- Vier Varianten mit 7,5 oder 11 kWh Akku und bis zu 343 km Reichweite nach indischem Messzyklus
- Einführungspreise von 2,65 bis 4,12 Lakh Rupien (circa 2.490 bis 3.870 Euro / 2.785 bis 4.330 US-Dollar)
- Europa-Premiere auf der EICMA in Mailand am 3. November 2026
Ein gutes Jahr nachdem die X-47 Crossover im September 2025 in Indien gestartet ist, legt der Elektromotorrad-Hersteller aus Bengaluru die nächste Ausbaustufe nach. Der Name Venom steht dabei für mehr als ein Facelift. Unter der bekannten Hülle steckt eine komplett neue technische Basis, auf der laut Ultraviolette alle künftigen Fahrzeuge der Marke aufbauen sollen. Die Buchungen laufen seit dem 22. Oktober 2026, ausgeliefert wird ab November. In wenigen Tagen zeigt Ultraviolette die Venom auf der EICMA 2026 in Mailand erstmals dem europäischen Publikum.

Was bringt die neue VX-100-Plattform der Ultraviolette X-47 Venom?
Die VX-100-Plattform arbeitet mit 100 Volt und erneuert die drei wichtigsten Bauteile: Akku, Motor und Motorsteuerung. Alle drei sollen leichter sein, mehr Energie bereitstellen und schneller abkühlen.
Beim Akku setzt Ultraviolette auf die neue SRB-11-Technik. Die Energiedichte soll um bis zu 20 Prozent steigen, die Kühlleistung sich verdoppeln. Wärme soll das überarbeitete Thermosystem bis zu 50 Prozent schneller abführen. Das Akkugehäuse besteht aus Aluminiumguss und ist nach IP67 gegen Staub und Wasser geschützt.
Angetrieben wird die Venom vom neu entwickelten Elektromotor UV LightFury. Es handelt sich um einen permanenterregten Synchronmotor, in dem sogenannte weichmagnetische Verbundwerkstoffe (SMC) stecken. Dieses Material lässt sich leichter formen als klassische Blechpakete und spart in diesem Fall rund 5 kg (11 lbs) ein. Die neue Motorsteuerung soll bei kleinerer Bauform die dreifache Leistungsdichte erreichen.
Am deutlichsten spürbar wird das beim Gewicht. Die Basisversion mit 7,5-kWh-Akku wiegt 180 kg (397 lbs) und damit 17 kg (37 lbs) weniger als die bisherige Einstiegs-X-47. Die Recon mit 11 kWh kommt auf 195 kg (430 lbs), 13 kg (29 lbs) weniger als die alte Recon mit 10,3 kWh.
Auch im Alltag soll sich die bessere Kühlung zeigen. Der schärfste Fahrmodus Ballistic lässt sich jetzt bis zu einem Akkustand von 10 Prozent nutzen, zuvor war bei 30 Prozent Schluss. Die Rekuperation, also das Zurückgewinnen von Energie beim Bremsen und Rollen, greift schon ab 99 Prozent Ladestand statt erst ab 90 Prozent.
Wie viel PS hat die Ultraviolette X-47 Venom?
Die X-47 Venom leistet 30 kW, umgerechnet rund 41 PS. Das maximale Motordrehmoment liegt bei 90 Nm (66 lb-ft), am Hinterrad kommen 550 Nm (406 lb-ft) an.
Mit dem Raddrehmoment ist die Kraft gemeint, die nach der Übersetzung tatsächlich am Hinterrad wirkt. Hier liegt die Venom unter der Crossover, die 610 Nm (450 lb-ft) schaffte. Auch beim Motordrehmoment verliert sie 10 Nm, die Spitzenleistung ist praktisch gleich geblieben.
Schneller ist die Venom trotzdem. Von 0 auf 60 km/h braucht sie wie bisher 2,7 Sekunden. Den Sprint auf 100 km/h schafft sie laut Hersteller in 5,9 Sekunden, die Crossover war mit 8,1 Sekunden angegeben. Die Höchstgeschwindigkeit steigt von 145 auf 155 km/h und ist elektronisch begrenzt. Diese Werte gelten für alle vier Varianten. Zur Wahl stehen die Fahrmodi Glide, Combat und Ballistic.

