- 946 ccm Parallel-Twin mit 113 PS (83 kW) bei 8.500 U/min und 105 Nm bei 6.250 U/min
- Fahrfertiges Gewicht von 222 kg (489 lbs) bei 22,5 Liter Tankvolumen
- In Deutschland ab 9.999 Euro (circa 11.699 USD) erhältlich, regulär 10.999 Euro (circa 12.869 USD)
Der chinesische Hersteller CFMOTO positioniert sich seit knapp 40 Jahren als Anbieter von Motorrädern, Offroad-Fahrzeugen und Antriebstechnik. Mit der neuen 1000MT-X erweitert das Unternehmen seine Adventure-Palette nach oben und stellt erstmals ein Modell mit annähernd einem Liter Hubraum an die Spitze der Baureihe. Die Reiseenduro wurde auf der EICMA 2025 in Mailand vorgestellt und ist seit Frühjahr 2026 im deutschen und österreichischen Fachhandel verfügbar.

Der Motor: Eine Weiterentwicklung der KTM LC8c-Architektur
Das Herzstück der 1000MT-X ist ein flüssigkeitsgekühlter Reihen-Zweizylinder mit 946,2 ccm Hubraum. Die technische Basis teilt sich das Triebwerk mit KTMs LC8c-Plattform, die in der 990 Duke und der 990 RC R zum Einsatz kommt. Bohrung und Hub entsprechen mit 92,5 mm und 70,4 mm exakt den KTM-Modellen, ebenso das Verdichtungsverhältnis von 13,5:1. CFMOTO hat den Motor allerdings auf die Anforderungen einer Reiseenduro abgestimmt und die Leistung im Vergleich zu den sportlicheren KTM-Varianten angepasst.
In der Konfiguration der 1000MT-X leistet der DOHC-Achtventiler 113 PS (83 kW) bei 8.500 U/min. Das maximale Drehmoment von 105 Nm (77,4 lb-ft) liegt bei 6.250 U/min an. Zum Vergleich: Die KTM 990 Duke kommt auf 123 PS und 103 Nm, wobei das Drehmomentmaximum dort erst bei 6.750 U/min erreicht wird. Die Abstimmung der CFMOTO setzt also stärker auf frühes Drehmoment, was dem Einsatzprofil einer Adventure-Maschine entgegenkommt.
Für die Gemischaufbereitung sorgt eine Bosch MSE 9.0 Einspritzanlage mit Ride-by-Wire-Gassteuerung. Die Kraftübertragung erfolgt über eine Anti-Hopping-Kupplung und ein Sechsganggetriebe mit serienmäßigem bidirektionalem Quickshifter. Die Abgasnorm Euro 5+ wird eingehalten. Bemerkenswert ist das vom Hersteller angegebene Motorgewicht von angeblich nur 56 kg. Als Höchstgeschwindigkeit nennt CFMOTO 208 km/h.
Fahrwerk und Chassis: KYB-Federelemente mit 230 mm Federweg
Das Fahrwerk der 1000MT-X kommt vom japanischen Zulieferer KYB. Vorne arbeitet eine 48-mm-Upside-down-Gabel, hinten ein Zentralfederbein mit Direktanlenkung. Beide Elemente sind voll einstellbar und bieten jeweils 230 mm Federweg. Ein serienmäßiger Lenkungsdämpfer mit 20-facher Einstellbarkeit rundet das Paket ab.
Der Rahmen besteht aus Stahlrohr, die Hinterradschwinge aus Aluminium. Beides scheint weitgehend von der kleineren 800MT-X übernommen zu sein, was aufgrund der identischen Motorhalterungspunkte des LC8c-Triebwerks möglich war. Die Bodenfreiheit beträgt in der hohen Version 240 mm, was zusammen mit den 21-Zoll-Vorder- und 18-Zoll-Hinterrädern auf ernsthafte Geländetauglichkeit ausgelegt ist. Bereift ist die 1000MT-X serienmäßig mit Pirelli Scorpion Rally STR in den Dimensionen 90/90 R21 vorne und 150/70 R18 hinten, aufgezogen auf schlauchlosen Aluminium-Speichenrädern.
Die Bremsanlage stammt von Brembo. Am Vorderrad verzögern radial montierte Vierkolben-Bremszangen mit 320-mm-Doppelscheiben, am Hinterrad ein Zweikolben-Sattel mit einer 260-mm-Scheibe. Eine Bosch-ABS-Anlage mit 6-Achsen-IMU ermöglicht schräglagensensitives Kurven-ABS. Für den Einsatz abseits befestigter Straßen lässt sich das ABS am Hinterrad deaktivieren.

