- Sammleredition mit weltweit 10 Exemplaren, gestaltet von BRABUS und Hiroshi Fujiwara
- Elektroantrieb mit 37 PS (27 kW), 475 Nm und 120 km/h Höchstgeschwindigkeit
- Preis in Deutschland: 53.550 Euro (circa 61.740 US-Dollar) inklusive Mehrwertsteuer
Im April 2026 hat BRABUS auf der Milano Design Week gemeinsam mit dem französischen Hersteller DAB Motors seine ersten Elektromotorräder vorgestellt. Ein halbes Jahr später kommt ein dritter Partner dazu: Fragment Design, das Label von Hiroshi Fujiwara. Zusammen haben die drei Unternehmen die BRABUS URBAN E FRAGMENT EDITION entwickelt. Ihre Weltpremiere feiert sie am 3. und 4. Oktober 2026 auf der ComplexCon in Los Angeles. Nach der DAB 1a BRABUS, der BRABUS URBAN E und der URBAN E FIRST EDITION ist sie das vierte BRABUS-Elektromotorrad, das 2026 vorgestellt wird.

Wie kam es zur Zusammenarbeit von BRABUS und Hiroshi Fujiwara?
Hiroshi Fujiwara ist während der Milano Design Week im April 2026 zufällig auf der Straße auf das BRABUS-Elektromotorrad gestoßen. Das Design gefiel ihm so gut, dass daraus eine gemeinsame Edition entstanden ist.
Fujiwara teilte das Motorrad kurz darauf auf seinem Instagram-Kanal. Dort zeigte er auch eine BRABUS URBAN E FIRST EDITION in der Farbe Desert Sand, die er sich selbst zugelegt hat. Über die Begegnung in Mailand sagt er: „Ich fand sein Design einfach wunderschön. BRABUS nimmt etwas, das bereits existiert, und befördert es in eine ganz andere Richtung. Ich denke, Fragment arbeitet auf ähnliche Weise.“
Auch DAB-Motors-Gründer Simon Dabadie beschreibt das Treffen in Mailand als Ausgangspunkt. Fujiwara sei von dem Motorrad begeistert gewesen, und so habe man begonnen, sich ein Motorrad im Stil von Fragment vorzustellen. BRABUS-Chef Constantin Buschmann spricht darüber, dass er gern mit anderen Designern zusammenarbeitet. Fujiwara bringe Ideen ein, auf die BRABUS selbst vielleicht nie gekommen wäre, und umgekehrt sei es genauso.
Wer ist Hiroshi Fujiwara und wofür steht Fragment Design?
Hiroshi Fujiwara gilt als eine der einflussreichsten Persönlichkeiten der japanischen Streetwear-Szene. Sein Label Fragment Design hat seinen Sitz in Tokio und ist für eine minimalistische Gestaltung mit zurückhaltendem Branding bekannt.
Fujiwara wird oft als „Pate“ der Ura-Harajuku-Mode bezeichnet. Diese Stilrichtung ist im Tokioter Stadtteil Harajuku entstanden, und Fujiwara hat sie maßgeblich mitgeprägt. Mit Fragment Design arbeitet er immer wieder mit anderen Marken zusammen, etwa in den Bereichen Mode, Schuhe und Produktdesign. Zu seinen bekannten Kooperationen gehören Versionen des Air Jordan 1 und Daunenjacken von Moncler.
Seine Herangehensweise beschreibt Fujiwara so: „I enjoy working with limitations. I believe that a very small change is just enough, it is actually a big difference.“ (Deutsch: „Ich arbeite gern mit Einschränkungen. Ich glaube, dass eine sehr kleine Veränderung schon ausreicht, sie macht tatsächlich einen großen Unterschied.“) Für ihn ist eine Zusammenarbeit nach eigener Aussage eine Möglichkeit, etwas zu schaffen, das er sich selbst wünscht oder gern nutzen würde. „Ich entwerfe niemals mit dem Gedanken im Hinterkopf, was der Markt will“, sagt Fujiwara.

