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Startseite » Blitzerranking Deutschland: Der Spitzenplatz hält der Prüfung nicht stand
Poliscan Speed Blitzer 3
Folge des Blitzer-Urteils: Fast alle stationären Messanlagen im Saarland haben ausgeblitzt / Poliscan Speed Blitzer © Coduka GmbH / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/113055 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/CODUKA GmbH/Coduka GmbH"
News

Blitzerranking Deutschland: Der Spitzenplatz hält der Prüfung nicht stand

By Andreas Denner30 Juli, 2026
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Eine Auswertung vergleicht Bußgeldeinnahmen und Kontrolldichte in 30 deutschen Städten. Ein Blick auf die Datengrundlage zeigt, dass die Rangliste teilweise etwas anderes misst, als ihre Überschriften vermuten lassen.
  • Karlsruhe führt mit 128 Euro Bußgeld pro zugelassenem Pkw, der Durchschnitt der 30 Städte liegt bei rund 39 Euro
  • Die Einnahmezahlen umfassen Geschwindigkeits- und Rotlichtverstöße, bei Karlsruhe und Münster zusätzlich Falschparken und Handyverstöße
  • Bei Unfällen mit zu schnellem Fahren starben 2025 laut Statistischem Bundesamt 177 Menschen in Fällen mit Tempoüberschreitung und 665 in Fällen ohne Überschreitung

Vom 3. bis 9. August 2026 kontrolliert die Polizei bundesweit verstärkt die Geschwindigkeit. Kurz vor dieser Aktionswoche hat das Vergleichsportal LeasingMarkt.de eine Auswertung vorgelegt, die Bußgeldeinnahmen und Kontrolldichte in 30 deutschen Städten gegenüberstellt. Die Auswertung stammt von Juli 2026 und beruht auf Daten des Jahres 2025. Sie hat in den vergangenen Tagen für viele Schlagzeilen gesorgt, meist mit derselben Kernaussage: In Karlsruhe werde am meisten Geld mit Rasern verdient. Wer sich die Datengrundlage ansieht, findet ein deutlich komplizierteres Bild.

Welche Stadt führt das Blitzerranking Deutschland an?

Karlsruhe steht auf Platz eins. Auf jeden in der Stadt zugelassenen Pkw entfallen dort rechnerisch 128 Euro Bußgeld, mehr als das Dreifache des Durchschnitts der 30 untersuchten Städte von rund 39 Euro.

Das Ranking nennt für Karlsruhe Gesamteinnahmen von rund 18 Millionen Euro. In der Umfrage, aus der diese Summe stammt, sind es genau 17,8 Millionen Euro. Auch bei den fest installierten Anlagen liegt Karlsruhe vorn, mit 2,6 stationären Blitzern je 10.000 Pkw gegenüber einem Durchschnitt von einem Gerät. Die Stadt selbst hat 35 stationäre Anlagen im Stadtgebiet, sieben Messfahrzeuge und vier Enforcementtrailer gemeldet. Enforcementtrailer sind Messanhänger, die immer wieder an anderen Stellen aufgestellt werden.

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Am Tabellenende steht München mit 1,90 Euro pro Pkw. Die höchsten absoluten Summen erzielen Hamburg mit 41,8 Millionen Euro und Berlin mit 37,9 Millionen Euro. Weil in beiden Städten sehr viele Fahrzeuge zugelassen sind, rutschen sie im Verhältnis zum Fahrzeugbestand nach hinten.

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Die Top 10 des Rankings

Die Gesamtwertung setzt sich aus vier Bausteinen zusammen: Bußgeldhöhe pro gemeldetem Pkw sowie stationäre Blitzer, mobile Blitzer und Messstellen jeweils pro 10.000 Pkw. Messstellen sind Standorte, an denen gemessen werden kann, teilweise auch für Abstände oder Verkehrszählungen.

