- Nachfolger des seit 2009 erhältlichen ContiMotion, lieferbar ab September 2026
- Neue Karkassmaterialien und überarbeitete Hybrid-Silica-Mischung
- Vier Größen in 17 Zoll, die Größe 190/50 ZR 17 folgt erst im November 2026
Continental hat den ContiMotion EVO am 10. September 2026 in Hannover vorgestellt. Der Reifen löst den ContiMotion ab, den es seit 2009 gibt und den der Hersteller zwischendurch schon einmal überarbeitet hat. Gedacht ist der Neue für Fahrer, die Fahrspaß, Sicherheit und Laufleistung in einem ausgewogenen Verhältnis suchen. „Mit dem ContiMotion EVO bieten wir einen vielseitigen Sport-Touring-Reifen“, sagt Christoph Ettenhuber, Head of Business Field Motorcycle Tires bei Continental. Er verspricht ein intuitives Fahrverhalten, verlässlichen Grip bei Nässe und Trockenheit und eine Laufleistung, die im Alltag überzeugen soll.

Was ist neu am ContiMotion EVO?
Die wichtigsten Änderungen betreffen die Karkasse und die Gummimischung der Lauffläche. Continental beschreibt den EVO nicht als komplette Neuentwicklung, sondern als gezielte Überarbeitung des Vorgängers.
Die Karkasse ist das Grundgerüst des Reifens. Hier setzt Continental neue Materialien ein. Sie sollen für mehr Stabilität und ein gleichmäßigeres Verhalten sorgen. Daraus soll sich ein besseres Handling und eine agilere Fahrdynamik ergeben. Laut Hersteller ist die Karkasse auf eine ausgewogene Steifigkeit abgestimmt. Der Reifen soll dadurch linear und vorhersehbar auf Lenkbefehle und Gasbefehle des Fahrers reagieren.
Auch die Laufflächenmischung ist neu. Continental spricht von einer optimierten Hybrid-Silica-Mischung. Sie soll die Haftung auf nasser Straße verbessern, ohne dass die Laufleistung darunter leidet. Genau das ist bei Sport-Touring-Reifen der klassische Zielkonflikt: Eine Mischung mit mehr Grip nutzt sich normalerweise schneller ab.
„Der ContiMotion EVO ist an entscheidenden Stellen aktualisiert worden, ohne die bekannten, grundlegenden Qualitäten seines Vorgängers zu verlieren“, erklärt Ettenhuber. Als spürbaren Unterschied nennt er vor allem, dass der Reifen agiler sein soll.
Was bedeuten EasyHandling und ZeroDegree beim ContiMotion EVO?
EasyHandling steht für eine präzise und berechenbare Lenkreaktion, ZeroDegree für Stabilität bei hohem Tempo. Beide Begriffe sind Technologien, die Continental unter eigenem Namen führt.
EasyHandling beschreibt eine Reifenkonstruktion, die das Einlenken auch dann berechenbar halten soll, wenn die drehenden Räder das Motorrad kaum stabilisieren. Das ist vor allem bei langsamer Fahrt der Fall, zum Beispiel in engen Kehren, beim Rangieren oder beim Wenden. Laut Continental sorgt die Technik zusammen mit der überarbeiteten Konstruktion für ein intuitives Fahrverhalten, auch bei langsamer Kurvenfahrt.
ZeroDegree bezeichnet den Stahlgürtel unter der Lauffläche. Er ist parallel zur Laufrichtung gewickelt und nicht schräg. So hält er der Fliehkraft stand, die die Lauffläche bei hohem Tempo nach außen drücken will. Diese Gürtelkonstruktion kam schon beim Vorgänger zum Einsatz. Beim EVO arbeitet sie mit den neuen Karkassmaterialien zusammen.

Wie ist das Profil des ContiMotion EVO aufgebaut?
Das Profil kombiniert schräge Rillen an den Seiten mit einer breiten, geschlossenen Mitte. Jeder Bereich hat nach Angaben von Continental eine eigene Aufgabe.
Die diagonal verlaufenden Rillen reichen bis in den Schulterbereich des Reifens. Sie sollen Wasser zur Seite ableiten und so für Grip auf nasser Fahrbahn sorgen. Die geschlossene Lauffläche in der Mitte ist für die Laufleistung zuständig. Dazu kommt eine breite Aufstandsfläche, also der Teil des Reifens, der die Straße berührt. Eine große Kontaktfläche soll dem Reifen zusätzliche Stabilität geben.
Für welche Motorräder ist der ContiMotion EVO gedacht?
Continental nennt Naked Bikes, Roadster und moderne Klassiker als Einsatzgebiet. Als Beispiele führt der Hersteller unter anderem die BMW R 12 nineT, die Triumph Daytona 660, die Ducati Supersport 950, die Honda CB650R, die Suzuki GSX-8TT und die Yamaha MT-09 auf.
„Der ContiMotion EVO passt zu einer großen Bandbreite beliebter Naked Bikes, Roadster und moderner Klassiker“, sagt Ettenhuber. Der Reifen soll sowohl für sportliche Ausfahrten am Wochenende als auch für längere Touren geeignet sein. Alle Größen sind für 17-Zoll-Felgen ausgelegt. Damit bleibt der EVO klar im Bereich der Straßenmotorräder der Mittelklasse.

