- Paul Jordan siegte auf einer Honda CB350 K4 mit 1:37,307 Minuten Vorsprung
- Mike Browne stellte mit 105,322 mph einen neuen Klassenrekord auf und schied danach aus
- Nur 19 von 31 gemeldeten Fahrern erreichten das Ziel
Das erste Rennen der Classic TT 2026 lieferte einen Verlauf, wie ihn der Snaefell Mountain Course immer wieder hervorbringt. Über zwei Runden führten nacheinander drei verschiedene Fahrer, zwei davon schieden aus. Am Ende stand mit Paul Jordan ein Sieger fest, der die Führung erst übernahm, nachdem der klar dominierende Mann des Rennens mit einem platten Reifen liegen blieb. Auf dem Podium landete zudem ein Name, den viele dort nicht mehr erwartet hatten.

Wie verlief die erste Runde des Rennens?
Auf der ersten Runde wechselte die Führung zweimal, und der schnellste Mann setzte sich am Ende deutlich ab. Um 17:30 Uhr ging es los, John McGuinness auf der Steadplan Racing Honda wurde als Erster auf die Strecke geschickt. Bei perfekten Bedingungen rund um den Kurs lag zunächst Dean Harrison auf der Craven Classic Racing Honda vorn. Bei Glen Helen betrug sein Vorsprung auf Mike Browne 3,964 Sekunden, Michael Evans folgte auf der Honda von Ken Rutter Racing weitere 1,847 Sekunden dahinter.
Über die Ballaugh Bridge hatte sich das Bild schon gedreht. Browne war in diesem Abschnitt über acht Sekunden schneller unterwegs als Harrison und übernahm die Spitze. Harrison tauchte danach nicht mehr auf den Zeitmesstafeln auf, sein Rennen endete in Ballaugh. Am Ramsey Hairpin lag Browne bereits 10,949 Sekunden vor Evans, Jamie Coward und Paul Jordan folgten dahinter.
Warum verlor Mike Browne die sichere Führung?
Browne fiel auf der zweiten Runde mit einem platten Reifen aus, obwohl er zu diesem Zeitpunkt fast eine halbe Minute vorn lag. Zuvor hatte der Fahrer aus dem irischen Cork aus dem Stand heraus eine Runde in 105,322 mph gedreht, was 21 Minuten und 29,640 Sekunden entspricht. Damit unterbot er den bisherigen Klassenrekord von Lee Johnston aus dem Jahr 2014 um rund eine Sekunde.
Am Ende der ersten Runde lag Browne 27,246 Sekunden vor Jordan, der inzwischen auf Rang zwei vorgerückt war. Bei Glen Helen auf der zweiten Runde baute er seinen Vorsprung sogar auf 29,830 Sekunden aus. Danach fehlte er in Ballaugh, kurz darauf kam die Meldung vom Ausfall. Er hatte die Maschine bei Barregarrow abgestellt.

Wie kam John McGuinness auf das Podium?
McGuinness profitierte davon, dass vor ihm gleich mehrere Fahrer ausfielen, und hielt seine Position im Schlussabschnitt. Nach Brownes Ausfall führte Jordan mit 4,635 Sekunden vor Coward, der wiederum über eine Minute vor McGuinness lag. Herbertson lag zu diesem Zeitpunkt nur 1,126 Sekunden hinter dem 23-fachen TT-Sieger.
Dann meldete die Zeitnahme auch Cowards Ausfall in Ballaugh. McGuinness rückte auf der korrigierten Zeit auf Platz zwei vor, Herbertson auf Platz drei. Bis Ramsey drehte Herbertson das Verhältnis um und lag dort 3,534 Sekunden vor McGuinness. Für den Briten blieb Rang drei. Sein Ziel einer 100-Meilen-Runde verfehlte er knapp, die Zeitmessung notierte 99,232 mph.
Wie deutlich fiel der Sieg von Paul Jordan aus?
Jordan gewann mit 1:37,307 Minuten Vorsprung auf Dominic Herbertson. Am Ramsey Hairpin auf der Schlussrunde lag er bereits 1:19,015 Minuten vorn, und im letzten Streckendrittel geriet die Führung nicht mehr in Gefahr. Seine Schlussrunde legte er mit 104,926 mph zurück, gefahren auf der Honda CB350 K4 von Davies Motorsport.
Herbertson auf der Honda von Nigel Haith Racing hatte im Ziel 22,795 Sekunden Vorsprung auf McGuinness. Die drei Podiumsfahrer saßen damit auf vergleichbaren Hondas. Für Jordan ist es der zweite Erfolg in dieser Klasse nacheinander, nachdem er im Vorjahr seinen ersten Sieg auf dem Mountain Course gefeiert hatte.

