- Der Creators Custom Clash geht an Jack NBC mit einer Breakout von H-D Legnano
- Best in Show in Villach für Vito Klemenčič von VK Custom Works aus Slowenien
- Die nächste European Bike Week findet vom 7. bis 12. September 2027 statt
Vom 8. bis 13. September 2026 drehte sich rund um den Faaker See alles um Motorräder, Musik und gemeinsame Ausfahrten. Harley-Davidson spricht von Tausenden Fahrern und Fans aus Europa und darüber hinaus, die Polizei in Kärnten von Zehntausenden Besuchern. Der Hersteller bezeichnet die European Bike Week als sein größtes Treffen in Europa. Im Kalender der Marke ist sie seit Jahren der feste Höhepunkt im Spätsommer. Trotz Regen an einzelnen Tagen ziehen Veranstalter, Tourismusverband und Polizei ein positives Fazit.

Was gab es im Harley Village am Faaker See zu sehen?
Das Harley Village war mit rund 40.000 Quadratmetern der Mittelpunkt des Treffens. Dort zeigte Harley-Davidson seine aktuellen Modelle, dazu kamen Custombikes, Livemusik und ein Rahmenprogramm über die ganze Woche.
Auf der Harley-Davidson Expo standen die Neuheiten des Modelljahres 2026 im Vordergrund, darunter die Street Glide Limited, die Road Glide Limited und die Pan America 1250 Limited. In der Demoride Zone konnten Besucher die aktuellen Modelle auf den Straßen der Umgebung selbst Probe fahren. Wer lieber ins Gelände wollte, war in der Pan America Adventure Zone richtig. Dort gab es Offroad-Touren und Trainings unter Anleitung der Instruktoren Marco Belli und Alberto Cecotti sowie des früheren Dakar-Teilnehmers Joan Pedrero.
Rund um das Village gab es mehr als 100 Stände von Vertragshändlern und Ausstellern. Sie zeigten Bekleidung, Teile und Zubehör, dazu kamen Essensstände und Stuntshows. Viele Besucher nutzten die Woche außerdem für Touren durch Kärnten und ins benachbarte Slowenien.
Wer hat den Creators Custom Clash 2026 gewonnen?
Den Creators Custom Clash 2026 hat der Italiener Jack NBC gewonnen. Seine Breakout hat er gemeinsam mit dem Händler H-D Legnano aufgebaut.
Beim Wettbewerb traten sechs Umbauten gegeneinander an. Sie stammten von Harley-Vertragshändlern und Content-Creatorn aus verschiedenen Ländern Europas. Tausende Besucher gaben ihre Stimme ab. Die Siegerehrung fand am Donnerstagabend im Harley Village statt. Den Preis überreichten Artie Starrs, President und Chief Executive Officer der Harley-Davidson Motor Company, und Bill Davidson.
Bill Davidson ist der Urenkel von Firmengründer William A. Davidson. Er leitete viele Jahre das Harley-Davidson Museum in Milwaukee und ist seit Ende 2025 Markenbotschafter und Berater von Artie Starrs. Auch abseits der Bühne war es für ihn ein besonderer Besuch. Bei einem Abendessen mit Klaus Ehrenbrandtner, dem Geschäftsführer der Kärnten Werbung, ging es um die Kärntner Tracht. Ehrenbrandtner berichtete: „Bill hat mir erzählt, dass er bereits als Kind von seiner Großmutter eine Lederhose aus der Region geschenkt bekommen hat. Erst mit den Jahren hat er verstanden, welche Bedeutung die Tracht hat. Er hat mir erzählt, dass er sich deshalb nun wieder eine Lederhose kaufen möchte.“ Kaufen musste er sie am Ende nicht: Ehrenbrandtner und der Kärntner Trachtenunternehmer Thomas Rettl schenkten ihm eine originale Kärntner Lederhose.

Wer hat die Custombike-Show in Villach gewonnen?
Der Titel Best in Show ging an Vito Klemenčič von VK Custom Works aus Segovci bei Apače in Slowenien. Sein schwarz-goldenes Motorrad im Clubstyle gewann außerdem die Klasse Sport and Clubstyle.
Die von Metzeler präsentierte Show fand zum zweiten Mal auf dem historischen Hauptplatz in Villach statt. Im Vorjahr hatte dort ein Customizer aus Kuwait den Titel Best in Show geholt. Diesmal war der Platz schon lange vor der Siegerehrung voll. Customizer aus mehreren Ländern traten in sechs Klassen gegeneinander an. In der Jury saßen der Fotograf Horst Rösler, Pierpaolo vom LowRide Magazine und Gary vom Reiseveranstalter Tour1. Bewertet wurden Kreativität, handwerkliche Qualität und neue Ideen.
