- 946 ccm Parallel-Twin mit rund 113 PS (83 kW) bei 8.500 U/min und 105 Nm (77,5 lb-ft) bei 6.250 U/min
- Listenpreis in den USA: 12.499 US-Dollar (circa 10.800 Euro), zuzüglich Fracht und Bereitstellung
- Auslieferung an die Händler ab dem vierten Quartal 2026, Werksgarantie zwei Jahre
CFMoto arbeitet sich seit Jahren beim Hubraum nach oben. Erst kam die Ibex 450, dann die 800er Baureihe, jetzt folgt das bislang größte Modell der Marke. In Nordamerika trägt es den Namen Ibex 950 und wird als Modelljahr 2027 geführt. Technisch handelt es sich um dieselbe Reiseenduro, die in Europa und Asien als 1000MT-X verkauft wird. Der Namenswechsel folgt der Systematik, die CFMoto in den USA bereits mit der Ibex 450 und der Ibex 800 E eingeführt hat.

Was ist die CFMoto Ibex 950?
Die Ibex 950 ist die US-Version der CFMoto 1000MT-X und das größte Motorrad im gesamten amerikanischen Angebot der Marke. Sie steht in der Adventure-Baureihe über der Ibex 800 E und der Ibex 450.
Der Weg dorthin lässt sich gut nachvollziehen. Vorgestellt wurde das Modell im November auf der EICMA in Mailand. Im April 2026 folgte die Zertifizierung durch die US-Umweltbehörde EPA, womit der Weg in den amerikanischen Markt frei war. Im August 2026 nannte CFMoto dann Preis und Ausstattung für Nordamerika.
Bemerkenswert ist dabei ein Detail am Rande: CFMoto hat sein Liter-Adventure auf den Markt gebracht, bevor KTM ein Modell namens 990 Adventure überhaupt angekündigt hat. Die Österreicher mussten wegen ihrer finanziellen Lage mehrere Produkteinführungen verschieben. Die 1390 Super Adventure S EVO war ursprünglich als Modelljahr 2025 geplant und kommt nun als 2027er Modell.
Welche Technik steckt in der Ibex 950?
Im Zentrum steht ein flüssigkeitsgekühlter Zweizylinder-Reihenmotor mit 946 ccm Hubraum, vier Ventilen je Zylinder und zwei obenliegenden Nockenwellen. CFMoto gibt die Leistung mit rund 113 PS (83 kW) bei 8.500 U/min an, das maximale Drehmoment mit 105 Nm (77,5 lb-ft) bei 6.250 U/min.
Der Motor basiert auf KTMs LC8c-Plattform, die CFMoto in Lizenz fertigt. Bohrung und Hub von 92,5 mal 70,4 Millimeter entsprechen exakt den Werten der KTM 990 Duke, ebenso das Verdichtungsverhältnis von 13,5:1. Die Abstimmung ist eine andere. Laut Hersteller liegt der Schwerpunkt auf nutzbarer Leistung, die Drehmomentkurve soll breit statt spitz ausfallen und im mittleren Drehzahlbereich am kräftigsten sein. Zum Vergleich: Die 990 Duke kommt auf rund 125 PS (92 kW), erreicht diesen Wert aber erst bei 9.500 U/min.
Bei den Leistungsangaben lohnt ein genauer Blick. Ältere Unterlagen zur 1000MT-X nannten 111,3 PS, das aktuelle US-Datenblatt spricht von 112 hp, was umgerechnet knapp 113 PS entspricht. Die Abweichung ist gering und dürfte auf unterschiedliche Messnormen und Rundungen zurückgehen.
Fahrwerk, Bremsen und Räder
Das Fahrwerk stammt komplett von KYB. Vorn arbeitet eine voll einstellbare Upside-down-Gabel mit 48 Millimeter Standrohrdurchmesser, hinten ein ebenfalls voll einstellbares Federbein. Vorspannung, Zug- und Druckstufe lassen sich an beiden Enden anpassen. Der Federweg beträgt jeweils 230 Millimeter. Das Federbein ist direkt angelenkt und arbeitet ohne Umlenkhebel.
