- 37 mm Showa SFF-BP Upside-down-Gabel statt der bisherigen 41 mm Telegabel
- Radial montierte Vierkolben-Bremssättel statt axial montierter Zweikolben-Sättel
- Marktstart in Großbritannien im Dezember für 7.499 Pfund (circa 8.820 Euro / 9.900 US-Dollar)
Die Ninja 650 ist seit Jahren Kawasakis sportliches Angebot in der Mittelklasse. Ein Reihenzweizylinder mit 649 cm³, ein leichter Gitterrohrrahmen und eine aufrechte Sitzposition prägen das Modell. An diesem Grundrezept ändert Kawasaki für 2027 nichts. Die Japaner setzen gezielt an der Front an, also dort, wo die Ninja 650 bisher eher einfach ausgestattet war. Damit unterscheidet sie sich von vielen anderen Kawasaki-Modellen des neuen Jahrgangs, die vor allem neue Farben bekommen.

Was ändert sich an der Kawasaki Ninja 650 für 2027?
Die wichtigsten Neuerungen der Ninja 650 2027 betreffen Gabel, Vorderradbremse und Cockpit. Kawasaki verbaut eine Upside-down-Gabel von Showa, radial montierte Vierkolben-Bremssättel und ein TFT-Display mit neuem Layout.
Hinzu kommen eine härtere Feder hinten und ein neu geformter Vorderradkotflügel. Laut Kawasaki soll die Ninja 650 damit sportlicher fahren, ohne ihren einsteigerfreundlichen Charakter zu verlieren. Der Hersteller fasst das unter seinem Konzept „Fun-Style-Easy“ zusammen, also Fahrspaß, Optik und einfache Handhabung.
Im Modelljahr 2027 ist ein solches Technik-Update bei Kawasaki eher die Ausnahme. Modelle wie die Ninja ZX-6R, die ZX-4RR, die Ninja 500 SE, die Z1100 und die Vulcan S gehen weitgehend mit neuen Lackierungen in die Saison. Die Ninja 650 gehört dagegen zu den Neuheiten des Jahrgangs 2027, bei denen sich an der Technik tatsächlich etwas tut.
Welche Gabel bekommt die Ninja 650 2027?
Die Ninja 650 fährt ab 2027 mit einer Showa SFF-BP Upside-down-Gabel mit 37 mm Standrohrdurchmesser. Sie ersetzt die bisherige konventionelle Telegabel mit 41 mm.
Die Abkürzung SFF-BP steht für Separate Function Front Fork Big Piston. Der wichtigste Punkt ist der größere Kolben in der Gabel. Er senkt laut Kawasaki den Dämpfungsdruck. Das soll für mehr Kontrolle sorgen und das Motorrad beim Bremsen und Beschleunigen ruhiger ein- und ausfedern lassen. Kawasaki verspricht außerdem mehr Stabilität beim Einlenken in Kurven und ein satteres Gefühl beim Bremsen.
Einstellen lässt sich die neue Gabel nicht. Der Federweg bleibt mit 125 mm so lang wie beim Vorgänger.
Härtere Feder am Heck
Damit Front und Heck zusammenpassen, hat Kawasaki auch hinten nachgelegt. Das Federbein bekommt eine härtere Feder. Die Ninja 650 soll trotzdem nicht so straff werden wie ein klassischer Supersportler. Kawasaki betont, dass das natürliche und einfache Fahrgefühl erhalten bleiben soll.

