 kg nennt. Die Sitzhöhe liegt bei 790 mm und damit in einem Bereich, der auch kleineren Fahrern den Zugang erleichtern soll.
Der geteilte Sitzaufbau bietet Platz für Fahrer und Sozius. Laut Voge profitieren insbesondere größere Fahrer von den gegenüber der R125 gewachsenen Abmessungen, da die Sitzposition geräumiger und natürlicher ausfallen soll.

Preise und Konkurrenz
In Großbritannien ist die Voge R125S ab 2.999 GBP (circa 3.464 Euro / 4.060 US-Dollar) erhältlich, zuzüglich der dortigen Zulassungskosten (OTR). In Spanien liegt der Preis bei 2.888 Euro (circa 3.385 US-Dollar), die spanische Motorbike-Magazine-Quelle nennt zudem einen Preis von 3.088 Euro inklusive Garantie von fünf Jahren. RideApart nennt einen ungefähren Europreis von 2.999 Euro (circa 3.515 US-Dollar).
Der Blick auf die Konkurrenz macht deutlich, wie aggressiv Voge die R125S einpreist. Im britischen Markt kostet eine Yamaha MT-125 rund 5.300 GBP (circa 6.122 Euro / 7.177 US-Dollar), eine Honda CB125R liegt bei 4.799 GBP (circa 5.543 Euro / 6.498 US-Dollar) und eine Kawasaki Z125 bei 4.299 GBP (circa 4.965 Euro / 5.821 US-Dollar). Ähnlich sieht es auf dem europäischen Festland aus: Die KTM 125 Duke steht bei 5.299 Euro (circa 6.213 US-Dollar), die Aprilia Tuono 125 bei 5.350 Euro (circa 6.273 US-Dollar) und die Yamaha MT-125 bei 5.499 Euro (circa 6.448 US-Dollar). Im preislich näheren Umfeld finden sich Modelle wie die Suzuki GSX-S125 (3.999 Euro / circa 4.689 US-Dollar) oder die CFMOTO 125NK (3.395 Euro / circa 3.981 US-Dollar).
Die R125S bietet also Features wie Traktionskontrolle, eine integrierte Dashcam und Bluetooth-Konnektivität zu einem Preis, der in vielen Fällen nur die Hälfte der japanischen oder europäischen Konkurrenz beträgt.
Design und Farbvarianten
Die R125S setzt auf ein aggressives, sportliches Design mit kantigen Linien und einem auffälligen Frontscheinwerfer in Full-LED-Technik. Der Scheinwerfer verfügt über eine dynamische Startanimation. Im britischen Markt ist zunächst nur eine Farbvariante in Schwarz mit gelben Akzenten verfügbar. Für den europäischen Festlandmarkt nennt die spanische Quelle Motorbike Magazine zwei Farboptionen: Schwarz matt und Rot matt.
Häufige Fragen
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Was kostet die Voge R125S 2026?
In Spanien liegt der Preis bei rund 2.888 Euro (circa 3.385 US-Dollar), in Großbritannien bei 2.999 GBP (circa 3.464 Euro / 4.060 US-Dollar) zuzüglich Zulassungskosten. Damit unterbietet die R125S die meisten japanischen und europäischen 125er-Konkurrenten teilweise um mehr als die Hälfte.
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Wie viel PS hat die Voge R125S?
Der 124,8-ccm-Einzylinder leistet 15 PS (11 kW) bei 9.500 U/min und liefert ein maximales Drehmoment von 12 Nm bei 8.000 U/min. Damit liegt die R125S an der Obergrenze dessen, was mit einem A1-Führerschein bewegt werden darf.
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Hat die Voge R125S eine Traktionskontrolle?
Ja, eine abschaltbare Traktionskontrolle (TCS) gehört zum Serienumfang. Das ist in der 125-ccm-Klasse nach wie vor selten und soll besonders Einsteigern bei schwierigen Fahrbahnverhältnissen zusätzliche Sicherheit bieten.
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Wann kommt die Voge R125S 2026 auf den Markt?
Die R125S wurde auf der EICMA 2025 vorgestellt und ist seit April 2026 bei europäischen Händlern verfügbar. In Großbritannien kann das Modell bereits vorbestellt werden.
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Gibt es die Voge R125S auch in den USA?
Aktuell ist die R125S nur für den europäischen Markt bestätigt. Voge baut seine Präsenz in den USA schrittweise aus, unter anderem mit dem Modell 300 Rally. Ob und wann die R125S dort angeboten wird, ist derzeit nicht bekannt.


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