Platz Stadt Bundesland Bußgeld pro Pkw Stationäre Blitzer je 10.000 Pkw Mobile Blitzer je 10.000 Pkw Messstellen je 10.000 Pkw
1 Karlsruhe Baden-Württemberg 128,00 Euro 2,6 0,5 5,3
2 Potsdam Brandenburg 27,00 Euro 0,9 0,9 7,7
3 Leipzig Sachsen 53,00 Euro 1,2 0,5 7,3
4 Mainz Rheinland-Pfalz 39,80 Euro 1,0 0,6 6,8
5 Wuppertal Nordrhein-Westfalen 36,80 Euro 2,5 0,6 3,4
6 Flensburg Schleswig-Holstein 34,80 Euro 2,0 0,4 3,5
7 Hamburg Hamburg 51,80 Euro 0,5 0,4 6,1
8 Halle an der Saale Sachsen-Anhalt 56,80 Euro 0,5 0,4 5,6
9 Münster Nordrhein-Westfalen 38,50 Euro 0,3 0,6 5,7
10 Erfurt Thüringen 36,50 Euro 1,1 0,4 4,9

Potsdam kommt auf Platz zwei, obwohl die Einnahmen pro Pkw mit 27 Euro unter dem Durchschnitt liegen. Ausschlaggebend ist die Kontrolldichte: Bei mobilen Blitzern und bei Messstellen führt die brandenburgische Landeshauptstadt das Feld an. Sieben mobile Geräte entsprechen dort 0,9 Anlagen je 10.000 Pkw, mehr als das Doppelte des Durchschnitts von 0,4. Bei den Messstellen liegt Potsdam mit 7,7 vor Leipzig mit 7,3 und Mainz mit 6,8, der Durchschnitt beträgt 4,4. Das Schlusslicht bildet hier Bochum mit 2,1. Bei den stationären Anlagen folgen auf Karlsruhe Wuppertal mit 2,5 und Flensburg mit 2,0, am unteren Ende liegt Duisburg mit 0,2.

Woher kommen die Einnahmezahlen?

Die Einnahmen sind keine eigene Erhebung des Rankings. Sie stammen aus einer Umfrage der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins, die am 15. Juli 2026 veröffentlicht wurde und die Einnahmen des Jahres 2025 erfasst.

Für diese Umfrage wurden 126 städtische Pressestellen angeschrieben, 63 haben geantwortet. Zusammen kommen diese 63 Städte auf mehr als 271 Millionen Euro. 35 von ihnen haben die Millionengrenze überschritten. Wichtig ist der genaue Gegenstand der Abfrage: Erhoben wurden die Einnahmen aus Geschwindigkeits- und Rotlichtverstößen zusammen. Reine Blitzereinnahmen sind das also nicht.

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Warum sind die Werte der Städte nicht direkt vergleichbar?

Weil die Städte unterschiedlich abgegrenzt haben, was sie melden. Mehrere Kommunen haben in ihren Antworten ausdrücklich darauf hingewiesen, dass ihre Summe mehr oder weniger enthält als die der anderen.

Der auffälligste Fall ist der Spitzenreiter. Karlsruhe hat seine gesamten Bußgeldeinnahmen angegeben, also einschließlich Falschparken und Handyverstößen, und dazu erklärt, dass die Einnahmen aus Geschwindigkeits- und Rotlichtverstößen nicht gesondert ausweisbar sind. Dasselbe gilt für Münster mit 9,7 Millionen Euro, das im Ranking auf Platz neun steht. Der Spitzenwert von 128 Euro pro Pkw beruht damit auf einer breiteren Grundlage als die Werte von Städten, die nur Tempo und Rotlicht gemeldet haben.

Auch sonst ist die Abgrenzung uneinheitlich. Bielefeld hat 11,2 Millionen Euro gemeldet, ausdrücklich einschließlich Autobahn. Tübingen hat 2,6 Millionen Euro angegeben, ausdrücklich ohne Landespolizei. Oberhausen hat 10 Millionen Euro einschließlich Handyverstößen gemeldet. In der Liste findet sich außerdem der Kreis Mettmann mit zehn Städten, also gar keine einzelne Stadt.

Es hängt somit von Stadt zu Stadt davon ab, ob nur die kommunale Überwachung, auch die Landespolizei oder auch die Autobahn enthalten ist. Das erklärt einen Teil der großen Abstände in der Tabelle.

Warum steht München auf dem letzten Platz?