Was unterscheidet die FRAGMENT EDITION optisch von der normalen URBAN E?
Die BRABUS URBAN E kommt serienmäßig in glänzendem Schwarz mit roten Akzenten und rotem Ledersitz. Die FRAGMENT EDITION setzt dagegen auf ein konsequentes Schwarzweiß-Konzept mit weißen Details.
Die Grundlage bilden schwarze Verkleidungsteile und Elemente aus Sicht-Carbon, also Carbon mit sichtbarer Faserstruktur. Als Kontrast sind die Radabdeckungen aus Carbon, die Bremssättel und der Fahrersitz weiß. Dazu kommen matte und glänzende Oberflächen im Wechsel sowie das typische Blitz-Logo von Fragment.
Der BRABUS Masterpiece-Fahrersitz ist mit weißem Leder bezogen und trägt die für BRABUS typische „Shell“-Steppung, ein Muster aus muschelförmigen Nähten. Hinter dem Sitz sitzt ein durchscheinendes Monoblock-LED-Rücklicht, in das das Fragment-Logo eingearbeitet ist. Simon Dabadie fasst die Änderungen so zusammen: „Jedes Detail wurde neu durchdacht, von den lackierten Carbon-Komponenten über das maßgeschneiderte, kristallklare Rücklicht mit dem Fragment Logo bis hin zum weißen BRABUS Sitz.“
Die übrige Form stammt von der URBAN E. In der Seitenansicht prägt die Tank-Sitz-Verkleidung im Monocoque-Stil das Bild. Gemeint ist eine durchgehende Schale, die optisch Tank und Sitzbereich verbindet. In den seitlichen Lufteinlässen sitzen senkrechte Tagfahrleuchten. Die schwarze Frontmaske trägt ein beleuchtetes BRABUS-Logo mit Carbon-Einfassung und nimmt den Ladeanschluss auf, darunter arbeitet ein Projektionsscheinwerfer mit Linse. Weitere Carbon-Teile sind der vordere Kotflügel, die Rahmenverkleidung vor dem Hinterrad, der Bugspoiler unter dem Antrieb, die seitlichen Motorabdeckungen und die hinteren Winglets. Ein Staufach vor dem Sitz nimmt das mitgelieferte Ladekabel auf.
Welche Technik steckt in der BRABUS URBAN E FRAGMENT EDITION?
Technisch basiert die FRAGMENT EDITION auf der BRABUS URBAN E. Der Elektromotor leistet laut BRABUS 37 PS (27 kW) und liefert ein maximales Drehmoment von 475 Nm (rund 350 lb-ft), die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 120 km/h.
Für die Leistung sorgen eine speziell programmierte Steuerung und ein eigener Wechselrichter. Der Wechselrichter wandelt den Strom aus der Batterie für den Motor um und soll unter Last einen höheren Stromfluss ermöglichen. Zwei Luftkanäle aus Carbon links und rechts kühlen den Motor zusätzlich, damit die Leistung auch bei Hitze und im Dauerbetrieb konstant bleibt. Die Kraft gelangt über einen wartungsarmen Carbonriemen zum Hinterrad.
Die 72-Volt-Lithium-Ionen-Batterie soll eine Reichweite von bis zu 150 Kilometern ermöglichen. Geladen wird an einer normalen 220-Volt-Haushaltssteckdose. Von 50 auf 100 Prozent dauert das laut Hersteller etwa 90 Minuten, von 20 auf 100 Prozent rund drei Stunden. Eine komplette Ladung braucht dreieinhalb bis vier Stunden.
Gestartet wird ohne Schlüssel per PIN-Code. Ein 2,8 Zoll großes LCD-Display zeigt Geschwindigkeit, Akkustand, Ladefortschritt und Systemtemperatur an.
Welche Fahrmodi hat die FRAGMENT EDITION?
Es gibt fünf Fahrmodi: Eco, Street, Sport, Nitrous und Rückwärts. Im Eco-Modus ist die Höchstgeschwindigkeit auf 60 km/h begrenzt und die Kraft setzt sanfter ein, was bei wenig Grip und beim Stromsparen helfen soll. Street ist die Standardeinstellung für die Stadt, Sport gibt die volle Leistung mit direkterem Ansprechverhalten frei. Nitrous ist eine Art Boost-Funktion, die für bis zu zehn Sekunden die maximale Leistung bereitstellt. Der Rückwärtsgang erleichtert das Rangieren auf engem Raum.
Fahrwerk und Bremsen
Vorne arbeitet eine 46-Millimeter-Upside-Down-Gabel mit einstellbarer Dämpfung und 100 Millimetern Federweg. Hinten sitzt ein CNC-gefrästes, einstellbares Federbein mit ebenfalls 100 Millimetern Federweg. Die Bremsen stammen von Brembo: vorne ein Vierkolben-Radialbremssattel mit 320-Millimeter-Scheibe, hinten ein Einkolben-Bremssattel mit 240-Millimeter-Scheibe. Ein Zweikreis-ABS ist serienmäßig verbaut.