Das Siegerbike fuhr mit der Startnummer 82 und eingeschalteten Scheinwerfern auf die Bühne. Es hat einen Harley-Motor mit 132 Kubikzoll (rund 2.163 Kubikzentimeter). Rahmen, Räder und Verkleidung bestehen aus Kohlefaser und sind mit goldfarbenen Details abgesetzt. Platz zwei in dieser Klasse ging an Dreamachine Motorcycles, ebenfalls aus Slowenien. Die Preise überreichten Bill Davidson und Alberto De Luca von Metzeler. Davidson beschrieb die ausgestellten Motorräder als rollende Skulpturen und sagte, dass es an diesem Tag keine Verlierer gebe. Zu den Metzeler-Preisen und zu Best in Show gab es jeweils einen Satz Reifen dazu.
Die Sieger der einzelnen Klassen
In der Klasse Antique and RestoMod gewann Hannes Happ aus Österreich. Er trat mit einem türkisfarbenen Board-Track-Racer an, also einem Motorrad im Stil der frühen Bahnrennmaschinen, mit Firestone-Reifen und auf Hochglanz poliertem V2-Motor. Bei den Cruisern siegte Kim Lara Bergerforth aus Hamminkeln. Ihr orangefarbener Chopper hat einen Starrrahmen, eine lange Chromgabel, goldene Akzente am Motor und eine hohe Sissybar. Den Pokal nahm sie auf dem Motorrad sitzend entgegen.
Die Klasse Adventure and Offroad ging an Sven Nisch aus Deutschland. Auf den Aluminiumkoffern seines Reisemotorrads stehen handschriftlich die Stationen Berlin, Moskau, Irkutsk, Wladiwostok und New York. Bei den Tourern und Baggern gewann Stanisław Myszkowski von Game Over Cycles aus Rzeszów in Polen mit einem sehr tief liegenden Bagger in dunklem Braun. Der Umbau heißt Slow Burn und orientiert sich am Auburn Boattail Speedster von 1936. Er holte zusätzlich den Metzeler People’s Choice Award, über den die Zuschauer abstimmen.
In der Klasse Radical Custom setzte sich Maly H-D aus Polen mit einem grün-goldenen Chopper durch. Gravuren am Tank und viel Handarbeit an Motor und Auspuff brachten den Polen auch die Auszeichnung für das beste Detailing. Dazu gab es Sonderpreise: Best Inspiration ging an Bikash vom Carinthia Chapter für eine Road Glide mit Airbrush auf Verkleidung und Koffern. Best Paintwork gewann Peter Deinhofer aus Österreich, den Judges‘ Choice Award bekam Max Bica aus Italien.
Welche Rolle spielte Andrea Iannone bei der European Bike Week?
Andrea Iannone gab Autogramme, trat auf der Bühne auf und fuhr bei gemeinsamen Ausfahrten mit. Für viele Fans war das eine Gelegenheit, den früheren MotoGP-Fahrer aus der Nähe zu erleben.
Kurz vor dem Treffen hatte der Italiener beim fünften Lauf des FIM Harley-Davidson Bagger World Cup in Aragón beide Rennen gewonnen. Damit gelang ihm als erstem Fahrer der neuen Serie ein Doppelsieg an einem Wochenende. Zuvor hatte er bereits in Mugello gewonnen, wo er zur Saison dazugestoßen war. Das Finale fand wenige Tage nach der Bike Week am Red Bull Ring in Spielberg statt. Den ersten Titel der Serie holte dort der Australier Archie McDonald, Iannone beendete die Saison als Vierter.

Musik, Parade und Verlosung
Während der Woche spielten mehr als 30 Bands auf mehreren Bühnen. Dazu gehörten auch die Sieger des Harley-Davidson Music Contest. Den Anfang machte am Mittwoch die britische Band Wood Burnt Red in der Saloon Bar. Am Donnerstag spielten Mad Guz and the Mojos aus Deutschland in der Harley Bar. Am Freitag folgte die französische Band Ocean Daze in der Saloon Bar, am Samstag schloss die italienische Gruppe Known Physics den Wettbewerb in der Harley Bar ab.
Am Samstag, den 12. September, stand traditionell die Harley-Davidson Parade auf dem Programm, präsentiert von Dunlop. Tausende Motorräder rollten gemeinsam durch die Landschaft Kärntens. Am Samstagabend endete das Treffen mit der großen Verlosung. Der Hauptpreis war eine neue Pan America 1250 Limited.
Als europäischer Partner von Harley-Davidson für 2026 war auch Jeep vor Ort. Beide Marken setzen in ihrer Werbung auf die Themen Freiheit und Abenteuer.