Wer schaffte es in die Top Ten?
Hinter dem Podium fuhr Dan Sayle vom John Chapman Racing Team auf Rang vier. Der Fahrer aus Sulby verpasste das Podium damit knapp. Fünfter wurde Will Loder auf einer Greeves Oulton, der ersten Einzylindermaschine und zugleich der ersten Nicht-Honda im Ergebnis. Enttäuschung gab es dagegen für Harley Rushton, der auf der Mountain Mile ausfiel.
James Chawke auf der DD Racing Honda kam als Sechster ins Ziel, gefolgt von Andy Hornby für HEL Performance und Phil McGurk vom Team Chris Hughes Racing. Newcomer Kyle Parkes belegte Rang neun, Jeffrey Vermeulen komplettierte die Top Ten. Auf Platz elf landete Ben Birchall, der 14-fache Sidecar-Sieger bei der TT, mit einer Schlussrunde von 94,665 mph. Für ihn war es das erste Solo-Rennen auf dem Mountain Course.
Warum wurde das Rennen vorverlegt?
Die Veranstalter zogen den Renntag vor, weil die Wetterprognose für das Ende der Woche schlecht ausfiel. Ursprünglich war der Auftakt der Classic TT für Montag, den 24. August, angesetzt. Stattdessen fand er am Samstag, dem 22. August 2026, statt. Auch die Distanz wurde auf zwei Runden gekürzt.
Die Ausfallbilanz fiel hoch aus. Von 31 gemeldeten Fahrern erreichten nur 19 das Ziel. Neben Harrison, Browne, Coward und Evans traf es unter anderem Joe Yeardsley, Stefano Bonetti, Paul Cassidy und Russell Roebury. Michael Dunlop, mit 36 Erfolgen Rekordsieger der TT, trat auf seiner Royal Enfield gar nicht erst an. Auch Michael Sweeney und Lee Stanaway standen als Nichtstarter in der Liste.

Was macht die Historic Junior Classic TT besonders?
Die Klasse erinnert an die Zeit, als die Isle of Man TT noch zur Motorrad-Weltmeisterschaft der FIM gehörte. Gefahren wird mit 350er-Maschinen, die den Grand-Prix-Sport und die TT in den 1960er und frühen 1970er Jahren geprägt haben. Für Zuschauer bedeutet das, diese Motorräder wieder im Renneinsatz auf dem Mountain Course zu sehen.
Im Kontext der gesamten Classic TT 2026 war dieses Rennen der Auftakt. Am Sonntag sollten die Straßen um 12:45 Uhr geschlossen werden, danach standen das Formula One Classic TT über drei Runden ab 13:30 Uhr sowie das Rennen der Lightweight- und Ultra-Lightweight-Klasse ab 15:30 Uhr auf dem Programm.

Häufige Fragen
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Wer hat die Historic Junior Classic TT 2026 gewonnen?
Paul Jordan gewann das Rennen auf einer Honda CB350 K4 von Davies Motorsport. Sein Vorsprung auf Dominic Herbertson betrug 1:37,307 Minuten. Für den Nordiren war es der zweite Sieg in dieser Klasse in Folge.
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Wie schnell ist der neue Rundenrekord der Klasse?
Mike Browne fuhr auf der ersten Runde 105,322 mph, was einer Zeit von 21 Minuten und 29,640 Sekunden entspricht. Damit löste er den bisherigen Rekord von Lee Johnston aus dem Jahr 2014 um rund eine Sekunde ab. Browne schied allerdings auf der zweiten Runde mit einem platten Reifen aus.
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Wie viele Fahrer kamen ins Ziel?
Von 31 gemeldeten Fahrern erreichten 19 das Ziel. Zu den Ausfällen zählten unter anderem Dean Harrison, Mike Browne, Jamie Coward und Michael Evans. Michael Dunlop trat nicht an.
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Warum fand das Rennen am Samstag statt?
Die Veranstalter verlegten den Auftakt vom ursprünglich geplanten Montag, dem 24. August, auf Samstag, den 22. August 2026. Grund war die schlechte Wetterprognose für das Wochenende. Das Rennen wurde zudem auf zwei Runden gekürzt.
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Auf welchem Platz landete John McGuinness?
John McGuinness wurde Dritter und stand damit wieder auf dem Podium des Mountain Course. Er lag im Ziel 22,795 Sekunden hinter Dominic Herbertson. Seine Rundenzeit entsprach 99,232 mph, womit er sein Ziel einer 100-Meilen-Runde knapp verpasste.