Elektronik: Fünf Fahrmodi und dreistufige Traktionskontrolle
Über das 8-Zoll-TFT-Farbdisplay im Hochformat stehen 4+1 Fahrmodi zur Verfügung: Standard, Rain, Offroad und All-Terrain bilden die Basisausstattung. Ein fünfter, individuell konfigurierbarer Modus namens Master lässt sich über das optionale T-Box-Konnektivitätssystem freischalten. Je nach gewähltem Modus passen sich Motorcharakteristik und Traktionskontrolle an. Die Bosch DTC-Traktionskontrolle ist in drei Stufen einstellbar und erlaubt im Offroad-Modus gezielt mehr Schlupf am Hinterrad.
Das Display bietet Apple CarPlay, Google-Navigation, Bluetooth-Konnektivität und eine Reifendruckanzeige. Das optionale T-Box-System verbindet das Motorrad über ein integriertes 4G-Modul dauerhaft mit der CFMOTO RIDE-App. Darüber lassen sich unter anderem Live-Tracking, Geo-Fencing, Tourendetails, Fahrdaten, Fehlermeldungen und Serviceintervalle abrufen. Auch Over-the-Air-Updates der Motorrad-ECU sollen damit möglich sein.
Ergonomie und Ausstattung: Reisebereit ab Werk
Die Ergonomie der 1000MT-X ist auf langes Fahren im Sitzen und auf Stehendfahren im Gelände ausgelegt. Der schmal geschnittene Tank sitzt tief und soll den Schwerpunkt nach unten verlagern. Das Tankvolumen beträgt 22,5 Liter, womit CFMOTO eine Reichweite von über 450 km unter gemischten Bedingungen angibt. Im Alltagsbetrieb dürften je nach Fahrweise zwischen 400 und 500 km realistisch sein.
Die einteilige Sitzbank befindet sich in der Standardversion auf 870 mm Höhe. Alternativ steht eine niedrigere Variante mit 830 mm Sitzhöhe zur Verfügung, die allerdings nur noch 190 mm Federweg und 200 mm Bodenfreiheit bietet. Für den Sommer 2026 hat CFMOTO zudem eine um 40 mm tiefergelegte Comfort-Variante angekündigt. Ergänzend sollen optionale Sitzbänke mit 15 mm erhöhter oder 20 mm reduzierter Sitzposition für beide Versionen verfügbar sein.
Die Serienausstattung fällt für die Preisklasse bemerkenswert umfangreich aus: Tempomat, Sitz- und Griffheizung, einhändig höhenverstellbares Windschild, Handprotektoren, Aluminium-Unterfahrschutz, USB-A- und USB-C-Steckdosen sowie LED-Lichttechnik für Scheinwerfer, Blinker und Hecklicht gehören zum Lieferumfang. Über das CFMOTO CRAFTED Original-Zubehörprogramm lässt sich die Ausstattung weiter ergänzen.

Gewicht und Konkurrenzumfeld: Leicht und günstig
Als Trockengewicht gibt CFMOTO 199 kg an. Fahrfertig mit vollem Tank wiegt die 1000MT-X 222 kg (489 lbs). Das zulässige Gesamtgewicht liegt bei 465 kg, was rechnerisch eine Zuladung von 243 kg ergibt und auf erhebliches Reisepotenzial hindeutet.
Im direkten Vergleich mit der Konkurrenz positioniert sich die 1000MT-X gewichtsmäßig gut: Die Honda CRF 1100 L Africa Twin bringt fahrfertig 231 kg auf die Waage und leistet 102 PS (75 kW), die KTM 890 Adventure R wiegt 215 kg bei 105 PS (77 kW). Beide Modelle kosten allerdings deutlich mehr. Die Africa Twin steht in Deutschland ab 16.449 Euro (circa 19.245 USD) beim Händler, die KTM 890 Adventure R bei 15.985 Euro (circa 18.703 USD).
Eine KTM 990 Adventure auf Basis desselben Motors gibt es bislang nicht. Die finanziellen Schwierigkeiten von KTM haben dazu geführt, dass CFMOTO mit der 1000MT-X den eigenen Kooperationspartner überholt hat und das Triebwerk zuerst in einer Reiseenduro auf den Markt bringt.
Preise und Verfügbarkeit
Die CFMOTO 1000MT-X ist ab sofort im deutschen und österreichischen Fachhandel erhältlich. Der Einführungspreis in Deutschland beträgt 9.999 Euro (circa 11.699 USD), der reguläre Preis liegt bei 10.999 Euro (circa 12.869 USD). In Österreich kostet die 1000MT-X 11.999 Euro (circa 14.039 USD), in der Schweiz 9.990 CHF. Der Einführungsrabatt von 1.000 Euro gilt in Deutschland und Österreich und soll zeitlich begrenzt sein.
Seit dem 1. April 2026 gewährt CFMOTO auf seine Motorräder in Deutschland und Österreich eine Herstellergarantie von 5 Jahren oder 40.000 km. Die 1000MT-X ist in den Farben Zephyr Blue und Tactical Green erhältlich.

Häufige Fragen
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Was kostet die CFMOTO 1000MT-X in Deutschland?
Der Einführungspreis liegt bei 9.999 Euro (circa 11.699 USD), der reguläre Preis beträgt 10.999 Euro (circa 12.869 USD). In Österreich kostet das Modell 11.999 Euro (circa 14.039 USD). Die Einführungsaktion ist zeitlich befristet.
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Wie viel PS hat die CFMOTO 1000MT-X?
Der 946-ccm-Zweizylinder leistet 113 PS (83 kW) bei 8.500 U/min. Das maximale Drehmoment beträgt 105 Nm (77,4 lb-ft) bei 6.250 U/min. Der Motor basiert auf der KTM LC8c-Architektur.
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Wie schwer ist die CFMOTO 1000MT-X?
Das Trockengewicht liegt bei 199 kg, fahrfertig mit vollem 22,5-Liter-Tank wiegt die 1000MT-X 222 kg (489 lbs). Das zulässige Gesamtgewicht beträgt 465 kg.
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Welche Sitzhöhe hat die CFMOTO 1000MT-X?
Die Standardversion kommt auf 870 mm Sitzhöhe, die niedrige Variante auf 830 mm. Für Sommer 2026 ist zudem eine Comfort-Version angekündigt, die nochmals 40 mm niedriger ausfallen soll.
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Hat die CFMOTO 1000MT-X den gleichen Motor wie die KTM 990 Duke?
Der Motor basiert auf derselben LC8c-Architektur mit identischer Bohrung, identischem Hub und gleichem Verdichtungsverhältnis. CFMOTO hat das Triebwerk allerdings auf die Anforderungen einer Reiseenduro angepasst, mit weniger Spitzenleistung, aber früherem Drehmomentmaximum.

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