Welche Reichweite hat die X-47 Venom und wie lange dauert das Laden?
Mit dem 11-kWh-Akku nennt Ultraviolette 343 km Reichweite, mit dem 7,5-kWh-Akku 227 km. Beide Werte beziehen sich auf den indischen Messzyklus IDC, der im Alltag meist höhere Werte liefert als andere Verfahren.
Gegenüber der Vorgängerin legt die große Version um 20 km zu, die kleine um 16 km.
Neu ist das Gleichstrom-Schnellladen mit bis zu 12 kW an externen Ladesäulen. Ultraviolette bezeichnet das als Premiere für ein indisches Elektro-Zweirad. Wie lange ein Schnellladevorgang dauert, hat der Hersteller noch nicht genannt.
Für das Laden an der Steckdose gibt es konkrete Zeiten, jeweils von 20 auf 80 Prozent:
- 7,5 kWh mit dem mitgelieferten 1,3-kW-Ladegerät: 3 Stunden 45 Minuten
- 7,5 kWh mit dem optionalen 3-kW-Booster: 1 Stunde 50 Minuten
- 11 kWh mit dem 1,3-kW-Ladegerät: 5 Stunden 30 Minuten
- 11 kWh mit dem 3-kW-Booster: 2 Stunden 45 Minuten
Beim großen Akku dauert das Standardladen damit eine halbe Stunde länger als bei der alten Recon. Je nach Variante ist zusätzlich ein Bordladegerät eingebaut, laut Hersteller mit bis zu 1,6 kW.
Akkuschutz, Radar und Elektronik: Was die Venom an Bord hat
Für den Akku kombiniert Ultraviolette ein Batteriemanagementsystem mit Sicherungen für einzelne Zellen und einer sogenannten Pyro-Fuse. Diese pyrotechnische Sicherung trennt den Stromkreis innerhalb von Mikrosekunden, wenn ein kritischer Fehler auftritt.
Das Radarsystem UV Hypersense hat die Venom von der Crossover übernommen. Ein 77-GHz-Radar im Heck erfasst den Verkehr bis zu 200 m weit. Daraus ergeben sich ein Totwinkelwarner, ein Spurwechselassistent, Warnungen beim Überholtwerden und eine Heckkollisionswarnung. Letztere schaltet bei Gefahr die Warnblinker ein, um nachfolgende Fahrzeuge aufmerksam zu machen.
Im Cockpit sitzt ein neuer 7-Zoll-Touchscreen mit der Oberfläche UV Interface X. Er läuft mit Android, nutzt Qualcomm-Hardware und ist ebenfalls nach IP67 geschützt. Navigation kommt vom indischen Kartendienst Mappls, dazu gibt es einen USB-C-Anschluss mit 35 Watt. Das Assistenzpaket Violette AI meldet unter anderem Bewegungen, Stürze, Abschleppen und Unfälle und kann das Motorrad aus der Ferne sperren.
Passend zur Venom hat Ultraviolette die Schutzweste B-MAX vorgestellt. Sie soll Brust, Rücken, Seiten, Hüfte und Schlüsselbeinbereich schützen, 86 Prozent der Aufprallkraft dämpfen und bis zu fünfmal wiederverwendbar sein.

Welche Varianten der X-47 Venom gibt es?
Ultraviolette bietet die X-47 Venom in vier Varianten an. Die beiden Modelle ohne Recon im Namen nutzen den 7,5-kWh-Akku, die beiden Recon-Versionen den 11-kWh-Akku.
Schon die Grundversion X-47 Venom bringt Zweikanal-ABS, eine abschaltbare Traktionskontrolle, eine Stabilitätskontrolle, eine Berganfahrhilfe und eine dreistufige Rekuperation mit. Die X-47 Venom+ erweitert das um Tempomat, Navigation, LTE-Verbindung und eine Ortungsfunktion. Die Traktionskontrolle hat hier vier Stufen, die Rekuperation zehn.
Die X-47 Venom Recon übernimmt diese Ausstattung und ergänzt den großen Akku, die Radarassistenten, eine integrierte Frontkamera sowie einen Sturzschutz mit Handprotektoren und Bügel. Ganz oben steht die X-47 Venom Recon+. Sie hat Kameras vorn und hinten, eine Rückfahrkamera mit Einparkhilfe, Violette AI und eine Reifendruckkontrolle.
Was bleibt gegenüber der X-47 Crossover gleich?
Am Fahrwerk und an den Abmessungen hat Ultraviolette nichts verändert. Sitzhöhe (820 mm), Bodenfreiheit (200 mm) und Radstand (1.385 mm) entsprechen der bisherigen X-47.
Der Rahmen ist weiterhin ein Stahl-Gitterrohrrahmen. Vorn arbeitet eine 41-mm-Upside-down-Gabel, hinten ein Zentralfederbein, beide in der Federvorspannung einstellbar. Gebremst wird mit einer 320-mm-Scheibe vorn und einer 230-mm-Scheibe hinten. Die 17-Zoll-Räder tragen Reifen in 110/70 vorn und 150/60 hinten.