Was bringen die neuen Vierkolben-Bremsen?
Die neuen Bremssättel sollen direkter auf den Bremshebel ansprechen und sich besser dosieren lassen. Statt axial montierter Zweikolben-Sättel sitzen nun radial montierte Vierkolben-Sättel am Vorderrad.
Kawasaki spricht von einer linearen und gut kontrollierbaren Bremswirkung. Gemeint ist, dass die Bremskraft gleichmäßig mit dem Druck am Hebel zunimmt. Zusammen mit der neuen Gabel soll das die Straßenlage verbessern und mehr Kontrolle bei sportlicher Fahrweise bringen.
Optisch fällt an der Front der neue Kotflügel auf. Er ist an den Seiten breiter und unten länger als bisher und deckt so einen größeren Teil der Gabel ab.
Neues Cockpit: TFT-Display mit Navigation und Sprachsteuerung
Im Cockpit sitzt ein 4,3 Zoll großes Farbdisplay in TFT-Technik mit einem neu gestalteten Layout. Die wichtigsten Informationen sollen damit auf einen Blick erkennbar sein.
Das Smartphone wird wie bisher über die Rideology-App von Kawasaki verbunden. Neu ist, dass die App jetzt auch Navigation und Sprachbefehle unterstützt.
Was bleibt bei Motor und Rahmen gleich?
Der Motor der Ninja 650 bleibt unverändert. Der 649 cm³ große Reihenzweizylinder ist auf kräftigen Durchzug im unteren und mittleren Drehzahlbereich ausgelegt.
Er leistet rund 68 PS (50 kW) bei 8.000 Umdrehungen pro Minute. Das maximale Drehmoment liegt bei 64 Nm (47,2 lb-ft) bei 6.700 Umdrehungen pro Minute. Der Motor sitzt in einem leichten Gitterrohrrahmen aus Stahl.
Kawasaki gibt das fahrfertige Gewicht mit 194 kg (428 lbs) an, gemessen mit einem zu 90 Prozent gefüllten Tank. In den Tank passen 15 Liter. Die Sitzhöhe liegt weiterhin bei 785 mm. Zusammen mit dem schlanken Rahmen soll das auch kleineren Fahrern einen sicheren Stand ermöglichen.
Bei der Elektronik bleibt es bei der Traktionskontrolle KTRC (Kawasaki Traction Control) mit zwei wählbaren Stufen. Einen Schaltassistenten gibt es als Zubehör. Der Kawasaki Quick Shifter (KQS) erlaubt das Hochschalten ohne Kupplung.
Wann kommt die Kawasaki Ninja 650 2027 und was kostet sie?
In Großbritannien kommt die Ninja 650 2027 im Dezember zu den Händlern. Sie kostet dort 7.499 Pfund (circa 8.820 Euro / 9.900 US-Dollar) und damit genauso viel wie das Modell 2026.
In Italien soll die Ninja 650 ab 7.990 Euro (circa 8.970 US-Dollar) erhältlich sein. Für Deutschland hat Kawasaki bisher weder einen Preis noch einen Termin genannt.
In der sportlichen Mittelklasse trifft die Ninja 650 unter anderem auf die Yamaha R7 und die Aprilia RS 660.

Welche Farben gibt es für die Ninja 650 2027?
Kawasaki nennt für die Ninja 650 2027 insgesamt drei Farbvarianten. Nicht jede davon wird aber in jedem Land angeboten.
Zur Auswahl stehen Lime Green, Metallic Flat Spark Black/Metallic Carbon Gray und Metallic Matte Graphenesteel Gray/Metallic Spark Black. In Großbritannien und Italien sind bisher nur die beiden ersten Varianten angekündigt. Welche Farben in Deutschland kommen, ist noch offen. Kawasaki verweist bei der Verfügbarkeit auf die Händler im jeweiligen Land.
Häufige Fragen
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Was kostet die Kawasaki Ninja 650 2027?
In Großbritannien kostet die Ninja 650 2027 genau 7.499 Pfund (circa 8.820 Euro / 9.900 US-Dollar), so viel wie das Vorjahresmodell. In Italien soll sie ab 7.990 Euro (circa 8.970 US-Dollar) starten. Ein deutscher Preis steht noch nicht fest.
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Wann kommt die Kawasaki Ninja 650 2027 auf den Markt?
Die Ninja 650 2027 kommt in Großbritannien im Dezember zu den Händlern. Für Deutschland hat Kawasaki noch keinen Termin genannt.
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Wie viel PS hat die Ninja 650 2027?
Die Ninja 650 2027 leistet rund 68 PS (50 kW) bei 8.000 Umdrehungen pro Minute. Das maximale Drehmoment beträgt 64 Nm (47,2 lb-ft) bei 6.700 Umdrehungen pro Minute. Der Motor wurde für 2027 nicht verändert.
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Welche Gabel hat die neue Ninja 650?
Die Ninja 650 2027 hat eine nicht einstellbare Showa SFF-BP Upside-down-Gabel mit 37 mm Standrohrdurchmesser. Sie ersetzt die bisherige 41 mm Telegabel. Der Federweg bleibt bei 125 mm.