Die Bremsanlage kommt von Brembo. Vorn greifen radial montierte Vierkolbenzangen vom Typ M4.32 auf zwei schwimmend gelagerte 320-Millimeter-Scheiben, hinten sitzt eine 260-Millimeter-Scheibe mit einer schwimmenden Einkolbenzange P2.34. Die Regelsysteme liefert Bosch, darunter ein zweikanaliges Kurven-ABS und eine Traktionskontrolle mit Schräglagenerfassung.
Der Rahmen ist eine Stahlrohrkonstruktion, die Schwinge besteht aus Aluminium. Der Motor ist als mittragendes Element eingebunden. Die Speichenräder sind tubeless ausgeführt und messen 21 Zoll vorn sowie 18 Zoll hinten. Ab Werk sind Pirelli Scorpion Rally STR in den Größen 90/90-21 und 150/70-18 montiert, also ein Kompromissreifen für Straße und leichtes Gelände. Käufer können laut Hersteller auf Wunsch eine geländeorientiertere oder eine straßenlastigere Bereifung wählen.
Elektronik und Ausstattung
Die Bedienung läuft über einen hochkant eingebauten 8-Zoll-TFT-Touchscreen. Die elektronische Gasannahme ermöglicht mehrere Fahrmodi. Zur Wahl stehen Standard, Rain, Off-Road und All-Terrain sowie ein frei konfigurierbarer Modus namens Master. Dazu kommt eine Stabilitätskontrolle, die über eine Inertialplattform arbeitet, also über Sensoren, die Lage und Bewegung des Motorrads erfassen.
Serienmäßig sind außerdem Tempomat, ein in beide Richtungen arbeitender Schaltautomat, Reifendruckkontrolle sowie USB-Anschlüsse in den Varianten Typ A und Typ C an Bord. Für den Reiseeinsatz montiert CFMoto beheizte Griffe, eine beheizte Sitzbank, einen verstellbaren Windschild, integrierte Handprotektoren, einen großflächigen Unterfahrschutz und einen Gepäckträger hinten. Die Beleuchtung ist vollständig auf LED umgestellt, inklusive Nebelscheinwerfer. Ein 22-fach verstellbarer Lenkungsdämpfer gehört ebenfalls zur Serienausstattung. Er lässt sich auf der Straße weich einstellen und im Gelände straffer ziehen, damit das Vorderrad weniger aus der Spur schlägt.

Wie groß und wie schwer ist die Ibex 950?
Das fahrfertige Gewicht liegt bei 222 Kilogramm (489 lbs), das Trockengewicht bei 200 Kilogramm (440 lbs). Die Sitzhöhe beträgt 871 Millimeter (34,3 Zoll).
Der Tank fasst 22,3 Liter (5,9 Gallonen), was für mehr als 320 Kilometer Reichweite reichen soll. Der Radstand misst 1.529 Millimeter, die Bodenfreiheit 239 Millimeter. Lenkkopfwinkel und Nachlauf gibt CFMoto mit 26,4 Grad und 104 Millimeter an. Die Außenmaße liegen bei 2.281 Millimeter Länge, 937 Millimeter Breite und 1.476 Millimeter Höhe.
Zur Sitzhöhe merkt der Hersteller an, dass die Maschine im Bereich der Sitzbank schmal geschnitten sei. Das relativiert den hohen Wert in der Praxis. Ein Motorrad mit 230 Millimeter Federweg und 21-Zoll-Vorderrad lässt sich kaum niedriger bauen. Der Tank sitzt zudem tief im Fahrzeug, was den Schwerpunkt senkt. CFMoto hat dafür eine sattelförmige Tankkonstruktion übernommen, wie sie auch KTM verwendet.