Was kostet die BRABUS URBAN E FRAGMENT EDITION?
Die BRABUS URBAN E FRAGMENT EDITION kostet in Deutschland 53.550 Euro (circa 61.740 US-Dollar) inklusive 19 Prozent Mehrwertsteuer. Ohne Mehrwertsteuer entspricht das 45.000 Euro.
Der Vergleich innerhalb der Modellfamilie zeigt den Aufpreis für das Fragment-Design. Die URBAN E FIRST EDITION, die technisch ebenfalls der URBAN E entspricht, kostet 38.675 Euro (circa 44.590 US-Dollar). Die FRAGMENT EDITION liegt damit 14.875 Euro (circa 17.150 US-Dollar) darüber. Gegenüber der normalen BRABUS URBAN E für 27.251 Euro (circa 31.420 US-Dollar) kostet sie fast das Doppelte. Dazu kommt die geringere Stückzahl: Von der FIRST EDITION entstehen 40 Exemplare in vier Farben, von der FRAGMENT EDITION weltweit nur zehn.
Auf der ComplexCon soll das Motorrad in begrenzter Stückzahl für rund 43.370 Euro (50.000 US-Dollar) erhältlich sein.
Warum feiert das E-Motorrad auf der ComplexCon Premiere?
Die ComplexCon ist eine Veranstaltung rund um Streetwear, Sneaker, Musik, Kunst und Design, und Hiroshi Fujiwara gestaltet die diesjährige Ausgabe als künstlerischer Leiter mit. Sie feiert 2026 ihr zehnjähriges Jubiläum und findet am 3. und 4. Oktober im Los Angeles Convention Center statt.
Neben Fujiwara übernimmt der Rapper Playboi Carti die künstlerische Leitung. Mehr als 300 Marken, Künstler und Kreative sind vertreten. Ein Autoveredler wie BRABUS fällt in diesem Umfeld zunächst aus dem Rahmen. Constantin Buschmann sieht darin aber einen bewussten Schritt: „If you want to be relevant in today’s landscape of luxury brands, you have to very clearly recognize the cultural angle of your product and you have to engage with what’s going on outside in the design world.“ (Deutsch: „Wenn man in der heutigen Landschaft der Luxusmarken relevant sein will, muss man den kulturellen Aspekt seines Produkts ganz klar erkennen und sich mit dem auseinandersetzen, was draußen in der Designwelt passiert.“) Er hält es nach eigener Aussage für arrogant, wenn Marken diesen Bereich ignorieren.
Den Anspruch von BRABUS fasst Buschmann so zusammen: „Wenn man wie wir Luxusprodukte designt, muss man die Herzen der Menschen in der gleichen Sekunde berühren, in der sie diese sehen. Sonst haben wir keine Chance.“ Das Unternehmen nennt diesen Ansatz seine „One Second Wow“-Mission. Fujiwara wiederum spricht darüber, dass auf der ComplexCon Menschen unterschiedlicher Altersgruppen und Kulturen zusammenkommen, darunter auch viele, die weder Fragment noch BRABUS kennen. Er würde sich freuen, wenn sein Design dazu beiträgt, dass sie dort Neues für sich entdecken.

Capsule-Collection zur FRAGMENT EDITION
Passend zum Motorrad haben BRABUS und Fragment Design eine ebenfalls limitierte Kleidungskollektion entworfen. Sie besteht aus Lederhandschuhen, einer Fahrerjacke und einem Fleece-Zip-Hoodie.
Preise für die einzelnen Teile der Kollektion haben die Partner bislang nicht genannt. Vorgestellt wird die Capsule-Collection zusammen mit dem Motorrad auf der ComplexCon.
Wer steckt hinter BRABUS und DAB Motors?
BRABUS ist ein Familienunternehmen aus Bottrop im Ruhrgebiet, das 1977 gegründet wurde. Bekannt ist die Marke vor allem für veredelte Fahrzeuge, inzwischen gehören aber auch Boote, Motorräder und Designprodukte zum Angebot.
Gegründet haben das Unternehmen Bodo Buschmann und Klaus Brackmann. Seit 2018 führt Constantin Buschmann BRABUS. Im Motorradbereich hat BRABUS zuvor mit KTM zusammengearbeitet, zuerst bei der BRABUS 1300 R und zuletzt bei der BRABUS 1400 R SIGNATURE EDITION auf Basis der KTM 1390 Super Duke R Evo.
DAB Motors ist ein französischer Hersteller von Elektromotorrädern und gehört zur Peugeot Motocycles Groupe. Das Unternehmen konzentriert sich auf Kleinserien und Individualisierung. Jedes Motorrad wird in Frankreich montiert. Technische Basis aller BRABUS-Elektromotorräder ist die Plattform der DAB 1a.

Häufige Fragen
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Was kostet die BRABUS URBAN E FRAGMENT EDITION?
Die BRABUS URBAN E FRAGMENT EDITION kostet in Deutschland 53.550 Euro (circa 61.740 US-Dollar) inklusive 19 Prozent Mehrwertsteuer. Auf der ComplexCon in Los Angeles soll sie für rund 43.370 Euro (50.000 US-Dollar) angeboten werden.
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Wie viele Exemplare der URBAN E FRAGMENT EDITION werden gebaut?
Die URBAN E FRAGMENT EDITION ist auf weltweit zehn Exemplare limitiert. Zum Vergleich: Von der URBAN E FIRST EDITION entstehen 40 Stück, je zehn in vier Farben.
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Was unterscheidet die FRAGMENT EDITION von der FIRST EDITION?
Beide Versionen basieren technisch auf der BRABUS URBAN E, der Unterschied liegt im Design. Die FIRST EDITION gibt es in vier einfarbigen BRABUS-Lackierungen, die FRAGMENT EDITION setzt auf Schwarzweiß mit weißem Ledersitz und einem Rücklicht mit Fragment-Logo. Sie kostet 14.875 Euro (circa 17.150 US-Dollar) mehr.
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Wer hat die BRABUS URBAN E FRAGMENT EDITION gestaltet?
Das Design stammt von BRABUS und Fragment Design, dem Label des japanischen Streetwear-Designers Hiroshi Fujiwara. Die Technik hat der französische Hersteller DAB Motors entwickelt, der das Motorrad auch baut.