Weil in Bayern die Geschwindigkeitsüberwachung überwiegend bei der Landespolizei liegt und die Einnahmen dann nicht in der Stadtkasse landen. Der niedrige Wert von 1,90 Euro pro Pkw beschreibt also vor allem eine Zuständigkeitsverteilung.

Kontrolliert wird in München durchaus. Das Polizeipräsidium München hat für 2025 178.272 Geschwindigkeitsverstöße und 11.162 Rotlichtverstöße gemeldet. Allein am Luise-Kiesselbach-Tunnel wurden 35.262 Verstöße erfasst. Ähnlich hohe Zahlen gibt es aus anderen Städten: In Berlin wurden bei 8.271 mobilen Messeinsätzen 825.819 Geschwindigkeitsüberschreitungen registriert, an den stationären Anlagen weitere 351.338 sowie 21.530 Rotlichtverstöße. Düsseldorf zählte 330.892 Temposünder, davon 53.932 im Kö-Bogen-Tunnel. In Münster wurden 95.000 Verfahren wegen Geschwindigkeitsverstößen eingeleitet.

Wie viele Blitzer haben die Städte im Einsatz?

Bei den 63 Städten der Umfrage waren 2025 insgesamt 482 stationäre und 267 mobile Messanlagen im Betrieb.

Die meisten festen Anlagen hat Berlin mit 48, gefolgt von Hamburg mit 40, Karlsruhe mit 35, Stuttgart mit 33, Wuppertal mit 25, Bielefeld mit 24 sowie Tübingen und Dresden mit jeweils 22. Bei der mobilen Technik ist Berlin am umfangreichsten ausgestattet, mit 20 Messfahrzeugen, sechs Messanhängern und 56 Handlasergeräten. Hamburg setzt 26 mobile Messgeräte, 23 Handlasergeräte und neun zivile Videomessfahrzeuge ein. Duisburg verfügt über sieben Messfahrzeuge und fünf Enforcementtrailer, Stuttgart über sechs mobile Blitzer und drei Trailer. Eine semistationäre Anlage kostet einschließlich Einrichtung und Inbetriebnahme rund 150.000 Euro.

Wird in Deutschland immer mehr geblitzt?

Ein klarer Trend nach oben lässt sich aus den Zahlen für 2025 nicht ablesen. 25 Städte haben mehr eingenommen als 2024, 19 Städte weniger, bei den übrigen blieb es etwa gleich.

Den größten Rückgang verzeichnete Hamburg mit einem Minus von 5,2 Millionen Euro. Den größten Zuwachs hatte Berlin mit einem Plus von 4,4 Millionen Euro, gefolgt von Rostock, wo die Einnahmen von 3,4 auf 6,4 Millionen Euro stiegen. Die Zahl der mobilen Anlagen hat sich gegenüber 2024 nur geringfügig erhöht. Die Höhe der Bußgelder selbst ist ohnehin kein Faktor, denn der Bußgeldkatalog gilt bundeseinheitlich.

Was sagen die Unfallzahlen für 2025 über zu schnelles Fahren?

Überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit war 2025 die häufigste Ursache tödlicher Verkehrsunfälle. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts kamen 29 Prozent der Verkehrstoten und 13 Prozent aller Verletzten bei solchen Unfällen zu Schaden, das entspricht 812 Getöteten und 48.700 Verletzten.

Insgesamt starben 2025 in Deutschland 2.832 Menschen im Straßenverkehr, 62 mehr als 2024 und etwa so viele wie 2023. Rund 371.000 Menschen wurden verletzt. Die Zahl der Schwerverletzten sank dabei auf den niedrigsten Wert seit Beginn der getrennten Erfassung im Jahr 1991.

Aufgeschlüsselt nach Straßenart zeigt sich ein deutliches Muster. Auf Autobahnen gingen 42 Prozent der Todesfälle auf Geschwindigkeitsunfälle zurück, auf Landstraßen 34 Prozent mit 532 Getöteten, innerorts nur 16 Prozent mit 156 Getöteten. Insgesamt starben 56 Prozent aller Verkehrstoten auf Landstraßen, 34 Prozent innerorts und 10 Prozent auf Autobahnen.