Was kostet die CFMoto Ibex 950 in den USA?
CFMoto ruft in den USA 12.499 US-Dollar (circa 10.800 Euro) auf. Der Preis versteht sich laut Hersteller ohne Fracht und Bereitstellung.
Interessant wird der Wert im Vergleich mit Europa. In Italien startete die baugleiche 1000MT-X bei 10.490 Euro (circa 12.140 US-Dollar). Umgerechnet liegt der US-Preis damit rund 310 Euro über dem italienischen Listenpreis. Der Abstand ist klein, und ein direkter Vergleich bleibt schwierig, weil in den USA Fracht und Bereitstellung separat berechnet werden. Die grobe Richtung lässt sich trotzdem ablesen: CFMoto ruft für dasselbe Motorrad auf beiden Seiten des Atlantiks ein ähnliches Niveau auf.
Innerhalb der amerikanischen Baureihe ergibt sich eine klare Staffelung. Die Ibex 450 steht bei 5.999 US-Dollar (circa 5.185 Euro), die Ibex 800 E bei 9.799 US-Dollar (circa 8.470 Euro), die Ibex 950 bei 12.499 US-Dollar (circa 10.800 Euro). In Italien lag die kleinere 800MT-X bei 8.990 Euro (circa 10.400 US-Dollar).

Wie ordnet sich der Preis im Wettbewerb ein?
Unter den Reiseenduros mit 21-Zoll-Vorderrad und vergleichbarem Hubraum liegt kein Modell unter dem Preis der Ibex 950. Nur die Aprilia Tuareg 660 trifft mit 12.499 US-Dollar (circa 10.800 Euro) denselben Wert, arbeitet aber mit einem 659-ccm-Twin.
Darüber wird es teurer, obwohl der Hubraum kleiner bleibt. Die Yamaha Ténéré 700 World Raid kostet 12.999 US-Dollar (circa 11.240 Euro), die Suzuki V-Strom 800DE Adventure 13.249 US-Dollar (circa 11.450 Euro) und die BMW F 900 GS 14.395 US-Dollar (circa 12.440 Euro). Die KTM 890 Adventure R steht bei 16.299 US-Dollar (circa 14.090 Euro), die Ducati DesertX bei 16.995 US-Dollar (circa 14.690 Euro) und die Triumph Tiger 900 Rally Pro bei 17.595 US-Dollar (circa 15.210 Euro).
Wie unterscheidet sich die Ibex 950 von der KTM 890 Adventure R?
Beide Motorräder teilen sich die Grundzutaten, unterscheiden sich aber in fast jedem Detail. Die CFMoto hat mehr Hubraum, mehr Leistung und mehr Serienausstattung, kostet aber 3.800 US-Dollar (circa 3.285 Euro) weniger.
Im Einzelnen: KTM gibt für den 889-ccm-Motor der 890 Adventure R rund 105 PS (77 kW) bei 8.000 U/min und 100 Nm (74 lb-ft) bei 6.500 U/min an. CFMoto hat den LC8c-Twin aufgebohrt und den Hub verlängert, aus 90,7 mal 68,8 Millimeter wurden 92,5 mal 70,4 Millimeter. Beim Fahrwerk setzt KTM auf WP XPLOR mit 240 Millimeter Federweg, CFMoto auf KYB mit 230 Millimeter. Die Sitzhöhe der KTM liegt bei 880 Millimeter, die der Ibex bei 871 Millimeter. Beim Tank steht es 20,1 zu 22,3 Liter zugunsten der CFMoto, beim Gewicht 215 zu 222 Kilogramm zugunsten der KTM.