Welche Größen gibt es beim ContiMotion EVO und wann sind sie lieferbar?
Zum Marktstart gibt es vier Größen, drei davon sind ab September 2026 lieferbar. Die breiteste Hinterradgröße folgt im November 2026.
- Vorderrad: 120/70 ZR 17 M/C (58W) TL, ab September 2026
- Hinterrad: 160/60 ZR 17 M/C (69W) TL, ab September 2026
- Hinterrad: 180/55 ZR 17 M/C (73W) TL, ab September 2026
- Hinterrad: 190/50 ZR 17 M/C (73W) TL, ab November 2026
Wer eine dieser Größen bisher mit dem ContiMotion fährt, findet beim EVO einen Nachfolger mit identischem Tragfähigkeitsindex und Geschwindigkeitsindex. Anders sieht es bei den schmaleren Größen aus. Den bisherigen ContiMotion gibt es im Handel zum Beispiel auch in 110/70 ZR 17, 120/60 ZR 17, 140/70 ZR 17, 150/60 ZR 17 und 150/70 R 17. Für diese Größen bietet Continental zum Start keinen EVO an. Ob und wann weitere Größen folgen, hat der Hersteller bislang nicht mitgeteilt.
Darf man den ContiMotion EVO mit dem alten ContiMotion kombinieren?
Ja, laut Continental lassen sich ContiMotion EVO und ContiMotion miteinander kombinieren. Vorne kann also der neue Reifen laufen und hinten der alte, oder umgekehrt.
Das ist in zwei Fällen praktisch. Wer nur einen abgefahrenen Reifen ersetzen muss, braucht nicht gleich einen neuen Satz zu kaufen. Und wer eine Größe fährt, die es beim EVO noch nicht gibt, kann trotzdem auf einer Seite auf den Nachfolger umsteigen. Entscheidend bleiben aber die Fahrzeugpapiere und die Reifenfreigaben des Motorradherstellers. Vor dem Kauf sollte deshalb geprüft werden, welche Kombination für das eigene Motorrad zugelassen ist.

Was kostet der ContiMotion EVO und gibt es schon Tests?
Preise hat Continental für den ContiMotion EVO bisher nicht genannt. Unabhängige Tests von Prüforganisationen oder Fachzeitschriften liegen ebenfalls noch nicht vor.
Alle Aussagen zu Handling, Nasshaftung und Laufleistung sind damit derzeit Angaben des Herstellers. Wie groß der Unterschied zum Vorgänger auf der Straße tatsächlich ausfällt, lässt sich erst mit den ersten Vergleichstests sagen. Der Reifen ist inzwischen aber bereits im regulären Motorradreifenprogramm von Continental gelistet.

Häufige Fragen
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Wann ist der ContiMotion EVO erhältlich?
Der ContiMotion EVO ist seit September 2026 lieferbar. Das gilt für die Größen 120/70 ZR 17, 160/60 ZR 17 und 180/55 ZR 17. Die Hinterradgröße 190/50 ZR 17 folgt im November 2026.
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Welche Größen gibt es beim ContiMotion EVO?
Es gibt eine Vorderradgröße und drei Hinterradgrößen, alle in 17 Zoll. Vorne ist das 120/70 ZR 17, hinten 160/60, 180/55 und 190/50 ZR 17. Schmalere Größen des bisherigen ContiMotion haben zum Start keinen Nachfolger.
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Kann man ContiMotion EVO und ContiMotion mischen?
Ja, Continental erlaubt die Kombination beider Reifen an einem Motorrad. Maßgeblich sind aber immer die Fahrzeugpapiere und die Reifenfreigaben des Motorradherstellers.
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Was kostet der ContiMotion EVO?
Einen Preis hat Continental bislang nicht veröffentlicht. Auch unabhängige Tests gibt es noch nicht, die Angaben zu Grip und Laufleistung stammen vom Hersteller.
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Für welche Motorräder passt der ContiMotion EVO?
Der Reifen ist für Naked Bikes, Roadster und moderne Klassiker mit 17-Zoll-Rädern gedacht. Continental nennt unter anderem die BMW R 12 nineT, die Triumph Daytona 660, die Ducati Supersport 950, die Honda CB650R, die Suzuki GSX-8TT und die Yamaha MT-09.