Warum Blitzer den größeren Teil der Geschwindigkeitsunfälle nicht erfassen

Das Statistische Bundesamt unterscheidet bei der Ursache zwei Gruppen, und dieser Unterschied ist entscheidend. Die eine Gruppe umfasst Fälle, in denen jemand zu schnell für die Verhältnisse fuhr und gleichzeitig das Tempolimit überschritt. Hier wurden 2025 2.358 Unfälle mit Personenschaden, 177 Getötete und 1.037 Schwerverletzte erfasst. Davon starben 60 Menschen innerorts, 112 auf Landstraßen und fünf auf Autobahnen.

Die zweite, deutlich größere Gruppe umfasst Fälle, in denen jemand zu schnell für Kurve, Nässe oder Sicht war, ohne das erlaubte Tempo zu überschreiten. Hier wurden 37.605 Unfälle mit Personenschaden, 665 Getötete und 9.478 Schwerverletzte gezählt.

Ein Blitzer kann nur die erste Gruppe erkennen, weil er ausschließlich die Überschreitung des Tempolimits misst. Die zweite Gruppe liegt technisch außerhalb seiner Möglichkeiten. Weil bei einem Unfall mehrere Ursachen erfasst werden können, lassen sich diese Einzelwerte nicht einfach zur Gesamtzahl addieren. Die Größenordnung ist aber eindeutig.

Was bedeuten die Zahlen für Motorradfahrer?

Motorradfahrer verunglücken tödlich vor allem dort, wo die kommunale Überwachung kaum stattfindet. 2025 starben 517 Fahrer und Mitfahrer von Krafträdern mit amtlichem Kennzeichen. 393 von ihnen kamen auf Landstraßen ums Leben, 90 innerorts und 34 auf Autobahnen.

Insgesamt wurden 27.405 Unfälle mit Personenschaden erfasst, bei denen ein Kraftrad mit amtlichem Kennzeichen beteiligt war, mit 31.151 Verunglückten und 7.744 Schwerverletzten. Bei den eigenen Fehlern der Kraftradfahrer ist nicht angepasste Geschwindigkeit die häufigste Einzelursache: 6.618 von 19.121 erfassten Fällen. Bei Pkw-Fahrern sind es 20.948 von 208.372 Fällen. Der Anteil liegt bei Motorrädern damit etwa dreimal so hoch.

Bei der Erfassung selbst spielt eine rechtliche Besonderheit eine Rolle. In Deutschland gibt es keine Halterhaftung, sondern eine Fahrerverantwortlichkeit. Ist der Fahrer auf dem Messfoto nicht zu erkennen, werden nach Darstellung der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht weder Fahrer noch Halter belangt. Da Motorräder kein Kennzeichen an der Front tragen und der Fahrer einen Helm trägt, führen Anlagen, die nur von vorne messen, bei Motorrädern oft zu keinem Verfahren. Dieser Umstand verliert allerdings an Bedeutung, denn nach Angaben der befragten Städte können Anlagen an Kreuzungen inzwischen in der Regel in alle vier Fahrtrichtungen messen und gleichzeitig Rotlichtverstöße erfassen. Hamburg setzt zudem neun zivile Videomessfahrzeuge ein, die mit Front- und Heckkameras ausgestattet sind und Verstöße durchgehend auf Video aufzeichnen.

Wo die Städte ihre Messgeräte aufstellen

Zur Standortwahl haben die Kommunen in der Umfrage selbst Auskunft gegeben. Stationäre und teilstationäre Anlagen stehen nach ihren Angaben an Unfallhäufungsstellen sowie an gefährlichen oder unübersichtlichen Knotenpunkten. Mobile Geräte kommen vor allem in schutzwürdigen Bereichen zum Einsatz, etwa in der Nähe von Kindergärten, Schulen und Altenheimen sowie in Tempo-30-Zonen. Als weitere Gründe nannten die Städte Lärm- und Emissionsschutz.