Wie sieht die Bilanz von Polizei und Tourismus aus?
Polizei und Tourismusverband ziehen ein positives Fazit. Nach Angaben der Polizei blieb es ruhig, es gab weder Ausschreitungen noch schwere Gewalttaten oder extreme Geschwindigkeitsüberschreitungen.
Regen an einzelnen Tagen sorgte vor allem bei den Tagesgästen für weniger Betrieb. Georg Overs, Geschäftsführer der Region Villach Tourismus GmbH, sagte dazu: „Zum Wochenende hin war wieder alles super. Die Veranstaltung verlief ruhig und diszipliniert. Wir haben viel positives Feedback bekommen und alle freuen sich schon wieder auf das nächste Jahr.“
Die Polizei zählte sechs Motorradunfälle mit sechs Verletzten. Bei rund 430 Alkoholkontrollen rund um den Faaker See musste nur ein Fahrer seinen Führerschein abgeben. Dazu kamen etwa 185 Anzeigen und rund 230 Organmandate, also Strafen, die direkt vor Ort bezahlt werden. Insgesamt wurden fünf Straftaten angezeigt: zwei leichte Körperverletzungen, eine Beschädigung an einem Motorradtank und zwei Diebstähle. Gestohlen wurden ein Motorradhelm und eine Brieftasche mit mehreren hundert Euro. Wie schon im Vorjahr wurde kein Motorrad gestohlen. Auch die Diebstähle auf Campingplätzen, die es in früheren Jahren gab, blieben diesmal aus.
Bei gezielten Kontrollen prüften die Beamten auch, ob die Motorräder verkehrssicher und nicht zu laut sind. Die Lärmmessungen gab es, weil sich in den vergangenen Jahren Anwohner vermehrt beschwert hatten. Die Polizei erklärte dazu: „Während dieser Intensivkontrollen wurden vergleichsweise wenige Verstöße festgestellt. Die Lärmmessungen ergaben in den meisten Fällen Werte, die mit den Zulassungsbestimmungen übereinstimmen. Es wurden bei den technischen Kontrollen insgesamt sechs Kennzeichentafeln abgenommen.“
Wann findet die European Bike Week 2027 statt?
Die nächste European Bike Week findet vom 7. bis 12. September 2027 am Faaker See statt. Das hat Harley-Davidson bereits angekündigt.
Francesco Vanni, Managing Director und Head of Sales EMEA bei Harley-Davidson, zog zum Abschluss Bilanz: „Im Mittelpunkt der European Bike Week steht das gemeinsame Erlebnis des Motorradfahrens. Jahr für Jahr reisen Motorradfahrer aus ganz Europa und weit darüber hinaus an, um spektakuläre Strecken zu entdecken, neue Regionen kennenzulernen und ihre Leidenschaft für das Motorradfahren mit Gleichgesinnten zu teilen. Tausende Motorradfahrer hier am Faaker See zu erleben, ist jedes Mal aufs Neue inspirierend. Unser Dank gilt allen Fahrern, Vertragshändlern, Partnern und Besuchern, die dazu beigetragen haben, die European Bike Week 2026 zu einem unvergesslichen Erfolg zu machen.“
Häufige Fragen
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Wann fand die European Bike Week 2026 statt?
Die European Bike Week 2026 fand vom 8. bis 13. September am Faaker See in Kärnten statt. Mittelpunkt war das rund 40.000 Quadratmeter große Harley Village in Faak am See, die Custombike-Show lief in Villach.
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Wer hat die Custombike-Show der European Bike Week 2026 gewonnen?
Best in Show wurde Vito Klemenčič von VK Custom Works aus Slowenien. Sein Motorrad hat einen Harley-Motor mit 132 Kubikzoll sowie Rahmen, Räder und Verkleidung aus Kohlefaser. Den Publikumspreis holte Game Over Cycles aus Polen mit dem Umbau Slow Burn.
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Wer hat den Creators Custom Clash gewonnen?
Gewonnen hat Jack NBC mit einer Breakout, die er zusammen mit H-D Legnano aufgebaut hat. Den Preis überreichten Artie Starrs und Bill Davidson am Donnerstagabend.
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Wie viele Unfälle gab es bei der European Bike Week 2026?
Die Polizei zählte sechs Motorradunfälle mit sechs Verletzten. Bei rund 430 Alkoholkontrollen wurde ein Führerschein abgenommen, bei technischen Kontrollen sechs Kennzeichen.
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Wann ist die European Bike Week 2027?
Die European Bike Week 2027 findet vom 7. bis 12. September 2027 statt. Veranstaltungsort ist wieder der Faaker See.