Was kostet die Ultraviolette X-47 Venom?
In Indien beginnt die X-47 Venom bei einem Einführungspreis von 2,65 Lakh Rupien (circa 2.490 Euro / 2.785 US-Dollar). Dieser Preis gilt für die ersten 5.000 Kunden, danach steigen alle Varianten um 35.000 Rupien (circa 330 Euro / 370 US-Dollar).
Die Einführungspreise ab Werk in Bengaluru hängen von Akku, Ladegerät und Farbe ab:
- X-47 Venom: 2,65 bis 2,78 Lakh Rupien (circa 2.490 bis 2.610 Euro / 2.785 bis 2.920 US-Dollar)
- X-47 Venom+: 3,15 bis 3,28 Lakh Rupien (circa 2.960 bis 3.080 Euro / 3.310 bis 3.445 US-Dollar)
- X-47 Venom Recon: 3,75 bis 3,88 Lakh Rupien (circa 3.520 bis 3.645 Euro / 3.940 bis 4.075 US-Dollar)
- X-47 Venom Recon+: 4,00 bis 4,12 Lakh Rupien (circa 3.755 bis 3.870 Euro / 4.200 bis 4.330 US-Dollar)
Zum Vergleich: Die X-47 Crossover startete 2025 mit einem Einführungspreis von 2,49 Lakh Rupien. Als Farben zeigt Ultraviolette unter anderem das neue Afterburner Yellow sowie Stellar White, Cosmic Black und Turbo Red.
Preise für Europa gibt es noch nicht. Mehr dazu dürfte es geben, wenn Ultraviolette die Venom am 3. November 2026 auf der EICMA in Mailand präsentiert.

Häufige Fragen
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Was kostet die Ultraviolette X-47 Venom?
In Indien startet sie bei 2,65 Lakh Rupien, umgerechnet circa 2.490 Euro / 2.785 US-Dollar. Die teuerste Version Recon+ kostet bis zu 4,12 Lakh Rupien (circa 3.870 Euro / 4.330 US-Dollar). Preise für Europa sind noch nicht bekannt.
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Wie viel PS hat die X-47 Venom?
Die X-47 Venom leistet 30 kW, das sind rund 41 PS. Am Hinterrad liegen bis zu 550 Nm Drehmoment an. Von 0 auf 100 km/h geht es laut Hersteller in 5,9 Sekunden.
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Wie weit kommt die X-47 Venom mit einer Akkuladung?
Mit dem 11-kWh-Akku der Recon-Varianten nennt Ultraviolette 343 km, mit dem 7,5-kWh-Akku 227 km. Beide Angaben folgen dem indischen Messzyklus IDC.
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Was ist der Unterschied zwischen X-47 Venom und X-47 Crossover?
Die Venom basiert auf der neuen 100-Volt-Plattform VX-100 mit neuem Akku, neuem Motor und neuer Steuerung. Sie ist bis zu 17 kg leichter, fährt 155 statt 145 km/h und beschleunigt schneller auf 100 km/h. Fahrwerk, Rahmen und Abmessungen sind gleich geblieben.
➜ Dieser Artikel ist Teil unserer umfassenden Übersicht: Neue Motorräder 2026: Alle Modelle, Neuheiten und Highlights im Überblick. Dort findest du alle wichtigen Informationen zum Thema gebündelt.