Wie unterschiedlich die beiden Formen wirken, zeigt das Beispiel Hamburg. Die stationäre Überwachung brachte dort 2025 Einnahmen von 7,2 Millionen Euro nach 11,3 Millionen Euro im Jahr davor. Die mobile Überwachung kam auf 34,6 Millionen Euro. Den Rückgang bei den festen Anlagen führt die Stadt mit großer Wahrscheinlichkeit auf die zahlreichen Baustellen zurück, weil der Verkehr dort ohnehin langsamer fließt.

Die Einnahmen verbleiben nach Angaben aller befragten Städte vollständig bei der Kommune und sind nicht zweckgebunden. Sie fließen in den allgemeinen Haushalt, aus dem unter anderem Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung sowie für den Rad- und Fußverkehr finanziert werden. Entscheidet ein Amtsgericht über ein Verfahren, fließt das Geld dagegen der Landeskasse zu.

Damit ordnet sich das Ranking in eine Debatte ein, die die Verkehrssicherheit in Deutschland seit Jahren begleitet. Die Auswertung zeigt, wie viel Geld die Städte einnehmen und wie viele Geräte sie betreiben. Sie sagt nichts darüber, wie oft tatsächlich gemessen wird, wie viele Pendler und Durchreisende erfasst werden und ob die Anlagen an den gefährlichsten Stellen stehen. Für Rückschlüsse auf das persönliche Kontrollrisiko oder auf die Wirkung der Überwachung reichen diese Daten deshalb nicht aus.

Häufige Fragen

  • Welche Stadt führt das Blitzerranking Deutschland an?

    Karlsruhe steht auf Platz eins der Auswertung von Juli 2026. Auf jeden zugelassenen Pkw entfallen dort rechnerisch 128 Euro Bußgeld, bei Gesamteinnahmen von 17,8 Millionen Euro. Der Durchschnitt der 30 untersuchten Städte liegt bei rund 39 Euro.

  • Aus welchem Jahr stammen die Zahlen?

    Die Auswertung wurde im Juli 2026 erstellt und beruht auf Daten des Jahres 2025. Die Einnahmen stammen aus einer Umfrage vom 15. Juli 2026, die das Jahr 2025 erfasst. Die Unfallzahlen des Statistischen Bundesamts beziehen sich ebenfalls auf 2025.

  • Warum nimmt München so wenig Bußgeld ein?

    In Bayern liegt die Geschwindigkeitsüberwachung überwiegend bei der Landespolizei, deren Einnahmen nicht in die Stadtkasse fließen. Kontrolliert wird trotzdem intensiv: Das Polizeipräsidium München erfasste 2025 178.272 Geschwindigkeitsverstöße. Der letzte Platz mit 1,90 Euro pro Pkw beschreibt daher vor allem die Zuständigkeit.

  • Werden Motorräder von stationären Blitzern erfasst?

    Nur eingeschränkt, weil viele Anlagen ausschließlich von vorne messen und Motorräder dort kein Kennzeichen tragen. Ohne erkennbaren Fahrer kommt es in Deutschland zu keinem Verfahren, da es keine Halterhaftung gibt. Neuere Kreuzungsanlagen können jedoch in alle vier Fahrtrichtungen messen.

  • Wie viele Menschen starben 2025 durch zu schnelles Fahren?

    Nach Angaben des Statistischen Bundesamts entfielen 29 Prozent der 2.832 Verkehrstoten auf Unfälle mit überhöhter oder nicht angepasster Geschwindigkeit, das sind 812 Getötete. Bei 177 Getöteten wurde zugleich das Tempolimit überschritten, bei 665 Getöteten war die Geschwindigkeit ohne Überschreitung des Limits zu hoch.

➜ Dieser Artikel ist Teil unserer umfassenden Übersicht: Motorradrecht & Politik: Gesetze, Urteile und Entwicklungen für Motorradfahrer. Dort findest du alle wichtigen Informationen zum Thema gebündelt.

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Redakteur bei Motorrad Nachrichten. Fokus auf Technik, Szene und Motorradpolitik – neutral, sachlich, verständlich. Verantwortlich für die Seiten www.Motorcycles.News, www.Motorrad.Training und den YouTube-Kanal "Motorrad Nachrichten", sowie deren social Media-Seiten.

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