- Eingriff am rechten Handgelenk laut KTM erfolgreich verlaufen
- Auslöser war die Aufgabe beim Großen Preis der Niederlande in Assen
- Rückkehr am Sachsenring vorgesehen, abhängig vom Medizincheck
Wenige Tage nach seiner Aufgabe beim Großen Preis der Niederlande hat sich Pedro Acosta einer Operation am rechten Handgelenk unterzogen. Hintergrund ist ein Karpaltunnelsyndrom, das dem Spanier zuletzt das Gefühl in der rechten Hand nahm und ihn zum vorzeitigen Rennende zwang. Sein Team Red Bull KTM Factory Racing teilte mit, der Eingriff sei erfolgreich verlaufen. Acosta will beim folgenden Lauf in Deutschland wieder auf dem Motorrad sitzen.

Warum musste sich Pedro Acosta operieren lassen?
Acosta ließ sich operieren, weil ihm ein Karpaltunnelsyndrom in der rechten Hand das nötige Gefühl für die Bedienung der Bremse raubte. Bereits beim Rennen in Assen verlor er die Kontrolle über den Bremshebel und musste das Rennen abbrechen, um einen Unfall zu vermeiden.
In der 13. von 26 Runden verlangsamte der 22-Jährige vor Kurve 1 und rollte langsam zurück an die Box. Zunächst sah es nach einem weiteren technischen Defekt an seiner KTM aus, doch tatsächlich lag die Ursache in der Hand. Schon beim Abstellen schüttelte Acosta sichtbar den rechten Arm. Er stellte später klar, dass es sich nicht um den unter Rennfahrern verbreiteten Armpump handele, sondern um das Tunnelsyndrom. Im Zweikampf mit Marc Marquez um einen Platz unter den ersten Fünf habe er die Bremse mehrfach früher lösen müssen, weil er nicht mehr sicher gespürt habe, ob er den Hebel überhaupt in der Hand halte.
Was ist das Karpaltunnelsyndrom?
Das Karpaltunnelsyndrom ist eine Einengung des Medianusnervs im Bereich des Handgelenks. Diese Einengung führt zu Kribbeln, Taubheitsgefühlen, Schmerzen und teils zu Kraftverlust in Daumen, Zeige- und Mittelfinger.
Für einen Motorradrennfahrer ist die Erkrankung besonders heikel, weil der ständige Druck auf den Lenker und die wiederholten Bewegungen des Handgelenks das Problem verstärken können. Genau diese fehlende Rückmeldung an der Bremse beschrieb Acosta als Kernproblem. Nach eigenen Angaben begleitet ihn das Leiden bereits seit etwa einem Jahr. Erstmals deutlich bemerkbar machte es sich im Vorjahr beim Lauf im japanischen Motegi, als er in Kurve 1 weit ins Kiesbett rutschte, weil ihm in dem Moment das Gefühl in den Fingern fehlte und der Bremshebel entglitt. Auf manchen Strecken sei das Problem stärker ausgeprägt als auf anderen, der Vorfall in Assen sei der bislang gravierendste gewesen.

Wann kehrt Acosta in die MotoGP zurück?
Acosta will beim Großen Preis von Deutschland auf dem Sachsenring zurückkehren, der in rund zwei Wochen ansteht. Eine Voraussetzung dafür ist der medizinische Check vor dem Rennwochenende, den er nach solchen Eingriffen absolvieren muss.
Ursprünglich sollte die Behandlung erst in der Sommerpause erfolgen, nach Acostas Worten etwa nach sechs oder sieben weiteren Rennen. Die akute Lage in Assen führte zur Vorverlegung. In der offiziellen Mitteilung von KTM heißt es: „Pedro Acosta underwent successful minor surgery this morning on his right wrist to treat Carpal Tunnel Syndrome. He is expected to return for the German GP, pending a medical check next week.“ Auf Deutsch bedeutet das, dass Acosta am Vormittag einen kleinen, erfolgreichen Eingriff am rechten Handgelenk zur Behandlung des Karpaltunnelsyndroms hatte und seine Rückkehr beim Deutschland-GP vorbehaltlich eines Medizinchecks erwartet wird. Acosta selbst gab sich vorsichtig optimistisch und sagte mit Blick auf seine Genesung: „It will be OK if everything goes OK“, was sich mit „Es wird in Ordnung sein, wenn alles gut läuft“ übersetzen lässt.
Acostas schwierige Wochen bei KTM
Die Operation fällt in eine Phase, in der bei Acosta sportlich wenig zusammenlief. Aus den beiden zurückliegenden Rennwochenenden in Brünn und Assen nahm er lediglich einen einzigen Punkt mit. In Assen war es bereits seine zweite Aufgabe in Folge, nachdem er zuvor in Tschechien in der Schlussrunde ausgefallen war.
Das Wochenende in Assen verlief von Beginn an schwierig. Zwei sensorbedingte technische Probleme am Samstag schränkten seine Fahrzeit stark ein und warfen ihn auf den achten Startplatz zurück. Im Sprint sammelte er als Neunter immerhin einen WM-Punkt. Nach der Aufgabe im Grand Prix liegt Acosta auf dem siebten Rang der Fahrerwertung, mit 60 Punkten Rückstand auf den neuen WM-Führenden Jorge Martin. Bester KTM-Pilot in Assen war Enea Bastianini, der nach einer Strafe gegen Marc Marquez auf den sechsten Platz vorrückte. Damit ordnet sich der Vorfall in eine Saison ein, die für KTM und Acosta von Pannen und verpassten Chancen geprägt ist.

Häufige Fragen
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Warum hat Pedro Acosta das Rennen in Assen aufgegeben?
Pedro Acosta gab das Rennen wegen eines körperlichen Problems auf, nicht wegen eines technischen Defekts. Ein Karpaltunnelsyndrom in der rechten Hand nahm ihm das Gefühl, sodass er den Bremshebel nicht mehr sicher bedienen konnte. Um einen Unfall zu vermeiden, beendete er das Rennen in der 13. von 26 Runden.
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Wann ist Pedro Acosta operiert worden?
Pedro Acosta wurde am Dienstagvormittag am rechten Handgelenk operiert. Nach Angaben seines Teams verlief der kleine Eingriff zur Behandlung des Karpaltunnelsyndroms erfolgreich. Geplant war die Operation eigentlich erst für die Sommerpause, die akute Lage führte zur Vorverlegung.
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Startet Pedro Acosta beim Deutschland-GP auf dem Sachsenring?
Pedro Acosta plant einen Start beim Großen Preis von Deutschland auf dem Sachsenring. Voraussetzung ist ein medizinischer Check vor dem Rennwochenende. Acosta selbst geht bei normalem Verlauf der Genesung von einem Start aus.
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Wie steht Pedro Acosta in der MotoGP-WM 2026?
Pedro Acosta liegt nach dem Rennen in Assen auf dem siebten Platz der Fahrerwertung. Sein Rückstand auf den WM-Führenden Jorge Martin beträgt 60 Punkte. Aus den beiden vorangegangenen Wochenenden in Brünn und Assen holte er nur einen Punkt.