Deutlicher fällt der Unterschied bei der Ausstattung aus. Die KTM trägt ein 5-Zoll-Display, die CFMoto einen 8-Zoll-Touchscreen. Tempomat, beheizte Griffe, beheizte Sitzbank und Schaltautomat sind bei der Ibex 950 dauerhaft an Bord und nicht an eine zeitlich begrenzte Freischaltung gekoppelt. Auch der Stahlrohrrahmen wirkt auf Bildern nahezu identisch, lediglich der hintere Rahmenteil scheint neu konstruiert.

Wann kommt die Ibex 950 zu den Händlern?
CFMoto peilt für Nordamerika das vierte Quartal 2026 an. Die Maschinen sollen also gegen Ende des laufenden Kalenderjahres bei den Händlern stehen.
Zur Wahl stehen zwei Lackierungen, Tactical Green und Nebula Black. Die Werksgarantie beträgt zwei Jahre. Aus dem Zubehörprogramm nennt CFMoto unter anderem einen verstärkten Aluminium-Unterfahrschutz, einen dreiteiligen Koffersatz, einen Kühlerschutz, eine höhere Tourenscheibe und eine beheizte niedrige Sitzbank.
Was der Schritt für die Marke bedeutet
Die Ibex 950 ist ein weiterer Baustein in der Modelloffensive, mit der CFMoto seine Adventure-Palette seit Jahren nach oben erweitert. Nach der 450er und der 800er Baureihe besetzt die Marke nun auch die Klasse um einen Liter Hubraum, und zwar mit Markenkomponenten von KYB, Brembo, Pirelli und Bosch sowie einer Ausstattungsliste, die bei etablierten Herstellern häufig auf der Aufpreisliste steht. Innerhalb des Modelljahrgangs 2027 gehört das Motorrad damit zu den Neuheiten, die den Wettbewerb in der mittleren bis großen Reiseenduro-Klasse spürbar unter Druck setzen dürften.

Häufige Fragen
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Was kostet die CFMoto Ibex 950?
In den USA liegt der Listenpreis bei 12.499 US-Dollar (circa 10.800 Euro), jeweils ohne Fracht und Bereitstellung. In Italien startete das baugleiche Modell unter dem Namen 1000MT-X bei 10.490 Euro (circa 12.140 US-Dollar). Angeboten wird die Maschine in den Farben Tactical Green und Nebula Black.
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Wie viel PS hat die CFMoto Ibex 950?
Der 946-ccm-Parallel-Twin leistet rund 113 PS (83 kW) bei 8.500 U/min. Das maximale Drehmoment von 105 Nm (77,5 lb-ft) steht bei 6.250 U/min an. Der Motor basiert auf der LC8c-Plattform von KTM, die CFMoto in Lizenz fertigt.
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Ist die Ibex 950 dasselbe Motorrad wie die CFMoto 1000MT-X?
Ja, es handelt sich um dasselbe Modell unter einem anderen Namen. CFMoto vermarktet die 1000MT-X in Nordamerika als Ibex 950, um sie in die dortige Namenssystematik neben Ibex 450 und Ibex 800 E einzuordnen. Technische Unterschiede zwischen den Marktversionen hat der Hersteller nicht genannt.
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Wann ist die CFMoto Ibex 950 verfügbar?
CFMoto nennt für den US-Markt das vierte Quartal 2026 als Zeitraum für die Auslieferung an die Händler. Vorgestellt wurde das Modell im November auf der EICMA, die EPA-Zertifizierung für die USA folgte im April 2026.
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Wie schwer ist die CFMoto Ibex 950?
Das fahrfertige Gewicht beträgt 222 Kilogramm (489 lbs), das Trockengewicht 200 Kilogramm (440 lbs). Damit zählt sie zu den leichteren Vertretern der Klasse um einen Liter Hubraum, gemessen an ihrem Ausstattungsumfang.
➜ Dieser Artikel ist Teil unserer umfassenden Übersicht: Neue Motorräder 2027: Alle Modelle, Neuheiten und Highlights im Überblick. Dort findest du alle wichtigen Informationen zum Thema gebündelt.












